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Schlagwortarchiv für: Temperatur

Deutschlandwetter im September 2026

2. Oktober 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im September 2026*

Platz

Station

Bundesland

durchschnittliche
Temperatur

Abweichung
1 Bad Bergzabern Rheinland-Pfalz 19,4 °C +4,5 Grad
2 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 18,8 °C +3,5 Grad
3 Ohlsbach Baden-Württemberg 18,8 °C +4,0 Grad

Vergleichsweise kühle Orte im September 2026*

Platz

Station

Bundesland

durchschnittliche
Temperatur

Abweichung
1 Carlsfeld Sachsen 11,8 °C +2,0 Grad
2 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 11,9 °C +2,2 Grad
3 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 12,2 °C +0,9 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im September 2026**

Platz Station Bundesland

Niederschlags-
menge

Anteil
1 Cadenberge Niedersachsen 142,2 l/m² 179 %
2 Joldelund Schleswig-Holstein 138,9 l/m² 151 %
3 Groß Wittensee Schleswig-Holstein 134,6 l/m² 169 %

Besonders trockene Orte im September 2026**

Platz

Station

Bundesland

Niederschlags-
menge

Anteil
1 Henschtal Rheinland-Pfalz 0,8 l/m² 1 %
2 Losheim-Niederlosheim Saarland 0,8 l/m² 1 %
3 Merzig Saarland 1,1 l/m² 2 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im September 2026**

Platz Station Bundesland

Sonnenschein-
dauer

Anteil
1 Rheinfelden Baden-Württemberg 268 h 155 %
2 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 268 h 150 %
3 Freiburg Baden-Württemberg 266 h 149 %

Vergleichsweise sonnenscheinarme Orte im September 2026**

Platz Station Bundesland

Sonnenschein-
dauer

Anteil
1 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 121 h 90 %
2 Leck Schleswig-Holstein 122 h 87 %
3 Hohn Schleswig-Holstein 123 h 83 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Monatsmittelwertes
zum vieljährigen Monatsmittelwert der jeweiligen Station (int. Referenzperiode,
normal = 100 Prozent).

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

Hinweis: Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und alle
Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse.

Meteorologe Denny Karran

Deutscher Wetterdienst
Offenbach, den 02.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 02.10.2026. Text redaktionell bearbeitet; verwendete DWD-Grafiken skaliert und komprimiert. Lizenz: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-02 12:00:002026-10-03 21:33:51Deutschlandwetter im September 2026

Warum Tallagen besonders frostgefährdet sind

25. September 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Hierfür ist es wichtig zwischen Luftfrost und Bodenfrost zu unterscheiden. Von Luftfrost spricht man, wenn die Temperatur in 2 Meter Höhe über Grund unter den Gefrierpunkt fällt. Damit Bodenfrost auftritt, muss sich die Luft in einer Höhe von 5 Zentimeter über Grund auf unter 0 Grad Celsius abkühlen, dabei kann die Temperatur auf einer Höhe 2 Meter über Grund gemessen durchaus über dem Gefrierpunkt liegen. Dies passiert in Herbstnächten dann, wenn drei Faktoren erfüllt sind: wenig Bewölkung, eine geringe Luftfeuchte und möglichst niedrige Windgeschwindigkeiten.

In der Nacht gibt die Erdoberfläche langwellige Wärmestrahlung an die Atmosphäre ab und kühlt dadurch aus. Die bodennahe Luft wird dabei ebenfalls abgekühlt, sodass ihre Temperatur sinkt. Bei einem wolkenfreien Himmel kann diese Strahlung ungehindert ausstrahlen. Wolken absorbieren einen Teil der langwelligen Strahlung und geben selbst Wärmestrahlung ab. Ihre Gegenstrahlung zur Erdoberfläche schwächt die nächtliche Abkühlung ab.

Auch die relative Luftfeuchte spielt eine Rolle. Beim Abkühlen steigt die relative Luftfeuchte. Wird der Taupunkt erreicht, kann Wasserdampf kondensieren. Es wird also flüssig. Bei dem Phasenübergang von gasförmig zu flüssig wird aber viel Energie, die sogenannte latente Energie, freigesetzt. Diese war zuvor im Wasserdampf gespeichert und sorgt, wenn sie freigesetzt wird, für eine Erwärmung der Umgebungsluft (mehr dazu beim Thema des Tages vom 22.09.2026). Somit verhindert Nebelbildung eine starke Abkühlung.

