Wie es weitergeht, weis derzeit niemand so genau. Gespräche mit den Gläubiger sollen einen weiteren Betrieb möglich machen, so dass deren Ansprüche aus dem laufenden Betrieb gedeckt werden können.
"Der Fortbetrieb soll durch Kreditfinanzierung eines Dritten gesichert werden, indem dieser Kredit die Liquiditätslücke aus dem Fortbetrieb für geplante drei Monate abdecken soll", erklärt AKV-Insolvenzexperte Zuckerstätter.
Wenn man aber die Gründe für die Insolvenz bedenkt, nämlich die hohe Kostenbelastung durch die Pflege der Marke und Imagekampagnen (Rennläufer, Marketing):
"Die erheblichen Werbeaufwendungen seien "in keiner Relation zu geplanten bzw. in absehbarer Zeit erzielbaren Umsatzerlösen gestanden". Dazu sollen "enorme Entwicklungskosten für die Produktpalette" gekommen sein, was auch für Saison 2008/09 einen weiteren Verlust von ca. einer weiteren Millionen ausmachen wird, laut Zuckerstätter.
Stellt sich die Frage, wie das gelingen soll, kämpfen doch einige Brands seit Jahren immer wieder aufs neue ums überleben. Manchmal ist eine Marktbereinigung auch sinnvoll. Ein Marke weniger bedeutet eine große Boardpalette weniger, der bisherige Umsatz verteilt sich auf die anderen Firmen, dadurch könnte denen Ihr überleben leichter werden.
Braucht der Windsurfspot wirklich 20 Hersteller die jeweils Boardranges von über 20 Bretter oder Segel haben? Was traurig für eine Traditionsmarke wie F2 ist, könnte sich als gut für den Sport herausstellen.
Weniger ist oft mehr. Weniger Überproduktion sorgt für mehr Preisstabilität und für rentable Produktionen. Was uns als Verbraucher dann erst mal mehr Geld kostet, aber zu gerechter entlohnung führt. Manche Shopbesitzer verdienen an Bretter zum Teil gerade mal 30 - 50 € !!! und das bei knapp 1000.-€ Wareneinsatz. Das Geld könnte man auch ohne Risiko bei der Postbank verdienen und da fahlen dann Shopkosten wie Mite und Strom weg.
Also hoffen wir für F2 und uns mal das "BESTE" aber das Leben geht auch ohne F2 weiter.