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Schlagwortarchiv für: Starkregen

Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter

5. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

In den vergangenen Tagen hat man vielerorts nicht nur an den Temperaturen gemerkt, dass sich die Atmosphäre auf Sommerbetrieb umgestellt hat. Regional kam es zu teils kräftigen Gewittern mit Starkregen und Hagel. Spitzenreiter der einstündigen Regenmengen war am gestrigen Montag die Station Schmallenberg-Sellinghausen im Hochsauerland mit 23,8 l/m² zwischen 17 und 18 Uhr.

Vorhersage Bodendruck mit Fronten für den 06.05.2026 14 Uhr (Quelle:DWD)

Aktuell lenken die beiden Tiefdruckgebiete ANNE über Frankreich und BABETTE über Bayern feuchtwarme Luft in den Süden und in die Mitte des Landes. Dort entstehen heute Nachmittag und Abend einige Schauer und Gewitter, die lokal zu kräftigem Starkregen führen. In einer Stunde können dann erneut um 20, vereinzelt auch um 30 l/m² fallen. Im Norden merkt man davon nichts. Am Nachmittag und Abend ist es zwar meist bedeckt und hier und da fällt etwas Regen. Viel ist das aber nicht und nahe der Nordsee scheint sogar längere Zeit die Sonne.

12-stündige simulierte Niederschlagsmengen bis 06.05.2026 08 Uhr. Dargestellt sind verschieden Wettermodelle. (Quelle:DWD)

In der Nacht zum Mittwoch wachsen die Schauer und Gewitter über der Mitte des Landes zu einem größeren Regengebiet zusammen. Vor allem von Ostwestfalen und dem Sauerland ostwärts bis nach Sachsen regnet es länger anhaltend und teils kräftig. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt wahrscheinlich im Norden Thüringens und im Umfeld des Harzes. Flächig fallen wahrscheinlich 20 bis 40, lokal bis zu 60 l/m² in etwa 12 Stunden. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagssumme für den Monat Mai im Raum Erfurt liegt bei 65 l/m². Infolgedessen können Bäche und kleine Flüsse in kurzer Zeit stark anschwellen.

Wahrscheinlichkeiten für mehr als 25 bzw. 40 l/m² in 12 Stunden bis 06.05.2026 08 Uhr laut dem Wettermodell ICON. (Quelle:DWD)

Der Mittwoch zeigt klare Ähnlichkeiten zum heutigen Dienstag. Erneut kommt der nächtliche Regen in den Norden voran und schwächt sich dort ab, erreicht aber nicht den äußersten Norden und Nordwesten. In der Südhälfte entstehen am Nachmittag und Abend abermals kräftige Schauer und Gewitter. Mit den Gewittern kann es zu Starkregen, Hagel und stürmischen Böen kommen.

Schauer und Gewitter bilden in der Nacht zum Donnerstag dann wieder ein größeres Regengebiet, das sich in die mittleren Landesteile verlagert und dort zu länger andauernden und teils kräftigen Niederschlägen führt. Der Schwerpunkt liegt wahrscheinlich etwas weiter südlich als in der Vornacht. Die Intensität reicht sehr wahrscheinlich nicht an die der Vornacht heran.

Am Donnerstag bilden sich dann erneut Schauer und Gewitter im Süden, ab der Nacht zu Freitag setzt sich anschließend nach und nach Hochdruckeinfluss durch. Der Rest der Woche verläuft dann deutlich sonniger und auch wieder wärmer als die kommenden Tage.

M.Sc. Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/05/Unwetterpotenzial-in-der-Mitte-1.gif 910 1280 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-05-05 16:08:572026-05-11 14:15:50Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter

Ausblick in die Wetterwoche

4. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am gestrigen Sonntag gab es im Osten und Südosten des Landes viel Sonnenschein und Höchsttemperaturen um 29 Grad. Auch am heutigen Montag sind der Osten und Südosten klar auf der sonnenscheinreicheren und nochmals teils sommerlich warmen Seite. Insgesamt ist das ruhige und häufig sonnenscheinreiche Hochdruckwetter aber im Prinzip vorbei. Am gestrigen Sonntag gab es im Nordwesten und Norden bereits teils kräftige, lokal sogar sehr kräftige Gewitter mit größerem Hagel und Starkregen.

Tageshöchsttemperaturen vom Sonntag, 03.05.2026

Auf der Ostflanke des Tiefdruckkomplexes ZUHAL über West- und Nordwesteuropa wird mit einer südwestlichen Strömung aktuell feucht-warme Luft herangeführt. Im Wochenverlauf legt sich eine Luftmassengrenze über die Mitte Deutschlands. Nördlich davon sickert mit einer auf Nord drehenden Strömung eine polare Luftmasse ein. Im Süden lagert dagegen subtropische Luft. Entlang der Luftmassengrenze muss wiederholt und teils andauernd mit Regen gerechnet werden.

Bodenwetterkarte mit Fronten (blaue Dreiecke=Kaltfront, rote Halbkreise=Warmfront) vom Montag, 04.05.2026, 6 UTC/8 MESZ

Am heutigen Montag liegt der Regenschwerpunkt aber eher noch im Westen bzw. über der nördlichen Mitte. Eingelagerte Gewitter können besonders in puncto Starkregen kräftig ausfallen. Starke Gewitter mit Fokus auf Sturmböen treten heute im späteren Tagesverlauf voraussichtlich auch im Südosten auf. In den kommenden Tagen konzentriert sich der Regenschwerpunkt auf den Bereich der sich etablierenden Luftmassengrenze. Akkumuliert (aufsummiert) sind bis Donnerstagfrüh Regenmengen zwischen 30 und 50 l/m² (in 48 bis 72 Stunden) recht flächig über den mittleren Landesteilen zu erwarten, durch schauerartige oder gewittrige Verstärkungen teils auch mehr. Die in der Fläche stärkste Regenphase deutet sich für die Nacht zum Mittwoch bis in den Mittwochvormittag hinein an. Wo die Luftmassengrenze und damit der Regenschwerpunkt dann genau liegt, ist noch unsicher.

Akkumulierte Regenmenge bis Donnerstag, 07.05.2026, 6 UTC/8 MESZ; Vorhersagen von ICON (deutsches Modell), EZMW (europäisches Modell) und GFS (US-amerikanisches Modell), Modelllauf jeweils vom 04.05.2026, 00 UTC

In der subtropischen Luftmasse in den südlichen Landesteilen bleiben teils starke Gewitter ein Thema, allerdings sind auch hier die genauen Schwerpunkte noch unsicher. Lokal muss dort aufgrund geringer Verlagerung ebenfalls mit Starkregen gerechnet werden, in der Fläche werden aber deutlich geringere Regenmengen vorhergesagt als im Bereich der Luftmassengrenze. Ganz im Norden bleibt es weitgehend trocken.

