Turbulentes Winterwetter über Fasching

Zwischenhoch FELIX beschert uns am heutigen Faschingssonntag überwiegend ruhiges und trockenes Winterwetter. Letzte Schneefälle an den Alpen klingen ab. Das Frontensystem von Tief WALLY über Nordwesteuropa erreicht erst am späten Abend den Südwesten Deutschlands. Dadurch bleibt es bei den großen Umzügen heute trocken. Von den zentralen Mittelgebirgen bis zur Ostsee gibt es dazu auch längere sonnige Abschnitte. Warme Kleidung ist aber auf jeden Fall empfehlenswert. In der Nordosthälfte bleibt es nämlich größtenteils bei Dauerfrost und auch nach Südwesten hin liegen die Höchstwerte bei maximal 5 Grad. Dazu weht ein lebhafter Südostwind.

Turbulentes Winterwetter ueber Fasching

Vorhersagekarte für Sonntag, den 15.02.2026 um 12 UTC. Deutschland liegt unter Zwischenhocheinfluss. Die teilokkludierte Front von TIEF WALLY verlagert sich von Frankreich in den äußersten Südwesten des Landes.

Am Abend erreichen die Niederschläge der Okklusionsfront von Tief WALLY den Südwesten Deutschlands. Dabei fällt bis Mitternacht größtenteils bis in die Niederungen Schnee, lediglich am Oberrhein mischt sich von Beginn an auch Regen unter den Schnee. Im Verlauf der Nacht steigt die Schneefallgrenze im Südwesten vorübergehend deutlich an, sodass dort bis in höhere Lagen vorübergehend Regen fällt. Besonders in den westlichen Mittelgebirgen schneit es dagegen längere Zeit. Dort werden größere Neuschneemengen erwartet. Vom Hunsrück über den Taunus bis zum Rothaargebirge kommen in höheren Lagen bis Montagmorgen durchaus 10 bis 15 Zentimeter zusammen, in Staulagen örtlich bis 20 cm. Aber auch sonst ist im Südwesten bis in die Niederungen etwas Neuschnee zu erwarten, der zum Berufsverkehr am Montagmorgen teils zu erheblichen Behinderungen führen kann.

Turbulentes Winterwetter ueber Fasching 2

Prognostizierte Schneehöhen bis Montagfrüh um 06 UTC. Vor allem im Bereich der zentral-westlichen Mittelgebirge werden hohe Neuschneesummen berechnet. Teils sind um 15 cm möglich.

Tagsüber setzt sich in den Niederungen der Südwesthälfte Tauwetter durch. Dabei treten weitere, teils kräftige Schauer auf. Im Südwesten und Westen sind zu den großen Karnevalsumzügen auch einzelne Graupelgewitter möglich. Dazu weht ein lebhafter Südwestwind. Im Süden gibt es bis in die Niederungen, besonders in Schauernähe, starke Böen, im höheren Bergland auch Sturmböen. Nach Nordosten hin bleibt es dagegen ruhiger und insgesamt häufig beim Dauerfrost. Die Niederschläge schwächen sich auf dem Weg dorthin deutlich ab. Für wenige Zentimeter Neuschnee reicht es bis zum Abend aber von Brandenburg bis nach Mecklenburg trotzdem noch. Lediglich ganz im Osten kommt kaum etwas an.
Auch am Faschingsdienstag bleibt uns das turbulente Schauerwetter erhalten. Lediglich im Nordosten fällt kaum Niederschlag. Dort bleibt es gebietsweise weiterhin beim Dauerfrost. Nach Südwesten und Süden hin fällt vor allem am Morgen und Vormittag in Verbindung mit einem kleinen, aber markanten Randtrog gebietsweise kräftiger Schnee. In den Niederungen bleibt es dagegen beim Regen. Im höheren Bergland stellen sich tiefwinterliche Bedingungen ein, denn im Tagesverlauf kommen weitere Schauer auf, die dort als Schnee fallen. Alle Wintersportfreunde werden sich freuen. In den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen gibt es nämlich dadurch eine satte Neuschneeauflage. Häufig werden dort bis Mittwoch 15 bis 35 Zentimeter Neuschnee erwartet. In den Alpen auch teils noch deutlich mehr.

Turbulentes Winterwetter ueber Fasching 3

Wettervorhersage für Rosenmontag und Faschingsdienstag. Wechselhaftes Wetter steht uns bevor. Dabei treten immer wieder kräftige Schauer auf. Die im Südwesten in den Niederungen meist als Regen, im Nordosten und im höheren Bergland als Schnee fallen.

Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei – auch das Wetter beruhigt sich in weiten Landesteilen wieder. Lediglich im Nordosten und an den Alpen gibt es noch einzelne Schneeschauer. Sonst setzt sich zunehmender Hochdruckeinfluss durch. Erst in der Nacht auf Donnerstag könnten im Süden in Verbindung mit einem Tiefdruckgebiet über Norditalien neue kräftige Schneefälle auftreten. Diesbezüglich bestehen aber noch größere Unsicherheiten.
Insgesamt bleibt uns also eine närrische Zeit mit allem, was der Winter zu bieten hat – von Dauerfrost über nasskaltes Schmuddelwetter bis hin zu kräftigen Schneefällen.

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.02.2026
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Ein besonderer Winter

Noch im Dezember sah nichts nach einem besonderen Winter aus. Der Winter begann, wie man es gewohnt war, mit deutlich überdurchschnittlichen Temperaturwerten. So lag das Flächenmittel über Deutschland bei 3.1 °C und damit 2.4 K über der Referenzperiode 1961 bis 1990 und immer noch 1.3 K über der Referenzperiode 1991 bis 2020. Aber schon zum Ende des Jahres 2025 erschienen in den Prognosen immer stärkere Signale nach einer deutlichen Umstellung der Großwetterlage hin zu winterlich kaltem Wetter. Geahnt hat aber sicher noch niemand, dass sich die Großwetterlage als sehr beständig zeigen würde und bis zum heutigen Tag, abgesehen von kleineren Schwankungen, Bestand hat.

Festgefahrene Großwetterlage

In der Grafik mit der Druckanomalie erkennt man die Abweichung des Bodenluftdrucks vom 01.01. bis 11.02.2026 über Europa. Während der Luftdruck von Island über das Nordmeer bis nach Skandinavien in diesem Zeitraum überdurchschnittlich hoch gewesen ist (bis 15 hPa über dem Mittel), war die Druckanomalie von Westeuropa bis ins östliche Mittelmeer deutlich negativ. Über der Biskaya lag der mittlere Druck deutlich über 15 hPa unter dem vieljährigen Mittelwert. Solche großen Druckanomalien über so einen langen Zeitraum sprechen für eine sehr beständige Großwetterlage – und das hat Folgen.

