Frühlingshafte Phase mit nur wenigen Ausnahmen

Eine Hochdruckbrücke mit den Hochdruckgebieten JANNIS über der Deutschen Bucht und IACKL über Südosteuropa hält Tiefdruckgebiete weiterhin von Deutschland fern und prägt in den kommenden Tagen das Wettergeschehen. Für unser Wetter übernimmt dabei vor allem Hoch JANNIS die bestimmende Rolle.

So präsentiert sich das Wetter am heutigen Mittwoch sowie in den kommenden Tagen bis Anfang nächster Woche insgesamt vorfrühlingshaft freundlich und sonnig. Tagsüber wird es mild bis sehr mild, während es nachts abseits der westlichen Landesteile häufiger zu leichtem Frost kommt.

Fruehlingshafte Phase mit nur wenigen Ausnahmen 1

Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Mittwoch den 04.03.2026 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Einige Ausnahmen sind dennoch zu beachten: In der vergangenen Nacht haben sich in Teilen der Landesmitte und im Süden Nebel- und Hochnebelfelder gebildet. Mitunter kann es bis in die Mittagsstunden dauern, bis sich diese vollständig aufgelöst haben. In Bayern ist örtlich auch ein ganztägig trüber Verlauf nicht ausgeschlossen. Ansonsten scheint die Sonne, begleitet von einzelnen hohen Wolkenfeldern, die kaum ins Gewicht fallen.

Fruehlingshafte Phase mit nur wenigen Ausnahmen 2

Wetter- und Temperaturkarte, am Mittwoch 04.03.2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Nacht zum Donnerstag breiten sich die Hochnebelfelder im Süden erneut aus. Zudem bildet sich zwischen Rügen und Usedom Seenebel. Während sich die Nebel- und Hochnebelfelder am Donnerstag im Tagesverlauf meist auflösen und anschließend deutschlandweit mit viel Sonnenschein zu rechnen ist, bleibt es zwischen Rügen und Usedom neblig-trüb. Ursache ist das kalte Wasser der Ostsee, über dem sich die sehr milde Luft abkühlt und so die Bildung von Seenebel begünstigt.

Fruehlingshafte Phase mit nur wenigen Ausnahmen 3

Wetter- und Temperaturkarte, am Donnerstag 05.03.2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Nacht zum Freitag ist die Nebelneigung deutlich geringer. Entsprechend gibt es am Freitag kaum noch Einschränkungen: Von Flensburg bis Füssen und von Trier bis Frankfurt an der Oder scheint verbreitet die Sonne. Die wenigen Schleierwolken fallen kaum ins Gewicht. Auch der Seenebel löst sich auf beziehungsweise wird von der Küste abgedrängt.

Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber meist zwischen 15 und knapp 20 Grad. Dort, wo sich Nebel länger hält, bleibt es spürbar kühler. So werden am Freitag zwischen Rügen und Usedom im Einflussbereich des Seenebels lediglich 2 bis maximal 4 Grad erreicht. Generell bleibt es an den Küsten durch das noch kalte Ostsee- und Nordseewasser kühler als im Binnenland, insbesondere bei auflandigem Wind.

In den Nächten sinken die Temperaturen bei häufig klarem Himmel nahe an den Gefrierpunkt. Im Osten und Südosten tritt verbreitet leichter bis mäßiger Frost auf. Am Wochenende geht die Frostgefahr allmählich etwas zurück.

Zusammenfassend steht uns, mit wenigen Ausnahmen, eine längere Phase freundlichen Wetters mit frühlingshaften Temperaturen bevor. Es bietet sich also reichlich Gelegenheit für Ausflüge, Spaziergänge und Aktivitäten im Freien und um zu beobachten, wie die Natur langsam aus der Winterruhe erwacht.

Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im Winter 2025/2026

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Winter 2025/2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 5,3 °C +1,6 Grad
2 Geilenkirchen Nordrhein-Westfalen 5,2 °C +2,5 Grad
3 Düsseldorf Nordrhein-Westfalen 5,1 °C +1,9 Grad

Besonders kalte Orte im Winter 2025/2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen -2,2 °C 1,6 Grad
2 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -1,7 °C 0,2 Grad
3 Carlsfeld Sachsen -1,3 °C 2,0 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Winter 2025/2026**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 St. Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 534,3 l/m² 90 %
2 Todtmoos Baden-Württemberg 521,4 l/m² 86 %
3 Freudenstadt-Kniebis Baden-Württemberg 516,0 l/m² 101 %