Die Tageshöchstwerte gehen im Wochenverlauf mit geringeren Sonnenanteilen etwas zurück. Zudem wird die sommerlich-warme Luftmasse zur Wochenmitte ostwärts abgedrängt, es bleibt aber bei Höchstwerten meist zwischen 16 und 20 Grad, am Mittwoch im Südosten noch etwas darüber. Der äußerste Norden gelangt allerdings zunehmend in den Einflussbereich der polaren, also kälteren Luftmasse. Die Tageshöchstwerte liegen dort in den kommenden Tagen meist nur zwischen 10 und 15 Grad. Bei geringer Bewölkung oder Aufklaren in den Nächten sind niedrige einstellige Tiefstwerte meist zwischen 6 und 2 Grad zu erwarten. Ganz im Norden muss gebietsweise mit Frost in Bodennähe gerechnet werden. Bei empfindlichen Pflanzen sollte daher nochmals an Schutzmaßnahmen gedacht werden.

Diplom-Meteorologin Sabine Krüger
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/05/Ausblick-in-die-Wetterwoche-1.jpg 540 960 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-05-04 16:27:042026-05-11 14:15:58Ausblick in die Wetterwoche

Einheitenchaos – Teil 3: Niederschlag

28. April 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Wenn der Himmel grau und dunkel ist und der Regen vom Himmel fällt, vermissen die einen den Sonnenschein, die anderen genießen den beruhigenden und stimmungsvollen Klang des prasselnden Regens. Nachdem die Einheiten für die Temperatur und den Wind näher betrachtet worden sind, wenden wir uns heute dem Niederschlag zu.

Beim Niederschlag kommt es einerseits darauf an, welche Menge fällt und andererseits über welche Zeitspanne hinweg. Die Regenmenge kann in Liter pro Quadratmeter (l/m²) gemessen werden. Es wird also der Regen, der auf eine 1×1 m große Fläche fällt, angegeben. Da ein Liter Wasser das Volumen von einem Kubikdezimeter hat, ist die Einheit Millimeter (pro Quadratmeter) genau gleichbedeutend mit l/m². Um eine Vorstellung für die Mengen zu bekommen: Wenn ein voller, haushaltsüblichen Eimer Wasser über Sie ausgegossen wird, entspricht das beispielsweise 10 Litern. Nach solch einem unfreiwilligen Bad wären Sie klatschnass. Würde diese Menge jedoch nicht in wenigen Sekunden, sondern über mehrere Stunden oder gar Tage fallen, so würde es sich nicht mehr so unangenehm anfühlen. Die Niederschlagsintensität, also die Regenmenge pro Zeit, ist das Stichwort. Eine grobe Kategorisierung der Niederschlagsintensitäten ist im DWD-Lexikon nachzulesen. Hier zu finden ist beispielsweise, dass selbst starker Sprühregen nur wenige Zehntel l/m² innerhalb einer Stunde bringt. Von starkem Regen hingegen wird ab etwa 10 mm pro Stunde gesprochen, von einem starken Regenschauer ab 1,7 l/m² in 10 Minuten.

Für höhere und potentiell gefährliche Mengen sind die vom DWD konzipierten Regenwarnungen gedacht (siehe dazu die offiziellen Warnkriterien auf unserer DWD-Internetseite). Dabei wird generell zwischen Starkregen (ein- bis sechsstündig) und Dauerregen (>12 Stunden) unterschieden. Dementsprechend wird die Schwelle für markanten Starkregen bereits bei 15 l/m² (innerhalb einer Stunde) erreicht, für Dauerregen dagegen ist eine Menge von 25 l/m² (innerhalb von 12 Stunden) notwendig. Die höchste Warnstufe (violett) beginnt bei 40 l/m² in einer Stunde bzw. 70 l/m² in 12 Stunden. Bei diesen Mengen muss mit erheblichen Gefährdungen wie zum Beispiel Überflutungen von Straßen, Unterführungen oder Kellern, mit Aquaplaning oder auch mit Erdrutschen gerechnet werden.

Nun gibt es natürlich nicht nur flüssigen Niederschlag, sondern auch festen wie Schnee. Als grobe Richtwerte bringt leichter Schneefall etwa 1 mm, starker Schneefall mehr als 5 mm in einer Stunde. Offizielle Schneefallwarnungen betrachten die Neuschneemenge innerhalb von 6 bis 72 Stunden. Die sechsstündigen Schwellenwerte beginnen bei 5 cm für leichten Schneefall und bei 20 cm für extrem starken Schneefall.

Was das aktuelle Wetter angeht, so sind wir von solchen Regen- und Schneemengen weit entfernt. Das ausgeprägte Bodenhochdruckgebiet WINFRIED über den Britischen Inseln und Skandinavien, wie auch ein Höhenrücken über dem Atlantik, führen derzeit dazu, dass Tiefdrucksysteme Mangelware sind und Deutschland kaum Niederschlag abbekommt. In Abbildung 1 ist in der linken Karte zur Veranschaulichung der Gesamtniederschlag bis Sonntag 8 Uhr des deutschen ICON6-Modells dargestellt. Wunderbar zu sehen ist, wie der Niederschlag einen großen Bogen um die Bundesrepublik macht und kaum ein Tropfen fällt. Was Landwirte und Gärtner betrübt, freut so manchen Sonnenliebhaber. Jedoch sind die Unsicherheiten in der Vorhersage für das kommende Wochenende noch recht groß. So sagt das europäische Modell (Abbildung 1 rechts) am Samstag Schauer im Westen und Nordwesten vorher. Es gibt also einen kleinen Licht-(oder eher Regen-?) Blick für alle, die ein wenig mehr Abwechslung im Wettergeschehen herbeisehnen.

Abbildung 1: Gesamtniederschlag bis Sonntag (03.05.26) 8 Uhr. Links: Basierend auf dem ICON6-Modelllauf vom 28.04.26 6 UTC. Rechts: Basierend auf dem EZMW-Modelllauf vom 28.04.26 0 UTC (Quelle: DWD)

M.Sc. (Meteorologe) Fabian Chow
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 28.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/04/Niederschlag.png 466 1258 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-04-28 11:46:002026-05-11 13:38:08Einheitenchaos – Teil 3: Niederschlag

Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik 

30. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Regen zu dieser Jahreszeit (Sommer bis Frühherbst) ist im südöstlichen Afrika normal. Dort treffen von Dezember bis März bedingt durch die innertropische Konvergenzzone (ITCZ) und typischen Monsunwinde permanent feuchte Luftmassen aus dem Indischen Ozean bzw. der Straße von Mosambik auf Mosambik und die weiter landeinwärts gelegenen Staaten Malawi, Sambia, Simbabwe, das nördliche Südafrika und Eswatini. Dies verdeutlicht die folgende Abbildung, bei der Strömungslinien, die in einer Höhe von etwa 1200 Metern verlaufen, dargestellt sind.
 