Ein besonderer Winter

Das Bild zeigt eine Anomaliekarte der Druckverteilung über Europa vom 01.01.2026 bis 11.02.2026.

Blick auf Deutschland | Der Januar 2026

Widmen wir unseren ersten Blick auf Deutschland. Der Januar 2026 war im Flächenmittel über Deutschland der erste unterdurchschnittliche Monat seit August 2021 (also seit 53(!) Monaten) im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990. Aber selbst im Vergleich zur Referenzperiode 1991 bis 2020 gab zuletzt nur noch selten unterdurchschnittliche Monate (in den vergangen drei Jahren, waren es gerade einmal zwei).

Ein besonderer Winter 2

Die Grafik zeigt die Abweichung des Flächenmittel der Monatsmitteltemperatur über Deutschland im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1961 bis 1990 (links), beziehungsweise 1991 bis 2020 (rechts).

Blick auf Deutschland | Große regionale Unterschiede

Schaut man etwas genauer hin, dann ergeben sich aber regional große Unterschiede, die sich in der ersten Hälfte des Februars nochmal verstärkt haben. Um das zu verdeutlichen sieht man in der nachfolgenden Grafik die mittlere Temperatur vom 01.01. bis zum 12.02.2026 für ein paar ausgewählte Stationen, sowie die Differenz zum Mittelwert von 1961 bis 1990. Man erkennt ein klares Südwest-Nordostgefälle.
So liegen die negativen Abweichungen im Nordosten und Teilen des Ostens zum Teil bei über 3 K im Vergleich zu 1961 bis 1990. Trotz des milden Dezembers liegt der Mittelwert für den Gesamtwinter in Mecklenburg-Vorpommern bei +0.4 °C und in Brandenburg/Berlin bei +0.1 °C. Damit könnte es dort der kälteste Winter seit 2012/2013 werden und dieser im Bereich der Klimareferenzperiode 1961 bis 1990 abschließen.
Ganz anders das Bild im Südwesten und Westen des Landes. Von der Kälteperiode Anfangs des Jahres und temporären Schneeereignissen abgesehen, merkt man nicht viel von einem besonderen Winter. Im Gegenteil war die Periode 01.01-12.02.2026 vom Ober- bis zum Niederrhein sogar wärmer, als die Referenzperiode 1991 bis 2020.

Ein besonderer Winter 3

In der Grafik wurde für ausgewählte Stationen über Deutschland die durchschnittliche Tagesmitteltemperatur vom 01.01. bis 12.02.2026 berechnet und im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1991 bis 2020 gesetzt.

Blick auf Deutschland | Frühblüher, Eis und Überflutungen

Man kann die Unterschiede auch anders zusammenfassen: Während im Südwesten bereits die Frühblüher zu sehen sind, türmt sich auf der Ostsee das Eis. Die Karten zur Eisdecke vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zeigen vor allem über dem Bottnischen und Finnischen Meerbusen ausgedehnte und zunehmend dicke Eisflächen. Aber auch an der Ostsee zwischen Usedom und Rügen bis zum Darß hat sich mittlerweile eine geschlossene Eisfläche gebildet.
Auch im Boden steckt der Frost tief drin. So zeigen die Messwerte im Osten und Nordosten zum Teil bis zu einer Tiefe von einem halben Meter frostige Werte. Das hat zum Teil auch kuriose Folgen, wie eine Meldung von gestern zeigt. Trotz des bisher sehr trockenen Winterverlaufes gab es in Mölln östlich von Hamburg gestern Hochwasser (https://www.nordkurier.de/regional/neubrandenburg/als-der-schnee-schmilzt-werden-strassen-zu-sturzbaechen-keller-laufen-voll-4354056). Grund dafür war das vorübergehende Tauwetter. So konnte das Schmelzwasser aufgrund der gefrorenen Böden einfach nicht abfließen und führte zu lokalen Überflutungen.

Ein besonderer Winter 4

Zu sehen ist ein Krokus aus dem Rhein-Main Gebiet zugemeldet über die Warnwetter App, sowie ein Eisbild von der Ostsee (oben). Die unteren Grafiken zeigen den Stand der Eisbedeckung über der Ostsee mit Zoom auch auf Deutschland.

Folgen der Großwetterlage in Europa

Aber nicht nur in Deutschland hat die persistente Großwetterlage Folgen. Viele der Meldungen aus den Medien in verschiedenen Orten Europas hängen unmittelbar damit zusammen:

In den südlichen Teilen von Finnland war es der kälteste Jahresstart seit 39 Jahren (01.01.-12.02.) und auch in Lappland war der Januar 2026 so kalt wie seit 1987 nicht mehr. In Estland gibt es die längste Periode mit Eistagen (Maximum < 0 °C) am Stück seit 2009/2010 (derzeit 45, 2009/2010: 56).
Demgegenüber steht ein schneefreies Island. So wurde in der Hauptstadt Reykjavík im gesamten Januar kein Schnee gemessen. Dass der erste Monat des Jahres dort komplett schneefrei ist, gab es zuletzt 1929 und 1940 (https://icelandmonitor.mbl.is/news/news/2026/02/03/no_snow_in_reykjavik_in_january/). Die letzte Schneedecke wurde in Reykjavík am 16.Dezember 2025 registriert.
Auch die Extremniederschläge im Mittelmeer, sei es in Griechenland und der Türkei oder von der Iberischen Halbinsel bis nach Frankreich, Marokko und Algerien, sind eine direkte Folge der festgefahrenen Großwetterlage. Überall dort führen die Flüsse zum Teil extremes Hochwasser.

Ein besonderer Winter 5

Im oberen Teils sieht man die Periode mit aufeinanderfolgenden Eistagen (Tmax<0°C) an der estnischen Station Tartu. Darunter sieht man aktuell hochwasserführende Flüsse in Europa und Nordafrika.

Bei der Badewanne Ostsee wurde der Stöpsel gezogen

Besonders bemerkenswert ist außerdem das Niedrigwasser der Ostsee.. Durch die festgefahrene Wetterlage mit Winden vornehmlich aus östlicher Richtung, hat sich der Wasserstand der Ostsee massiv reduziert. Die Ostsee wurde quasi wie eine Badewanne in Richtung Nordsee entleert. Wie das BSH berichtet ist die Ostsee so „leer“ wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Vergleich man den Wasserstand mit Beginn des Jahres, so zeigt sich ein Wasserverlust von 390 Milliarden Kubikmeter Wasser (das entspricht in etwa 156 Millionen olympischen Schwimmbecken). Laut neuesten Auswertungen liegt der Wasserstand am Pegel Landsort-Norra so tief wie seit Beginn der Messungen im Jahr 1886. Dabei ergeben sich große Unterschiede. Die größten Wasserverluste gibt es in der nördlichen und östlichen Ostsee, während die Unterschiede an der deutschen Ostseeküste eher gering sind. Eindrücklich sind die Werte vor allem in Finnland. In Helsinki lag der Pegelstand zeitweise über 90 cm niedriger als normal. Eine Berechnung des Mittels aller finnischen Pegel ergab einen neuen historischen Tiefststand seit der Aufzeichnungen 1971 (-79 cm am 06.02.).
Dieses historische Ereignis wird möglicherweise auch für die Zukunft Folgen haben, wie das Leibniz Institut für Ostseeforschung in Warnemünde berichtet. So ist ein Eintrag an sauerstoffhaltigem Salzwasser aus der Nordsee zu erwarten, sobald die Winde wieder nachhaltig auf West drehen (https://phys.org/news/2026-02-sea-baltic-reshape-physical-conditions.html)