Besonders trockene Orte im Winter 2025/2026**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Bad Lauchstädt Sachsen-Anhalt 37,6 l/m² 46 %
2 Freienbessingen Thüringen 39,2 l/m² 33 %
3 Arnstein-Ulzigerode Sachsen-Anhalt 48,1 l/m² 38 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Winter 2025/2026**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern 344 Stunden 165 %
2 Kaufbeuren Bayern 340 Stunden 135 %
3 Siegsdorf-Höll Bayern 330 Stunden 154 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Winter 2025/2026**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 107 Stunden 86 %
2 Leck Schleswig-Holstein 118 Stunden 86 %
3 Hattstedt Schleswig-Holstein 122 Stunden 86 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Jahreszeitenmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Jahreszeitenmittelwertes zum vieljährigen Jahreszeitenmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Jahreszeitenrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 03.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im Februar 2026

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Februar 2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Ohlsbach Baden-Württemberg 6,8 °C +4,5 Grad
2 Geilenkirchen Nordrhein-Westfalen 6,7 °C +4,0 Grad
3 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 6,7 °C +3,0 Grad

Besonders kalte Orte im Februar 2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Feldberg Mecklenburg-Vorpommern -1,0 °C -0,5 Grad
2 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen -0,9 °C 3,0 Grad
3 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern -0,9 °C -0,9 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Februar 2026**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Baiersbronn-Mitteltal Baden-Württemberg 316,6 l/m² 183 %
2 Freudenstadt-Kniebis Baden-Württemberg 307,7 l/m² 216 %
3 St. Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 306,2 l/m² 180 %

Besonders trockene Orte im Februar 2026**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Freienbessingen Thüringen 15,2 l/m² 43 %
2 Bad Lauchstädt Sachsen-Anhalt 15,4 l/m² 63 %
3 Schwarzburg Thüringen 17,3 l/m² 47 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Februar 2026**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Leutkirch-Herlazhofen Baden-Württemberg 107 Stunden 109 %
2 Ebersberg-Halbing Bayern 105 Stunden 135 %
3 Bad Kohlgrub-Rosshof Bayern 102 Stunden 100 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Februar 2026**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Berus Saarland 34 Stunden 41 %
2 Bad Berleburg-Stünzel Nordrhein-Westfalen 35 Stunden 44 %
3 Gießen Hessen 35 Stunden 50 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Fulminanter Start in den Frühling

Am vergangenen Freitag (27. Februar) war der deutschlandweite Februar-Monatsrekord zwar nicht direkt in Gefahr, in Ohlsbach in Baden-Württemberg wurde nach vorläufigen Untersuchungen immerhin eine Tageshöchsttemperatur von 23,0 °C erreicht. Den Monatsrekord hält die Wetterstation in Arnsberg (Nordrhein-Westfalen) mit 24,5 °C vom 26. Februar 1900. Allerdings markierte Ohlsbach zumindest einen neuen Bundeslandrekord in Baden-Württemberg. Den hielt bisher Mühlheim mit 22,5 °C, gemessen am 29. Februar 1960.

Fulminanter Start in den Fruehling 1

Tageshöchstwerte am vergangenen Freitag (27. Februar 2026) in Deutschland in Grad Celsius. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Aber selbst im kältesten Bundesland des vergangenen Winters, in Brandenburg, hielt der Frühling gnadenlos Einzug. In Doberlug-Kirchhain, im Süden des Bundeslandes, wurde am Freitag zwar kein neuer Landesrekord registriert, dennoch wurden dort 20,0 °C gemessen. Der Monatsrekord liegt bei 20,6 °C aus dem Jahr 2021 und wurde an der Station in Cottbus verzeichnet. Immerhin konnte mit den gemessenen 20,0 °C ein neuer Stationsrekord in Doberlug-Kirchhain aufgestellt werden. Der alte Februarrekord an dieser Station lag bei 19,9 °C, ebenfalls aus dem Jahr 2021.

Bundesweit wurden auch an weiteren Wetterstationen neue Stationsrekorde im Februar registriert. Nur im Saarland und in Schleswig-Holstein reichte es nicht für neue Rekorde. Beachtlich ist zudem die massive Erwärmung zum Frühlingsbeginn: Noch vor einer Woche wurden an der Station Baruth (ebenfalls Süd-Brandenburg) in den Frühstunden noch Werte von knapp -16 °C verzeichnet. Innerhalb von einer Woche sprang die Temperatur im Süden Brandenburgs also um mehr als 30 Grad Celsius nach oben!

Wie geht es nun weiter mit dem Frühling?

Am heutigen Sonntag, der auf den meteorologischen Frühlingsanfang fällt, liegen die Reste des Ausläufers von Tief „Doreena“ mit Kern über dem Bottnischen Meerbusen noch über dem Südosten Deutschlands und sorgen dort neben dichten Wolken für etwas Regen. In der Nacht zum Sonntag streift dann der Ausläufer von Tief „Elke“, einem Tief im Nordostatlantik, den Norden Deutschlands, bringt aber neben dichteren Wolken nur wenige Tropfen Regen. Ansonsten herrscht unter zunehmendem Einfluss von Hoch „Iackl“ eine sogenannte „maritim erwärmte Subpolarluft“ bei uns vor, also eine Luft aus subpolaren Breiten, die sich auf ihrem Weg über den Nordostatlantik etwas erwärmt hat. In dieser Luft steigen die Tageshöchstwerte auf 8 bis 16 Grad an, wobei die höchsten Werte am Oberrhein zu finden sind.

Fulminanter Start in den Fruehling 2

DWD-Vorhersagekarte für den Bodendruck und die Luftmassengrenzen im Bereich von Europa und dem Nordostatlantik für Sonntag, den 01. März 2026, 12 UTC auf Basis des ICON-Modelllaufs vom 28. Februar 2026, 00 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Nacht zum Montag bleibt es in der Nordwesthälfte aufgrund des durchziehenden Tiefausläufers meist frostfrei, nach Südosten zu muss gebietsweise mit leichtem Frost, aber auch mit teils dichtem Nebel gerechnet werden.

Der Montag und Dienstag sind dann verbreitet von Hochdruckeinfluss geprägt. Vielfach zeigt sich heiteres oder sonniges und trockenes Wetter. Mit einer auf Süd drehenden Strömung fließt wieder mildere Luft zu uns, sodass die Höchstwerte am Oberrhein am Dienstag mit Sonnenunterstützung nahe 20 Grad liegen. In den Nächten besteht jedoch aufgrund der klaren Verhältnisse in der Südosthälfte weiterhin die Gefahr von leichtem Frost. Zudem bildet sich im Laufe der Nacht gebietsweise Nebel aus, der sich aber im Laufe des Vormittags meist wieder auflöst.

Fulminanter Start in den Fruehling 3

DWD-Vorhersagekarte für den Bodendruck und die Luftmassengrenzen im Bereich von Europa und dem Nordostatlantik für Mittwoch, den 04. März 2026, 12 UTC auf Basis des ICON-Modelllaufs vom 28. Februar 2026, 00 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Nacht zum Mittwoch greift dann ein weiterer schwacher Ausläufer von Tief „Elke“, das in der Zwischenzeit nach Skandinavien weitergezogen ist, auf die Nordhälfte über. Da Deutschland aber weiterhin unter Hochdruck liegt, werden sich dabei lediglich ein paar dichtere Wolken am Himmel zeigen, die sich im Laufe des Mittwochs wieder auflösen. Regen wird nicht erwartet.

Bis Freitag wird der Hochdruckeinfluss weiterhin dominant sein und somit auch das sonnige, frühlingshafte Wetter. Einzig an den Alpen besteht am Mittwochnachmittag eine geringe Schauergefahr. Allerdings fließt aufgrund der zunehmend auf Ost drehenden Strömung etwas kühlere Festlandsluft von Osten her zu uns. Während es in der Westhälfte weiterhin sehr mild ist, bleibt es in der Osthälfte kühler.

Fulminanter Start in den Fruehling 4

Vorhersage der 24-stündigen Niederschlagsmengen von Freitagmorgen, den 06. März 2026 06 UTC, bis Samstagmorgen, den 07. März 2026, 06 UTC von vier verschiedenen Wettermodellen. Von links nach rechts: ICON (deutsches Modell), EZMW (europäisches Modell), GFS (amerikanisches Modell) und UK10 (britisches Modell). Quelle: Deutscher Wetterdienst

Ab Freitag mehren sich die Anzeichen, dass von Westen her Tiefausläufer dichtere Wolken und Regen bringen. Die Details hierzu sind aber noch unsicher. So gibt es bei Blick auf die verschiedenen Wettermodelle durchaus auch noch Chancen, dass sich der Hochdruckeinfluss etwas länger hält und wir am Wochenende zumindest anfangs noch trockenes und sonniges Wetter genießen können.

MSc.-Meteorologe Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 01.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst