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Schlagwortarchiv für: Kaltfront

Turbulente und kühle Maitage

11. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Tief DOREEN prägt derzeit das Wettergeschehen in Deutschland und sorgt für einen markanten Wetterumschwung. Bereits am gestrigen Sonntag entwickelten sich vor allem im Süden von Rheinland-Pfalz und im Saarland kräftige Gewitter mit teils unwetterartigem Starkregen. Besonders betroffen war die Region um Pirmasens: Dort registrierte die Wetterstation innerhalb einer Stunde 31 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, binnen sechs Stunden summierten sich sogar knapp 48 Liter. Im weiteren Verlauf zogen die Gewitter unter allmählicher Abschwächung nordostwärts und gingen in der Nacht zunehmend in teils gewittrigen Starkregen über.

Vorhersagekarte für Montag, den 11.05.2026 um 12 UTC. Tief DOREEN befindet sich über dem Nordosten Deutschlands. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Am heutigen Montag erstreckt sich die Kaltfront von Tief DOREEN quer über Deutschland und verlagert sich zunächst nur langsam ostwärts. Entlang eines Streifens von Nordrhein-Westfalen bis zur Ostsee treten länger anhaltende Niederschläge auf. Südöstlich davon bleibt die Luftmasse feucht und labil geschichtet, sodass sich im Tagesverlauf erneut kräftige Schauer und Gewitter entwickeln können. Dabei sind örtlich Starkregen sowie stürmische Böen möglich. Im weiteren Tagesverlauf kommt die Kaltfront auch südwärts voran und erreicht schließlich die Alpenregion. Im Vorfeld der Front frischt der Wind spürbar auf. Vor allem in Alpennähe können durch den sogenannten Leitplankeneffekt stürmische Böen auftreten.

Rückseitig der Front strömt deutlich kältere maritime Arktikluft nach Deutschland ein. Dadurch sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht zum Dienstag deutlich ab. In den zentralen Mittelgebirgen liegt sie bis zum Morgen bei rund 600 Metern, in den Alpen fällt oberhalb von etwa 800 Metern Schnee. In den Mittelgebirgen dürfte aufgrund der bereits erwärmten Böden jedoch kaum etwas liegen bleiben. Dennoch sinken die Temperaturen in höher gelegenen Tallagen örtlich unter den Gefrierpunkt. Besonders in den südwestdeutschen sowie zentralen Mittelgebirgen ist am Dienstagmorgen vereinzelt Frost möglich.

Tiefsttemperaturen für Dienstagfrüh und Mittwochfrüh in Deutschland. Vor allem in den Mittelgebirgen im Süden gibt ist örtlich leichter Frost wahrscheinlich. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Der Dienstag gestaltet sich insgesamt wechselhaft und erinnert vielerorts an typisches Aprilwetter. Besonders in den mittleren Landesteilen ziehen wiederholt Schauer durch, lokal begleitet von kurzen Gewittern. Die Temperaturen bleiben für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig und erreichen am Nachmittag meist nur 8 bis 14 Grad. Etwas milder könnte es lediglich entlang des Oberrheins werden.

In der Nacht zum Mittwoch lockert die Bewölkung vor allem im Süden zeitweise stärker auf. In der eingeflossenen Kaltluft sinken die Temperaturen bei schwachem Wind verbreitet auf Werte unter 5 Grad. In ungünstigen Lagen ist leichter Frost bis etwa -2 Grad möglich. Empfindliche Pflanzen sollten daher vorsorglich geschützt werden.

Abweichungen des Geopotentials für die 2. Maiwoche über Europa. Tiefes Geopotential sorgt für wechselhaftes Wetter in weiten Teilen von Zentral – und Westeuropa. Quelle: Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage

Auch im weiteren Wochenverlauf bleibt die Wetterlage unbeständig und für Mitte Mai ungewöhnlich kühl. Verantwortlich dafür ist ein über Mitteleuropa liegender Höhentrog mit eingeflossener Kaltluft, der sich wiederholt regeneriert und damit weiterhin Schauer sowie zeitweise windiges Wetter verursacht. Nach dem überwiegend trockenen bis sehr trockenen April sind die Niederschläge vielerorts jedoch willkommen. In den Nordalpen fällt in höheren Lagen weiterhin Schnee, wodurch die dortigen Gletscher vor Beginn des Sommers nochmals etwas an Masse gewinnen können. Das spätwinterlich anmutende Wetter hat somit durchaus auch positive Seiten.

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 11.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/05/Turbulente-und-kuehle-Maitage-1.png 910 1280 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-05-11 16:59:102026-05-11 17:00:34Turbulente und kühle Maitage

Heftige Regenfälle im Osten und Nordosten

20. April 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am gestrigen Sonntag (19.04.) leiteten teils kräftige Gewitter und Starkregenfälle endgültig die konvektive Saison des Jahres 2026 ein. Entlang und im Vorfeld einer Kaltfront entwickelten sich in einer für die Jahreszeit ungewöhnlich feuchten und instabilen Luft insbesondere über der Mitte und an den Alpen sowie in Teilen des Ostens Gewitter, die neben örtlichem Hagel und stürmischen Böen vor allem Starkregen brachten. Dieser trat zunächst noch eher lokal auf. Das änderte sich ab dem Nachmittag. Die Gewitter „verclusterten“ zunehmend und bildeten entlang der stationär gewordenen Front ein größeres, zusammenhängendes Regengebiet über dem Osten und Nordosten aus. Die Niederschläge nahmen demnach eher Dauerregencharakter an und hielten über die Nacht bis weit in den Montag hinein an (siehe Radar-Animation in Abbildung 1).


Radar-Animation von Sonntag (7 Uhr) bis Montag (12 Uhr).

Die DWD-Wetterstationen registrierten im Osten und Nordosten verbreitet Mengen von 30 bis 50 l/qm, in Brandenburg und Mecklenburg stellenweise sogar bis zu 80 l/qm (siehe Abbildung 2, rechts). Ansonsten brachten Gewitter und Starkregen meist Mengen von 15 bis 30 l/qm, allerdings häufig in kurzer Zeit. Im linken Teil der Abbildung sind die Blitze dargestellt, anhand derer man die Gewittertätigkeit erahnen kann. Insgesamt traten binnen 24 Stunden über 43.000 Blitze auf, mit Schwerpunkten über der Mitte und am Alpenrand.

24-stündige Blitze bis Sonntag (21 Uhr) und 48-stündiger Niederschlag bis Montag (13 Uhr).