Abb. 1 Quelle: Springer Verlag, Southern African monsoon: intraseasonal variability and monsoon indices (Silvério, K.C., Grimm, A.M. Southern African monsoon: intraseasonal variability and monsoon indices. Clim Dyn 58, 1193–1220 (2022). https://doi.org/10.1007/s00382-021-05954-y) 

(Abbildung 1: Schematische Darstellung der Monsunsituation im südlichen Afrika. Dargestellt sind Strömungslinien in rund 1200 m Höhe. Tiefer Luftdruck über Angola (in der Kartendarstellung AL) sowie über der Straße von Mosambik (MCT) steht hohem Luftdruck über dem Südatlantik (SAH) und dem Südindik (SIH) gegenüber. Die blauen Linien stellt den Nordwest- (NWM) bzw. den Nordost-Monsun (NEM) dar. Letzterer trifft auf den Norden Mosambiks, was hier schematisch verdeutlicht wird. Die blaue Linie mit SETW zeigt den Südostpassatwind, der auf Zentralmosambik trifft. Die grün gestrichelte Linie kennzeichnet die typische Lage der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ), während CAB (Congo Air Boundary) beide Monsuneinflüsse trennt und an der Südflanke einen markanten Übergang feuchter Luftmassen im Norden zu trockeneren im Süden darstellt. Die Hintergrundfarben zeigen die durchschnittlich zu erwartende Monatsniederschlagsmenge in Litern pro Quadratmeter.)

Typische Monatsniederschläge liegen im Norden Mosambiks üblicherweise bei rund 200 Litern pro Monat. So gehen in diesen vier Sommermonaten etwa 80 Prozent des Jahresniederschlages nieder. Im Süden Mosambiks ist die Regenzeit nicht ganz so stark ausgeprägt. Dort kommt in diesen vier Monaten etwa die Hälfte des Jahresniederschlages zusammen.

Wiederholt auftretende Wettermuster sowie tropische Stürme haben diese Saison in Mosambik jedoch zu außergewöhnlichen Niederschlagsmengen geführt. Der Schwerpunkt richtete sich nicht nur auf den Norden, sondern vor allem auf die Mitte und auf den Süden des Landes. So fielen zwischen Weihnachten 2025 und dem 26. Januar 2026 in der zentralmosambikanischen Binnenlandprovinz Manica aufsummiert lokal über 1000 Liter pro Quadratmeter Niederschlag in nur fünf Wochen (das entspricht etwas mehr als der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von Deutschland). Auch in der südlich gelegenen Provinz Gaza gab es mehr als 500 Liter auf den Quadratmeter in fünf Wochen. Höhepunkt der Niederschläge im Süden Mosambik war der Zeitraum zwischen dem 9. und 12. Januar 2026, in dem mehrere Wetterstationen täglich über 200 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen haben. Das ist eine Menge, die an einer solchen Wetterstation in der Regenzeit sonst in einem Monat zu erwarten wäre. 

Hauptniederschlagsmengen in Litern pro Quadratmeter vom 24. Dezember 2025 bis 26. Januar 2026. Quelle: ERCC (Emergency Response Coordination Centre) der Europäischen Kommission  

Folge dieser enormen Regenmengen sind großflächige Überschwemmungen. Allein im Süden Mosambiks sind 640.000 Menschen direkt oder indirekt vom Hochwasser betroffen. Mindestens 125 Personen kamen ums Leben, über 75.000 Bürger harren in Notunterkünften aus und 392.000 Menschen wurden durch die Überschwemmungen vertrieben. Besonders in ländlichen Gebieten leben 90 Prozent der Mosambikaner in Lehmhäusern, die sich bei solchen Regenmengen sprichwörtlich auflösen, da der Lehm kontinuierlich ausgewaschen wird. Mehr als 72.000 Häuser stehen unter Wasser, sind darüber hinaus stark beschädigt oder ganz zerstört. Betroffen sind auch Schulen und Gesundheitseinrichtungen, die in Trümmern liegen. Dazu begünstigt die Überschwemmung die Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen wie Cholera, weil Wasser oftmals verunreinigt ist. 70.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche sind zerstört und 34.000 größere Nutztiere kamen um. Wichtige Infrastruktur wie Straßen und Brücken sind ebenfalls betroffen. So ist die Hauptstraße in Mosambik, die von der Hauptstadt im Süden in die nördlichen Landesteile führt, unpassierbar. Dies gilt auch für Nebenstraßen, die als Pisten oftmals aus Naturbelag bestehen. 5000 Kilometer Straßen sind beschädigt. Der Limpopo, einer der Hauptflüsse Südostafrikas, trat über die Ufer, überschwemmte mehrere Orte und setzte in seinem Mündungsbereich die Stadt Xai-Xai unter Wasser. Erstmals seit 1977 mussten am Massingir-Staudamm an einem Hauptzufluss des Limpopo alle vierzehn Schleusen geöffnet werden, was fast zu einer rasanten Verdopplung der abfließenden Wassermenge geführt hat. Weitere Stauseen, die sich flussaufwärts befinden, sind voll und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass auch dort Wasser abgelassen werden muss. Über Mosambik hinaus meldete Simbabwe 70 Todesopfer durch die Überschwemmungen. Die südafrikanischen Provinzen Limpopo und Mpumalanga verzeichnen 30 Todesfälle. 

Überschwemmungen in Xai-Xai im Mündungsbereich des Limpopo. Quelle: OCHA bzw. UNOCHA (Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten)  

Wissenschaftler haben die Folgen dieser Überschwemmungen für Südostafrika untersucht. Wiederkehrende Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen haben die ländlichen Gemeinden im unteren Limpopo-Flussgebiet in einem Kreislauf der Armut gefangen gehalten. Infolgedessen sind die Auswirkungen der Überschwemmungen für einkommensschwache und marginalisierte Gemeinden unverhältnismäßig schwerwiegend. Ein großer Teil der städtischen Bevölkerung, der unter informellen Bedingungen lebt, ist besonders anfällig für Überschwemmungen, was durch die rasche Ausdehnung der Städte, unzureichende Planung und unzureichende Grundversorgung noch verschärft wird. Schlechte Wohnverhältnisse und unzureichende Infrastruktur erhöhen die Gefährdung und Anfälligkeit für Überschwemmungen erheblich.

Extreme Niederschläge in dieser Region werden auch durch die El Niño-Southern Oscillation (Abk.: ENSO, ein globales komplex gekoppeltes Zirkulationssystem von Erdatmosphäre und Meeresströmung) beeinflusst. Ein dort aktuell negativer ENSO-Index zeigt ein schwaches La Niña-Ereignis während der diesjährigen Regensaison, was die Wahrscheinlichkeit und die Heftigkeit von starken Niederschlägen erhöht. Studien zum Klimawandel und dessen Auswirkungen für das südöstliche Afrika laufen derzeit. 

Die Regenzeit dauert noch an. Im Norden Mosambiks, der bisher von den stärksten Niederschlägen verschont blieb, gibt es derzeit stärkere Regenfälle, die der über der Straße von Mosambik befindliche Zyklon „Fytia“ verursacht. Dessen Zugbahn bewegt sich auf Madagaskar zu, was an der dortigen Westküste zu vielen Niederschlägen führen wird. Der Höhepunkt der Tropensturmsaison wird erst noch erwartet. 

Weiterführende Literatur (Quellenbezug): La Niña, Climate change, high exposure and vulnerability combined led to devastating floods in parts of Southern Africa, https://www.worldweatherattribution.org/la-nina-climate-change-high-exposure-and-vulnerability-combined-led-to-devastating-floods-in-parts-of-southern-africa/
 

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 30.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/02/Aussergewoehnliche-Regenmengen-im-suedoestlichen-Afrika-und-deren-Auswirkungen-in-Mosambik-.jpg 700 650 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-01-30 14:32:212026-02-01 14:41:39Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik 

Sturmtief „Harry“ und seine Auswirkungen im Mittelmeerraum 

19. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Schon seit dem vorgestrigen Samstag hat sich aus einem Langwellentrog, der vom Nordmeer über Westeuropa südwärts gerichtet ist, ein hochreichendes Tiefdruckgebiet abgespalten, das über die Iberische Halbinsel zum nordafrikanischen Atlasgebirge gezogen ist. Von dort hat sich dieses Tief auf seinem Weg nach Osten und später Nordosten zu einem veritablen Sturmtief verstärkt und wird heute (Montag) Mittag über Tunesien liegen. Von dort wird es nur ganz langsam Richtung Nordwesten weiterziehen und sich erst ab Mittwoch unter Abschwächung zum Tyrrhenischen Meer (das Seegebiet zwischen Sardinien und dem Festland Italiens) verlagern. Bedingt durch recht milde Wassertemperaturwerte im nahen Ostatlantik sowie des Mittelmeers steigt viel Feuchte aus diesen Regionen in die Atmosphäre auf, was zu erhöhten Niederschlagsmengen führt. Ein von Tunesien nordwestwärts gerichteter Ausläufer führt am heutigen Montag und am morgigen Dienstag zu ergiebigen Regenfällen in Katalonien und auf den Balearen, in abgeschwächter Form auch an Teilen der algerischen Küste. Bedingt durch den Gegensatz zu einem umfangreichen Hoch mit Schwerpunkten über dem nahen Osteuropa sowie den Karpaten baut sich über dem zentralen Bereich des Mittelmeeres ein markantes Sturmfeld auf. So werden an der Nord- und Ostflanke des Tiefs zunächst ab der kommenden Nacht sowie am morgigen Dienstag stürmische Winde aus Südost, mit Verlagerung des Sturmtiefs Richtung Lampedusa sowie des Hochs Richtung Bulgarien und Anatolien am Mittwoch Sturm aus Südost bis Ost im Ionischen und Tyrrhenischen Meer erwartet. Durch einen langen Wirkweg des Windes über dem offenem Meer begünstigt diese Wetterlage das Entstehen vergleichsweise hohen Seegangs – insbesondere im Bereich des Ionischen Meeres und der Meerenge zwischen Sardinien und Sizilien. 

Auswirkungen in Spanien 

Bis Dienstag Mittag gibt es teils gewittrig verstärkte Regenfälle an der Ostküste, auf den Balearen und in Katalonien (Nordostspanien), in Lagen oberhalb von 1400 Metern im Bereich der Pyrenäen entsprechend Schnee. Die höchsten Niederschlagsmengen werden an der Küste zwischen Barcelona und der Grenze zu Frankreich erwartet. Dort, wie auch an der südlichen Küste des nördlich angrenzenden französischen Okzitaniens, werden bis Dienstag Mittag Regenmengen von 150 Litern pro Quadratmetern erwartet, für die Stadt Girona bedeutet das beispielsweise die dreifache Niederschlagsmenge, die sonst im Monat Februar fällt, allerdings nun in einem kurzen Zeitraum. Auf Mallorca und Ibiza kommen im selben Zeitraum Regenmengen von etwa 50 Litern pro Quadratmeter zusammen. Entsprechende Wetterwarnungen vor starkem Niederschlag und der Gefahr von Überflutungen haben die dortigen Wetterdienste ausgegeben, in den Pyrenäen sind Wetterwarnungen für moderate Neuschneemengen und der Gefahr von Lawinenabgängen aktiv. Ab Dienstag Mittag deutet sich eine zögerliche Entspannung in Ostspanien an, während der Nordwesten der Iberischen Halbinsel vom Ausläufer eines atlantischen Sturmtiefs getroffen wird. Der Wind wird an der Nordwestflanke des Sturmtiefs im Bereich des Löwengolfes und der Balearensee auffrischen und im Mittel steif bis stürmisch sein – mit Sturmböen und schweren Sturmböen sowie einem Anwachsen des Seegangs auf 5 bis 6 m nördlich der Balearen. 

