Multivan Windsurf Cup Kuehlungsborn: Das Programm steht!

07.07.2017
18:42 Uhr
Copyright (c) CW/ mediahouse.one

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Vom 07. bis 09. Juli 2017 wird der dritte Tourstopp des Multivan Windsurf Cups in Kühlungsborn ausgetragen. Neben den sportlichen Wettkämpfen der Windsurfer auf der Ostsee wird es ein buntes Rahmenprogramm geben.

Zur ersten Einstimmung hier das vorläufige Programm:

Donnerstag, 06.07.2017 
16:00 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung
18:00 Uhr: Surfer Talk auf der Eventbühne 
18:00-19:00 Uhr: Einschreibung der Teilnehmer/ Freies Training 
bis 23:00 Uhr: Öffnungszeiten Eventgelände   


Freitag, 07.07.2017
08:00-09:00 Uhr: Einschreibung der Teilnehmer
10:00 Uhr: Skippersmeeting
10:45 Uhr: Erster möglicher Start der Windsurfer
09:30 Uhr: Surfer-Yoga für jedermann (60 min.)
10:45 Uhr: Klang-Entspannung (45min.)
bis 18:00 Uhr: Wettkämpfe der Windsurfer
10:00-23:00 Uhr: Öffnungszeiten Eventgelände, Ausstellung von Volkswagen Nutzfahrzeuge
19:00 Uhr: Surfer Talk auf der Eventbühne
20:00-23:00 Uhr: LIVE! „Urban Beach “  
  
Samstag, 08.07.2017
09:00 Uhr: Skippersmeeting
09:45 Uhr: Erster möglicher Start
09:30 Uhr: Surfer-Yoga für jedermann (60 min.)
10:45 Uhr: Klangentspannung (45min.)
10:00-22:00 Uhr: Öffnungszeiten Eventgelände 
bis 18:00 Uhr: Wettkämpfe der Windsurfer
19:00 Uhr: Surfer Talk auf der Eventbühne
20:00 - 23:00 Uhr: LIVE! „Merlot“ 

Sonntag, 09.07.2017
09:00 Uhr: Skippersmeeting
09:45 Uhr: Erster möglicher Start 
09:30 Uhr: Surfer-Yoga für jedermann (60 min.)
10:45 Uhr: Klangentspannung (45min.)
10:00-18:00 Uhr: Öffnungszeiten Eventgelände
17:00 Uhr: Siegerehrung auf der Eventbühne


Windsurf Familien beim Multivan Windsurf Cup

Dass Windsurfen kein Einzelsport ist, wird beim Multivan Windsurf Cup besonders deutlich. Im Rahmen des Multivan Windsurf Cups Kühlungsborn, vom 07. - 09-07.17 haben wir die Chance genutzt und uns einmal die Vater-Sohn Windsurf-Teams und ihre Familien zum interview geschnappt. Gleich drei Familien haben uns Rede und Antwort gestanden: Michele und Kai Becker aus Hamburg, Familie Pockrandt aus Düsseldorf und Familie Paustian aus Kiel.

Wie kam es zu der Begeisterung für das Windsurfen?

Markus Becker: „Das hat eigentlich schon mit meinen Eltern angefangen. Sie haben in den 70er Jahren selbst mit dem Surfen begonnen und es mir dann mit neun Jahren beigebracht.
"Im gleichen Alter habe auch ich meinen ersten Anfängerkurs gemacht und wurde somit infiziert“, ergänzt sein Sohn Michele Becker.

Julien Pockrandt: „Mein Vater Kai hat früher schon gesurft, hat nach der Geburt meiner Schwester und mir allerdings eine Pause eingelegt, um sich um die Familie und die Firma zu kümmern. 2007 haben wir dann gemeinsam im Griechenlandurlaub wieder angefangen."