Zuletzt braucht man noch geringe Windgeschwindigkeiten, damit keine Durchmischung der Luftschichten stattfindet. Kalte Luft hat eine höhere Dichte als warme Luft, sie ist also schwerer und sammelt sich in Bodennähe. Würde nun ein starker Wind wehen, würde dieser die kalte Bodenschicht mit den darüberliegenden wärmeren Schichten vermischen. Diese Durchmischung kann eine starke Auskühlung der bodennahen Luft verhindern, die für das Auftreten von Bodenfrost nötig ist.
Nun ist zwar klar wie es zu den niedrigen Temperaturen und damit zum Bodenfrost kommt, aber warum sind dann Tallagen besonders häufig davon betroffen?

Das liegt vor allem an ihrer Topographie, also ihrer Lage im Gelände. Wie bereits beschrieben hat kalte Luft eine höhere Dichte als warme Luft und sammelt sich in Bodennähe. Wenn sich nun Kaltluft in der Bodenschicht der umliegenden Hänge eines Tals bildet, fließt diese, angetrieben durch die Schwerkraft den Hang hinunter und sammelt sich im Tal. Dies wird auch gravitative Dichteströmung genannt.

Neben der Abkühlung vor Ort kann in das Tal zusätzliche Kaltluft von den umliegenden Hängen einfließen. Es wirkt dadurch als Sammelbecken. Die kalte Luft sammelt sich also an der tiefsten Stelle im Gelände und sorgt dort für besonders niedrige Temperaturen.

Damit es bereits im frühen Herbst zu Bodenfrost kommt, müssen all diese Faktoren erfüllt sein. So kann es vorkommen, dass an einer Station Temperaturen unter 0 Grad Celsius und Bodenfrost auftreten, während wenige Kilometer weiter Plusgrade gemessen werden. Denn bereits kleine Unterschiede in der Topographie, der Bewölkung, der Windgeschwindigkeit oder der Luftfeuchtigkeit können dabei einen deutlichen Einfluss auf die Temperatur in Bodennähe haben.

In der Nacht zum Freitag lässt sich gut der Unterschied der Temperatur in 5 Zentimeter und 2 Meter Messhöhe und der Einfluss der Bewölkung erkennen. An nahezu allen Stationen ohne Bewölkung wurde in 5 Zentimeter eine niedrigere Temperatur gemessen als in 2 Meter Höhe. Die Bodenschicht konnte hier also stärker auskühlen. Im Nordosten unter der Bewölkung dagegen, liegen die Temperaturen zum einen deutlich höher als im restlichen Bundesgebiet, zum anderen sind kaum Unterschiede zwischen den Höhen feststellbar.

Nächtliche Minimumtemperaturen am 25.09.2026 bis 08:00 MESZ, links in 5 cm Höhe und rechts in 2 m Höhe. (Quelle Deutscher Wetterdienst)
Nächtliche Minimumtemperaturen am 25.09.2026 bis 08:00 MESZ, links in 5 cm Höhe und rechts in 2 m Höhe. Quelle: Deutscher Wetterdienst.

An den Stationen in Gießen-Wettenberg (203 m) und am Hoherodskopf (740 m) zeigt sich, dass in der höheren Lage die Temperaturen nie unter 3 Grad gefallen sind, während an der Messstation auf 203 m die Temperaturen auf 0 Grad gefallen sind.

Nächtliche Minimumtemperatur in 5 cm Höhe am 25.09.2026 bis 08:00 Uhr MESZ (Quelle Deutscher Wetterdienst)
Nächtliche Minimumtemperatur in 5 cm Höhe am 25.09.2026 bis 08:00 Uhr MESZ. Quelle: Deutscher Wetterdienst.

Wenn all die hier beschriebenen Bedingungen erfüllt sind, entsteht aber nicht nur Bodenfrost, sondern auch eine sogenannte Bodeninversion. Unter einer Inversion versteht man in der Meteorologie eine Umkehr des Temperaturverlaufs mit der Höhe. Normalerweise nimmt die Lufttemperatur mit der Höhe ab. Bei einer Inversion dagegen steigt die Temperatur mit der Höhe an. Um eine Bodeninversion handelt es sich dann, wenn sich die bodennahe Luftschicht durch Ausstrahlung abkühlt und dadurch unter wärmeren Schichten liegt. Die Bodeninversion kann man besonders gut durch Radiosondenaufstiege erkennen, da hier die Temperatur mit steigender Höhe gemessen wird.