Aufaddierter Gesamtniederschlag des ICON-Wettermodells bis Mittwoch Früh im Bereich des Westlichen Mittelmeeres 

Auswirkungen in Italien und auf Malta 

Besonders in Kalabrien (dem äußersten Süden des italienischen Festlands), auf Sizilien und auf Sardinien gibt es teils gewittrig verstärkte Regenfälle. Auf Sardinien wird der Hauptteil des Niederschlages bis Dienstag Mittag niedergehen, Sizilien und Kalabrien werden mit dem Hauptniederschlag von Dienstag Mittag bis Mittwoch Mittag getroffen. Bis Dienstag Mittag sind im Stau der Ostküste Sardiniens etwa 150 Liter pro Quadratmeter Niederschlag zu erwarten, die Ostküste Siziliens erhält bis Mittwoch Mittag 250, in Staulagen bis 350 Liter pro Quadratmeter, in Hochlagen schneit es. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den Monat Februar liegt in Catania bei etwa 45 Litern pro Quadratmetern, diese wird um ein Vielfaches in einem kurzen Zeitraum übertroffen werden. Malta liegt zu weit südlich für die großen Niederschläge, Regenmengen fallen dort moderat aus. Im Bereich des Tyrrhenischen, des Ionischen (zwischen Süditalien und Griechenland) und des Libyschen Meeres (südlich davon) hat sich schon ein Windfeld aus Südost bis Ost aufgebaut, ist im Mittel südöstlich von Sizilien stürmisch und wird Dienstag Morgen bis Abend Sturmstärke erreichen mit orkanartigen Böen oder Orkanböen. Bedingt durch die lange zeitliche Andauer und räumliche Distanz ohne große Richtungsänderung kann sich ein ordentlicher „Fetch“ aufbauen: die signifikante See wird ostsüdöstlich von Sizilien auf 8 bis 9 Meter ansteigen, viele Einzelwellen werden Höhen von 10 bis 12 Meter oder sogar darüber erreichen. Auch zwischen Sizilien und Sardinien erreicht die See 7 Meter, ebenso auf Malta. Unwetterwarnungen bezüglich des Niederschlages sind vom italienischen Wetterdienst für Sizilien, Kalabrien und Sardinien ausgegeben worden. 

 

Signifikanter Seegang des EWAM-Seegangmodells im Mittelmeer am Dienstag Mittag mit dem Maximum (roter Bereich) südöstlich von Sizilien, Angaben in Metern 

Auswirkungen in Nordafrika 

Die größten Niederschlagsmengen fallen an der algerischen und tunesischen Küste in der Nacht zum Dienstag. Bis Mittwoch Früh muss am Kap Bon in Tunesien mit 160 Litern pro Quadratmetern gerechnet werden, westlich von Algier werden 130 Liter pro Quadratmeter an der algerischen Küste erwartet. Die Schneefallgrenze im algerischen Atlas liegt bei 1200 Metern. In Hochlagen des Atlas treten ab Dienstag orkanartige Böen oder sogar Orkanböen auf. 

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 19.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/01/Sturmtief-„Harry-und-seine-Auswirkungen-im-Mittelmeerraum-.png 930 1886 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-01-19 18:04:072026-01-26 18:11:45Sturmtief „Harry“ und seine Auswirkungen im Mittelmeerraum 

Viel Niederschlag im Mittelmeerraum

5. November 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

In Mittel- und Osteuropa sorgt das umfangreiche Hochdruckgebiet VIANELDE für ruhiges und trockenes Herbstwetter. Abgesehen von lokalem Sprühregen aus der Hochnebeldecke werden in den kommenden Tagen keine Niederschläge erwartet. Ganz anders hingegen präsentiert sich das Wetter im Mittelmeerraum. Durch die blockierende Wirkung des Hochs müssen die Tiefdruckgebiete einen alternativen Weg einschlagen und driften daher nach Südwest- und Südeuropa ab.

Vorhersagekarte für die Druckverteilung und die Lage der Frontensysteme am Donnerstag, den 06.11.2025 um 12 UTC und am Freitag, den 07.11.2025 um 12 UTC (Quelle: DWD)

Über dem Mittelmeer kann die Luftmasse richtig viel Feuchtigkeit aufnehmen und daher sind kräftige Niederschläge die Folge. Durch einen veritablen Temperaturunterschied von etwa 35 Kelvin zwischen dem Boden und etwa 5,5 km Höhe kann die Luftmasse ordentlich labilisiert werden, was zu einer weiteren Verstärkung der Niederschläge führt. Betroffen ist am heutigen Mittwoch vor allem Portugal, während am morgigen Donnerstag Südfrankreich in den Fokus rückt. Dabei fallen innerhalb von 24 Stunden zwischen 50 und 100 l/m², im Bereich der südwestlichen Cevennen je nach Modell auch um 150 l/m².

24-stündige Niederschlagsmengen in l/m² in Portugal auf Basis verschiedener Wettermodelle von Mittwochmorgen (05.11.2025) bis Donnerstagmorgen(06.11.2025) (Quelle: DWD)

24-stündige Niederschlagsmengen in l/m² im westlichen Mittelmeerraum auf Basis verschiedener Wettermodelle von Donnerstagmorgen (06.11.2025) bis Freitagmorgen(07.11.2025)

Am Freitag nimmt im zentralen Mittelmeer die Tiefdrucktätigkeit ebenfalls zu, sodass in der Folge auch die Regionen von Süditalien bis zur südlichen Balkanhalbinsel von teils kräftigen Regenfällen betroffen sein werden. Die regionalen Schwerpunkte variieren hierbei in den Modellprognosen noch. Gebietsweise fallen zwischen Freitag und Montag 40 bis 70 l/m², lokal um 100 l/m² in 24 Stunden. In einem 72-stündigen Zeitraum von Freitagmittag bis Montagmittag summieren sich die Niederschläge regional auf 70 bis 120 l/m². Mengen zwischen 140 und 180 l/m² in 72 Stunden deuten sich für die Ionischen Inseln an.

72-stündige Niederschlagsmengen in l/m² im zentralen Mittelmeerraum auf Basis verschiedener Wettermodelle von Freitagmittag (07.11.2025) bis Montagmittag (10.11.2025) (Quelle: DWD)

Im Laufe der neuen Woche soll sich das Wettergeschehen im westlichen und zentralen Mittelmeerraum wieder beruhigen.

Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.11.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/11/Viel-Niederschlag-im-Mittelmeerraum.jpg 424 1179 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-11-05 08:36:082025-11-06 08:41:53Viel Niederschlag im Mittelmeerraum

Rückblick auf die teils extremen Niederschläge im Westen Deutschlands

10. September 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Nach vorübergehendem Zwischenhocheinfluss am Wochenende erlangte das umfangreiche Tief WALTER zwischen Island und Schottland am Montag Einfluss auf Mitteleuropa und führte vorderseitig einer langsam nach Osten ziehenden und später schleifenden (sprich nahezu an Ort und Stelle verharrenden) Kaltfront warme und vor allem sehr feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa, insbesondere in den Westen und Südwesten.

