Kristin Boese aus Potsdam gewinnt Weltmeisterschaft im Kitesurfen

10.10.2006
00:00 Uhr

Author: 9pm media

Kristin in Action

Weltmeisterin K. Böse

Die Drachenfrau: Haushoch überlegen dank haushoher Sprünge

Mit waghalsigen, bis zu 15 Meter hohen Sprüngen holte Kristin Boese den Weltmeistertitel im Kitesurfen nach Deutschland.
Körperbeherrschung benötigt sie während der Ausübung ihres Berufs ohnehin – und wenn es gut läuft, dann auch danach. Zum Beispiel für einen Sambatanz. Die 29-jährige Potsdamerin feierte ihren zweiten Weltmeistertitel nämlich in Brasilien.
Keine Athletin ging mit Lenkdrachen und Surfbrett geschickter um als sie – und so gewann die Publizistik-Studentin mit komfortablem Vorsprung die Meisterschaft vor Bruna Kajiya aus Brasilien und der Polin Ania Grzelinska. „Endlich habe ich den Titel perfekt gemacht“, freute sich Boese. Denn bereits im August beim Gard Kitesurf World Cup St. Peter-Ording hatte sie die Chance dazu, musste sich aber mit einem dritten Platz begnügen.  

Seit vier Jahren betreibt sie den Trendsport – zuvor war sie mit Segel auf dem Brett als Windsurferin unterwegs und spielte lange in der Oberliga Handball. Beim Kitesurfen dominiert Kristin Boese nun die Konkurrenz. Zehn der vergangenen 17 Weltcups konnte sie für sich entscheiden.

Nebenbei versucht sie, in Trainingslagern junge Mädchen für den Sport zu begeistern und so vielleicht die eigene Nachfolgerin zu finden. „Kitesurfer sind bei ihren Sprüngen teilweise knapp zehn Sekunden in der Luft – dieses Gefühl der Schwerelosigkeit ist einmalig“, erklärt Boese einen Grund für die Faszination der jungen Sportart.