Radiosondenaufstieg von Idar-Oberstein am 25.09.2026 um 06.00 Uhr UTC. In rot wird der Temperaturverlauf mit der Höhe dargestellt; in blau der Verlauf des Taupunkts. (Quelle DWD)
Radiosondenaufstieg von Idar-Oberstein am 25.09.2026 um 06.00 Uhr UTC. In rot wird der Temperaturverlauf mit der Höhe dargestellt; in blau der Verlauf des Taupunkts. Quelle: Deutscher Wetterdienst.

Auch in der nächsten Nacht kann aufgrund des Hochdruckeinflusses und der damit verbundenen trockenen Luft, niedrigen Windgeschwindigkeiten und geringer Bewölkung das Phänomen Bodenfrost in Tallagen und Inversionsbildung beobachtet werden.

Meteorologin Lea Friedel/MSc Sonja Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.09.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 25.09.2026. Text redaktionell bearbeitet; verwendete DWD-Grafiken skaliert und komprimiert. Lizenz: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/DWD-2026-9-25-image-2.jpg 490 1000 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-09-25 12:00:002026-10-03 21:31:40Warum Tallagen besonders frostgefährdet sind

Deutschlandwetter im Frühjahr 2026

3. Juni 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Frühjahr 2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche
Temperatur
Abweichung
1 Bad Bergzabern Rheinland-Pfalz 12,5 °C +2,9 Grad
2 Frankfurt/Main-Westend Hessen 12,5 °C +2,3 Grad
3 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 12,5 °C +2,2 Grad

Besonders kalte Orte im Frühjahr 2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche
Temperatur
Abweichung
1 Carlsfeld Sachsen 6,1 °C +2,5 Grad
2 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 6,4 °C +2,8 Grad
3 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 6,5 °C +1,3 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Frühjahr 2026**

Platz Station Bundesland Niederschlags-
menge
Anteil
1 Bad Lippspringe Nordrhein-Westfalen 307,3 l/m² 143 %
2 Jachenau-Tannern Bayern 299,0 l/m² 76 %
3 Horn-Bad Meinberg Nordrhein-Westfalen 291,6 l/m² 100 %

Besonders trockene Orte im Frühjahr 2026**

Platz Station Bundesland Niederschlags-
menge
Anteil
1 Gottfrieding Bayern 40,6 l/m² 26 %
2 Pentling-Matting Bayern 44,1 l/m² 27 %
3 Kelheim-Thaldorf Bayern 48,4 l/m² 28 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Frühjahr 2026**

Platz Station Bundesland Sonnenschein-
dauer
Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 787 h 140 %
2 Manschnow Brandenburg 780 h 150 %
3 Westermarkelsdorf Schleswig-Holstein 766 h 145 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Frühjahr 2026**

Platz Station Bundesland Sonnenschein-
dauer
Anteil
1 Schwarzburg Thüringen 549 h 117 %
2 Schönau am Königssee Bayern 571 h 147 %
3 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 584 h 128 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

* Jahreszeitenmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Jahreszeitenmittelwertes
zum vieljährigen Jahreszeitenmittelwert der jeweiligen Station (int. Referenzperiode,
normal = 100 Prozent).

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

Hinweis: Einen ausführlichen Jahreszeitenrückblick für ganz Deutschland und alle
Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse.

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-06-03 16:34:002026-06-15 20:35:39Deutschlandwetter im Frühjahr 2026

Deutschlandwetter im Jahr 2025

3. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Jahr 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 12,1 °C +1,8 Grad
2 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 12,1 °C +1,2 Grad
3 Frankfurt-Westend Hessen 12,0 °C +1,7 Grad

Besonders kalte Orte im Jahr 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 6,4 °C +2,0 Grad
2 Carlsfeld Sachsen 6,5 °C +2,1 Grad
3 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 6,7 °C +0,7 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Todtmoos Baden-Württemberg 1824,5 l/m² 94 %
2 St. Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 1691,7 l/m² 90 %
3 Utzenfeld Baden-Württemberg 1656,2 l/m² 109 %

