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wärmster April aller ZeitenDer April war der wärmste seit dem Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Die Durchschnittstemperatur reichten meist von ca. 11 Grad in Küstennähe bis 14 Grad in den Tälern des Binnenlandes. Damit ergaben sich markante positive Abweichungen zum Klimamittel, die verbreitet zwischen vier und fünf Grad lagen. Am sonnigsten verlief der Monat im Nordosten, wo die Sonne vielerorts 300 bis 340 Stunden lang schien und damit auch bei der Sonnenscheindauer Rekorde gebrochen wurden. Waldbrandgefahr im AprilHohe Waldbrandgefahr im Osten und Süden Durch die starke Sonneneinstrahlung und den frischen Ostwinden konnte der Erdboden oberflächlich stark austrocknen. Auch liegt aus dem Herbst noch viel trockenes Laub, speziell in Brandenburg auch trockene Nadeln der Kiefernwälder auf dem Boden. Diese können sich in der trockenen Luft leicht entzünden. Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands herrscht hohe, in den östlichen Landesteilen (vornehmlich in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen) auch sehr hohe Waldbrandgefahr. Gebietsweise sind die Wälder gesperrt und dürfen nicht betreten werden. Bitte vermeidet in den betroffenen Waldgebieten generell das Rauchen und offenes Feuer. Auch das Befahren von und das Parken in unbefestigtem Gelände kann Brände auslösen, denn Gras und Laub können durch heiße Katalysatoren entzündet werden. Ab Freitag sollte Regen die Lage entspannen, da gebietsweise ergiebige Regenfälle möglich sind. Deutschland zu warm - Zwölf-Monats-Rekord gebrochenSeit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1893 gab es in Deutschland keine wärmeren Zwölf-Monate in Folge als die zwischen Juni 2006 und Mai 2007. Die bundesweite Durchschnittstemperatur lag für diesen Zeitraum drei Grad über dem bisherigen, zwölfmonatigen Mittelwert. Sollte die Tendenz anhalten, wäre das ein Hinweis auf eine dramatische Beschleunigung des Klimawandels. Dritter UN-Klimabericht wirbt für UmdenkenOhne zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen werden die globalen Emissionen der Treibhausgase weiter dramatisch ansteigen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss noch stärker vorangetrieben werden. Je höher die Preise für fossile Energieträger, desto schneller werden Innovationen und Alternativen entwickelt und eingesetzt. „Die Anreize über den Emissionshandel sollten daher so gesetzt werden, dass sich mittelfristig der Anteil der Kohle im deutschen und weltweiten Energiemix verringert. Nur wenn die Kapazitäten bei fossilen und atomaren Großkraftwerken wirksam begrenzt werden, können die im Bericht dargelegten Potenziale für eine effizientere Erzeugung und Nutzung von Energie sowie für den Ausbau der Erneuerbaren Energien auch tatsächlich erschlossen werden“, so Tschimpke. Die 400 in Bangkok tagenden Experten des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) haben Wege aufgezeigt, wie klimaschädliche Emissionen effektiv begrenzt werden können. Dazu zählen die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Umstellung auf kohlenstoffärmere Methoden der Energiegewinnung. Energieeffizienz bei Elektrogeräten, an Gebäuden und im Verkehr zahlen sich auch ökonomisch aus, weil sich damit steigende Energiekosten vermeiden lassen. Der NABU begrüßt die vom Weltklimarat vorgeschlagene Multigasstrategie. Danach sollen sich Klimaschutzmaßnahmen nicht nur auf die Reduzierung energiebedingter Kohlendioxid-Emissionen beschränken, sondern auch die anderen Treibhausgase wie Methan (CH4) und Lachgas (N2O) aus Viehhaltung, Nassreisanbau und Stickstoffdüngung in der Landwirtschaft stärker mit einbeziehen. „Ein wirksamer Klimaschutz braucht intakte Ökosysteme und eine naturverträgliche Landnutzung“, betonte Tschimpke. Intensive Bewirtschaftungsformen, die Entwässerung von Mooren und die Zerstörung von Wäldern fördern die klimaschädliche Freisetzung des in Böden und Pflanzen gebundenen Kohlenstoffs. Es handelt sich um eine Zusammenfassung einer mehr als 1000 Seiten fassenden sogenannten Metaanalyse: Dabei haben die Gutachter keine eigenen Studien, Experimente oder Messungen vorgenommen. Vielmehr fasst das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) den Wissensstand aller bislang veröffentlichten wissenschaflichen Arbeiten zum Thema zusammen. Dabei handelt es sich um ein unabhängiges Gutachten. Der Text der politisch wichtigen Zusammenfassung (summary for policy makers) wurde hingegen Zeile für Zeile von Regierungsvertretern abgesegnet. Mehr zum Thema unter: www.nabu.de Auch der April ist bisher zu trockenDer April 2007 war ein Rekordmonat. Nach bisherigen Berechnungen sei der April der trockenste Monat seit Beginn der modernen Wetteraufzeichnung im Jahr 1901, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Bundesweit seien im April durchschnittlich nur 4,1 Liter Regen gefallen. Bislang galt der Oktober 1908 mit 4,2 Litern Niederschlag als regenärmster Monat. Noch trockener sei nur der April 1893 mit etwas über zwei Litern Regen gewesen. Allerdings habe es seinerzeit nur eine Handvoll Wetterstationen gegeben, hieß es. Deutschlandwetter im April 2007: Besonders warme Orte im April 2007* Besonders trockene Orte im April 2007** Besonders sonnenscheinreiche Orte im April 2007**
** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Monatswertes zum jeweiligen vieljährigen Mittelwert der Station (normal = 100 Prozent) . Die anhaltende Trockenheit in Deutschland wirkt sich negativ auf die Landwirtschaft und damit auch nachteilig auf die Verbraucher aus. Das hat dramatische Auswirkungen für die Landwirtschaft und am Ende auch für uns Verbraucher. Die Spargelernte ist in bereits in vollem Gang. Wenn es aber nicht bald regnet, werden die Erträge nur gering ausfallen, was sich im Preis dann widerspiegeln wird. Die Bauern müssen, wie in Süditalien oder Spanien bewässern, ansonsten drohen die Pflanzen zu vertrocknen. Wenn es weiter nicht nennesnwert regnet wird auch die Erdbeerernte mager ausfallen. Doch nicht nur die Landwirte stehen vor Problemen, auch die Feuerwehr ist in Alarmbereitschaft, zwar sind größere Waldbrände bisher ausgeblieben, aber wie lange wird das noch gut gehen? Die Waldbrandgefahr ist derzeit schon so hoch, wie sie normalerweise erst in einem richtig heißen Hochsommer ist. Dass es noch zu keinen größeren Bränden gekommen ist, ist wohl in erster Linie der Wachsamkeit der Feuerwehren zu verdanken und das noch nicht soviele Leute in der natur unterwegs sind. Wie lange das aber noch gut gehen wird, ist fraglich, denn es steht ein super Frühsommerwetter Wochenende bevor. Bis Mitte der kommenden Woche sind aber keine nenneswerten Regenfälle in Sicht. Da es in den Wäldern zu trocken ist, besteht dieser Jahr auch eine erhöhte Ungeziefergefahr. Die Mückenbrut wurde durch den fehlenden Frost verschont und nach dem milden Winter droht gar eine Zeckenplage. Bei Teilweise bis zu 100 Zecken pro m² läuft fast jeder Gefahr sich früher oder später ein Souvenir einzufangen. Als eine der Ursachen für die Zunahme der Zecken und die von ihr übertragenen Krankheiten gilt laut Experten der Klimawandel. Die zunehmende Erwärmung führe dazu, dass sich die Lebensbedingungen für die Zecken verbessern. Mediziner raten angesichts dieser Entwicklung, sich rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen. Die von Zecken ausgehenden Gesundheitsgefahren haben in Hessen im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Landesweit gelten jetzt sieben Landkreise sowie die kreisfreie Stadt Darmstadt als Risikogebiet für die durch Zecken übertragene und als lebensbedrohlich geltende Hirnhautentzündung FSME. Das teilte das Deutsche Grüne Kreuz am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Raschere Erwärmung mit deutlichen Auswirkungen erwartetDer Bericht der Arbeitsgruppe II des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimafragen (IPCC) zeigt sehr deutlich, dass Klimaänderungen unsere Umwelt bereits heute weltweit beeinflussen. Unter dem Strich führe die von den Fachleuten erwartete raschere Erwärmung mit großer Wahrscheinlichkeit zu deutlich negativen Auswirkungen – auch in Europa und in Deutschland. Nach Auffassung der Fachleute dürften die Klimaänderungen zahlreiche Ökosysteme in diesem Jahrhundert überfordern. Steigt etwa die Temperatur um mehr als 1,5 bis 2,5 Grad Celsius, könnten rund 20 bis 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten aussterben, so der IPCC. Das Thema „Anpassung an den Klimawandel" braucht mehr Aufmerksamkeit, weil die Verringerungen der klimaschädlichen Treibhausgase erst in mehreren Jahrzehnten wirken werden. Nur in einigen Bereichen stieg bisher die Aufmerksamkeit für Anpassungsnotwendigkeiten – etwa, sobald es um den prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels geht. Der Anstieg des Meeresspiegel könnte 2,5 Mio. Menschen in Europa ihren Lebensraum nehmen. Europa wäre von diesem stark betroffen. Bis 2080 könnten Überschwemmungen europäischer Küsten die Lebensräume von bis zu 2,5 Millionen Menschen gefährden. Dritter Teil des Berichts für Mai erwartet Im Mai dieses Jahres wird der dritte Teil des UN-Klimaberichts veröffentlicht werden. Er befasst sich mit Maßnahmen zur Linderung des Klimawandels, also der weltweiten Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasen. Der komplette Bericht für 2007 wird im November dieses Jahres vorliegen. Zu warmer MärzDer März war 2 bis 4 