In dieser Luftmasse kam es bereits nachmittags und abends zur Ausbildung teils kräftiger Schauer und Gewitter, die lokal im Hinblick auf die Niederschlagssummen bereits unwetterartig ausfielen. Vor allem Teile des Saarlandes, der äußerste Westen von Rheinland-Pfalz, Luxemburg und kurzzeitig Südwest-Baden-Württemberg waren hiervon betroffen. Gleichzeitig war bereits ein teils gewittrig durchsetztes Starkregengebiet über dem Nordosten Frankreichs zu erkennen.

Umfangreiche dynamische Hebungsprozesse, ausgelöst durch einen Kurzwellentrog in der Höhe, interagierten in der Folge mit der noch immer vom Süden der Niederlande bis in den Nordosten Frankreichs schleifenden Kaltfront des Tiefs WALTER und führten dazu, dass sich die Niederschlagsaktivität eingangs der Nacht noch deutlich intensivieren konnte.

Dargestellt ist das Niederschlagsradar mit dem aktuellen Bodendruck am Dienstag, 09.09.2025 um 08 MESZ. Gut zu erkennen ist der im Bereich des Bodentiefs fallende, kräftige Niederschlag.

Zu diesem Zeitpunkt wurde, ebenfalls ausgelöst durch die genannten dynamischen Prozesse in der Atmosphäre, ein Bodentief über Nordostfrankreich induziert, das sich unter leichter Vertiefung in Richtung Saarland bewegte und hier am Morgen mit einem Kerndruck von unter 1012 hPa eintraf. Diese Bodentiefentwicklung verstärkte nochmals die Niederschlagsentwicklung. Außerdem bot die Luftmasse neben ausreichend Feuchte auch ein Mindestmaß an Labilität, sodass es zu kurzen aber intensiven, in das Starkregengebiet eingelagerten Gewittern kam.
Dies traf vor allem nach Mitternacht die Region rund um Mönchengladbach bis nach Bedburg (ca. 30km südöstlich). Hier konnte an der Station Bedburg-Weiler Hohenholz zwischen 01 und 02 Uhr insgesamt 54,1 l/qm an Niederschlag verzeichnet werden, was einer extremen Starkregenmenge in nur einer Stunde entspricht.

Am Morgen und am Vormittag erlangte das Bodentief, auch durch die Verlagerung von WALTER und dem Frontensystem, eine langsame Bewegung gen Nordosten, womit sich einerseits die Niederschläge wieder abschwächten, andererseits sich auch das Bodentief langsam auffüllte und als schwache Tiefdruckrinne in die Landesmitte zog.

Zu sehen sind die 12-stündigen, bis zum 09.09.2025 um 12 MESZ gefallenen Niederschläge über dem Westen Deutschlands. Gut zu erkennen ist der Hotspot mit deutlich über 100 l/qm rund um Mönchengladbach.

Im Endeffekt zeigt sich mit Blick auf die während des Ereignisses gefallenen Summen ein signifikanter Streifen vom westlichen Saarland über Luxemburg bis an den Niederrhein mit Mengen im Unwetterbereich, wobei der Hotspot wie genannt rund um Bedburg und Mönchengladbach zu finden war. Hier kam es durch Regensummen von bis zu 147 l/qm (Bedburg) zu größeren Überflutungen mit entsprechenden Schäden. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Areal mit extremen Niederschlagsmengen vergleichsweise eng begrenzt war, während die Zone mit unwetterartigen Mengen deutlich größer war. Es galten dem Warnereignis angemessene Warnungen vor teils extremem Unwetter.

Die Wiederkehrzeit des Unwetterereignisses belegt eine Jährlichkeit von teils über 100 Jahren rund um Mönchengladbach und im äußersten Westen des Saarlandes.

Spannend ist ebenfalls die Wiederkehrzeit des Ereignisses: Während sich in der Fläche eine Jährlichkeit von 1 bis 10 Jahren ergibt, sticht insbesondere der äußerste Westen des Saarlandes sowie das Gebiet von Mönchengladbach bis Bedburg heraus (Bild 3). Hier liegt die Wiederkehrzeit bei teils über 100 Jahren, was nichts anderes heißt, als dass ein solches Ereignis statistisch gesehen nur einmal oder seltener als alle 100 Jahre auftritt. In Bedburg konnte außerdem die dritthöchste jemals in einem September in Deutschland gemessene Regensumme verzeichnet werden.

Für die kommenden Tage bleibt zu konstatieren, dass solche Mengen über Deutschland vorerst nicht mehr zu erwarten sind. Zwar verbleibt Mitteleuropa unter dem Einfluss von Tiefs (zuerst YOBST, dann XERXES), allerdings sind die Niederschlagsmengen meist überschaubar. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Tief YOBST führt in den äußersten Osten eine abermals sehr feuchte Luftmasse, die hier am heutigen Mittwochabend und in der Nacht zu teils gewittrigen Regenfällen entlang der deutsch-polnischen Grenze führt. Hier können durchaus nochmal markante Mengen von um 20-35 l/qm in ein paar Stunden fallen, lokal und eng begrenzt ist ein unwetterartiges Ereignis möglich, es bestehen aber noch Unsicherheiten. Die 147 l/qm über Bedburg sollten aber nicht nochmal erreicht oder gar überschritten werden.

Der Modellvergleich zwischen ICON-D2, dem UK10 und dem EZ-Modell zeigt noch immer bestehende Unsicherheiten in der exakten Prognose des Niederschlags entlang der deutsch-polnischen Grenze.

M.Sc.-Met. Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 10.09.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/09/Rueckblick-auf-die-teils-extremen-Niederschlaege-im-Westen-Deutschlands.png 656 960 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-09-10 11:22:312025-09-12 11:33:18Rückblick auf die teils extremen Niederschläge im Westen Deutschlands

Intensive Regenfälle über dem Westen Deutschlands

8. September 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Zur Stunde hat ein erster Ausläufer WALTERs den Westen und die Landesmitte erreicht, dabei kommt es vor allem im Südwesten, genauer vom Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb, zu teils kräftigen Schauern und Gewittern mit lokalem Unwetterpotential.