Besonders trockene Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Arnstein-Ulzigerode Sachsen-Anhalt 350,3 l/m² 64 %
2 Dessau-Roßlau-Rodleben Sachsen-Anhalt 355,4 l/m² 66 %
3 Wettin-Löbejün-Neutz Sachsen-Anhalt 355,9 l/m² 74 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oschatz Sachsen 2165 Stunden 134 %
2 Pforzheim-Ispringen Baden-Württemberg 2165 Stunden 128 %
3 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 2154 Stunden 139 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oberstdorf Bayern 1674 Stunden 105 %
2 Regensburg Bayern 1700 Stunden 103 %
3 Bremervörde Niedersachsen 1701 Stunden 114 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Jahresmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Jahresmittelwertes zum vieljährigen Jahresmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Jahresrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 03.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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Deutschlandwetter im Dezember 2025

2. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Besonders warme Orte im Dezember 2025*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Helgoland Schleswig-Holstein 7,2 °C +2,8 Grad
2 Borkum-Flugplatz Niedersachsen 6,2 °C +3,0 Grad
3 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 6,1 °C +2,0 Grad

Besonders kalte Orte im Dezember 2025*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Garmisch-Partenkirchen Bayern -1,1 °C +1,6 Grad
2 Oberstdorf Bayern -0,6 °C +1,5 Grad
3 Schönau am Königssee Bayern -0,4 °C +1,1 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 St.-Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 99,4 l/m² 44 %
2 Utzenfeld Baden-Württemberg 91,8 l/m² 61 %
3 Todtmoos Baden-Württemberg 86,0 l/m² 38 %

Besonders trockene Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Martinroda Thüringen 4,2 l/m² 7 %
2 Teterow Mecklenburg-Vorpommern 5,1 l/m² 11 %
3 Waltershausen Thüringen 5,5 l/m² 9 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern 124 Stunden 234 %
2 Zwiesel Bayern 116 Stunden 199 %
3 Hechingen Baden-Württemberg 116 Stunden 265 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Konstanz Baden-Württemberg 19 Stunden 50 %
2 Wutöschingen-Ofteringen Baden-Württemberg 22 Stunden 62 %
3 Singen Baden-Württemberg 24 Stunden 64 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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Deutschlandwetter im September 2025

2. Oktober 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im September 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 16,7 °C +2,5 Grad
2 Helgoland Schleswig-Holstein 16,6 °C +1,7 Grad
3 Magdeburg Sachsen-Anhalt 16,3 °C +2,5 Grad

Besonders kalte Orte im September 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Kahler Asten Nordrhein-Westfalen 10,8 °C +0,9 Grad
2 Carlsfeld Sachsen 11,2 °C +1,4 Grad
3 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 11,2 °C +1,5 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im September 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Elzach-Fisnacht Baden-Württemberg 223,2 l/m² 240 %
2 Olsdorf Rheinland-Pfalz 208,2 l/m² 304 %
3 Trier-Zewen Rheinland-Pfalz 200,3 l/m² 364 %

Besonders trockene Orte im September 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Winsen/Luhe-Stöckte Niedersachsen 15,2 l/m² 26 %
2 Faßberg Niedersachsen 20,7 l/m² 34 %
3 Rosengarten-Klecken Niedersachsen 22,4 l/m² 31 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im September 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenschein Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 236 Stunden 139 %
2 Fehmarn Schleswig-Holstein 227 Stunden 142 %
3 Barth Mecklenburg-Vorpommern 227 Stunden 138 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im September 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Kleiner Feldberg/Taunus Hessen 110 Stunden 76 %
2 Schlüchtern-Herolz Hessen 113 Stunden 77 %
3 Obersulm-Willsbach Baden-Württemberg 116 Stunden 67 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.10.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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Deutschlandwetter im Mai 2025

2. Juni 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland. 

Besonders warme Orte im Mai 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Waghäusel-Kirrlach  Baden-Württemberg  15,9 °C  +1,4 Grad 
2  Bad Bergzabern  Rheinland-Pfalz  15,9 °C  +2,0 Grad 
3  Rheinau-Memprechtshofen  Baden-Württemberg  15,6 °C  +2,0 Grad 

Besonders kalte Orte im Mai 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Carlsfeld  Sachsen  8,3 °C  +0,2 Grad 
2  Zinnwald-Georgenfeld  Sachsen  8,6 °C  +0,1 Grad 
3  Deutschneudorf-Brüderwiese  Sachsen  9,0 °C  -0,9 Grad 

