Hallo Surfgemeinde!
Habe dieses Thema noch mal aufgemacht und der Bürgermeisterin von Innsbruck eine E-Mail geschrieben (siehe unten). Nach kurzer Antwort ihrerseits, bekam ich dann die Möglichkeit mit dem Vizebürgermeister zu telefonieren ( Danke dafür ). Er gab mir 18 Minuten seiner kostbaren Zeit und argumentierte die Gebühr mit Seeerhaltung, Kosten der Wasserrettung, Sicherheit und frei nach dem Motto „wir wollen ja auch was verdienen“. Weiters ist die Gebühr ohnedies zu gering und wird wohl auch erhöht werden. Außerdem bin ich der Erste der sich beklagt, was mich sehr verwundert. Nun, was ich von dem ständigen Zahlen halte könnt ihr dem E-Mail entnehmen. Aber eines ist auch klar. Wenn ihr nur im Forum eure Sorgen beschreibt wird ein Politiker euren Unmut nicht hören und auch keinen Grund haben, keine Gebühren für jeden Schei…… zu verlangen.
HANG LOOSE Sigi
E-Mail an die Bürgermeisterin von Innsbruck
Betreff: Seeverwaltung Achensee
Liebe Frau Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer
Mein Name ist Sigi, bin 50 Jahre alt und begeisterter Surfsportler.
Verbringe gerne mit meinen Kindern und Enkelkindern die Aktivitäten
am Achensee, habe eingesehen, dass ich neben der Autobahnmaut auch die
Maut für die Uferstrasse zu zahlen habe, um ans Wasser zu kommen und
habe trotzdem ab und zu nach einem schönen Surftag mein gutes Geld in
die Tiroler-Seegastronomie getragen.
Aber dem Zahlen nicht genug hält nun die Stadt Innsbruck seit geraumer
Zeit auch noch mal die Hand auf für die „Oberflächennutzung des
Achensees“.
Und da bekommt mein Tirol-Herz schön langsam einen Stich!
Ich arbeite für dieses Land, zahle Steuern und Sozialabgaben und
erwarte mir, dass ich mich nach diesem Mühen auch in unserem Land
erholen kann ohne dass an jeder Ecke jemand steht und mich zu einer
Zahlung nötigt, nur weil ich in die Natur will.
Es beschleicht mich das Gefühl nur noch ein Pauschaltourist zu sein,
so nach dem Motto „wenn sie noch etwas Geld zu ihrer Schnäppchenreise
dazulegen dürfen sie auch aufs Wasser“.
Was ist mit „Land und Leute“, von dem die Politik so gerne spricht, wenn
gerade mal wieder eine Wahl ansteht?
Was soll ich meinen Enkelkindern für eine Gutenachtgeschichte erzählen?
Dass mein Tirol schon weit weg, die Piefke-Saga ein fixer Bestandteil
der Tourismusausbildung und der Tanz ums goldene Kalb gerade voll im
Gang ist?
Bevor ich den Kindern aber erzählen muss, dass "eh alles Wurscht ist", will ich
ihnen von einem E-Mail erzählen welches ungefähr so anfängt:
“Liebe Frau Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer…………Mein Name ist………“
Danke fürs lesen