Dem schließen sich fast nahtlos weitere Gewitter über dem Westen an, die auch hier lokal und eng begrenzt durch heftigen Starkregen unwetterartig ausfallen können. Dies ist aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kommende Nacht, in der es etwas gröber zur Sache geht:

Zu sehen ist die Analysekarte mit Tief WALTER zwischen Schottland und Island, dem gegenüber steht Hoch NINA über dem Osten Europas. (Quelle: DWD)

Von Westen nähert sich die Kaltfront von WALTER der Bundesrepublik an, gleichzeitig wird jedoch noch direkt auf der Vorderseite der Front eine warme und überaus feuchte Luftmasse in den Westen und Südwesten geführt. Diese gerät unter den Einfluss von dynamischen Hebungsprozessen, außerdem soll sich nach dem Willen der Wettermodelle über Nordfrankreich ein kleines aber gut ausgeprägtes Bodentief entwickeln. Diese Vorgänge führen in der Folge dazu, dass die feuchte Luftmasse großflächig gehoben wird und sich daher kräftige Niederschläge mit schauerartigen bzw. gewittrigen (in Fachkreisen konvektiven) Verstärkungen ausbilden.

Zusammen mit dem Bodentief greift dieses Starkregengebiet in der zweiten Nachthälfte von Frankreich zunächst auf das Saarland und Rheinland-Pfalz über, bevor er ohne wesentliche Intensitätsänderung langsam in den Westen nach NRW zieht und am Mittag, dann unter Abschwächungstendenzen, die Niederlande erreicht.

Naturgemäß bestehen noch gewisse Unterschiede in den Wettermodellen, weshalb zunächst erstmal eine großflächige Vorabinformation ausgegeben wurde, um die Region mit dem größten Gefahrenpotential zu kennzeichnen und die entsprechenden (Un-)Wetterwarnungen dann passend und zeitgerecht ausgeben zu können.

Dargestellt sind der für den Zeitraum von Dienstag, 09.09.25 02 bis 14 Uhr berechnete Niederschlag über dem Westen Deutschlands. Deutlich wird, dass es noch gewisse Modellunterschiede gibt, gleichwohl sehen aber alle Modelle einen Starkregen-Schwerpunkt von Rheinland-Pfalz/Saarland bis in den Süden NRWs. (Quelle: DWD)

Beim Blick auf die Wettermodelle ist zu erkennen, dass alle Modelle den Schwerpunkt ausgehend von Rheinland-Pfalz/Saarland bis in den Süden und Westen NRWs sehen. Die exakten Hotspots können durch die noch unklare Lage der gewittrigen Verstärkungen variieren, jedoch zeichnet sich insbesondere der Süden NRWs ab, in dem durchaus lokal bis 100 l/m² an Niederschlag fallen könnte. Deutlich wird aber auch, dass beispielsweise AROME ein östlicheres Ausgreifen der intensivsten Regenfälle sieht im Vergleich zu ICON-D2 und UK10.

Dennoch ist festzuhalten, dass im Westen bis morgen Mittag großflächig zwischen 25 und 50 l/m² Regen fällt, lokal deutlich mehr. Daher kann es vereinzelt zu Hochwasser an kleinen und mittleren Flüssen sowie vollgelaufenen Kellern und Erdrutschen kommen.

Danach kehrt wieder etwas Ruhe ein, bevor möglicherweise ab Mittwoch neuer kräftiger Regen für Deutschland ansteht, dieses Mal für den Süden und den Osten.

M.Sc.-Met. Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 08.09.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/09/Intensive-Regenfaelle-ueber-dem-Westen-Deutschlands-1.png 561 1057 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-09-08 11:56:402025-09-09 12:03:58Intensive Regenfälle über dem Westen Deutschlands

Unwetter gestern Abend

5. September 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Im gestrigen Thema des Tages ging es um das bevorstehende Wettergeschehen. Heute soll es nun darum gehen, wie die Realität ausgesehen hat.

Ausgangspunkt war eine Luftmassengrenze, die sich vom Süden bis in den Norden Deutschlands erstreckte und mäßig warme Atlantikluft von sehr warmer Subtropikluft trennte. Die Modelle zeigten, dass sich in der hochenergetischen Luft im Vorfeld sowie mit Unterstützung aus höheren Schichten, ab dem Nachmittag schwere Gewitter im Süden entwickeln würden. Aus diesem Grund ist im Voraus auch schon eine Vorabinformation vor schweren Gewittern für Teile Süddeutschlands ausgegeben worden. Darin wurde vor schweren Sturmböen bis 100 km/h, vereinzelt sogar orkanartigen Böen bis 115 km/h, Hagel mit 3 cm Durchmesser und Starkregen zwischen 25 und 40 l/m² in kurzer Zeit gewarnt. Was ist nun eingetreten?

Warnlage am 04.09.2025 um 19:45 Uhr

Tatsächlich entwickelten sich am Nachmittag starke Gewitterzellen in der Schweiz. Mehrere sogenannter Superzellen zogen heran, wobei sie besonders über den östlichen Bodensee und das Allgäu das Bundesgebiet erreichten. Offizielle Warnungen vor Unwetter in diesen Gebieten waren deshalb ausgegeben. Dabei konnte auf Livebildern mancher Webcams schon beobachtet werden, dass diese Zellen einiges an Hagel produzierten. Später am Abend „verclusterten“ die Zellen wie erwartet im Bereich der Vorabinformation. „Verclustern“ bedeutet dabei, dass die Einzelereignisse zunehmend zusammenwachsen und ein großes Gebiet bilden. Es entwickelte sich ein sogenanntes MCS (Mesoscale Convective System).

Die höchsten gemessenen Niederschlagsmengen lagen tatsächlich etwa zwischen 30 und 40 l/m² innerhalb einer Stunde. Einen Ausreißer gab es: Die Station Vilgertshofen-Pflugdorf in Bayern vermeldete rund 56 l in einer Stunde. Doch um dem die Krone auszusetzen sind davon satte 50 l innerhalb einer guten halben Stunde heruntergekommen! In Zumeldungen der Nutzer der DWD-Warnwetter-App gab es außerdem Hagelbilder mit Korngrößen von ca. 3 cm, welche sich mit der Vorhersage deckten.

Nutzermeldung Hagel

Ein kurzer Einschub hierzu: Solche Meldungen, beispielsweise zu gefallenem Hagel, helfen den Meteorologen zur Abschätzung der Gewitterstärke. Falls Sie also von einem Gewitter überrollt werden, erstellen Sie doch eine Meldung (im besten Falle mit einem aussagekräftigen Foto) über die App. Die diensthabenden Kollegen freuen sich über zusätzliche Informationsquellen. Achten Sie natürlich darauf, dass Sie sich nicht in Gefahr begeben, gerade solch heftige Unwetter bergen nicht unerhebliche Risiken!

Nun zurück zum eigentlichen Thema. Die Böenmeldungen hinkten bisher hinter der erwarteten Intensität hinterher. Um 22 Uhr vermeldeten ein paar Stationen in Bayern Windgeschwindigkeiten über 80 km/h. Eine Messung der Station Dürabuch in Bayern jedoch lag sogar bei 114 km/h, also ziemlich genau, was die Vorabinformation auch prophezeit hatte.

