Brazil 2016

Am 9.2. war es endlich soweit. Mit Condor ging es von Frankfurt nach Fortaleza. Ich kann im Nachhinein jedoch keinem über 1,85m empfehlen "Economy" zu fliegen. Der Sitzabstand ist leider sehr sehr gering. Zum Glück wurde wenigstens das Surfbag ohne Murren und vor allem ohne wiegen in den Flieger verfrachtet. (1 Board, 3 Segel, 1 Mast, 1 Gabel, Kleinkram).

Am Freitagabend landeten wir um 20 Uhr Ortszeit und wurden direkt von unserem Fahrer am Ausgang abgeholt. (Transfer im 4x4 450 Reais) Zuvor mussten wir jedoch noch "etwas" Bargeld ziehen, da es vor Ort keine Geldautomaten gibt... Gefühlt nach 5 Stunden kamen wir in der Nacht in Jeri an. Die letzten Meter auf der Sandpiste durch die Dünen geht eigentlich nur mit einem 4x4 obwohl es auch einige ohne geschafft haben. In der Pousada Casa Alice (LINK) waren wir die erste Woche sehr gut untergebracht.







Am nächsten Morgen wurde mein Surfgepäck zur Station Clubventos geshuttelt. Es gibt zwar günstige Möglichkeiten, aber die Lage der Station ist einfach perfekt. In Jeri hatten wir jeden Tag Wind für das 5,2er Segel. Leider ist die Bucht und auch die Station in einer Abdeckung, der Wind daher böig von rechts. Es laufen erstaunlich gute Wellen in die Bucht auf denen Sicht mehrere Turns fahren lassen. Außerhalb der Bucht ist der Wind deutlich stärker und konstanter. Auch mit dem SUP und Wellenreiter kommt man in der Bucht auf seine Kosten.
In Jeri ist mittlerweile sehr viel geboten. Als Windsurfer ist man quasi schon ein Exot. (6-10 Windsurfer waren unterwegs) Viele Touristen haben den Ort mitlerweile für sich entdeckt.

Es gibt zahlreiche Angebote wie man seinen Tag verbringen kann. Buggy Tours -> absolutes muss, vor allem wenn man noch selber fährt. Kosten für den Buggy ca 250 Reais. Ein Guide kann aber nicht Schaden. Die Strecken sind nicht ausgeschildert, man bleibt doch recht leicht stecken und manche Abschnitte sind bei Flut nicht befahrbar. Sagt aber auf jeden Fall, dass Ihr auch selber fahren wollt!

Wer zu den Dünen reiten möchte, Pferde gibt es direkt am Stand, Preis ca 30 Reais/Stunde. Am Abend pilgern viele zur Düne um den Sonnenuntergang zu betrachten. Am Stand gibt es unzäglige Cocktailstände (Caipies mit Früchten – sehr lecker). In Basilien ist es schick die Capies mit Vodka zu mischen. Schicker, exotischer, aber total unnötige. Nehmt einfach den guten Cachaça . Abendessen kann man fast überall. Preislich jedoch sehr große Unterschiede. Es findet sich aber für jeden etwas. Gefeiert wird bei Live Musik an vielen Bars bis spät in die Nacht.









Nach einer Woche ging es weiter nach Icaraizinho (LINK). Das kleine Dörfchen ist seit 2 Jahren auf einer guten Straße erreichbar. Ein krasser Unterschied zu Jeri. Hier ist im Februar schon Nachsaison. Im Dorf waren ca. 15 Touristen anzutreffen ;-) Hier war alles etwas ursprünglicher. Ein brasilialisches Fischerdorf wie man es sich eigenlich vorstellt. Die Windräder trüben etwas die Optik, aber besser als ein AKW vor der Tür. Hier findet Ihr eine kleine Karte (LINK) Krass ist hier auch der preisliche Unterscheid. Essen und trinken ist ca. 30-50% günstiger als in Jeri. (Den Caipi gibts hier noch für 1,5€).

Untergebracht waren wir in der Casa Zulu und Villa Mago. Beide sind direkt am Strand und das Material kann ebenfalls direkt dort gelagert werden. Der Spot ist recht ähnlich zu Jeri. Ganz rechts ist ein Riff mit schönen Wellen. Jedoch ist hier bei Ebbe wirklich auf das Riff zu achten. Im linken Bereich der Bucht kann man super cruisen und hat bei Flut gute Wellen am Strand. Wir hatten hier 4 Tage Wind, also 50%. Das beste jedoch: Kein anderer Windsurfer in der ganzen Bucht. 2-3 Kiter ... das wars. Auch in Icarai kann man Buggies mieten (100 Reais am Tag). Die kleinen Läden versorgen Euch mit allem was man so braucht. Das Essen, vor allem der Fisch und die Scampies sind Spitze!
Rückblickend kann ich jedem die Kombi aus beiden Orten empfehlen. Ihr findet zahlreiche Pousadas über die gängigen Plattfordem. Transfer kann die Pousada für Euch organisieren.


Wir kommen auf jeden Fall wieder.
Julia & Torsten