Auf „Umflügen“ zur Wiege des Surfens – Latos Trip to Las Vegas


20. Februar, Sao Miguel do Gostoso – Brasilien

7 Uhr. Der Wecker reißt Tobi aus dem Tiefschlaf. Lani hängt schon seit einer dreiviertel Stunde im Internet sowie am Telefon und versucht das kleine USA-Einreiseproblem in den Griff zu bekommen: die Kreditkarten funktionieren mal wieder nicht so, wie erwartet, sodass wir bisher keinen Weiterflug von Hawaii weg buchen konnten. Dieser ist aber mit ESTA-Visum zwingend notwendig, um überhaupt in die Vereinigten Staaten einreisen zu dürfen. So verbringen wir die nächsten endlosen Minuten in der Warteschleife, um die Zahlungsweise zu ändern, da wir mal wieder zu knausrig waren, die 10 € für das „Rundum-Sorglos-Service-Paket“ von Ab-in-den-Urlaub zuzubuchen. Darum haben wir nun leider große Sorgen! [7. Ach nö!] „Brauchen wir ja schließlich eh nicht.“ Tja, leider doch. Und in der normalen 0815-Service-Hotline hängen wir nun seit 2 Tagen insgesamt schon über sage und schreibe 5 Stunden an der Strippe, ohne auch nur einmal dran genommen zu werden.

Die ergebnislose Telefon-Endlosschleife wird nur durch hastiges Rest-Packen unserer 7 Sachen, ein schnelles, letztes Frühstück in der Flanboyan-Pousada und eine abenteuerliche und vollbepackte bzw. total überladene Mototaxifahrt zur Surfstation unterbrochen. Wie befürchtet kommen die Mototaxi-Fahrer satte 40 Minuten später, als bestellt, aber zum Glück hat Dr. Wind-Surfstation-Chef Paolo mitgedacht und unser Shuttle zum Flughafen vorsichtshalber eine halbe Stunde später bestellt. Kurz vor Abfahrt kommen wir dann tatsächlich endlich durch die Warteschleife und können die Zahlung unseres Weiterfluges von Hawaii buchen – allerdings erst, als wir frech bei der angeblich exklusiv für Premium-Servicepaketler vorbehaltenen Nummer anrufen und schwupps kommt man problemlos dran. Dickes, fettes Minus für diese Abzocke/ Selbstvera… von Ab-in-den-Urlaub. Aber: USA wir kommen! 7. Merke: Einreise-Bedingungen nächstes Mal eventuell frühzeitiger sämtlich erfüllen, sodass bei Zwischenfällen mehr zeitlicher Puffer besteht.

9:30 Uhr. Superpünktlicher Fahrer, Klimaanlage, Boardbags auf dem Dach des komfortablen Minivans geht’s nach herzlicher Verabschiedung von unserer Gostoso-Clique los nach Recife.  6 Stunden später kommen wir entspannt und gut gelaunt am Flughafen an, wo Tobi gleich auf dem obersten Deck des Parkhauses vorsorglich das noch nasse Surf-Equippement trocken streetsurft. Dass dieses eigentlich gesperrt ist, wird uns erst klar, als uns 4 staunende Sicherheitsbeamte bitten, den Platz unverzüglich zu räumen und unser feinsäuberlich zum Trocknen ausgebreitetes Hab und Gut schleunigst einzusammeln.

Die mal wieder viel zu schweren Boardbags checken wir bei Copa-Airlines trotz „fehlender“ Voranmeldung (zu der allerdings nichts im Internet zu finden ist) dann doch noch erfolgreich ein. [10. Puh!] Misstrauisch beobachten wir den äußerst ungewöhnlichen hochkant-Abtransport unserer Bags durch das Flughafen-Personal, bevor wir es uns bis zum Abflug um 1:00 Uhr frühs im Flughafen gemütlich machen.







21. Februar, 6 Uhr Ohrtszeit, Panama

Sinkflug über den Panama-Kanal zur 3-stündigen Frühstücks-Zwischenlandung und Beine vertreten, bevor es nochmal 7 Stunden Flugzeit weiter nach Las Vegas geht.

14.30 Uhr, Las Vegas – USA
Das erste Nervenflattern bei der berühmt-berüchtigten US-amerikanischen Einreisekontrolle steigert Lani gekonnt auf einen kurzen Panik-Anflug, als der Security-Schrank drohend auf sie zudonnert mit den Rufen „Hey you! No Cellphones here!“ Doch nachdem besagtes Handy folglich fast im Schreckreflex aus dem Fenster geworfen worden wäre, verläuft die eigentliche Visa- und Einreisekontrolle dann doch recht unterhaltsam und angenehm. Welcome to the U-S-A!

