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GeoSphere Austria Hitze-Bilanz Juni 2026:
Eine Hitzewelle für die RekordbücherMit dem Einsetzen von Gewittern und einer deutlichen Abkühlung am Mittwochabend im Osten Österreichs endet eine vierzehntägige Hitzewelle, die nicht nur bisherige Juni-Rekorde pulverisierte, selbst Allzeit-Rekorde wurden reihenweise gebrochen. Selten zuvor breiteten sich extreme Temperaturen, die sogar die 40 Grad-Marke erreichten bzw. knapp überschritten, derart flächendeckend über das Land aus.
157 von 277 Wetterstationen der GeoSphere Austria erreichten beim absoluten Temperaturhöchstwert für den Monat Juni neue Rekorde. Von diesen 157 Stationen weisen 112 eine Zeitreihe auf, die länger als 30 Jahre ist. An 45 dieser 157 Stationen werden Temperaturen seit mindestens 80 Jahren täglich aufgezeichnet. „Das bemerkenswerte an den neuen Juni-Rekorden ist, dass sie die alten nicht um ein paar wenige Zehntel Grad überboten haben“, betont Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria. Im Mittel übertrafen die neuen Temperaturmaxima des Juni 2026 die alten Höchstwerte um 1,4 Grad. An 46 Stationen sogar um zwei Grad und mehr. „Auf der Hohen Warte in Wien, wo seit 1872 die Tagesmaximumtemperatur aufgezeichnet wird, wurde der bisherige Juni-Rekord von 36,1 Grad aus dem Jahr 1950 gleich um 3,6 Grad übertroffen. Auch der Jahresrekord von 38,5 Grad aus dem August 2013 war deutlich geringer als der neue Höchstwert von 39,7 Grad“, ergänzt Orlik.
66 Jahresrekorde
Insgesamt wurde an 66 Wetterstationen ein neuer Jahresrekord erzielt. 40 davon messen seit 30 Jahren das Temperaturmaximum, 16 seit mindestens 80 Jahren. Mit dem Beginn der Hitzewelle am 18. Juni 2026 wurde an rund der Hälfte aller 277 Wetterstationen der GeoSphere Austria die 35 Grad-Marke erreicht oder überschritten. An 46 Stationen wurde einen Tageshöchstwert von 38 Grad erreicht und an 15 Stationen von 39 Grad und mehr. Orlik: „Das belastende in dieser extrem heißen Phase im Juni waren aber nicht nur Tageshöchstwerte von bis zu 40 Grad, es war auch die Länge der Hitzewelle, die ganz Österreich erfasst hatte.“ Je nach Region gab es unterhalb von 800 Meter Seehöhe zehn bis 14 Hitzetage in Folge, also Tage, an denen es mindestens 30 Grad hatte. „Solche Verhältnisse traten im bundesweiten Ausmaß in einem Juni noch nicht auf“, fügte Klimatologe Orlik hinzu.
https://geosphere.at/de/dokumente/news/news_presse/hitzewellen-bilanz-0626_final.pdf
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