Ein besonderer Winter 6

Oben links sieht man den Wasserstand der Ostsee an verschiedenen Messpunkten im Vergleich zum Mittel. Oben rechts ist die Entwicklung des Ostseepegels an der Station Helsinki in den letzten Wochen zu erkennen. Unten findet man den mittleren Niedrigwasserstand von 14 Stationen in Finnland.

Dieser Winter zeigt eindrucksvoll, wie weitreichend die Folgen einer stabilen Großwetterlage sein können — und wie eng die Wetterphänomene in Europa miteinander verknüpft sind. Auch für die kommenden Tage und Wochen deuten sich weitere spannende Entwicklungen an. Der besondere Winter 2025/26 ist also noch längst nicht vorbei.

Diplom-Meteorologe Marcus Beyer

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 14.02.2026
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Was haben die Herren Rosenthal und Mie mit dem 13. Februar zu tun?

Am heutigen Freitag feiern, wie an jedem Tag des Jahres, viele Leute ihren Geburtstag. Naturgemäß befinden sich darunter einige namhafte Leute. Daneben jähren sich heute, auch wie an jedem Tag des Jahres, die Todestage vieler Leute, darunter ebenfalls einige namhafte. Ein spezielles Augenmerk soll an dieser Stelle auf zwei gelegt werden, die in der Meteorologie ihre Spuren hinterließen.

Da wäre zum einen Gottfried Erich Rosenthal. Er wurde am 13. Februar 1745 in Nordhausen geboren und war neben seiner Tätigkeit als Messgerätebauer ein sogenannter herzoglicher Bergkommissarius, ein höherer Bergbeamter im Kurfürstentum Sachsen-Gotha. Daneben war er ein Pionier der Meteorologie, auch wenn er in diesem Fachgebiet vielleicht nicht gerade zu den bekanntesten zählt.

Als Sohn eines Bäckermeisters interessierte er sich bereits früh für Mathematik. Die exakte Bestimmung von Maßen und Gewichten war ihm genauso wichtig wie Feldmessungen, bei denen er seine guten geometrischen Kenntnisse einbringen konnte. Seine meteorologische Forschungsarbeit begann damit, dass er zunächst ein Barometer des Schweizer Erfinders Jean-André Deluc verbesserte. Mit diesem bestieg er 1780 den Brocken. Dabei entdeckte er die Möglichkeit der barometrischen Höhenmessung, womit er in der Folge Landkarten genauer machen konnte.

Mithilfe der barometrischen Höhenmessung kann man über Messungen des Luftdrucks in zwei verschiedenen Höhen die Höhendifferenz bestimmen. Voraussetzung hierfür ist eine einheitliche absolute Temperatur in der Atmosphäre. Der Zusammenhang zwischen der vertikalen Ausdehnung einer Luftschicht und der entsprechenden Änderung des Luftdrucks innerhalb dieser Luftschicht kann somit für eine qualitative Höhen-Messmethode genutzt werden.

Daneben interessierte er sich für den Frühling und wie man ihn terminieren konnte. Hierfür legte er zahlreiche Tabellen an und veröffentlichte diese. Um seine Forschungen finanzieren zu können, baute er meteorologische Messgeräte. Dies machte ihn sogar mit Johann Wolfgang von Goethe bekannt, der ihn scherzhaft als „Nordhäuser Wetterpropheten“ bezeichnete.

Am 26. Mai 1813 starb er 68-jährig in Nordhausen. Als Ehrung für seine Arbeit ist in seiner Heimatstadt eine Straße nach ihm benannt.

Eine andere Persönlichkeit des heutigen Tages ist Gustav Adolf Feodor Wilhelm Ludwig Mie, der am 29. September 1868 in Rostock geboren wurde. Ab 1886 studierte er Mathematik und Physik in Rostock und Heidelberg. Daneben besuchte er auch Vorlesungen anderer Disziplinen. 1891 promovierte er mit der Schrift „Zum Fundamentalsatz über die Existenz von Integralen partieller Differentialgleichungen“. Nach seiner Habilitation 1897 an der Technischen Hochschule Karlsruhe hatte er in seiner wissenschaftlichen Karriere verschiedene Positionen an unterschiedlichen Instituten inne. Ab 1924 arbeitete er schließlich bis zu seiner Emeritierung 1935 an der Universität Freiburg. Am 13. Februar 1957 starb er 88-jährig in Freiburg.

Bei seiner Forschungsarbeit widmete er sich unter anderem dem Streuungsverhalten von elektromagnetischen Wellen. Nach ihm wurde dann auch die Mie-Streuung benannt. Diese beschreibt die elastische Streuung elektromagnetischer Wellen an sphärischen Objekten, deren Durchmesser in etwa der Wellenlänge der Strahlung entspricht oder größer ist als diese. Zudem müssen bei der Mie-Streuung die Materialeigenschaften der streuenden Teilchen beachtet werden.

Als kleiner Exkurs: Bei der Rayleigh-Streuung ist dies anders. Unabhängig von den Materialeigenschaften beschreibt diese die elastische Streuung elektromagnetischer Wellen an kugelförmigen Teilchen, deren Durchmesser deutlich kleiner ist als die Wellenlänge. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel die Streuung von Licht an kleinen Molekülen. Mit dieser lässt sich unter anderem erklären, warum der Himmel blau erscheint und warum dieser am Morgen und am Abend in Rottönen leuchten kann (siehe Link).

Trotz unterschiedlicher Werdegänge hinterließen die Herren Rosenthal und Mie ihre Spuren in der Meteorologie. Wie in jedem anderen Metier auch ist es aber immer wieder spannend zu erfahren, wie persönliches Interesse zu Entdeckungen und Erfindungen anspornen kann.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 13.02.2026
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Alaaf, Helau und Narri Narro!

Am heutigen Weiberfastnachts-Donnerstag wird vor allem im Rheinland und im Südwesten Deutschlands der erste Ausnahmezustand des bis Dienstag andauernden Straßenkarnevals ausgerufen. Für einen Tag übernehmen die Frauen das Regiment und so mancher Schlips oder Schnürsenkel wird „daran glauben“ müssen. In einigen Städten feiert man auch auf den Straßen, beispielsweise in Köln, wo man „Alaaf“ als Narrenruf zum Besten gibt. „Alaaf“ leitet sich von „all af“ ab, was soviel bedeutet wie „über alles“. Kombiniert mit Kölle als Synonym des Stadtnamens wird daraus „Köln über alles“.

Weiberfastnacht

Das Wetter ist in den Feierregionen heute durch Tief ULRIKE (international NILS) zunächst ziemlich durchwachsen mit teils kräftigen Regenfällen bei Temperaturen zwischen 7 und 14 Grad. Am Nachmittag lassen die Regenfälle zumindest im Westen etwas nach, gänzlich trocken bleibt es aber wohl nicht. Da sich die Feierlichkeiten abends meist in die Kneipen verlagern, ist der Regen vorübergehend kein Thema mehr, obwohl es sicherlich „feucht-fröhlich“ weitergeht. Auf dem Nachhauseweg droht dann allerdings die nächste Dusche, weil es auch in der Nacht zum Freitag zeitweise weiterregnet.

Alaaf Helau und Narri Narro

Bodenwetterkarte von Donnerstag, 12.02.2026, 0 UTC

Nelkensamstag

Nach einem etwas ruhigeren Freitag finden am kommenden Nelkensamstag in einigen Städten große Karnevalsumzüge statt. So kann man am Nachmittag beispielsweise in Osnabrück, Hannover und Moers lustig geschmückte oder verkleidete Wagen, Fußtruppen und Musikkapellen bewundern. Wenn in Osnabrück am dortigen „Ossensamstag“ und ebenso in Hannover und Moers „Helau“ als Narrenrufe zum Besten gegeben werden, wird es bei 0 bis 2 Grad anfangs noch leicht flöckeln, im Nachmittagsverlauf bleibt es dann aber meist trocken. Die Sonne könnte sich dann noch vereinzelt zeigen und mit den Narren um die Wette lachen.

Tulpensonntag

Am Tulpensonntag kann man – neben vielen weiteren kleinen und großen Umzügen im ganzen Land – auch in Köln beim „Schull- un Veedelszöch“, in Mannheim („Mannem Ahoi“), Oberhausen („Helau“), Braunschweig („Brunswiek Helau“) und Frankfurt („Helau“) an größeren Umzügen teilnehmen. Der Sonntag bietet vermutlich das beste Wetter für die Umzüge, da es unter Zwischenhocheinfluss überwiegend trocken bleibt. Bei -2 bis 6 Grad sind allerdings dicke Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe zu empfehlen – sofern sie zum Karnevalskostüm passen.

Alaaf Helau und Narri Narro 2

Vorhersagekarte Bodendruck für Tulpensonntag, 15.02.2026

Rosenmontag

Am Rosenmontag finden dann die meisten Umzüge statt. Besonders im Blickpunkt stehen die Züge in Köln, Düsseldorf („Helau“) und Mainz („Meenz Helau“), die zum Teil mehr als eine Millionen Besucher anlocken. Nach aktuellem Stand sieht es für die Karnevalisten allerdings nicht so gut aus. Ein Tief bei den Britischen Inseln sorgt bereits in der Nacht zum Montag von Westen für Schneefälle, sodass am Morgen gebietsweise etwas Schnee liegt. Im Westen und Südwesten geht der Schneefall dann schon in Regen über, wobei lokal Glatteis durch gefrierenden Regen nicht ganz ausgeschlossen ist. Zum Mittag hin entspannt sich die Glättelage bereits, weil es zu einer weiteren Milderung kommt. Danach gibt es aber weiterhin zeitweise Regen. In den anderen Regionen (abgesehen vom Nordosten) fällt ebenfalls etwas Regen oder Schnee, auch dort besteht dann Glättegefahr. Die Temperaturen liegen bei -2 Grad im Nordosten und bis 9 Grad am Oberrhein.


Alaaf Helau und Narri Narro 3

6-stündige Schneehöhenänderung für Rosenmontag, 16.02.2026 7 Uhr und 13 Uhr

Veilchendienstag

Zum Abschluss des Straßenkarnevals am Veilchendienstag ist der Umzug in Mönchengladbach („Halt Pohl“) einer der größten. Auch in München („Narri, Narro“) kommt es dann zum Faschingshöhepunkt, dieser ist allerdings nicht durch einen Umzug, sondern durch den Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt gekennzeichnet. Am Dienstag gibt es gebietsweise Regen und Schnee, vor allem in der Mitte. In der Südwesthälfte bläst dazu ein starker Wind, der den Karnevalisten mit steifen bis stürmischen Böen zwischen 50 und 70 km/h (Bft 7 bis 8) um die Ohren bläst und Perücken und Hüte möglicherweise vom Kopf weht. Ein wenig Hoffnung besteht noch auf etwas bessere Bedingungen, weil die Vorhersage noch nicht als sicher einzustufen ist.

Alaaf Helau und Narri Narro 4

Windböen für Veilchendienstag, 17.02.2026 13 Uhr und 16 Uhr

Der diesjährige Karneval steht also in seiner „heißen“ Phase nicht die ganze Zeit unter einem guten Stern. Wenn am Aschermittwoch dann alles vorbei ist, steigen die Temperaturen weiter. Der ursprüngliche, jedoch unbestätigte Zweck des Karnevals, nämlich die Vertreibung des Winters, wäre damit erfüllt. Die Mittelfristkarten zeigen allerdings, dass darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, weil ein erneuter Wintereinbruch im Bereich des Möglichen bleibt.

Dipl.-Met. Simon Trippler
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 12.02.2026
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Die Schneefallgrenze

Dass es manchmal wirklich schwer fällt, die Schneefallgrenze und damit die Art des Niederschlages an einem Ort zu bestimmen, wurde beispielsweise am vergangenen Dienstag, den 03.02.2026 deutlich, als etwa über Hessen deutlich mehr Schnee fiel, als zunächst erwartet worden war, da man eher von Regen ausging.

Prinzipiell gibt es zunächst die einfache Faustformel, dass Schnee bis ca. 200, manchmal auch knapp 300 m unter die sogenannte Nullgradgrenze fällt, bevor er schmilzt und zu Regen wird. Diese Methodik wurde empirisch bestimmt und erweist sich daher in der Praxis nicht immer als hilfreich, da die Schneefallgrenze nicht selten tiefer liegt, als es die zuvor berechnete Nullgradgrenze verlauten lässt.

Das Ganze lässt sich aber auch rein physikalisch in der Theorie ziemlich gut berechnen. Hierbei muss man wissen, dass für den Schmelzprozess, genauer gesagt den Phasenübergang von Schnee zu Regen, Energie in Form von Wärme benötigt wird. Diese Schmelzwärme beträgt beim Wasser ziemlich genau 335 J/g und ist die mindestens benötigte Energie. Sie besagt, dass 335 J aufgewendet werden müssen, um 1 Gramm Wasser von der festen (Eis) in die flüssige Phase (Wasser) zu überführen.

Diese Energie ist jedoch nicht einfach „da“, sondern sie wird der Umgebungsluft entzogen, weshalb ihre Temperatur wiederum absinkt. Das kann zur Folge haben, dass die Schneefallgrenze mit der Zeit deutlich weiter abfällt – und mit ihr auch die Nullgradgrenze. Besonders bei kräftigeren Niederschlägen (oder Schauern) wird ein hohes Maß an Schmelzwärme benötigt, um die zahlreichen Flocken zum Abtauen zu bringen. Da so viel Schmelzwärme nicht immer vorhanden ist, sinkt die Umgebungstemperatur auf Werte um oder unter den Gefrierpunkt und es schneit bis in tiefere Lagen. Häufig bildet sich dabei eine isotherme Schichtung, also eine Schichtung mit annähernd gleichbleibender Temperatur im Höhenverlauf, aus, womit man bei diesem Ereignis vom Isothermieschneefall spricht. Wichtig dafür ist jedoch, dass kein oder nur wenig Wind weht, der eine Durchmischung der Luftschichten verhindert.

Auch die Luftfeuchtigkeit hat einen großen Einfluss auf die Schneefallgrenze: Hier ist ebenfalls der Wärmeentzug von Bedeutung, denn ist die Luftschicht, in die der Schnee fällt sehr trocken, so verdunstet ein Teil davon und entzieht der Umgebungsluft beim sogenannten Sublimationsprozess ebenfalls Energie in Form von Wärme, was ein Absinken der Temperatur und nachfolgend auch der Schneefallgrenze zur Folge hat.

Wie man die Schneefallgrenze in der Praxis nun bestimmen kann, sollen prognostizierte Radiosondenaufstiege in einfacher Weise verdeutlichen. Zu sehen ist auf der Grafik 1 der Temperatur- und Feuchteverlauf mit der Höhe (schwarze Linien) in der Nähe von Bremen, bei Grafik 2 für die Nähe von Dresden.

Die Schneefallgrenze

Dargestellt ist eine prognostizierte Radiosonde, in der die Schneefallgrenze mit Schmelzfläche hervorgehoben wurde. Gut zu sehen ist, dass bei Bremen am Freitag, 13.02.2026 gegen 10 MEZ die Schneefallgrenze trotz Plusgraden noch in Bodennähe liegen soll.

Farblich hervorgehoben sind die sogenannten Schmelzflächen. Das heißt, die Fläche zwischen der 0-Grad-Linie (blaue Linie) und dem Temperaturverlauf gibt wie bei einem Integral die Summe der Wärme an, die dem schmelzenden Schnee zur Verfügung steht. Ist diese Fläche blau eingefärbt, wie in Grafik 1, so reicht die Schmelzwärme (noch) nicht vollständig aus, um den Schnee komplett abzuschmelzen und folglich wird „SFC“ für surface = Boden für die Schneefallgrenze ausgegeben. Im zweiten Beispiel dagegen ist die Fläche grün, was nichts anderes bedeutet, als dass genug Schmelzwärme bereitsteht und die Schneefallgrenze damit laut Berechnung bei rund 550 m liegen wird.

Die Schneefallgrenze 2

Dargestellt ist eine prognostizierte Radiosondenaufstieg, in der die Schneefallgrenze mit Schmelzfläche hervorgehoben wurde. Deutlich wird, dass die Schneefallgrenze mit rund 550 m über dem Bodenniveau liegt, ergo der Schnee am Weg zum Boden vollkommen geschmolzen sein wird und als Regen fällt.

Nichtsdestotrotz stellt die Bestimmung der Schneefallgrenze im Realfall immer eine der schwierigsten Prognoseleistungen dar, wie die genannten Einflüsse und auch die Erfahrung der letzten Woche(n) verdeutlichen. Sie kann auch noch mittels anderer Algorithmen bestimmt werden, die in einem gesonderten Thema des Tages einmal vorgestellt werden sollen.

Für die kommenden Tage wird die Schneefallgrenze wieder von Bedeutung werden, da sie mit einem neuerlichen Kaltlufteinbruch teilweise bis in tiefe Lagen absinken wird. Damit steht zumindest regional neuer Schnee auf dem Fahrplan.

M.Sc.-Meteorologe Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 11.02.2026
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Tauwetter und Hochwasser?

Die zweite Februarwoche startete weitgehend mit ruhigem und nach Südwesten hin auch mit mildem Winterwetter. Verantwortlich dafür war HOCH EMMERAM, welches am gestrigen Montag mit seinem Schwerpunkt über dem Baltikum lag. EMMERAN hat sich nun aber unter allmählicher Abschwächung zum Schwarzen Meer verlagert. Gleichzeitig erfasste uns bereits am Morgen die Okklusionsfront eines Tiefs bei den Britischen Inseln. Damit kamen bereit in der Früh im Südwesten die ersten Regenfälle auf. Größere Niederschlagsmengen kommen dadurch aber zunächst einmal nicht zustande.

Dies ändert sich jedoch in der kommenden Nacht: Dann greift bereits das teilokkludierte Frontensystem eines neuen Tiefs mit Kern nordwestlich von Irland auf den Südwesten des Landes über. Dabei setzen im Schwarzwald gegen Mitternacht, verstärkt durch einen herannahenden markanten Randtrog, kräftige Regenfälle ein. Aufgrund der sehr milden Luftmasse setzt im Hochschwarzwald Tauwetter ein. Dort liegen oberhalb von etwa 900 Metern 10 bis 30 Zentimeter Schnee, auf den Gipfeln, wie beispielsweise auf dem Feldberg rund 50 Zentimeter. Die tieferen Lagen sind allerdings überwiegend schneefrei, was die mögliche Hochwassersituation etwas entspannt.

Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause 1 1

Vom Modell aktuell simulierte Gesamtschneehöhe und das Wasseräquivalent für den Schwarzwald. Im Hochschwarzwald werden teilweise um 80 Millimeter Wasseräquivalent simuliert. Im Nordschwarzwald liegt dagegen kaum Schnee.

Die Niederschläge halten am Mittwoch insbesondere im Schwarzwald tagsüber an. Am Abend ist voraussichtlich mit einer kurzen Unterbrechung zu rechnen, bevor in der zweiten Nachthälfte erneut kräftige Regenfälle einsetzen. Mit diesem zweiten Niederschlagsschub werden voraussichtlich die Staulagen des Nordschwarzwaldes die größten Niederschlagssummen erhalten. Dort wird bis zu diesem Zeitpunkt jedoch selbst in den Hochlagen kein Schnee mehr liegen. weshalb sich dort insgesamt nicht ganz so hohe Abflussmengen ergeben. Die Niederschläge halten auch am Donnerstag weiter an. Erst in der Nacht auf Freitag schwächen sie sich ab und gehen allmählich wieder in Schnee über. Insgesamt werden im Schwarzwald bis Freitagnacht verbreitet 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter erwartet. In einigen exponierten Staulagen sind sogar Mengen von über 100 l/qm möglich.

Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause 2 1

Wetterlage für Mittwoch, den 11.02.2026 um 00 UTC. Ein Randtrog sorgt für starke Hebung über dem Südwesten. Gleichzeitig werden sehr milde Luftmassen mit einem hohen Feuchtegehalt herangeführt.

Welche Faktoren spielen neben der Niederschlagsmenge und der Schneehöhe eine Rolle bei der Einschätzung des Hochwasserpotenzials? Ein wichtiger Punkt ist der Wassergehalt der Schneedecke. Frisch gefallener Neuschnee besitzt einen Wassergehalt von lediglich 0,5 bis 1,5 Millimetern pro Zentimeter, feuchter Altschnee hingegen von 3,0 bis 5,0 Millimetern pro Zentimeter. Dies spielt insbesondere bei einer verbreiteten, dicken Schneedecke eine große Rolle. Zudem ist entscheidend, ob die Schneedecke vollständig wegtaut oder nur teilweise, da sie Regenwasser bis zu einer bestimmten Menge aufnehmen kann. Taut die Schneedecke jedoch vollständig ab und ist der Boden zusätzlich aufgrund einer vorangegangenen kalten Witterungsperiode bis in tiefere Schichten gefroren, gelangt das gespeicherte Wasser direkt in die Flüsse und kann zu Hochwasser führen.

Außerdem sind bei einem Tauwetterereignis auch die Feuchttemperatur und der Wind von Bedeutung. Setzt Tauwetter bei einer sehr milden und feuchten Luftmasse mit kräftigem Wind ein, taut die Schneedecke deutlich schneller ab. Dies führt zu einem erhöhten Wasserangebot innerhalb kurzer Zeit. Entscheidend, insbesondere für Hochwasser an kleineren Flüssen, ist zudem, ob der Dauerregen von Unterbrechungen begleitet wird oder ob es über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung kräftig regnet.

Darüber hinaus spielen auch nicht-meteorologische Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu zählen zum einen die Topographie der Region, zum anderen aber auch der Versiegelungsgrad sowie die Art der Vegetation im Einzugsgebiet eines Flusses.

Analysieren wir diese Faktoren nun für das bevorstehende Ereignis: Schnee ist insgesamt nur in geringem Umfang vorhanden und beschränkt sich auf die Hochlagen des Hochschwarzwaldes. Dabei handelt es sich überwiegend um feuchten Altschnee, der in diesem relativ kleinen Gebiet voraussichtlich vollständig abschmelzen wird. Weitere Faktoren, die für Hochwasser sprechen, sind die hohen Feuchttemperaturen sowie der stürmische Südwestwind. Allerdings wird es im Zeitraum von etwa 48 Stunden nicht durchgehend zu Niederschlag kommen; am Mittwochabend ist eine Niederschlagspause zu erwarten. Hinzu kommt, dass die Böden nicht gefroren sind und aufgrund einer zuvor eher trockenen Witterungsphase aufnahmefähig bleiben.

Letztlich spielt auch die Topographie eine Rolle: Durch die teils bergige Landschaft ist die Region grundsätzlich anfällig für schnell ansteigende Flusspegel. Allerdings ist die Bebauung und Versiegelung im Schwarzwald vergleichsweise gering, was einer hohen Gefährdung entgegen wirkt.

Insgesamt lässt sich daraus schließen, dass in den kommenden Tagen im Schwarzwald deutlich steigende Flusspegel zu erwarten sind. Örtlich kann es zu Überflutungen kommen, und an kleineren Flüssen im Südschwarzwald ist auch Hochwasser möglich. Eine größere, überregionale Hochwasserlage wird jedoch nach heutigem Stand nicht erwartet!

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer
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Offenbach, den 10.02.2026
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Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause

Hoch EMMERAM liegt mit seinem Zentrum über dem Baltikum und beeinflusst derzeit vor allem das Wetter in der Osthälfte Deutschlands. Gleichzeitig erstrecken sich Tiefdruckgebiete vom Atlantik bis in den Mittelmeerraum. Dadurch stellt sich auch im Nordosten eine südöstliche Strömung ein, mit der etwas mildere Luftmassen herangeführt werden. Dieser überwiegend antizyklonal geprägte Wettercharakter bleibt jedoch nicht die ganze Woche über bestehen.

EMMERAM verlagert sich allmählich in Richtung Schwarzes Meer und löst sich dabei auf. Gleichzeitig verschiebt sich die Frontalzone weiter nach Norden, sodass atlantische Tiefdruckgebiete zunehmend Einfluss auf Deutschland gewinnen. Sie bringen nicht nur mildere Luft, sondern örtlich auch unwetterartige Niederschläge mit sich.

Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause

Analysekarte für Dienstag, den 10.02.2026 um 12 UTC. Atlantische Tiefdruckgebiete mit ihren Frontensystemen greifen auf Deutschland über. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Am heutigen Montag ist davon allerdings noch wenig zu spüren. Tagsüber dominiert ruhiges und überwiegend mildes Winterwetter. Lediglich im Nordosten, vor allem in Teilen Vorpommerns, herrscht gebietsweise noch Dauerfrost. Bereits am Dienstagmorgen macht sich jedoch im Westen und Südwesten die Okklusionsfront eines ersten Tiefausläufers mit Niederschlägen bemerkbar. Im Südwesten kann es dabei vereinzelt kurzzeitig zu gefrierendem Regen kommen – entsprechende lokale Glättegefahr ist zu beachten.

In der Nacht zum Mittwoch erreichen die Niederschläge auch den Nordosten. Dort fällt zunächst Schnee oder gefrierender Regen. Aufgrund der weiterhin gefrorenen Böden besteht dort erneut regional erhöhte Glatteisgefahr.

Von Südwesten her setzt sich am Mittwoch deutlich mildere Luft durch, sodass die Glättegefahr tagsüber in weiten Teilen des Landes nachlässt. Dafür bringt ein neues Frontensystem im Südwesten teils kräftige und länger anhaltende Regenfälle. Besonders im Schwarzwald können diese ergiebig ausfallen: In Staulagen sind dort bis Freitagnacht innerhalb von 48 Stunden örtlich 80 bis 100 l/qm möglich. An kleineren Flüssen kann es dadurch zu Hochwasser kommen. Eine größere Hochwasserlage ist jedoch nicht zu erwarten, da in den höheren Lagen des Schwarzwaldes kaum Schnee liegt und die Böden, anders als im Nordosten, nicht gefroren sind. Zudem lassen die Niederschläge am Freitag nach. Zum Wochenende gelangt von Norden her wieder kältere Luft ins Land, sodass der Regen im Bergland zunehmend in Schnee übergeht.