In den weiteren Nachtstunden bewegte sich der Komplex unter Abschwächung nach Nord-Nord-Ost. Warnungen vor nunmehr markantem mehrstündigem Starkregen, ergänzt mit Gewitterwarnungen, markierten die zukünftige Zugbahn und umfassten ein Gebiet von Franken (Bayern) bis zur Altmark (Sachsen-Anhalt). In den Morgenstunden, erreichten die deutlich abgeschwächten Überreste Mecklenburg-Vorpommern.

Die Unwetter blieben nicht ohne Folgen: So gab es Berichte über zahlreiche Feuerwehreinsätze im Allgäu und über einen Dammbruch, der für zusätzliche Überschwemmungen sorgte. In München kam es zu umgefallenen Bäumen, sodass eine Bahnstrecke zeitweise gesperrt werden musste. Solche Ereignisse wie gestern Abend sind also einerseits faszinierend, andererseits gehen sie mit gefährlichen Auswirkungen einher.

M.Sc. Fabian Chow
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.09.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/09/Unwetter-gestern-Abend-2.png 962 628 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-09-05 11:12:042025-09-12 13:21:16Unwetter gestern Abend

Schwere Gewitter und Starkregen im Anmarsch

4. September 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Bereits in der Nacht zum vergangenen Dienstag (02.09.2025) zogen Gewitter mit Starkregen aus dem Süden Deutschlands über die Osthälfte nordostwärts. An der Wetterlage hat sich seither nur wenig getan. Weiterhin liegt ein umfangreicher Tiefdruckkomplex über dem Nordostatlantik. Darin finden sich am heutigen Donnerstagmittag, den 04.09.2025, verschiedene Druckzentren, unter anderem Tief „Ulrich“ bei Island und Tief „Volkhard“ vor der Küste Norwegens.

DWD-Vorhersagekarte für den Bodendruck und die Luftmassengrenzen im Bereich von Europa und dem Nordostatlantik für Donnerstag, den 04. September 2025, 12 UTC auf Basis des ICON-Modelllaufs vom 03. September 2025, 00 UTC.

Von „Volkhard“ ausgehend erstreckt sich eine Luftmassengrenze über Mitteleuropa und greift im heutigen Tagesverlauf auf Deutschland über. In deren Vorfeld befindet sich der Süden und Osten Deutschlands im Einflussbereich erwärmter Meeresluft. Diese bringt nicht nur sommerliche Temperaturen, sondern auch ausreichend Energie auf, sodass sich ab dem Nachmittag bis in den späten Abend hinein einzelne schwere Gewitter im Süden bilden können. Dabei besteht örtlich Unwetterpotenzial durch heftigen Starkregen mit Mengen bis zu 40 Litern pro Quadratmeter, schweren Sturm- oder vereinzelt sogar Orkanböen sowie Hagel mit Korngrößen um 3 cm.

Am späten Abend kann sich dann in Zusammenspiel mit einer südwestlichen Überströmung der Alpen ein sogenanntes Leetief auf der Nordseite der Alpen ausbilden. Dieses führt insbesondere entlang der Luftmassengrenze zu schauerartigen Regenfällen, teils sind auch einzelne Gewitter eingelagert. Dabei kann das markante DWD-Warnkriterium für Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden erreicht werden, unwetterartige Entwicklungen mit höheren Mengen sind aber nur selten. Das Starkregengebiet zieht in der Nacht zum Freitag dann allmählich über die östliche Mitte und erreicht in den Morgenstunden des Freitags (05.09.2025) den Nordosten Deutschlands. Gleichzeitig regnet es auch im Süden an der nur sehr langsam ostwärts vorankommenden Luftmassengrenze weiterhin teils schauerartig verstärkt.

Schematische Darstellung der bevorstehenden Unwettersituation durch schwere Gewitter (rotes Polygon) im Süden Deutschlands und gewittrigem Starkregen vom Südwesten bis in den Nordosten (oranges Polygon) von Donnerstag, den 04. September 2025.

Am Freitag bekommt die Luftmassengrenze dann etwas Unterstützung aus der Höhe. Ein sogenannter Höhentrog (vorübergehend tiefer Luftdruck in höheren Atmosphärenschichten) sorgt für etwas Schub nach Osten hin. Zudem wird dadurch zusätzliche Hebung generiert. So bleibt es in der Osthälfte zunächst regnerisch. Vereinzelt treten die Niederschläge auch noch gewittrig verstärkt auf. Im Tagesverlauf ziehen diese aber mehr und mehr nach Osten ab. Nur in der Lausitz kann der Regen noch bis in die Nacht zum Samstag anhalten.

Vorhersage der 24-stündigen Niederschlagsmengen bis Freitag, den 05. September 2025, 12 UTC für die Wettermodelle ICON-D2 (links), IFS (Mitte) und AROME (rechts).

Rückseitig der Luftmassengrenze fließt etwas kühlere Atlantikluft nach Deutschland, sodass die Tageshöchstwerte allmählich wieder etwas absinken. Bereits am heutigen Donnerstag liegen die Temperaturen im Westen zwischen 20 und 24 Grad. Am morgigen Freitag wird dann landesweit kein Sommertag (Temperaturen von 25 Grad Celsius und höher) mehr erreicht. Bei länger anhaltendem Regen wird das Thermometer voraussichtlich nicht über 17 Grad Celsius steigen.

Von Westen nimmt zum Wochenende hin Hochdruckeinfluss zu. Hoch „Nina“ liegt aktuell noch über dem Atlantik, verlagert am Freitag seinen Schwerpunkt über Frankreich hinweg und befindet sich dann am Samstag genau über Deutschland. So beruhigt sich das Wettergeschehen am Wochenende wieder.

Temperatur und Geopotenzial in etwa 1,5 Kilometern Höhe über Grund im Bereich Nordwesteuropa. Der rote Pfeil zeigt den Zustrom wärmerer Luftmassen nach Deutschland.

Am Sonntag gelangen wir aber schon wieder auf die Vorderseite eines weiteren Atlantiktiefs, das in Richtung Britische Inseln zieht. Dieses führt wieder deutlich wärmere Luft zu uns, sodass die Höchstwerte wieder auf sommerliche Werte ansteigen können.

MSc.-Meteorologe Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.09.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/09/Schwere-Gewitter-und-Starkregen-im-Anmarsch.png 910 1280 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-09-04 11:08:542025-09-09 11:11:17Schwere Gewitter und Starkregen im Anmarsch
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