Angesichts der hohen Niederschlagsmengen mag es erstaunen, dass keine größeren Schäden aufgetreten sind. Aber zum einen fielen die Mengen relativ gleichmäßig über einen längeren Zeitraum, zum anderen ist die betroffene Region durch ihre orographischen Eigenschaften wie Relief und Bodenbeschaffenheit nicht so anfällig gegenüber größeren Niederschlagsmengen wie beispielsweise der Mittelgebirgsraum. Dazu kommt noch die sehr trockene Vorgeschichte, wodurch Böden, Bäche und Flüsse verhältnismäßig große Wasseraufnahmekapazitäten aufwiesen.
Generell dürften viele, insbesondere die Landwirte, angesichts dieser unverhofft ergiebigen „Bewässerung“ erleichtert sein, verläuft das Frühjahr doch gerade im Osten bisher außerordentlich niederschlagsarm. Leider war es das auch erst mal: Nach Abzug letzter Regenfälle setzt sich im Wochenverlauf wieder trockenes Hochdruckwetter ein – und nennenswerte Niederschläge deutet sich auch mittelfristig erst mal nicht mehr an.

Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/04/Heftige-Regenfaelle-im-Osten-und-Nordosten-1.gif 928 1307 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-04-20 19:20:512026-04-20 19:32:34Heftige Regenfälle im Osten und Nordosten

Der April auf Achterbahnfahrt!

17. April 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am gestrigen Donnerstag und heutigem Freitag sorgte vielerorts das Hoch TILMAN über Deutschland für freundliches und sehr mildes Wetter. TILMAN gehört dabei zu einer ausgeprägten Hochdruckbrücke, die das Hoch ULI über dem Atlantik, einem Hoch über der Biskaya und einer Hochdruckzone über Nordskandinavien und der Barentssee verbindet. Während sich das Hoch ULI über dem Atlantik als sehr stabil und kraftvoll erweist und auch das Hoch über Nordskandinavien wie festgetackert seine Kreise dreht, schwächelt das Hoch TILMAN hierzulande doch deutlich. Resultierend kommt das Tief WALTRAUD zunehmend auch in den deutschen Fokus. Während WALTRAUD heute noch nördlich von Irland wirbelt und dessen Ausläufer sich noch über Großbritannien hinweg ziehen, verlagert es sich bis Samstagabend in die nördliche Nordsee und deren Ausläufer können von der Nordsee und Benelux auf den Nordwesten des Landes übergreifen. Da die Luft zwischen hoch ULI südwestlich der Britischen Inseln und WALTRAUD über der nördlichen Nordsee von Grönland und Island nach Deutschland transportiert wird, markiert die Luftmassengrenze eine Kaltfront mit dem Übergang von subtropischer Luft hin zu erwärmter Polarluft.

Prognostizierte Wetterlage am Samstagmittag mit Hoch ULI westlich der Britischen Inseln und tief Waltraud über der nördlichen Nordsee.

Am Sonntag verschiebt sich Hoch ULI zu den Britischen Inseln, sodass die Strömung hierzulande auf der Ostflanke des Hochs auf Nord bis Nordost dreht und somit die kühlere Luft südwärts das ganze Land fluten kann. Während am Samstag die Höchstwerte noch zwischen 13 Grad an der Nordsee und bis 24 Grad im Süden liegen, sinken diese bis Montag auf Maxima zwischen 9 und 15 Grad ab. In die nördliche Strömung eingelagert wirbelt dabei über Deutschland ein hoch reichendes Tief und sorgt durch Tiefdruckeinfluss weiter für einen unbeständigen, zu schauerartigen Niederschlägen neigenden Wettercharakter, der vereinzelt auch mit kurzen Gewittern einhergeht.

Erst im Verlauf der neuen Woche ändert sich das Wettergeschehen wieder etwas. Das Hoch ULI kann sich über dem Nordostatlantik richtig aufplustern und seinen Einflussbereich nach und nach bis nach Deutschland erweitern. Die Tiefs werden nachfolgend wieder Richtung Mittelmeerraum geschoben. Hierzulande wird dabei die Sonnenausbeute von Norden her wieder steigen. Da das Land aber auf der Südflanke des Hochs liegt, kommt die Luft aus Ost- bzw. Nordosteuropa und ist zu dieser Jahreszeit eher kühl temperiert. Entsprechend werden es die Temperaturen tagsüber trotz zunehmenden Sonnenscheins wohl nicht über die 20-Grad-Marke schaffen und nachts wohl verbreitet auf ein einstelliges Niveau absinken. Landesweit wäre dann auch wieder der Bodenfrost ein Thema. Aber warten wir es ab, die Prognosen über den Wochenstart hinaus sind ja typischerweise noch mit ausreichend Unsicherheiten versehen.

Prognostizierte Wetterlage am Dienstagmittag mit Hoch ULI über der nördlichen Nordsee.

Aber wie hat sich der April denn bisher so geschlagen und wie kann er klimatisch eingeordnet werden? Der Blick auf die Mitteltemperatur im Vergleich zum vieljährigen Mittel (1961-1990) zeigt für Deutschland große Unterschiede (keine Grafik). Während die Temperaturabweichungen in den Regionen im südlichen Brandenburg sowie Nordost Sachsen und dem östlichen Sachsen-Anhalt derzeit sogar etwas unterdurchschnittlich ausfallen, weisen vor allem Gebiete westlich des Rheins sowie südlich der Alb und im Allgäu positive Anomalien von teils 2 bis 3 Grad auf.

Der bisherige Aprilniederschlag folgt dagegen keiner deutlichen Struktur uns ist sehr inhomogen verteilt. Die größten Mengen von 15 bis lokal 50 l/qm/16d wurden demnach bevorzugt im Südwesten, im Nordseeumfeld und Teilen Mitteldeutschlands erreicht. Während die Mengen am Alpenrand und im Vorland bei allenfalls 10 bis 50% des zeitanteiligen Montagsniederschlags (bis 17. April) stark unterdurchschnittlich daherkommen, sind am Oberrhein, Nordbayern sowie in Teilen Mitteldeutschlands 80 bis rund 160% bezüglich des Vergleichszeitraums gefallen. Im südöstlichen Sachsen-Anhalt ist gebietsweise sogar schon die vieljährige Monatssumme erreicht oder gar überschritten. Als besonders trocken fallen sonst auch die Regionen vom südlichen Niedersachsen über Hessen hinweg bis in die Pfalz sowie in Teilen Brandenburgs auf, wo ebenfalls nur 1 bis 50% bisher gefallen sind. Überdurchschnittliche Regenmengen für die erste Monatshälfte sind dagegen noch im nördlichen Schleswig-Holstein und allgemein im direkten Nordseeumfeld mit einer relativen Einordnung von 100 bis 180% zu verzeichnen, sodass jene Regionen bei 70 bis 100% des Monatsniederschlag derzeit ebenfalls einen deutlich überdurchschnittlichen Kurs verfolgen.