Grad wärmer als im Klimamittel, somit ist es der siebte Monat in Folge mit einer positiven Temperaturabweichung. Es war ein sehr sonniger und milder Monat, auch wenn um den kalendarischen Frühlingsanfang mehr Schnee gemessen wurde als im gesamten Winter 2006/2007. Klimareport - es geht schneller als erwartetDer in Paris veröffentlichte Zusammenfassung des 4. Klimaberichts des Umweltrates der Vereinten Nationen unterstreicht die zunehmende Veränderung des Weltklimas. Beobachtungen der letzten Jahre zeigen insbesondere einen stärkeren Anstieg des Meeresspiegels, aber auch eine dramatische Beschleunigung der Erderwärmung. Die Temperaturzunahme der letzten 50 Jahre ist doppelt so hoch wie in den letzten 100 Jahren. Norddeutschland, Winter 2100: Küstenbewohner der Nordsee sehen dem nächsten Wintersturm mit mulmigem Gefühl entgegen. Auch die mittlerweile erhöhten Deiche bieten keinen sicheren Schutz vor der zu erwartenden schweren Sturmflut. Nordseeinseln wie Sylt befürchten weitere massive Landverluste. Was sich Anfang des Jahrhunderts schon abzeichnete, ist jetzt grauer Alltag. Die Winter sind fast immer mild, regenreich und stürmisch, der Meeresspiegel ist im Durchschnitt fast einen Meter höher als noch vor 100 Jahren. Mit teuer erkauften Küstenschutzmaßnahmen ist es gelungen, größere Landverluste zu vermeiden, anderswo in der Welt mussten dagegen tiefer gelegene Gebiete und flache Eilande evakuiert werden. Solche Szenarien sind Interpretationen dessen, was die nackten Zahlen des 4. Klimaberichtes der Vereinten Nationen aussagen. Mehr Infos zum Klimabericht findet Ihr hier. Quelle: Informationsdienst Wissenschaft - mehr Links: http://www.ifm-geomar.de Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) http://www.ipcc.ch IPCC Tag der MeteorologieAm 23. März war der Internationale Tag der Meteorologie. Dieses Jahr steht unter dem Motto "Polar Meteorologie". Im Rahmen des Internationalen Polarjahres arbeiten Wissenschaftler (mit verschiedenen Schwerpunkten) der ganzen Welt zusammen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Polarregionen zu untersuchen. Fast unbemerkt hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits eine große Veränderungen in den Polarregionen stattgefunden. Das verdanken wir der Temperaturzunahme um im Durchschnitt 0.6° C. Das Seeeis hat sich dadurch vermindert, Gletscher haben sich zurückgezogen, die Antarktis liegt im Sommer auf grossen Teilen Eisfrei, die Meeresströmungen fangen an sich zu verändern. Für die kommenden Jahre bis 2100 wird eine globale Erwärmung um 1.4° bis 5.8° C vorhergesagt. Das Polareis wird weiter abschmelzen und den Meeresspiegel um mind. 9 cm bis im schlimmsten Fall auf ca. 88 cm ansteigen lassen. Also denkt daran und genießt das Heute, denn selbst wenn wir ab Morgen alle zu Fuß gehen würden, wird das Übermorgen kein grosser Spaß werden. Wärmerekord im FebruarDer Februar 2007 geht als extrem milder Wintermonat, besonders im Süden, in die Klimastatistik ein. Das Monatsmittel lag in den meisten Gebieten 3 bis 4 Grad über den langjährigen Mittelwerten. Winterliche Tage mit Dauerfrost traten nur im Nordosten auf, sonst gab es im Flachland nur vorübergehend Nachtfrost und Schnee. Die Niederschläge kamen meist als Regen, so dass selbst in den Hochlagen der Mittelgebirge nur an wenigen Tagen gute Wintersportbedingungen herrschten. Die Monatsmitteltemperatur lag bei 2 Grad im Alpenvorland und im äußersten Nordosten Deutschlands sowie bei ca. 6 Grad am Rhein. Der wärmste Tag war der 16. Februar, in Aachen wurden mit 17,5 Grad vorfrühlingshafte Werte erreicht. In weiten Teilen Deutschlands war der Februar 2007 im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten feuchter. Die Gesamtniederschlagsmenge lag in den Niederungen meist zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter. Damit wurde das Klimamittel vielfach um 20 bis 80 Prozent überschritten. Am meisten Niederschlag fiel in den Mittelgebirgen und am Alpenrand, dort lagen die Niederschlagsmengen zwischen 100 und 170 Liter pro Quadratmeter. Mit 35 bis 70 Sonnenstunden wurden in weiten Teilen Norddeutschlands nur 50 bis 70 Prozent des Klimawertes erreicht. Deutlich häufiger schien die Sonne im Süden des Landes. Mit 80 bis 110 Stunden wurden die langjährigen Mittelwerte vielfach erreicht, z.T. sogar deutlich überschritten wie beispielsweise am Bodensee. Mit dem Februar 2007 setzt sich die ungewöhnliche Serie von zu milden Monaten fort. Sechs Monate in Folge gab es nun Werte die deutlich über dem Langjährigen Mittel lagen. Sowohl der Herbst 2006, als auch der Winter 2006/2007 sind jeweils die Wärmsten seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahre 1901. |
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