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Die simulierten Niederschlagssummen innerhalb von 48 Stunden bis Freitag um 00 UTC. Die grob aufgelösten Vorhersagemodelle simulieren im Schwarzwald teils deutlich über 50 l/qm. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Im äußersten Norden können sich die milderen Luftmassen dagegen kaum durchsetzen. Dort muss auch am Mittwoch und Donnerstag weiterhin mit Schneeregen und Schnee gerechnet werden. In den übrigen Regionen geht es dem Schnee selbst in den höheren Lagen der Mittelgebirge vorübergehend an den Kragen. Besonders in den südlichen und südwestlichen Mittelgebirgen dürfte die Schneedecke auch in Hochlagen zeitweise vollständig verschwinden.

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Diese Grafik zeigt die Wetterlage am Donnerstag, den 12.02.2026 um 06 UTC. Die Frontalzone befindet sich über dem äußersten Norden des Landes. Dies trennt sehr milde Luft subtropischen Ursprungs im Süden von arktischer Kaltluft im Norden. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Für Wintersportfans gibt es jedoch auch gute Nachrichten: Zum Wochenende sickert von Norden her erneut kältere Luft ins Land, wodurch die Schneefallgrenze wieder deutlich absinkt. Ein nachhaltiger Wintereinbruch bis ins Flachland scheint dies aber nicht zu sein!

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Tag des Koffeins

Friedlieb Ferdinand Runge lebte von 1794 bis 1867. Er war ein deutscher Chemiker, den schon früh die Leidenschaft für die Chemie und damit verbundene Experimente packte. Er wurde bekannt durch seine Untersuchungen von Steinkohlenteer und Koffein. Außerdem erfand er die Kerzen aus Palmwachs (Stearin) und entwickelte die Palmölseife. Und er war ein Pionier auf dem Gebiet der Papierchromatographie.

Doch nun zum Koffein: Während seines Chemiestudiums in Jena soll Runge auf Johann Wolfgang von Goethe getroffen sein, der ihm einige Kaffeebohnen schenkte, um damit zu experimentieren. Und das tat Runge dann auch. Im Jahre 1819 gelang es ihm erstmals Koffein aus den Bohnen zu extrahieren. Zwei Jahre später gelang es auch französischen Apothekern den Reinstoff Koffein aus Bohnen zu gewinnen. Etliche Jahre später bestimmten Christoph Heinrich Pfaff und Justus von Liebig die Summenformel für den Stoff, der gemeinhin als Aufputschmittel gilt.

Koffein steigert nicht nur die Aktivität von Nerven, ihm wird neben vielem anderen auch eine Bronchialerweiterung, Pulssteigerung und die Anregung der Darmbewegung zugeschrieben. Es kommt nicht nur in Kaffee vor, sondern auch in Tee, Cola, Mate, Guarana, Energydrinks und sogar in Kakao. In chemischer Form ist es ein weißes und geruchsloses Pulver mit bitterem Geschmack. In der Natur kommt es in über 60 verschiedenen Pflanzen vor. Die umgangssprachliche Unterscheidung von Koffein (aus Kaffee) und Tein (aus Tee) beruht auf der unterschiedlichen Wirkung im Körper. Die gerösteten Kaffeebohnen setzen in Verbindung mit Magensäure sofort Koffein frei, es wirkt also bereits im Magen. Beim Teegenuss wird das Koffein erst im Darm freigesetzt, die Wirkung tritt später ein, hält dafür länger an.

Die wichtigste Eigenschaft des Koffeins bleibt die Stimulanz. Sie tritt bereits bei geringer Dosierung auf und beeinflusst vor allem psychische Grundfunktionen wie Antrieb und Stimmung. Daher ist den meisten Menschen der Kaffee oder Tee auch so lieb, denn er hebt die Laune und lässt Müdigkeit verschwinden. Gleiches tut übrigens auch die Sonne. Allerdings setzt sie im Körper kein Koffein frei, sondern sorgt für die Bildung von Glückshormonen bei gleichzeitiger Unterdrückung der Melatoninbildung (Schlafhormon).

Nun ist die Sonne aktuell eher Mangelware. An etwa 145 Messstationen gab es in diesem Februar bis heute weniger als 2 Stunden Sonne. An mehr als 250 Stationen gab es bis heute im Februar nur an knapp der Hälfte der Tage (3 von 7) überhaupt Sonnenschein. Grund genug also, sich nach alternativen Stimulanzen umzusehen und da kommt das von Friedlieb Ferdinand Runge entdeckte Koffein gerade recht, denn es ist unabhängig der Tageszeit verfügbar.

Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 08.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Winter, quo vadis?

Aktuell herrschen am Oberrhein bei viel Sonnenschein frühlingshafte Temperaturen von bis zu 13 °C. Währenddessen sickert im Nordosten bei Temperaturen um 0 °C schon wieder bodennah kältere Luft ein, wodurch leichter Schneefall eingesetzt hat.

So geht es auch in den nächsten Tagen weiter. An der großräumigen Wetterlage ändert sich nämlich wenig: Über Nordosteuropa liegt weiterhin ein mit bodennaher Kaltluft angefülltes Hochdruckgebiet. Demgegenüber steht ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik, dessen Weiterkommen vom osteuropäischen Hochdruckgebiet blockiert wird. Dadurch wird weiterhin milde Luft in den Südwesten gelenkt, während an der Westflanke des Hochdruckgebietes erneut kältere Luft in den Nordosten einsickert. Im Nordosten geht es mit recht tristem Winterwetter, Hochnebel und etwas Schneegriesel weiter. Aber auch im Südwesten hat die Sonne es zunehmend schwer, sich gegen den Hochnebel durchzusetzen.

Winter quo vadis

IFS-Vorhersage der Wetterlage am Sonntag den 08.02.2026 mittags. Temperatur und Bodendruck. Die Temperatur zeigt eine weite Spanne von über 10 °C im Westen und um 0 °C im Nordosten von Deutschland.

Ab Mitte kommender Woche ändert sich die Wetterlage. Das Hoch über Nordosteuropa schwächt sich dann ab, sodass das Atlantiktief mit milder Meeresluft zu uns vorrücken kann. Die genaue Zugbahn des Tiefdruckgebietes ist noch unsicher, doch die meisten Modelle berechnen inzwischen eine nördliche Zugbahn. Dadurch kann sich auch im Norden milde Meeresluft durchsetzen, sodass auch der Nordosten langsam auftauen wird. Dabei kann es dort anfangs durchaus wieder zu Glatteis kommen, während es im Südwesten Deutschlands viel regnet.