Aus dem Radar abgeleiteter Gesamtniederschlag im April bisher.

Bisherige Niederschlagsmengen im Verhältnis zum vieljährigen Mittel bis zum 17. April.

Der ein oder andere richtet heute vielleicht auch seinen Blick Richtung Wismarer Bucht. Egal ob man die dortigen Prozesse um den Buckelwal Timmy nun gut oder schlecht findet, medial scheint da Ereignis doch von Interesse. Aus Wettersicht könnte die Aktion rund um Timmy eventuell Sichtprobleme bekommen. Während am Vormittag die Sonne noch vom nahezu wolkenlosen Himmel strahlt, breitet sich von der Kieler Bucht über Fehmarn hinweg langsam Seenebel in die Mecklenburger Bucht aus. Wie weit dieser vorankommt und in welcher Geschwindigkeit muss man dabei noch abwarten.

Satellitenbild und Bewölkungsmessungen von der Ostseeregion am späten Vormittag des 17. April mit Seenebel in der Kieler Bucht südwärts ausgreifend.

Dipl. Met. Lars Kirchhübel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 17.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/04/Der-April-auf-Achterbahnfahrt-1.png 911 1280 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-04-17 11:10:412026-04-20 12:33:04Der April auf Achterbahnfahrt!

Genormt bis unters Dach: Die Standardatmosphäre

25. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Tief MARLIS über Südskandinavien beschert uns mit seiner Kaltfront am heutigen Mittwoch einen Wetterumschwung: weg vom (sehr) milden Frühlingswetter hin zu einer eher spätwinterlich anmutenden Witterung. Auch in den Folgetagen wird es dem hohen Luftdruck sehr schwerfallen, sich nachhaltig durchzusetzen. Stattdessen geben sich die Tiefdruckgebiete regelrecht die Klinke in die Hand und lassen immer wieder ihre Ausläufer über Deutschland hinwegziehen.

Haben Sie sich schon mal gefragt, wann man eigentlich von hohem und wann von tiefem Luftdruck spricht? Wurde da vielleicht irgendwann mal ein bestimmter Druckwert festgelegt? Ja, genauso ist es (wobei es auch relative Hoch- und Tiefdruckgebiete gibt, die sich nicht an diesen Wert „halten“, aber das nur am Rande)!

Dieser Druckwert ist Teil der sogenannten Standardatmosphäre. Sie wurde von der International Civil Aviation Organization (ICAO), zu Deutsch Internationale Organisation für zivile Luftfahrt, ins Leben gerufen und weltweit verbindlich festgelegt. Sie beschreibt den mittleren Zustand unserer Erdatmosphäre in den mittleren Breiten. Genau genommen geht es um die durchschnittliche Druck-, Temperatur- und Dichteverteilung. Diese betragen 1013,25 hPa, 15 Grad (Celsius), und 1,2250 Kilogramm pro Kubikmeter. Tages- und jahreszeitliche Schwankungen werden dabei außer Acht gelassen. Dazu wird die Luft als absolut trockenes Gas betrachtet, die relative Luftfeuchtigkeit beträgt also 0 %.

Vielleicht fragen Sie sich, wofür man denn bitte standardisierte Werte für atmosphärische Eigenschaften braucht, die in dieser Form über ein ganzes Jahr betrachtet wohl nur sehr selten gemeinsam auftreten. Nun, ihren Einsatz findet die Standardatmosphäre zum Beispiel – wie der Name ihrer Gründungsorganisation schon verrät – in der Luftfahrt. Dort werden diese Mittelwerte unter anderem zur Eichung von Messgeräten, wie den Höhenmessern in Flugzeugen, herangezogen.

Druck- und Temperaturverteilung bis 11 km Höhe in der Standardatmosphäre. (Quelle: DWD)

Und da es in der Luftfahrt auch immer hoch hinaus geht und die Atmosphäre natürlich nicht zwei-, sondern dreidimensional ist, gibt es nicht nur für das Bodenniveau, sondern auch für höhere Luftschichten Standardwerte. Beim Luftdruck zählen dabei zum Beispiel 850 hPa in 1,5 km Höhe, 500 hPa in 5,6 km Höhe und 300 hPa in 9,2 km Höhe. Am Oberrand der Troposphäre, der auf 11 km Höhe genormt wurde und das Ende der untersten Schicht unserer Atmosphäre beschreibt, liegt der Luftdruck nur noch bei 226,32 hPa. Die Luftdichte nimmt ebenfalls Stück für Stück ab und wurde in 11 km Höhe auf 0,3692 Kilogramm pro Kubikmeter festgesetzt.

Die standardisierte Temperaturabnahme mit der Höhe beträgt 0,65 K pro 100 m (entspricht 0,65 Grad Celsius pro 100 m). In der „Realität“ entspricht dieser Wert der Temperaturabnahme von gesättigter, also feuchter Luft. Trockene Luft kühlt dagegen mit der Höhe um 1 K pro 100 m, also stärker ab. Aber zurück zum Standard. Im Druckniveau 850 hPa liegt die Temperatur damit bei 5,5 Grad, in 500 hPa bei -21,3 Grad und in 300 hPa bei -44,5 Grad. Für den Oberrand der Troposphäre ergeben sich schließlich -56,5 Grad.

Da sich in der Troposphäre unser tägliches Wettergeschehen abspielt, wollen wir unseren Höhenflug an dieser Stelle beenden. Weitere Informationen zur Standardatmosphäre finden Sie zum Beispiel im DWD-Wetterlexikon.

Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Genormt-bis-unters-Dach-Die-Standardatmosphaere-1.jpg 420 304 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-25 18:33:032026-05-11 14:11:28Genormt bis unters Dach: Die Standardatmosphäre

Auf Bilderbuchfrühling folgt jäher Absturz

23. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Sonne, sehr milde Luft und zum Leidwesen der Allergiker eine aufblühende Natur. So präsentiert sich derzeit der Frühling in Deutschland. Verantwortlich für das schöne Frühlingswetter sind die Hochdruckgebiete MAX mit Schwerpunkt über Osteuropa und NORBERT mit Schwerpunkt über Westeuropa, die eine Partnerschaft eingehen und somit das Wettergeschehen in Deutschland bestimmen.

Analysekarte für Europa mit Lage der Druckgebilde und Isobaren sowie Stationsdaten am Montagmorgen, den 23.03.2026 um 06 UTC

Dabei steigen in einer trockenen Luftmasse nach einer kalten Nacht die Temperaturen heute auf 14 bis 18 Grad. Oftmals scheint bei nur wenigen Quellwolken die Sonne, sodass 10 bis 12 Sonnenstunden auf der Agenda stehen. Nur im Nordwesten und im äußersten Süden verdecken auch mal ein paar mehr Wolken das Zentralgestirn. Ein geringes Schauerrisiko besteht im Südschwarzwald und am Alpenrand. In der Nacht zum Dienstag ziehen von Nordwesten vermehrt harmlose Wolkenfelder auf. Frostig wird es erneut gebietsweise in der Südosthälfte, während in der Nordwesthälfte der Gefrierpunkt meist nicht unterschritten wird.

Am Dienstag steht vorerst der letzte Frühlingstag ins Haus. Allerdings kündigen mitunter dichtere Wolkenfelder und ein vor allem im Nordwesten auflebender Südwestwind bereits die Umstellung der Wetterlage an. Regen ist allerdings lediglich im äußersten Norden möglich und bei Maxima zwischen 14 und 20 Grad kann nochmals die Frühjahrskollektion ausgetragen werden. In der Nacht zum Mittwoch kommt im Nordwesten schauerartig verstärkter Regen auf, der bis zum Morgen in etwa eine Linie Saarland-Rügen erreicht. Dazu lebt der Südwestwind deutlich auf und an der Nordsee sowie im Bergland sind erste Sturmböen möglich. Im Südosten bekommt man von alledem noch nichts mit.

Animation der Windentwicklung am Mittwoch, den 25.03.2026

Am Mittwoch macht ein teils stürmischer Westwind dem Frühling den Garaus. Mit einer markant ausgeprägten Kaltfront verlagert sich ein Regengebiet samt einzelner eingelagerter Gewitter südostwärts. Nachfolgend setzt sich in labiler Kaltluft Schauerwetter durch. Auch einzelne Graupelgewitter sind mit von der Partie und die Schneefallgrenze sinkt im Westen auf etwa 400-600 m und an den Alpen auf 600-900 m. Die Maxima von 8 bis 16 Grad werden meist schon am Vormittag erreicht und in der Folge sinken die Temperaturen. Der Wind lässt bereits am Nachmittag meist schon wieder deutlich nach.

In der Nacht zum Donnerstag hält die rege Schauertätigkeit an und eventuell gibt es vorrangig im Umfeld der Mittelgebirge sowie in weiten Teilen Bayerns am Morgen eine weiße Überraschung mit ein paar Zentimetern Neuschnee. Ein deutlicher Neuschneezuwachs wird am Alpenrand erwartet, wo bis Donnerstagfrüh durchaus 5 bis 15, in Staulagen über 20 cm Schnee fallen können.

Am Donnerstag fließt in einem breiten Strom kalte Polarluft nach Deutschland.

Vorhersagekarte für die Druckverteilung und die Lage der Frontensysteme am Donnerstag, den 26.03.2026 um 12 UTC

Infolgedessen stellt sich vor allem im Westen und Süden bereits Ende März schon typisches Aprilwetter mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern ein. An den Alpen fällt länger anhaltend Schnee, sodass dort die Schneedecke weiter an Mächtigkeit gewinnt. Bis Freitagfrüh sind weitere 10 bis 20, in Staulagen über 30 cm Neuschnee möglich. Im Norden und Osten wird nur wenig Niederschlag erwartet. Höchstwerte im zweistelligen Bereich werden in die Welt der Fabeln verbannt. Der teils ruppige Nordwestwind tut sein Übriges, um einen ungemütlichen Wettereindruck entstehen zu lassen. Frühlingsgefühle bauen sich da kaum auf.

Am Freitag kehrt etwas Ruhe ein. Bei einem Wechsel von Sonne und Wolken gibt es noch einzelne Regen-, ab mittleren Lagen Schneeschauer. Die Schneefälle am Alpenrand klingen langsam ab. Gegenüber dem Vortag steigen die Höchstwerte nur etwas an.

Temperaturverlauf für die Städte Mannheim (gelb), Berlin (rot) und München (blau) von Montag, den 23.03.2026 bis Freitag, den 27.03.2023

Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 23.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Auf-Bilderbuchfruehling-folgt-jaeher-Absturz-1.png 686 966 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-23 17:10:462026-05-11 14:12:03Auf Bilderbuchfrühling folgt jäher Absturz

Gezeiten an Nord- und Ostsee, Windstau- und Sturmflutwarndienst und amphidromische Punkte

15. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Das heutige Thema des Tages blickt in die Nachbarschaft der Meteorologie: die Ozeanographie. Zu den eindrucksvollsten Phänomenen, die das Meer einem Betrachter an der Küste bietet, gehören Ebbe und Flut. Diese Änderung des Wasserstandes zeigt sich auch an der Nordseeküste (und in subtiler Variante auch an der Ostsee). Neben astronomischen Ursachen ist auch die Wetterlage verantwortlich dafür, wie stark die Gezeiten ausfallen. Der Deutsche Wetterdienst am Standort Hamburg berät hierbei den Windstaudienst des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit Windprognosen, welche dort in die Berechnung der Pegelstände an deutschen Küsten eingehen. Jedoch treten nicht an allen Punkten der Nordsee täglich Hoch- und Niedrigwasser auf. Es gibt drei Punkte, an denen der Wasserstand gleich bleibt, die sogenannten amphidromischen Punkte.

Vergleicht man den Zeitpunkt des Eintreffens eines Hochwassers an der deutschen Nordseeküste, stellt man fest, dass die Flut auf Borkum zu einem anderen Zeitpunkt eintrifft als in Cuxhaven oder Westerland. Dasselbe gilt für das Niedrigwasser, die Ebbe. Warum ist das so? Gezeiten entstehen durch gravitative Anziehung von Sonne und Mond, die jedoch nicht gleichmäßig auf die Erde einwirken, sondern auf der jeweils zugewandten Seite etwas stärker und auf der jeweils abgewandten Seite etwas schwächer ausfallen. Die Unterschiede wirken nach beiden Seiten, wobei diejenigen in und entgegengesetzt zur Mondrichtung etwa doppelt so stark ausfallen wie die in und entgegengesetzt zur Sonnenrichtung. Beobachtet man das Ganze von einem festen Punkt auf der Erde, bspw. von Cuxhaven aus, wird dieser Einfluss mit der täglichen Erdrotation ein periodischer Vorgang, der sich zweimal jeden Tag wiederholt. Da sich der Mond zusätzlich einmal im Monat um die Erde dreht, ist dessen periodischer Einfluss rund 20 bis 30 Minuten länger. Je nach Winkel zwischen Mond- und Sonnenrichtung addieren sich die Wirkungen des dominierenden Mondes und der Sonne. Mit der um die Erdachse rotierenden Streckung der Erde hebt und senkt sich die Oberfläche periodisch. Zwischen den Punkten stärkster Hebung und Senkung der Erde werden horizontale Komponenten der Gezeitenkräfte angeregt, die die stärkste Ursache der Gezeitenströmungen in den Tiefen des Ozeans ausmachen. Diese werden durch die Kontinente und die Corioliskraft beeinflusst. So gibt es Küstenabschnitte mit größeren und kleineren sich ändernden periodischen Wasserständen (Tiden), die bei günstiger Stellung des Mondes (bei Voll- und Neumond) zur Sonne auf einer Linie eine besonders große Tide, die Springtide, und bei rechtwinkliger Stellung von Sonne und Mond (bei Halbmond) eine besonders kleine Tide, die Nipptide hervorrufen.