Euphorisch laufen wir auf der Suche nach Terminal 1 und eine V8-Shuttlebus-Fahrt später gleich wieder der Security in die Hände, da wir mit unserem auffälligen Sperrgepäck wie üblich erst mal in die falsche Richtung laufen. Die frisch gewonnene Euphorie findet am Schalter der American Airlines ein jähes Ende, als wider Erwarten und trotz telefonischer Zusicherung leider doch kein 24-Stunden-vorab-Check-in des Gepäcks möglich ist. [8. Ach Nö!] Nach langen Irrwegen auf der vergeblichen Suche nach Storage-Möglichkeiten im/ am Flughafen (wurden seit DEM 11. September abgeschafft) geben wir uns geschlagen und beladen ein Großraumtaxi, das uns für erträglich 18 $ zum Elara – Hilton Grand Vacations Club bringt.

Das Schwergepäck dort endlich und sogar problemlos bis morgen im Storage abgegeben, fallen wir erst mal erleichtert in das fluffige Bett unseres geräumigen Zimmerst im 11. von 60 Stockwerken mit Blick auf die Stadt. Hurra! Welcome to Las Vegas! Wegen akuter Schlafkoma-Gefahr raffen wir uns aber doch gleich wieder auf, um die „City of Entertainement“ (oder auch „Sin City“ geschimpft) zu erkunden. Wir (Idioten) haben ja schließlich nur eine Nacht hier, was sich als viel zu kurz herausstellen sollte. Allerdings sollten wir so auch nicht ausreichend Gelegenheit haben, um „Hangover 5“ zu drehen…









22. Februar, 3:00 am

Mit vollständigem Kulturschock nach eineinhalb Monaten Brasilien-„Idylle“ und erschlagen vom Leuchten und Blinken des übertrieben pompösen Flairs der Stadt torkeln wir leicht verstört ins Bett. 5 Stunden erholsamsten Schlafs später werfen wir einen letzten Blick über die Stadt vom Panoramadach im 60. Stock des Hilton Clubs. Nur 1 Nacht und so viele tolle und erstaunliche Eindrücke! Hier müssen wir fast noch mal her… va. wir es nicht mal bis auf die Partymeile in Down-Town geschafft haben und natürlich, um uns unsere verzockten 50 $ wieder zurückzuholen.

19 Uhr Ortszeit, Kahului Airport – Maui – Hawaii
Nach unmöglich unhöflichem Check-In bei American Airlines (dazu noch kein Freigepäck und 1 Boardbag 150 $), wo man auf einem 7-Stunden-Flug im uralten Airbus noch für jeden Happen tief in die Tasche greifen muss (sehr enttäuschend! Nie wieder AA!), landen wir endlich auf dem lang ersehnten Surferparadies Maui – Hurraaa!!! Wir werden gleich freundlich von Laura in Empfang genommen: die nächsten zwei Monate dürfen wir uns bei ihr, ihrem Freund Ben und Welpen Ranger in Kuau einquartieren.

Maui – finally!
Die folgenden Tage verfliegen trotz Flaute geradezu, denn die Möglichkeiten, aber auch organisatorischen Notwendigkeiten reißen nicht ab… an erster Stelle die Beschaffung eines geräumigen, fahrbaren Untersatzes, in den wir all unser Gerattel einfach reinstopfen können, das Kreditrahmen-Problem im Land der Kreditkartenzahlung in den Griff bekommen, sämtliche Supermärkte abklappern und Preise quasi auswendig lernen auf der verzweifelten Suche nach bezahlbarem Essbarem, Surfspots- und Bedingungen auschecken und zu guter Letzt natürlich neue Surfboards organisieren, juhu! Tobis vollgesaugten Freestyler haben wir schließlich in Gostoso gelassen… Doch im Surf-Equipment-Shoppen sind wir schließlich Weltmeister, sodass wir die Karre innerhalb weniger Tage gerammelt vollladen mit allerlei notwendigen, nützlichen oder einfach nur schönen Dingen.

So verbringen wir die windlosen ersten Tage hauptsächlich mit Autofahren, shoppen, auskundschaften, wellenreiten und Schildkröten-am-Strand-Beobachten… fehlt also nur noch der Wind.

Coming up soon:
First days in Hawaiian Paradies – Jaws, Turtle-Town und erste Windsurf-Versuche

Latos-Way-Statistik:

10 x Puh!

8 x Ach nö!

7 x Merke

All about the Trip gibt es unter: www.latos-way.de

Special Thanks to:
www.windinfo.eu    www.gloryfy.com    www.timezone.de