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SunsetSlalom postedin der Gruppe Spotsperrungen
Update Brief an´s Landratsamt Bad Tölz. Anbei meine Version. Hoffe, da nützt. Bitte mitmachen. Liebe Grüße, Kristian
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großem Bedauern habe ich erfahren, dass der seit vielen Jahren bestehende Parkplatz an der Galerie am Walchensee aufgrund der geänderten rechtlichen Einstufung der Fläche künftig nicht mehr als Parkplatz genutzt werden soll. Ich kann nachvollziehen, dass die rechtliche Situation nach der Neuvermessung des Flurstücks und der fehlenden Widmung als Verkehrsfläche neu zu bewerten ist. Dennoch möchte ich Sie herzlich bitten, zu prüfen, ob im Rahmen der bestehenden rechtlichen Möglichkeiten eine Lösung gefunden werden kann, die sowohl den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes als auch den Interessen der vielen Besucher des Walchensees gerecht wird. Der sogenannte Kirchlwandparkplatz hat sich über Jahrzehnte als wichtiger Bestandteil der Infrastruktur am Walchensee etabliert. Er wird von Wanderern, Familien, Wassersportlern, Radfahrern und vielen weiteren Erholungssuchenden genutzt. Durch seine Lage trägt er dazu bei, den ruhenden Verkehr an einer geeigneten Stelle zu bündeln. Ein Wegfall dieser Parkmöglichkeit dürfte nach meiner Einschätzung dazu führen, dass Fahrzeuge auf andere Bereiche ausweichen und sich die Parksituation entlang der B11 sowie in angrenzenden Bereichen eher verschärft .Der Walchensee zählt zu den bedeutendsten Naherholungsgebieten Oberbayerns und ist weit über die Region hinaus bekannt. Tourismus und Naherholung werden vielerorts ausdrücklich gefördert. Gleichzeitig werden Grundstückseigentümern und Bürgern im Landschaftsschutzgebiet zum Schutz der Natur oftmals erhebliche Einschränkungen und Auflagen auferlegt. Umso mehr würde ich es begrüßen, wenn im vorliegenden Fall geprüft werden könnte, ob sich für eine seit vielen Jahren bewährte Parkfläche eine ausgewogene und pragmatische Lösung finden lässt, die sowohl dem Naturschutz als auch den berechtigten Interessen der Besucher Rechnung trägt. Aus meiner Sicht handelt es sich nicht um die Schaffung eines neuen Parkplatzes, sondern um den Erhalt einer seit Jahrzehnten bestehenden und allgemein akzeptierten Nutzung. Denkbar wäre beispielsweise eine offizielle Ausweisung der Fläche als Parkplatz unter klar definierten Auflagen, etwa hinsichtlich der Anzahl der Stellplätze, der Oberflächengestaltung oder der Nutzungszeiten. Auch eine Bewirtschaftung durch Parkgebühren könnte dazu beitragen, den Besucherverkehr sinnvoll zu lenken und gleichzeitig Mittel für Pflege-, Unterhalts- oder Naturschutzmaßnahmen bereitzustellen. Darüber hinaus könnten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geprüft werden. So wäre beispielsweise ein kurzer Fahrbahnteiler auf der nördlichen Seite des Tunnels – ähnlich wie an der Kesselbergstraße – denkbar, um das Linksabbiegen und Einfahren aus nördlicher Richtung zu verhindern. Ergänzend könnte eine entsprechende Beschilderung den Verkehr frühzeitig auf ausfahrende Fahrzeuge aufmerksam machen. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Möglichkeit bestünde, gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden, den zuständigen Behörden und den Nutzergruppen nach einer rechtlich tragfähigen, naturverträglichen und verkehrssicheren Lösung zu suchen. Eine solche Lösung würde aus meiner Sicht sowohl dem Schutz der einzigartigen Landschaft als auch den berechtigten Interessen der zahlreichen Besucher des Walchensees gerecht werden. Vielen Dank für Ihre Zeit und die sorgfältige Prüfung meiner Anregung. Mit freundlichen Grüßen
Kristian Weiß