Unterschiedliche Verteilungen der Landmassen auf dem Globus verhindern eine gleichmäßige Bewegung der Tidenwellen um die gesamte Weltkugel, so dass sich in einzelnen Meeresbecken eine oder mehrere stehende Wellen bilden, die durch die Corioliskraft in Rotation gesetzt werden.

Die Nordsee selbst ist als Randmeer zu klein und flach für die Ausbildung eigener Gezeitenwellen. Die Gezeiten werden durch eindringende Gezeitenwellen aus dem Nordatlantik ausgelöst. Sie laufen vom nordwestlichen Teil der Nordsee an der schottischen und englischen Ostküste südwärts Richtung Straße von Dover. Von dort, vom Südwestteil der Nordsee, werden sie von zur deutschen Nordseeküste ostwärts und weiter zur dänischen Westküste nordwärts gelenkt, wo sie im Skagerrak auslaufen. Dadurch, dass auch Gezeitenanteile durch den Englischen Kanal in die Nordsee einlaufen können und die oben erwähnten Gezeitenwellen hier um einen amphidromischen Punkt (siehe unten) laufen, sind die Gezeiten in den Niederlanden teilweise gesplittet, so dass mehrere kleinere Hoch- oder Niedrigwasser in kürzerer Zeit ablaufen können. Typische Gezeitenunterschiede im Bereich der deutschen Nordseeküste liegen bei 2,5 bis 4 Metern, der größte Tidenhub an der Nordsee zeigt sich im Mündungstrichter The Wash in Ostengland mit 6,8 Metern.

Die Ostsee als ein weitgehend geschlossenes Binnenmeer ist im Vergleich zur Nordsee noch flacher und ihre Verbindung zum Atlantik noch mehr begrenzt. Dementsprechend wirken gravitative Kräfte durch Mond und Sonne weit moderater, so dass typische Änderungen der Wasserstandshöhen hier bei 10 bis 30 Zentimetern liegen. Meteorologische Einflüsse auf Wasserstandsschwankungen sind von größerer Bedeutung: Starkwind kann den Wasserstand um einige Dezimeter anheben oder senken, Luftdruckunterschiede beeinflussen die Wasserhöhe, entsprechende Windrichtungen sorgen für eine Änderung der Wasserverteilung und saisonale Temperaturschwankungen wirken sich auf die Höhe des Wasserstandes aus. Letztere sind durch die Jahreszeiten geprägt: Im Sommer herrschen vorwiegend ruhige Bedingungen, im Herbst und Winter können Sturmtiefs für erhöhte Wasserstände sorgen. Bedeutender sind jedoch windbedingte Veränderungen: Bei anhaltend starkem Nordostwind wird das Wasser der Ostsee im Bereich der deutschen Küste gestaut, was für anhaltenden höheren Wasserstand sorgt. Im umgekehrten Fall sorgen dort anhaltende starke Südwestwinde für niedrigere Wasserstände.

Im Bereich der Nordsee wirken Starkwinde mitunter additiv auf Hoch- oder Niedrigwasser. Besonders die Kombination aus Flut und anhaltendem stürmischem Nordwestwind sorgt für höhere Pegelstände, während längerer stürmischer Südostwind bei Ebbe stärkeres Niedrigwasser an der Nordsee bedeutet.

Hochwasser und Niedrigwasser am Nikolaifleet (Deichstraße) in Hamburg, Quelle: BSH

Vor diesem Hintergrund versorgt der Deutsche Wetterdienst im Rahmen des Seewetterdienstes am Standort Hamburg das Kollegium im Bereich des Windstau- und Sturmflutwarndienstes des BSH mit Windprognosen für die deutschen Küsten, die zu Hoch- und Niedrigwasserterminen in die Berechnungen der Pegelstände einfließen. Für die Nordsee wird im Routinefall hierfür viermal täglich das BSH beraten, für die Ostsee erfolgt zweimal wöchentlich eine Beratung, die dann mehrere Vorhersagetage abdeckt. Im Bedarfsfall, beispielsweise bei einer Sturmflut, wird die Beratung intensiviert und die Häufigkeit erhöht, um die Vorhersage der höchsten Pegelstände der Sturmflut zu optimieren. In einem solchen Fall ist die Ausgabe und nachfolgende Kommunikation von Sturmflutwarnungen durch das BSH wahrscheinlich. Der Deutsche Wetterdienst übernimmt diese Warnungen bei der Kommunikation der Sturm-Wetterlage. Erreicht an der Nordseeküste eine Tide eine Höhe von 1,5 bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser, spricht man von einer Sturmflut. Eine schwere Sturmflut hat eine Höhe von 2,5 bis 3,5 Meter über dem mittleren Hochwasser, noch höhere Fluten bezeichnet man als sehr schwere Sturmflut. Beträgt der Wasserstand an der Ostsee 1 bis 1,24 Meter über Normalhöhennull, tritt dort eine leichte Sturmflut auf, bei 1,25 bis 1,49 Meter über Normalhöhennull eine mittlere Sturmflut, bei 1,5 bis 1,99 Meter über Normalhöhennull eine schwere Sturmflut und bei höherem Hochwasser eine sehr schwere Sturmflut.

Nicht in allen Gebieten der Nordsee ändert sich der Wasserstand täglich. Die oben angesprochene Rotation stehender Wellen durch die Corioliskraft in Meeresbecken um einen Punkt herum wird als Amphidromie bezeichnet. An diesen Punkten treffen alle Phasenlinien einer schwingenden Wasserstandshöhe (gleiche zeitliche Phase desselben Wasserstandes, also auch die Linien mit Ebbe (Schwingungstal) oder Flut (Schwingungsberg) zur selben Zeit) zusammen. Damit treten Hoch- und Niedrigwasser zusammen auf, was Schwingungen aufhebt und zu einem permanent konstanten Wasserstand führt. In der Nordsee findet man drei solcher amphidromischen Punkte: einer im Südwestteil der Nordsee zwischen East Anglia (Ostanglien) und Holland, einer im östlichen Zentralteil der Nordsee in der Mitte der Jütlandbank zwischen Nordengland und Jütland sowie einer im Nordostteil der Nordsee vor der norwegischen Küste bei Stavanger.

Amphidromiezentren in der Nordsee und Tidenzeiten nach Bergen/Norwegen

Auf den Weltmeeren findet man drei solcher amphidromischen Punkte im Bereich des Indischen Ozeans, sechs sind im Pazifik, vier außerhalb der Nordsee im Atlantik und zwei im Bereich des Südlichen Ozeans.

Gezeiten als in den Weltmeeren umlaufende Wellen, Phasenlinien und amphidromische Punkte

Im Gegensatz zu diesen Punkten, wo es kein Hoch- und Niedrigwasser gibt, findet sich der größte Unterschied zwischen Ebbe und Flut, der größte Tidenhub, mit 13 Metern an der Bay of Fundy zwischen Nova Scotia (Neuschottland) und New Brunswick (Neubraunschweig) vor dem Ostteil Kanadas. Bei Springflut sind es sogar 16 Meter.

Dipl.-Met Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Gezeiten-an-Nord-und-Ostsee-Windstau-und-Sturmflutwarndienst-und-amphidromische-Punkte-1.jpg 315 875 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-15 22:50:562026-03-15 22:52:18Gezeiten an Nord- und Ostsee, Windstau- und Sturmflutwarndienst und amphidromische Punkte

Aprilwetter – der März übt schon mal

14. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Tiefdruckgebiete dirigieren das Wettergeschehen und schicken uns auf eine meteorologische Berg- und Talfahrt in Mitteleuropa. Am heutigen Samstag liegt eine Kaltfront von Südwest nach Nordost quer über Deutschland. Sie trennt milde Luft im Osten von polarer Meeresluft im Westen. Verbreitet kommt es zu Niederschlägen, die meist als Regen, an den Alpen und in höheren Lagen der westdeutschen Mittelgebirge aber auch als Schnee fallen. Länger trocken und zeitweise freundlich ist es im Südosten des Landes. Im Osten und Südosten wird es mit 12 bis 18 Grad auch am mildesten. Der Westen muss sich mit mageren 4 bis 8 Grad begnügen.

Nutzerbilder vom Morgen des 14.03.2026 aus dem westdeutschen Bergland. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Rollentausch am Sonntag, Westen im Vorteil

Am Sonntag wendet sich das Blatt. Im Westen scheint nach Abzug der Front zeitweise die Sonne und es bleibt meist trocken. Im Osten und Südosten sorgt die Kaltfront dagegen für viele Wolken und hier und da auch für etwas Regen, in höheren Lagen Schnee. Das Temperaturgefälle dreht sich um: mit 8 bis 12 Grad wird es im Westen am mildesten, im Osten und Südosten werden nur noch 6 bis 10 Grad erreicht.

Ruppige Böen und schnelle Schauer: Das Wetter-Karussell nimmt Fahrt auf

Zum Wochenbeginn stattet uns der April einen Besuch ab, zumindest was das Wettergeschehen angeht. In rascher Folge ziehen Schauer und örtliche Gewitter von West nach Ost über Deutschland hinweg. Örtlich mischt sich Graupel unter den Niederschlag. Zwischen den Schauern zeigt sich häufig, aber nur kurz die Sonne. Maximal werden 6 bis 11 Grad erreicht. Der westliche bis südwestliche Wind frischt vor allem in Schauer- und Gewitternähe stark auf, im Bergland gibt es Sturmböen.

Bodendruck und Bodenfronten von Sonntag, 15.03. bis Dienstag, 17.03. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Die Belohnung nach dem Schauer-Marathon

Am Dienstag setzt Wetterberuhigung ein. Unter zunehmendem Hochdruckeinfluss lassen die Niederschläge meist nach und die Sonne zeigt sich häufiger. Mit Höchstwerten zwischen 9 und 14 Grad wird es wieder milder als zuletzt.

Das Karussell dreht sich weiter, nimmt aber zur Wochenmitte deutlich Fahrt in Richtung Frühling auf. Wer den Montag übersteht, wird mit milden Aussichten belohnt. Vor allem im Westen werden dann wieder häufiger 15 Grad und mehr erreicht.

Prognostizierte Höchst- und Tiefsttemperatur von Samstag bis Dienstag (14.-17.03.2026). Quelle: Deutscher Wetterdienst

M.Sc. Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 14.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Aprilwetter-der-Maerz-uebt-schon-mal-1-scaled.png 1056 2560 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-14 22:28:062026-03-15 22:52:02Aprilwetter – der März übt schon mal

Frühlingsluft

25. Februar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Deutschland gelangt in den kommenden Tagen zunehmend unter Hochdruckeinfluss. Niederschläge bleiben dabei weitgehend aus. Durch das Zusammenspiel eines Hochdruckgebietes mit Schwerpunkt östlich von Deutschland und mehreren Tiefdruckgebieten über Westeuropa wird mit einer südwestlichen Strömung ungewöhnlich milde Luft zu uns geführt. Besonders im Südwesten macht sich bereits frühlingshafte Wärme bemerkbar. Doch auch in den östlichen Landesteilen, wo Januar und Februar vergleichsweise kalt ausfielen, setzt nun eine deutliche Milderung ein.

Am heutigen Mittwoch dominiert vielerorts zunächst noch trübes Wetter. Nebel- und Hochnebelfelder sorgen verbreitet für einen grauen Himmel und lassen das Wetter eher herbstlich wirken. Im Tagesverlauf lockert es zwar auf, in Teilen Bayerns halten sich die Nebel- und Hochnebelfelder jedoch zäh. Die Temperaturen reichen von etwa 4 Grad auf Rügen bis zu 19 Grad am Rhein. Der Wind weht meist schwach aus südöstlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag breiten sich Nebel- und Hochnebelfelder erneut aus. Vor allem in der Osthälfte kann es stellenweise Frost geben, während es im Nordwesten mit Werten um 9 Grad mild bleibt.

Wetter- und Temperaturkarte, am Mittwoch 25.02.2026 (Quelle:DWD)

Am Donnerstag lösen sich Nebel und Hochnebel schneller auf. Mit auffrischendem Südwestwind setzt sich die Sonne häufiger durch, die Luft wird besser durchmischt und die Temperaturen steigen verbreitet auf 15 bis 21 Grad. Auch im Osten wird es mit 13 bis 17 Grad ungewöhnlich mild.

Wetter- und Temperaturkarte, am Donnerstag 26.02.2026 (Quelle:DWD)

Der Höhepunkt dieser milden Phase wird am Freitag erreicht. Im Vorfeld einer von Westen herannahenden Kaltfront frischt der Südwestwind weiter auf. Mit sonnigen Abschnitten werden 15 bis 20 Grad erreicht, im Südwesten lokal sogar bis zu 23 Grad. Damit bietet sich der Freitag besonders gut für Aktivitäten im Freien an.

Wetter- und Temperaturkarte, am Freitag 27.02.2026 (Quelle:DWD)

Am Wochenende folgt dann der Wetterumschwung. Bereits am Freitagabend setzt im Nordwesten erster Regen ein, der sich in der Nacht zum Samstag bis in die Mitte Deutschlands ausbreitet. Am Samstag bleibt es nur im Südosten noch zeitweise frühlingshaft freundlich, sonst dominieren Wolken und zeitweise Regen bei deutlich niedrigeren Temperaturen zwischen 7 und 14 Grad. Am Sonntag beruhigt sich das Wetter zwar wieder etwas, die Temperaturen liegen mit 7 bis 15 Grad jedoch weiterhin unter den Werten der Vortage – für die Jahreszeit insgesamt aber noch immer auf einem milden Niveau.

Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/02/Fruehlingsluft-1.jpg 1080 1920 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-02-25 17:32:062026-02-26 18:10:16Frühlingsluft

Doppelter Wetterumschwung

15. Oktober 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

SIEGLINDE – so heißt das Hoch über den Britischen Inseln, das seit Tagen in vielen Teilen Deutschlands für einen hohen Grauanteil beim Wetter sorgt. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass an der Ostflanke des Hochs fortwährend feuchte, wolkenreiche Nordseeluft in unser Land strömt (siehe dazu auch das Thema des Tages vom 13.10.2025).

Abb. 1: Luftdruck am Boden (schwarze Linien) und Qualität der Luftmasse (potentielle Äquivalenttemperatur, Farbfläche) für Mittwoch, 15.10.2025 (ICON-Prognose). (Quelle: DWD)

Doch damit ist bald Schluss! Bis Freitag ändert sich zunächst zwar nicht so viel, sprich: viele Wolken, hier und da Sprühregen, Auflockerungen vor allem im Süden und dort in Hochlagen mitunter ganztags sonnig. Ab Freitagnachmittag/-abend greift dann aber von Dänemark und der Ostsee kommend eine Kaltfront auf Deutschland über, die am Samstag auch den Süden erreicht. Aufgrund des anhaltenden Hochdruckeinflusses ist sie zwar kaum wetteraktiv, allerdings folgt ihr deutlich trockenere Luft aus polaren Breiten, in der sich die Wolken überwiegend auflösen dürften. Tja, und eine wolkenarme und zumindest abseits der Küsten auch windschwache Nacht verspricht recht kalt zu werden. Vor allem im Norden kann die Temperatur regional bis 0 Grad absinken, in Bodennähe ist verbreitet mit leichtem Frost zu rechnen.

Am Samstag kommt dann auch bei der Druckverteilung Bewegung ins Spiel. SIEGLINDE verlagert ihren Schwerpunkt zunächst nach Deutschland, um dann am Sonntag ins östliche Mitteleuropa abzuziehen. Dadurch dreht die Strömung in den unteren Luftschichten langsam aber sicher über Ost auf Südost. Der Zustrom relativ feuchter Nordseeluft ist damit gekappt und in der bei uns nun vorherrschenden zwar kühleren, aber auch trockeneren Luftmasse, wird sich am Wochenende vielerorts auch mal für längere Zeit die Sonne zeigen. Gut, gerade in manchen Ecken Süddeutschlands wird sich auch wieder zäher Nebel oder Hochnebel halten, bundesweit betrachtet ist diese Neigung aber deutlich geringer als momentan.

Abb. 2: Luftdruck am Boden (schwarze Linien) und Qualität der Luftmasse (potentielle Äquivalenttemperatur, Farbfläche) für Samstag, 18.10.2025 (ICON-Prognose). (Quelle: DWD)

Die Nacht zum Sonntag wird in der Folge noch ein gutes Stück kälter als die zum Samstag. Zwischen Hochrhein und Emsland wird man nach aktuellem Stand noch meist im frostfreien Bereich verweilen, ansonsten muss aber doch verbreitet mit leichtem Luftfrost bis -3 Grad gerechnet werden. Frost in Bodennähe gibt es fast überall, im Osten gebietsweise sogar bis -6 Grad!

Auf die erste Wetterumstellung, die man, wenn man so will, als goldenes Oktoberwochenende verkaufen kann, folgt am Montag bereits die nächste. Durch den Abschied von SIEGLINDE ist nun der Weg frei für atlantische Tiefdrucksysteme und deren Ausläufer.

Abb. 3: Luftdruck am Boden (schwarze Linien) und Qualität der Luftmasse (potentielle Äquivalenttemperatur, Farbfläche) für Montag, 20.10.2025 (ICON-Prognose). (Quelle: DWD)

Kurzum: Ab Montag ziehen aus Westen immer wieder Regengebiete über uns hinweg. Dazu wird es deutlich windiger, vor allem im Bergland und an den Küsten könnte es auch stürmisch werden. Das Temperaturniveau klettert dafür aber wieder etwas nach oben und die Nachtfrostgefahr ist erst einmal wieder vom Tisch – genauso wie das goldene Oktober-Intermezzo…

Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.10.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/10/Doppelter-Wetterumschwung-1.jpg 720 717 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-10-15 10:58:402025-10-20 11:10:23Doppelter Wetterumschwung

Markanter Luftmassenwechsel beendet die Hitzewelle

15. August 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Die zweite etwas länger andauernde Hitzewelle dieses Sommers ist bald vorbei. Hitzegeplagte Bundesbürger können in den kommenden Tagen also etwas aufatmen. Ursache für den Temperaturrückgang ist, dass sich unser Hoch JULIA nach Osteuropa verabschiedet und von einem neuen Hoch namens KYRA abgelöst wird. Während Hoch JULIA in den letzten Tagen über dem östlichen Mitteleuropa lag, befindet sich das neue Hoch KYRA mit seinem Schwerpunkt über dem Atlantik und Großbritannien (Abb. 1). Diese unterschiedliche Position macht den Unterschied. Deutschland liegt nämlich östlich von Hoch KYRA und da sich um ein Hoch die Strömung mit dem Uhrzeigersinn dreht, gelangen wir in eine nördliche Luftzufuhr. Damit wird trockenere und weniger warme Luft zu uns geführt, die die schwül-warme Luft aus Deutschland allmählich verdrängt. Die Grenze zwischen diesen beiden Luftmassen bildet eine Kaltfront, die vom heutigen Freitag bis zum morgigen Samstag von Nordwest nach Südost einmal quer über Deutschland zieht.