Besonders niederschlagsreiche Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Bischofswiesen-Loipl  Bayern  214,2 l/m²  134 % 
2  Marktschellenberg  Bayern  194,8 l/m²  118 % 
3  Kreuth-Glashütte  Bayern  187,4 l/m²  97 % 

Besonders trockene Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Lunow  Brandenburg  12,2 l/m²  24 % 
2  Plau am See  Mecklenburg-Vorpommern  14,7 l/m²  32 % 
3  Lauterecken  Rheinland-Pfalz  15,1 l/m²  24 % 

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenschein  Anteil 
1  Norderney  Niedersachsen  318 Stunden  141 % 
2  Borkum-Flugplatz  Niedersachsen  318 Stunden  142 % 
3  Kitzingen  Bayern  302 Stunden  151 % 

Besonders sonnenscheinarme Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenscheindauer  Anteil 
1  Oberstdorf  Bayern  141 Stunden  85 % 
2  Garmisch-Partenkirchen  Bayern  148 Stunden  87 % 
3  Kiefersfelden-Gach  Bayern  163 Stunden  99 % 

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt. 

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. 

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990). 

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent). 

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse 

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.06.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-06-02 21:33:252025-06-03 21:44:58Deutschlandwetter im Mai 2025

Markante Milderung in der zweiten Wochenhälfte

16. Februar 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

In der vergangenen Nacht gab es vor allem in der Osthälfte über den Schneeflächen örtlich schon strengen Frost um -10 Grad. Und auch am heutigen Sonntag kommen die Temperaturen im Osten und teilweise auch im Süden nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Von der südlichen Mitte bis in den Südosten gibt es heute zudem gebietsweise etwas Schnee. Auch im Nordosten sind einzelne Schneeschauer unterwegs. Ansonsten erwartet uns aber ruhiges hochdruckdominiertes Winterwetter. Optimal für eine spontane Rodelpartie. In der kommenden, häufig klaren Nacht wird es noch etwas kälter als in der vergangenen. Morgen früh herrscht von der Altmark über Südbrandenburg bis zum Erzgebirge verbreitet strenger Frost. Über Schnee sind örtlich Tiefstwerte von -15 Grad möglich. 

Analysekarte für Sonntag, den 16.02.2025 um 12 UTC. Hoch FINJA erstreckt sich von Grönland über Skandinavien bis nach Osteuropa. Quelle: DWD 

Verantwortlich für das kalte Winterwetter ist ein kräftiger, mit Kaltluft gefüllter Höhentrog. Dieser erstreckt sich von Skandinavien bis nach Südosteuropa. Auf dessen Rückseite fließt mit einer nördlichen Strömung kalte Luft arktischen Ursprungs vor allem in die Nordosthälfte Deutschlands. Damit liegen die Temperaturen zu Wochenbeginn in 850 Hektopascal im Nordosten bei -14 Grad. Von Westen setzt sich ein Höhenrücken durch. Dort wird es vor allem in höheren Schichten durch die absinkenden Luftmassen deutlich milder. Am Erdboden ist davon aber vorerst nicht viel zu spüren. Lediglich in den Niederungen des Westens und Südwestens reicht es zu Wochenbeginn tagsüber für zaghafte Plusgrade. Am mildesten wir es im Lee der Mittelgebirge. Dort sind örtlich auch um 5 Grad möglich. 

Zur Wochenmitte verlagert sich der Höhenrücken langsam weiter in Richtung Mitteleuropa. Gleichzeitig befindet sich das dazugehörige Bodenhoch nun mit seinem Schwerpunkt über der westlichen Ukraine. Damit dreht der Bodenwind auf südöstliche Richtungen. Eine deutliche Milderung bleibt aufgrund nur geringer Luftdruckunterschiede aber vorerst weitgehend aus. Lediglich im Westen wird mit einer Winddrehung auf Südwest deutlich mildere Luft herangeführt. Damit erreichen die Temperaturen am Mittwoch dort bereits Höchstwerte um 8 Grad. In den östlichen Mittelgebirgen herrscht dagegen teils noch Dauerfrost. 

Synoptische Übersicht für Donnerstag, den 20.02.2025 um 12 UTC. Von Westen werden am Rande eines Höhentroges über Westeuropa deutlich mildere Luftmassen herangeführt. Quelle: DWD 

Doch in der zweiten Wochenhälfte setzt sich von Westen und Südwesten mit einer südwestlichen Strömung überall deutlich mildere Luft durch. Damit werden in den Niederungen im Westen und Südwesten am Freitag bereits vorfrühlingshafte Höchsttemperaturen um 15 Grad erwartet. Aber auch im Osten werden zum Wochenende deutliche Plusgrade erwartet. Damit steigen die Temperaturen mancherorts innerhalb weniger Tage um mehr als 15 Grad an! 

Vorhersage der Höchst- und Tiefsttemperaturen von Dienstag (18.02.2025) bis Donnerstag (20.02.2025). Am Donnerstag werden in den Niederungen im Südwesten und Westen bereits zweistellige Plusgrade erwartet. Quelle: DWD 

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.02.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/02/Markante-Milderung-in-der-zweiten-Wochenhaelfte-teil-1-.png 910 1280 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-02-16 15:51:202025-02-18 16:03:43Markante Milderung in der zweiten Wochenhälfte

Deutschlandwetter im Winter 2023/2024

3. März 2024/in Klima, Thema des Tages/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Winter 2023/2024*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Köln-Stammheim Nordrhein-Westfalen 6,5 °C +3,0 Grad
2 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 6,3 °C +2,6 Grad
3 Düsseldorf Nordrhein-Westfalen 6,3 °C +3,1 Grad

Besonders kalte Orte im Winter 2023/2024*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 0,0 °C +3,8 Grad
2 Carlsfeld Sachsen 0,3 °C +3,6 Grad
3 Neuhaus am Rennweg Thüringen 0,4 °C +3,5 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Winter 2023/2024**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Braunlage Niedersachsen 822,8 l/m² 225 %
2 Sankt Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 821,0 l/m² 139 %
3 Baiersbronn-Ruhestein Baden-Württemberg 810,9 l/m² 154 %

Besonders trockene Orte im Winter 2023/2024**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Vogtsburg-Bischoffingen Baden-Württemberg 90,6 l/m² 78 %
2 Ihringen Baden-Württemberg 101,8 l/m² 94 %
3 Grünstadt Rheinland-Pfalz 107,0 l/m² 99 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Winter 2023/2024**

Platz Station Bundesland Sonnenschein Anteil
1 Wielenbach Bayern 281 Stunden 155 %
2 München-Stadt Bayern 279 Stunden 134 %
3 Memmingen Bayern 276 Stunden 110 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Winter 2023/2024**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Hamburg-Fuhlsbüttel Hamburg 85 Stunden 59 %
2 Bremervörde Niedersachsen 87 Stunden 60 %
3 Cuxhaven Niedersachsen 91 Stunden 57 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.
* Jahreszeitenmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt (int Referenzperiode 1961-1990)
** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Wertes zum vieljährigen Jahreszeitenmittelwertes der jeweiligen Station (int Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsüberblick für ganz Deutschland und alle Bundesländer finden Sie im Internet unter

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2024-03-03 18:43:472024-07-04 14:32:45Deutschlandwetter im Winter 2023/2024

Der Frühling steht vor der Tür

25. Februar 2024/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Frage: Wann beginnt der Frühling?

Der Februar neigt sich dem Ende zu und die Wahrscheinlichkeit, dass es in Deutschland der wärmste Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 wird, ist sehr hoch. Rund ein Fünftel der Wetterstationen in Deutschland hatte bis zum gestrigen 24.02.2024 sogar noch keinen einzigen Tag mit Frost! Wenig winterlich sind auch die Aussichten für die restlichen Tage des meteorologischen Winters. Wenn der Winter schon eher auf Frühling macht, stellt sich die Frage: Wann beginnt der Frühling eigentlich? Darauf gibt es prinzipiell vier Antworten.

Antwort 1: Meteorologischer Frühlingsbeginn

Antwort 1 ist trivial und wird von den Meteorologen geliefert. Für diese beginnt die neue Jahreszeit am kommenden Freitag, also am 1. März 2024 um 0 Uhr UTC und dauert wie alle anderen Jahreszeiten genau drei Monate.