Thies Paustian: „Die Begeisterung kam bei mir schon ganz früh, als ich 14 Jahre alt war. 1984 habe ich mit dem Windsurfen angefangen und mich hat die Leidenschaft gepackt. Meine Söhne haben wir rechtzeitig an den Wassersport herangeführt und so die Begeisterung weitergegeben.“

Lars Paustian: „Ich kann mich gar nicht richtig dran erinnern, weil es schon richtig lange her ist. Angefangen habe ich mit neun Jahren und war super begeistert. Vor allem, weil wir immer zu zweit unterwegs waren. Wir mussten uns zwar das Material teilen und uns ein wenig arrangieren. Aber deshalb war es auch immer etwas Besonderes."

Seit wann seid ihr beim Multivan Windsurf Cup dabei?

Michele Becker: „Meine erste Regatta war 2012 hier in Kühlungsborn.“

Kai Pockrandt: „Ich bin erst zwei Jahre später, nach langen Überredungskünsten anderer Teilnehmer, dazu gekommen. Im gleichen Jahr haben auch wir uns näher über Regatten informiert und haben hier in Kühlungsborn dann die „Beckers“ kennengelernt. Witzigerweise kommen sie sogar aus dem gleichen Dorf, wie ich. Wir haben uns dann gemeinsam entschlossen, auch die nächste Saison wieder in unsere Planungen aufzunehmen.“

Kai Paustian: „Mein Bruder war im Windsurf-Kids Camp von Vincent Langer und wurde dadurch an die Regatten geführt. 2014 hatte er seine erste Saison beim DWC und danach ist dann mein Vater eingestiegen. Letztendlich bin ich seit dem letzten Jahr mit dabei.“

Was fasziniert euch so am Windsurfen und wie bringt ihr alles unter einen Hut?

„Es ist das Gesamtkonzept. Für mich ist Windsurfen nicht nur ein Hobby sondern eine Lebenseinstellung. Wenn ich mal nicht auf’s Wasser kann, trainiere ich im Fitnessstudio, um mich für die Regatten fit zu halten. Sämtliche Nebenjobs dienen auch nur dazu, genug Geld für den nächsten Surfurlaub oder neues Material zu beschaffen. Auch in der Schule ist meine Motivation immer besonders hoch gewesen, um für die Events eine Freistellung erreichen zu können“, so Michele Becker.

„Bei mir ist es als Berufstätiger natürlich etwas anders. Man kann leider nicht ganz so viel trainieren, aber Termine natürlich einfacher mal umlegen und sich so Zeit für die Events freischaufeln. Der Kontakt mit dem Wasser und der Natur ist einfach einmalig. Für mich ist es der perfekte Ausgleich neben dem Job“, erzählt Kai Pockrandt.

Julien: „Es macht Spaß so abzuschalten aus dem Alltag und natürlich auch die Geschwindigkeit macht Spaß. Oder Sprünge in der Welle und mit der Natur so ein bisschen zu kämpfen und dabei aber trotzdem immer zu respektieren natürlich.“

Lars: „Für mich ist das Windsurfen zu einer Lebenseinstellung geworden. Man lebt komplett danach, es ist alles darauf ausgerichtet. Uns zusammen macht es einfach Spaß.“

Thies: „Es ist das Erleben der Natur, die Geschwindigkeit, das Gefühl der Freiheit, einfach alles. Beim Windsurfen kann man sich extrem entspannen und den Kopf frei bekommen.“

Wie oft schafft ihr es auf’s Wasser, geht ihr gemeinsam?

Michele Becker: "Seit ich aus der Schule raus bin, ist mein Ziel zweimal die Woche aufs Wasser zu kommen, das habe ich auch geschafft - seit Mai ungefähr. Seitdem ich den Führerschein habe, bin ich natürlich etwas unabhängiger und wir sind deshalb nicht mehr ganz so oft gemeinsam auf dem Wasser, wie früher."
"Das leidet jetzt natürlich ein bisschen darunter. Ich werde jetzt nicht mehr so oft mitgenommen!“, lacht Markus Becker.

Julien: „Wir versuchen so oft wie möglich zusammen zu surfen, allerdings bin auch ich jetzt durch den Führerschein flexibler und kann zu anderen Zeiten dahin fahren, wo Wind ist.“
„Früher musste auch ich ihn oftmals direkt von der Schule zum besten Spot fahren und so das Training unterstützen“, so Bianca.

Dreht sich auch die Urlaubsplanung nur um das Thema Surfen oder ist auch mal eine Städtereise drin?

Julien: „Meine Schwester, mein Vater und ich surfen. Meine Mutter genießt aber auch die Zeit am Strand und relaxed. Deswegen gibt es eigentlich nur wenig Diskussionen. Wir haben sie überstimmt mit drei zu ein.“

Bianca Pockrandt: „Wir verbinden unseren Urlaub oftmals einfach mit den Events. Bei der DM auf Sylt hängen wir zum Beispiel einfach noch eine Woche dran.“

Markus: „Da meine Frau eher im Hundesport aktiv ist, fahre ich zu den Events (bis auf nach Sylt) immer nur mit Michele. In den Urlaub oder Familienurlaub geht es meistens nach Föhr, denn da können wir alles unter einen Hut bekommen.“

Thies: „Claudia und ich haben früher schon Windsurfurlaube gemacht, als die Kleinen noch nicht da waren. Und jetzt machen wir das einfach alle zusammen. Da gibt es natürlich auch mal Reibungspunkte, aber überwiegend liegt der Schwerpunkt auf Windsurfen.“
„Mama ist dann für die Fotos zuständig“, ergänzt Lars.

Wie ist es als Vater, wenn der Sohn da auf dem Wasser ist, ist man da stolz und fiebert mit wenn man zeitgleich die Rennen fährt oder ist man auf sich selbst konzentriert?

Kai Pockrandt: „Man fiebert natürlich mit den Kindern mit. Dass ich keine Ambitionen auf den DM-Titel habe, ist klar, deshalb muss ich mich auch nicht ganz so arg konzentrieren. Ich halte das Feld für Julien frei… von hinten.“

Markus: „Man ist natürlich wahnsinnig stolz auf die Kids. Besonders beim Halbfinale oder sogar Finalläufen ist mein Puls bestimmt höher, als der von Michele.“

„Ich bin immer froh, wenn ich nicht mit den Jungs in einem Heat lande - da habe ich nämlich keine Chance“, lacht Thies.

Claudia Paustian: „Und ich bin immer glücklich, wenn alle wieder heil vom Wasser kommen.“

Wie ist es denn, wenn man mit seinem Bruder auf dem Wasser ist, gibt es da eine andere Konkurrenzsituation, als mit anderen Freunden?

Lars: „Ich sehe das relativ entspannt. Ich finde es immer schön, wenn man so mit der Familie auf dem Wasser ist. Für mich ist es gar nicht so richtig Konkurrenz. Ich genieße es halt, wenn wir alle zusammen auf dem Wasser sind und dadurch, dass wir auch immer zusammen trainieren ist es schon mehr oder weniger normal, aber man versucht natürlich immer besser als sein Bruder zu sein, vor allem als der jüngere Bruder. Das geht natürlich gar nicht, wenn der besser ist. Und aus der anderen Perspektive natürlich auch nicht. Da herrscht natürlich immer ein Fight. Das ist ja auch das schöne, dass wir uns dadurch immens pushen können, weil wir immer zusammen aufs Wasser gehen.“
 
Claudia, ist Windsurfen auch dein Traumhobby für deine Jungs oder hättest du sie lieber auf dem Fußballplatz gesehen?

Claudia: „Nee, dass ist völlig in Ordnung. Ich finde es traumhaft an diesen Flecken der Erde zu sein und nicht auf dem Fußballplatz. Es ist super draußen zu sein, die frische Luft im Gesicht zu haben und wir sind immer alle zusammen.“

Lars:
„Und eigentlich surft Mama ja auch, bloß nicht mehr so aktiv. Aber in diesem Jahr wollen wir sie wieder heran führen. :)"

Ein Abschluss Kommentar?

Thies: „Es ist einfach toll, das Hobby gemeinsam mit der ganzen Familie leben zu können. Dass wir alle Spaß miteinander haben und gemeinsam auf tollen Events sind. Das Familienleben wird dadurch natürlich ganz stark. Das gibt es ja kaum in anderen Sportarten. Außerdem gefällt uns die Gemeinschaft bei den Events. Es ist toll mit Freunden bei tollen und großen Events mit einer Menge Publikum dabei zu sein.“