Abb 1: DWD-Bodenwetterkarte mit Namen der Hoch- und Tiefdruckgebiete, vergeben von der Freien Universität Berlin.

Die Front kommt aber nur sehr gemächlich voran, wie man eindrucksvoll anhand der pseudopotentiellen Temperaturverteilung in 850 hPa (ca. 1500 m über Meeresniveau) erkennen kann. Dabei handelt es sich um ein Maß, das die Temperatur und Feuchte einer Luftmasse beschreibt. Je wärmer und feuchter eine Luftmasse ist, desto höher ist die pseudopotentielle Temperatur und umgekehrt. Daher ist dieses Maß bestens geeignet, um Luftmassen zu charakterisieren. Zudem kann man damit gut Fronten analysieren, indem man linienhafte Bereiche identifiziert, in denen sich die pseudopotentielle Temperatur auf engem Raum stark ändert.

Abb 2: Pseudopotentielle Temperatur (°C) in 850 hPa für Freitag (15. August), 14 Uhr (MESZ), bis Sonntag (17. August), 14 Uhr (MESZ). Die blau gestrichelte Linie markiert die Kaltfront in dieser Höhe.

Am heutigen Freitagnachmittag liegt die Kaltfront etwa auf einer Linie Eifel – Hannover – Schwerin (Abb. 2, oben links). Südöstlich dieser Linie befindet sich weiterhin die schwül-heiße Luft mit pseudopotentiellen Temperaturwerten zwischen 50 und teils über 60 °C – für Mitteleuropa sehr hohe Werte. Durchquert man die Front Richtung Nordwest, geht die pseudopotentielle Temperatur innerhalb weniger Kilometer auf Werte von 35 bis 45 °C zurück. Dies zeigt eindrücklich, dass die Luftmasse nicht nur weniger warm ist, sondern auch weniger Feuchtigkeit besitzt und dadurch nicht mehr als schwül empfunden wird. Folglich hat der Nordwesten Deutschlands bereits am heutigen Freitag die größte Hitze hinter sich und kann bei Höchstwerten von 24 bis knapp 30 Grad etwas durchatmen (Abb. 3, oben links). Vor der Front wird es mit 30 bis 36 °C nochmals sehr heiß und zunehmend drückend schwül.

In der kommenden Nacht kommt die Front etwas süd(ost)wärts voran und liegt dann auf einer Linie Mosel – Mittelhessen – Südbrandenburg (Abb. 2, oben rechts). Südlich davon kühlt es nochmals nur sehr langsam ab und vor allem in Ballungsräumen und auf Anhöhen kann die Nacht erneut tropisch werden (d.h. Tiefsttemperaturen nicht unter 20 Grad). Bis zum morgigen Samstagnachmittag erreicht die Front etwa die Mainlinie (Abb. 2, unten links). Im Süden wird es ein letztes Mal dampfig, mit 26 bis 31 Grad aber zumindest nicht mehr ganz so heiß (Abb. 3, oben rechts). Deutlich angenehmere 20 bis 27 Grad erwarten uns hingegen rückseitig der Front im Norden und in der Mitte Deutschlands. Bei der pseudopotentiellen Temperatur ist zudem zu erkennen, dass im Norden Deutschlands ein zweiter Schwall trockenerer und kühlerer Luft einströmt, in der die Werte sogar unter 30 °C zurückgehen. Bis Sonntagmittag hat die Kaltfront Deutschland komplett überquert und die schwül-heiße Luftmasse endgültig verdrängt (Abb. 2, unten rechts). Der zweite Schwall Kaltluft, der Samstagnachmittag Schleswig-Holstein bereits erfasste, hat bis Sonntagnachmittag den Main erreicht. Bundesweit kann man sich über angenehme 21 bis 28 °C freuen (Abb. 3, unten links). Zu Beginn der neuen Woche kann die Sonne die Luft zwar wieder von Tag zu Tag etwas stärker erwärmen, sodass am Dienstag entlang von Rhein, Mosel und im Rhein-Main-Gebiet auch wieder die 30-Grad-Marke knapp überschritten wird. In den übrigen Regionen werden meist sommerliche 25 bis 30 Grad erreicht. Da uns die trockene Luftmasse aber erhalten bleibt, lassen sich die Temperaturen recht gut ertragen, zumal es auch in den Nächten ordentlich abkühlt. Bei Tiefstwerten zwischen 14 und 8 Grad kann man wieder gut durchlüften.

Abb 3: Vorhergesagte Höchstwerte für die Tage Freitag (15. August) bis Montag (18. August).

Und wie wird das Wetter in den nächsten Tagen? Am morgigen Samstag können sich in der dampfigen Luft im Süden und Südosten nochmals teils kräftige Gewitter bilden, wobei sich mit der südwärts vorankommenden Kaltfront die Gewittertätigkeit im Tagesverlauf auf die Gebiete südlich der Donau und den Schwarzwald zurückzieht. Da die Gewitter nur sehr langsam ziehen, geht die Hauptgefahr von Starkregen aus, der bei einem Volltreffer auch unwetterartig ausfallen kann. Vollgelaufene Keller und Unterführungen können die Folge sein. Die Tatsache, dass die Gewitter nur sehr langsam ziehen, hat aber auch zur Folge, dass nur wenige Orte von den heftigen Wettererscheinungen getroffen werden, während in einem Großteil der Gebiete nur wenig oder kein Regen fällt. Von der Nordsee breitet sich hochnebelartige Bewölkung bis in die Landesmitte aus. Daher startet der Tag in der Nordhälfte teils bedeckt. Im Tagesverlauf lösen sich die Wolken aber mehr und mehr auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche verwöhnt uns Hoch KYRA mit viel Sonnenschein. Nur Richtung Nordsee sind die Wolken weiterhin zeitweise etwas dichter. Mit neuen Schauern ist frühestens am kommenden Mittwoch wieder zu rechnen.

Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.08.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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