Antwort 2: Astronomischer Frühlingsbeginn

Antwort 2 kommt aus der Astronomie. Der astronomische (auch kalendarische) Frühlingsanfang ist der Bevölkerung am geläufigsten und richtet sich nach dem Sonnenstand. Da die Erde zur Sonne geneigt ist, „wandert“ der Punkt, an dem die Sonne mittags senkrecht auf die Erde scheint, im Laufe des Jahres durch die Umrundung der Erde um die Sonne von Süden nach Norden und umgekehrt. Steht die Sonne nun genau über dem Äquator senkrecht („Äquinox“ oder „Tag- und Nachtgleiche“), dann ist entweder Frühlings- oder Herbstanfang. In diesem Jahr wird das am Mittwoch, dem 20. März 2023 um 04:06 Uhr MEZ sein.
Warum aber haben Meteorologen einen anderen Frühlingsbeginn festgelegt als den astronomischen? Diese Einteilung wurde vor Beginn des Computerzeitalters im 20. Jahrhundert getroffen, da sich ganze Monate statistisch einfacher auswerten lassen. Darüber hinaus stellte man im Laufe der Zeit aber auch fest, dass die meteorologischen Jahreszeiten die klimatische Situation der Jahreszeiten besser widerspiegeln als die astronomischen.

Antwort 3: Phänologischer Frühlingsbeginn

Antwort 3 wiederum ist in der Natur zu finden. In der Phänologie werden die im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen betrachtet und in Phasen eingeteilt. Nach der phänologischen Uhr gibt es im Frühling drei Phasen: Vor-, Erst- und Vollfrühling. Ihren jeweiligen Beginn kann man durch sogenannte Leit- bzw. Ersatzphasen ermitteln. Als Leitphase für den Vorfrühling dient dabei der Blütenbeginn der Hasel, für den Erstfrühling der Blütenbeginn der Forsythie und für den Vollfrühling der Blütenbeginn der Apfelbäume. Für die jeweiligen Phasen konnte aus Beobachtungen in den letzten Jahren ein mittleres Eintrittsdatum gefunden werden. Demnach beginnt der Vorfrühling durchschnittlich am 10. Februar, der Erstfrühling am 25. März und der Vollfrühling am 26. April.

In diesem Jahr hat die Natur aufgrund des wieder einmal zu milden Winters erneut einen Vorsprung. So begann der Vorfrühling bereits am 27. Januar und damit 14 Tage vor dem vieljährigen Mittel. Diesen Vorsprung hat die Natur aufgrund der anhaltend milden Witterung seitdem vergrößert. So wird der Beginn der Forsythienblüte bei einem Meldeaufkommen von bisher 18 % aktuell etwa 20 Tage vor dem mittleren Eintrittsdatum erwartet. Hochgerechnet auf den Erstfrühling würde dieser bei vollem Meldeaufkommen also am 5. März beginnen (weitere Informationen und aktuelle Daten zum Thema Phänologie finden Sie unter).

Antwort 4: Selbst definierter statistischer Frühlingsbeginn

Antwort 4 auf die eingangs gestellte Frage lässt sich aus statistischen Betrachtungen finden. Dazu hat der Autor dieses Textes (recht willkürlich) einen „statistischen Frühlingsbeginn“ definiert, wobei an drei aufeinanderfolgenden Tagen mindestens an zwei Tagen eine Höchsttemperatur von über 15 Grad erreicht werden soll und es dabei vorherrschend trocken und heiter sein soll. Schaut man sich die vergangenen 24 Jahre an, so begann der Frühling diesen Kriterien nach seit 2000 im Norden (repräsentiert durch Hamburg) durchschnittlich am 31. März und im Süden (vertreten durch München) am 14. März. Der Trend geht auch in dieser Statistik zu einem immer früheren Beginn (im Norden schneller als im Süden).

Von drei Tagen mit solch frühlingshaftem Geschehen sind wir noch ein kleines Stückchen entfernt. Die Modelle deuten für Anfang März zwar eine weitere Milderung an, der Hochdruckeinfluss kann aber voraussichtlich noch nicht überzeugen. Und möglicherweise schlägt im weiteren Verlauf sogar der „Märzwinter“ zurück. Früher oder später aber wird auch das Wetter den Frühling einläuten.

Dipl.-Met. Simon Trippler
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.02.2024
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2024/02/DWD-Der-Fruehling-steht-vor-der-Tuer.png 1400 1800 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2024-02-25 17:02:002024-06-20 11:32:13Der Frühling steht vor der Tür
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