Winter quo vadis2

IFS-Vorhersage der Wetterlage am Donnerstag den 08.02.2026 mittags. Temperatur und Bodendruck. Die Kaltluft wird laut dieser Vorhersage durch ein atlantisches Tief auch im Norden ausgeräumt.

Die Frage ist: Wie geht es danach weiter? Gibt sich der Winter schon geschlagen? Die Kaltluft wird voraussichtlich nicht weit in den Norden verdrängt. Zudem liegt in einem großen Teil von Nordost- und Nordeuropa Schnee. Dadurch hat sich dort ein großes Kältereservoir gebildet, das bei entsprechenden Lagen angezapft werden kann. Genau das wird wahrscheinlich am nächsten Wochenende passieren. Die meisten Modelle deuten darauf hin, dass das besagte Tief nach Nordosten abzieht, die Strömung auf seiner Rückseite auf Nord dreht und die Kaltluft dadurch wieder zu uns zurückkehren kann. Ob dieser Wintereinbruch von Dauer ist, lässt sich kaum sagen. Die Modellunterschiede sind zu groß, sodass das Folgende Spekulation bleibt: Besonders stabil sieht die Wetterlage jedoch nicht aus, denn wahrscheinlich steigt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, die danach rasch wieder Milderung bringen könnte.

Winter quo vadis3

IFS-Vorhersage der Wetterlage am Samstag den 14.02.2026 mittags. Temperatur und Bodendruck. Eine Nordströmung führt maritime Polarluft mit Tagestemperaturen knapp über 0 °C heran. Im Bergland herrscht Dauerfrost. Diese Vorhersage ist noch unsicher.

Auch wenn in den vergangenen Jahren der Spätwinter meist ziemlich mild ausgefallen ist, ist es statistisch gesehen eher unwahrscheinlich, dass es an Mitte Februar zu keinen markanten Kaltluftvorstößen nach Mitteleuropa mehr kommt.

Diplom Meteorologe Christian Herold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 07.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Die Schneehöhe

Dazu wird erst ein Blick auf die Definition der Schneehöhe, genauer gesagt der Schneedeckenhöhe, geworfen: Die Schnee(decken)höhe ist die senkrecht zum Erdboden gemessene Höhe einer Decke aus festen Niederschlägen, allen voran Schnee im klassischen Sinn, die jedoch mindestens 50 % des Bodens bedecken muss.

Dabei gibt es einerseits die Gesamtschneehöhe, welche die Summe aus alten und neuen Ablagerungen darstellt. Hierbei ist häufig ein Mix aus hartem Altschnee und weichem Neuschnee zu beobachten. Der Neuschnee wiederum wird andererseits in der sogenannten Neuschneehöhe erfasst, welche lediglich den Zuwachs von Ablagerungen seit dem letzten Bemessungszeitraum (bspw. 1 oder 24 Stunden) meint.

Nicht zu verwechseln ist die Schneehöhe mit der Höhe von Schneeverwehungen. Bei Schneewehen handelt es sich um Ablagerungen von Schnee meist im Lee von Hindernissen, die nicht selten deutlich über der Höhe der durchschnittlichen Schneehöhe liegen und zu massiven Problemen im Straßen- und Schienenwesen führen können.

Aber wie kann der Schnee nun gemessen werden?
Hierbei gibt es prinzipiell zwei, um ganz genau zu sein sogar drei verschiedene Wege. Die erste Variante ist die manuelle Messung der Schneehöhe. Dabei wird ein sogenannter Schneepegel, ein Messstab meist aus Metall mit Markierungen im Abstand von einem Zentimeter, senkrecht in die Schneedecke bis zum festen Boden geführt. Hierbei sollte als Unterlage ein Schneebrett dienen, das weiß lackiert ist und auf dem sich der Schnee ohne Unebenheiten akkumulieren kann. Im Vergleich zur Messung auf einer mit Gras bewachsenen Wiese kann es allein daher zu Abweichungen bei der Schneehöhenmessung von mehreren Zentimetern kommen, da das unebene Gras die Messung quasi „verfälscht“. Dennoch wird und wurde an Wetterwarten insbesondere bei Lagen mit starken Schneeverwehungen auch auf einen Grasuntergrund ausgewichen, damit man möglichst viele Messpunkte erhält und zwischen diesen die Schneehöhe mitteln kann.

Da die Schneehöhenmessung heutzutage im Zuge der Automatisierung der Wetterstationen häufig nicht mehr manuell vorgenommen wird, zählt noch die automatische Messung durch einen Sensor mit Sendekopf zu den bekanntesten Messmethoden.

Die Schneehoehe

Zu sehen ist eine automatische Schneehöhenmessung mittels Laser. Dieser ist auf die am Boden liegende Schneedecke gerichtet und misst mit einer Laufzeitmessung die exakte Schneehöhe – aber nur an diesem Punkt. (Quelle: DWD/Rüdiger Manig)

Hierbei wird unterschieden zwischen der Laser- und der Ultraschallmessung.
Bei der Lasermessung sendet ein Laser kurze Lichtimpulse zum Boden aus, welche von der Schneedecke zurückgeworfen werden. Mittels Messung der Laufzeit kann nun bestimmt werden, wie hoch der Schnee liegt. Dabei gilt, je schneller der Impuls zurückgeworfen wird und somit je kürzer der zurückgelegte Weg ist, desto höher ist die Schneedecke. Da es sich jedoch nur um eine Punktmessung handelt, können diese Werte durch Schneeverwehungen deutlich verfälscht und faktisch unbrauchbar sein.

Neben der Methode der Lasermessung gibt es noch die Möglichkeit der Ultraschallmessung. Dieser Sensor steht senkrecht zur Erdoberfläche und sendet ein periodisch wiederkehrendes Ultraschallsignal aus. Auch hier gilt wieder, je schneller das vom Schnee zurückgesandte Signal empfangen wird, desto höher ist die Schneedecke. Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass sie temperaturabhängig ist und einer solchen Korrektur bedarf. Ebenso handelt es sich auch hier nur um eine reine Punktmessung.

Die Schneehoehe 2

Die Gesamtschneehöhe von heute Morgen (06.02.2026) zeigt eine dicke Schneedecke über Teilen der Mitte, während es im Westen und Südwesten keinen Schnee gibt.

Blicken wir zum Abschluss noch auf die aktuelle Schneedeckenhöhe, so wird deutlich, dass der meiste Schnee in etwa von Nord- über Osthessen nach Thüringen und bis in den Nordosten zu finden ist. Aber auch weite Teile des Nordens und Nordostens konnten noch ein paar Zentimeter Schnee um 7 MEZ melden, während der Westen und Südwesten praktisch schneefrei sind.

In den kommenden Tagen wird es dieser Schneedecke häufig „an den Kragen“ gehen, aber wer weiß, was das Wetter ab Mitte der kommenden Woche für uns bereit hält. Man darf gespannt sein.

M.Sc.-Met. Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 06.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst