Jahresrückblick 2025 | Teil 2

Im gestrigen Tagesthema haben wir auf die Gesamtbilanz und die ersten fünf Monate des Jahres 2025 geschaut. Im heutigen zweiten Teil des Jahresrückblicks blicken wir auf die Monate Juni bis November und wagen einen kleinen Ausblick. Zur besseren Orientierung folgt zunächst noch einmal die Übersichtsgrafik über das gesamte Jahr. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2

Im Bild ist der Jahresverlauf der Nutzermeldungen von Januar bis November 2025 zu sehen. Wichtige Wetterlagen wurden eingetragen. 

Monat Juni 

Der erste Sommermonat zeigte direkt, was möglich ist, und wurde gemeinsam mit dem Juli zum wärmsten Monat des Jahres. Hochdruckgeprägte Großwetterlagen wurden von kurzen Hitzephasen abgelöst, die schließlich in Schwergewitterlagen mündeten. 

Diese waren teils begleitet von Großhagel (Monatsbeginn), Starkregen (Monatsmitte) und zum Monatsende sogar von Orkanböen. In Erinnerung bleibt vor allem die Lage am 26.06. im Osten des Landes, wo rund um Berlin teils erhebliche Schäden entstanden (z. B. im Tegeler Forst). 

Trotz der Gewitterhighlights war der Juni insgesamt der blitzärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 2009. Gerade einmal 211.642 Blitze wurden registriert. Der Durchschnitt liegt bei 530.000 Blitzen, der Rekord stammt aus dem Jahr 2013 mit 1.443.183 Blitzen. 

Damit überrascht es auch nicht, dass der Juni im Flächenmittel erneut deutlich zu trocken ausfiel (Platz 5 der trockensten Junimonate). 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2 2

Im Bild sind die Windböenmeldungen aus dem Wetterstationsnetz im Vergleich zu den Nutzermeldungen aus der WarnWetter-App für den 23.06. 06 UTC bis 24.06. 06 UTC zu sehen. 

Monat Juli 

Der Juli kann als ereignisreichster Monat des Jahres eingeordnet werden. Neben Hitzephasen kam es wiederholt zu Unwetterlagen durch Gewitter. Aber auch Stark- und Dauerregen sowie Sturmlagen traten im Monatsverlauf auf. 

Der 02.07. war der meldungsstärkste Wettertag des Jahres mit 20.838 Nutzermeldungen. Grund dafür war eine durch Tief Dieter ausgelöste Schwergewitterlage, die eine heftige Hitzewelle beendete. In Andernach wurde dabei die höchste Temperatur des Jahres mit 39,3 °C gemessen. 

Es folgte ein jäher Absturz, sodass bis zum Ende der ersten Dekade keine Sommertage mehr registriert wurden. 

Am Ende fiel der Juli nur im Vergleich zu 1961-1990 zu warm aus. Prägend war zudem, dass der Monat nur wenig Sonne zu bieten hatte. So wurden im März – trotz deutlich geringerer astronomisch möglicher Sonnenscheindauer – mehr Sonnenstunden registriert als im Juli. 

Nach fünf zu trockenen Monaten in Folge bot der Juli ein deutliches Niederschlagsplus von 47 % und konnte die aufgebaute Dürre vielerorts deutlich entspannen. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2 3

Die Grafik zeigt die Nutzermeldungen im Verlauf des Julis. Für jeden Tag sind die Nutzermeldungen in Kategorien unterteilt. 

Monat August 

Die Erholung der Niederschlagsbilanz war nur von kurzer Dauer. Der weitere Augustverlauf war geprägt von beständigen Hochdrucklagen. Über der Landesmitte gab es drei Wochen Trockenheit, sodass in der Gesamtbilanz teils weniger als 20 l/m² Regen fielen. 

Der Monat war insgesamt warm und vor allem sehr sonnig. Der August 2025 zählt im Flächenmittel über ganz Deutschland zu den zehn sonnenreichsten Monaten seit Aufzeichnungsbeginn. 

Zur Monatsmitte kam es zu einer markanten Hitzewelle mit einer regional extremen Wärmebelastung. Verbreitet wurden 32 bis 35 °C gemessen, und in den Ballungszentren kam es zu Tropennächten (Minima über 20 °C). 

Die Beständigkeit spiegelt sich auch in den Nutzermeldungen wider, die nur kleinere Peaks aufgrund regionaler Gewitterlagen aufwiesen. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2 4

Das Bild zeigt die Nutzermeldungen für eine ausgewählte Schwergewitterlage aus dem Monat August. Für den 28.08. wurden die Nutzermeldungen nach Regen, Hagel, Wind und Blitzen unterteilt. 

Monat September 

Schon Ende August nahm die Tiefdrucktätigkeit langsam zu und setzte sich auch im ersten Monat des Herbstes fort. Allerdings gab es regionale Unterschiede: Während im Norden viel Sonne und damit eher ruhiges Wetter zu verzeichnen war, fielen im Südwesten große Regenmengen. 

In Teilen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland war das Niederschlagsplus besonders ausgeprägt. Im Saarland war es sogar der nasseste September seit Aufzeichnungsbeginn. Die höchste Tagesniederschlagssumme wurde am 08. September in Mönchengladbach mit 118,7 l/m² gemessen. Mit Blick auf ganz Deutschland lag das Niederschlagsplus immerhin noch bei 33 %. 

Die Temperatur lag im Monatsmittel insgesamt im Durchschnitt. Auf einen spätsommerlichen Abschnitt mit Spitzenwerten bis 32,6 °C am 20. September in Pabstdorf folgten pünktlich zum kalendarischen Herbstbeginn herbstlich frische Tage. In Deutschneudorf-Brüderwiese wurde am 29. September sogar Frost bis -1,3 °C gemessen. 

Monat Oktober 

Golden war der Oktober 2025 ganz und gar nicht. Stattdessen gab es besonders über der breiten Mitte des Landes ein großes Sonnendefizit. Im Jahresverlauf gab es nur im Januar weniger Sonne. Im zweiten Monatsdrittel lag der Vorhersageraum an der Ostflanke eines beständigen Hochdruckgebietes (Sieglinde) über Nordwesteuropa und damit im Zustrom feuchter Nordseeluft, sodass es häufig neblig-trüb war. 

Die dritte Dekade war schließlich niederschlagsreich, und am Ende stand ein deutliches Niederschlagsplus. 

Der Oktober begann mit ausgesprochen kalten Nächten und Frösten im Osten des Landes. Nachfolgend wurde es rasch milder. Vor allem mit Hoch Sieglinde gab es ab der Monatsmitte wieder häufiger Nachtfröste. Der tiefste Wert wurde am 19. Oktober in Barth mit -4,7 °C gemessen. Im höheren Bergland gab es die ersten winterlichen Grüße. 

In der Gesamtbilanz war der Monat leicht überdurchschnittlich – mit einem klaren Nordwest-Südost-Gefälle. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2 5

Im Bild sind die 24 h Nutzermeldungen für die herbstliche Sturmlage am 23.10. zu sehen. Unterteilt wurden die Meldungen in Regen und Wind. 

Monat November 

Was der Oktober nicht leisten konnte, hat der goldene November wieder ausgeglichen. Mit einem Plus von 16 % war der zweite Herbstmonat außergewöhnlich sonnig. Im Osten des Landes wurden regional sogar 60 bis 80 % mehr Sonne registriert. 

Die erste Monatshälfte verlief ausgesprochen mild, mit spätherbstlicher Wärme zur Monatsmitte. Am 13. November wurden in Emmendingen-Mundingen 22,3 °C gemessen. Es folgte ein markanter Kaltlufteinbruch im letzten Monatsdrittel. Mit dem Zustrom arktischer Luft traten kalte Nächte mit teils zweistelligen Minuswerten in der Südosthälfte des Landes auf. In Würzburg wurde die kälteste Novembernacht seit Aufzeichnungsbeginn (1947) registriert. Im Rhein-Main-Gebiet gab es mit Tiefstwerten unter -8 °C die kälteste Nacht seit Januar 2023 und die kälteste Novembernacht seit 36 Jahren.
Am Ende blieb ein leichtes Plus in der Monatsbilanz. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2 6

Die Animation zeigt den Ablauf der Schnee- und Glatteislage am 23.11. und in der Nacht auf den 24.11. Dargestellt sind Regen-, Schnee- und Glättemeldungen. 

Monat Dezember 

Bisher verläuft der Dezember recht unspektakulär. Auf einen kalten Start folgen in der kommenden Woche außergewöhnlich milde Tage und Nächte. Ob es bis Weihnachten noch für einen Wintereinbruch reicht, ist mehr als fraglich. Das gilt auch für die Frage, ob noch ein Ereignis mit vielen Wettermeldungen zu erwarten ist. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 2 6

Man sieht in der Darstellung die jeweils drei am besten bewerteten Bilder aus Nutzermeldungen für den Winter 2024/25, das Frühjahr 2025 und den Sommer 2025. 

Zum Schluss bleibt ein Dank für die vielen Nutzermeldungen und Bilder, die Sie uns im Jahresverlauf über die WarnWetter-App geschickt haben. Machen Sie weiter so! 

Dipl.-Met. Marcus Beyer 

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 06.12.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

 

Jahresrückblick 2025 | Teil 1

Das Wetterjahr 2025 neigt sich allmählich dem Ende zu. Höchste Zeit, einmal zurückzublicken, was uns der Jahresverlauf gebracht hat. Natürlich kann solch ein Rückblick nur eine kleine Auswahl an Ereignissen zeigen, die zudem subjektiv ausgewählt wurden. Sicherlich gibt es für Sie persönlich und Ihren Ort andere Wettertage, die Ihnen im Gedächtnis geblieben sind. Schreiben Sie uns gerne Ihre Highlights! 

Nutzermeldungen aus der Warnwetter-App 

Die Meldungen der Nutzer, die uns tagtäglich über die Warnwetter-App erreichen, sind eine große Unterstützung für den Vorhersage- und Warndienst und eignen sich sehr gut, um den Wetterverlauf im Jahr 2025 zu illustrieren. Bis einschließlich November haben uns insgesamt 976.438 Meldungen erreicht. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 1

Im Bild ist der Jahresverlauf der Nutzermeldungen von Januar bis November 2025 zu sehen. Wichtige Wetterlagen wurden eingetragen. 

Im Schnitt gab es tagtäglich fast 3000 Nutzermeldungen. Nimmt man diese durchschnittliche Anzahl, so dürften am Jahresende deutlich über 1 Mio. Meldungen eingegangen sein. Im Vergleich dazu gab es aber weniger Meldungen als in den Vorjahren. Die Meldezahlen lagen 2024 bei 1.158.635, 2021 gab es sogar über 1,5 Mio. Meldungen. 

Die abnehmende Anzahl an Meldungen hat dabei nicht unbedingt etwas mit weniger Interesse der Nutzer zu tun, sondern ist stark an die Wetterlagen und die Wetterereignisse gekoppelt. 2021 war beispielsweise das Jahr der Ahrtalflut, während 2025 auch immer wieder von länger andauernden Hochdruckwetterlagen geprägt war. 

Bevor wir in den Jahresrückblick einsteigen, zunächst noch ein Blick auf den Jahresverlauf anhand der Flächenmittelwerte über Deutschland für Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein im Vergleich zu 1961–1990 bzw. 1991–2020. Man erkennt sofort, dass 2025 erneut ein sehr mildes Jahr gewesen ist, das durchweg positive Anomalien im Vergleich zu 1961–1990 aufweist. Auch im Vergleich zu 1991–2020 steht zum Jahresende ein deutliches Plus. 2025 wird als sehr trockenes Jahr in Erinnerung bleiben: Von März bis Juni waren alle Monate im Flächenmittel deutlich zu trocken, regional sogar rekordtrocken. Gleichzeitig landet 2025 schließlich unter den Top 5 der sonnigsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn 1951. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 1 2

Im Bild ist der Jahresverlauf der Temperatur, des Niederschlags und der Sonne im Vergleich zu den Klimareferenzperioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 zu sehen.  

Nun aber genug der Vorrede – schauen wir im Folgenden durch die einzelnen Monate des Jahres. 

Monat Januar 

Den ersten Monat des Jahres kann man durchaus als abwechslungsreich bezeichnen. Er startete mit winterlichen Wettereignissen und wurde im weiteren Verlauf mit Pausen sogar zeitweise fast T-Shirt-tauglich. So erreichten die Maxima zum Monatsende sogar die 18-Grad-Marke. Am Ende stand ein kräftiges Plus von 2,5 K im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1961–1990. 

Die höchste Meldezahl brachte Tief Bernd, das einen Schwall milder Luft brachte und nach anfänglichen Schneefällen auf den noch tief gefrorenen Böden zu teils erheblicher Glätte durch gefrierenden Regen führte. Es folgte Tief Charly mit einer Grenzwetterlage, die in Teilen nochmals Schnee brachte. In der Südhälfte wurde es stürmisch. 

Im Anschluss konnte sich Hoch Beate mit einer ausgeprägten Inversionswetterlage durchsetzen (oben warm, unten kalt). Die Wetterberuhigung spiegelt sich auch in den Meldezahlen wider, die nur noch unterdurchschnittlich waren. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 1 3 

In der Animation sieht man Nutzermeldung zum Wind (gelb bis rot) und Blitzen (violett) am 9.Januar 2025.  

Monat Februar 

Das ruhige Wetter aus dem Januar setzte sich auch im zweiten Monat des Jahres fort. Der Februar war geprägt von wiederholten Hochdruck- und Inversionswetterlagen, die nicht nur zu einem deutlichen Defizit beim Niederschlag führten (-53 %!), sondern auch zu einer schlechten Luftqualität. Im Norden des Landes fielen über den gesamten Monat gebietsweise unter 5 l/qm. 

Die teils eisigen Nächte zur Monatsmitte (bis nahe -20 Grad) können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Monat am Ende leicht überdurchschnittlich ausfiel. Das lag unter anderem an einem Schub milder Luft im letzte Monatsdrittel mit frühlingshaften 19 Grad am Nordrand der Schwäbischen Alb. 

Die Sonne machte Überstunden, und bei den Meldezahlen fällt allenfalls ein kurzer Wintereinbruch zur Monatsmitte auf. 

Monat März 

Auch der erste Frühlingsmonat war ausgesprochen arm an Meldungen. Schaut man sich den Monatsverlauf an, wird schnell klar, warum: 2025 war der zweitsonnigste März seit Aufzeichnungsbeginn und sehr trocken. Ganze 20 Tage – und damit zwei Drittel aller Tage – waren hochdruckdominiert, sodass im Norden und Nordosten nur rund 9 l/qm Regen zusammenkamen. 

Neben dem eher unspektakulären Wettergeschehen führte dies bereits früh im Jahr zu einer hohen Waldbrandgefahr. Erst zum Monatsende kam vorübergehend etwas Bewegung in die Wetterküche. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 1 4 

Nutzermeldungen zum Parameter Nebel zusammen mit einem Nutzerbild vom 24.März. 

Monat April 

Der vierte Monat des Jahres machte zunächst so weiter wie seine Vorgänger. Zusammengenommen war es von Anfang Februar bis Mitte April gebietsweise rekordtrocken. Die Hochdruckdominanz sorgte zudem für einen erneut großen Sonnenüberschuss (+59 %, Platz 5 der Hitliste). 

Erst zur Monatsmitte kam wieder etwas Bewegung in die Wetterküche, die in der ersten ausgeprägten Gewitterlage des Jahres am Ostermontag und den Folgetagen mündete. 

Unter zunehmendem Tiefdruckeinfluss wurden auch frühsommerliche Luftmassen herangeführt. Außergewöhnlich früh wurden die ersten Sommertage im Südwesten des Landes gemessen. Aber auch im Osten wurde es vorübergehend sommerlich, mit dem Spitzenwert von 28,4 °C am 17. April in Cottbus. Die milden Abschnitte mündeten schließlich im siebtwärmsten April seit Aufzeichnungsbeginn. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 1 5

Erste ausgeprägte Gewitterlage am 24.April anhand der Nutzermeldungen. Hagel bis 3 cm, Starkregen und Sturm. 

Monat Mai 

Der letzte Frühlingsmonat fiel nach einem furiosen Start zunächst in das alte Hochdruckmuster zurück, sodass auch der Mai meldungsarm und in der Bilanz deutlich zu trocken ausfiel. Gleichzeitig durfte die Sonne wieder Überstunden schieben, wenn auch nicht ganz so exzessiv wie in den beiden Vormonaten. 

Die Schwergewitterlage am 3. Mai brachte eine ausgeprägte Gewitterlinie mit Sturm und Starkregen sowie die bis dato höchste Zahl an täglichen Nutzermeldungen. Auch einige Superzellen mit Hagel waren dabei, ebenso ein Tornado in Stolzhausen. 

In der letzten Monatsdekade nahm der Tiefdruckeinfluss allmählich wieder zu, mit dem Höhepunkt am letzten Maitag mit über 15.000 Meldungen. 

Da der Wonnemonat auch kühle Phasen zu bieten hatte, war das Temperaturmittel am Ende recht durchschnittlich. 

Jahresrueckblick 2025 Teil 1 6

In der Animation sieht man die Nutzermeldungen zur Gewitterlage am 3.Mai. Neben Blitzen werden Regen, Hagel und Windmeldungen angezeigt. 

Im morgigen Tagesthema folgt Teil 2, in dem die Monate ab Juni näher unter die Lupe genommen werden. 

Dipl.-Met. Marcus Beyer 

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.12.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Tiefdruckeinfluss über dem östlichen Mittelmeer

Wer heute Morgen auf die in den Frühstunden des gestrigen Donnerstags veröffentlichte Vorhersagekarte für die Fronten und den Bodendruck geblickt hat, der konnte über dem Absatz des italienischen Stiefels noch das Tief DIETER finden, welches international auf den Namen CASSIO getauft wurde. In der entsprechenden Karte für den morgigen Freitag (Abbildung eins) ist DIETER dagegen nicht mehr zu finden. Stattdessen trifft man auf ein Tief über der Ägäis, das von den zuständigen Kolleginnen und Kollegen den Namen BYRON erhalten hat. Wer dabei glaubt, auf der für morgen gültigen Karte sei DIETER sehr wohl noch vorhanden, und zwar im Bereich von Neapel, der irrt. DIETER hat sich tatsächlich im Bereich der kroatischen Küste abgeschwächt, das „neue“ Italientief ist in Wahrheit ein eingewanderter Korse (eine Korsin?). 

Tiefdruckeinfluss ueber dem oestlichen Mittelmeer 

Frontenvorhersagekarte für Freitag, 05.12.2025, 12 UTC, basierend auf dem Modelllauf von ICON am heutigen Donnerstag um 00 UTC 

Abgesehen von der Lage der (in diesem Fall zwei wesentlichsten) Tiefkerne kann man sehr schön erkennen, dass im Grunde das gesamte zentrale wie auch das östliche Mittelmeer unter Tiefdruckeinfluss liegen. Damit ist niedertroposphärisch für Labilität gesorgt, die nicht nur in der mittleren und höheren Atmosphäre durch entsprechende Lage der Höhentiefs und des Strömungsmusters (Stichwort: Jet) Unterstützung erfährt. Auch die noch recht hohen Wassertemperaturen treiben, durch einen Feuchteeintrag in die untersten Luftschichten und deren Erwärmung, die vertikalen Umlagerungsprozesse an. 

Tiefdruckeinfluss ueber dem oestlichen Mittelmeer 2

Meeresoberflächentemperaturen am Donnerstag, 04.12.2025, 00 UTC 

Die Abbildung zwei zeigt entsprechend die aktuellen Wassertemperaturen von heute in den um Europa herum gelegenen Meeren. Während die Ostsee es nur noch auf einstellige Werte (in °C) bringt und auch die Nordsee nur noch mit knapp zweistelligen Wassertemperaturen aufwarten kann, liegen die Oberflächentemperaturen des Wassers im östlichen Mittelmeer um oder sogar über 20 °C – und damit bei Werten, die sich auf Augenhöhe mit den aktuellen täglichen Temperaturmaxima bewegen. Das heißt aber auch: An einem großen Teil des Tages (und in der Nacht ohnehin permanent) liegen die Wassertemperaturen über der Lufttemperatur. Das kann man auch aus der Abbildung drei ableiten. Sie zeigt (ausschnittsweise) das Meteogramm der türkischen Station Dalaman für Freitag bis Sonntag (05.-07.12., Daten nach MOSMIX; die Station ist in der Abbildung zwei durch ein weißes Kreuz gekennzeichnet). Die Höchstwerte liegen in einer Spanne von 16 bis 18 °C, die Tiefstwerte dagegen zwischen 10 und 13 °C, was die oben getätigte Aussage zum Erwärmen der unteren Luftschichten bestätigt. 

Tiefdruckeinfluss ueber dem oestlichen Mittelmeer 3

Meteogramm der Station Dalaman (Türkei) vom Freitag, 05.12.2025 bis Sonntag, 07.12.2025 (basierend auf dem Modell MOSMIX). Dargestellt sind (von oben nach unten) die Temperatur und der Taupunkt, die Höchst- und Tiefstwerte, die Wetterentwicklung, die Sichtweite sowie die Niederschlagssummen 

Eine Vorstellung davon, wie sich der tiefe Luftdruck letztendlich auf das Wetter auswirkt, kann man dem Meteogramm auch schon entnehmen. Die „Wetterzeile“ zeigt entweder auf der Spitze stehende Dreiecke mit etwas Beiwerk aus Punkten. Sie stehen für Schauer in verschiedener Ausprägung. Die roten Pfeilsymbole deuten dagegen Gewitter an. Was an Niederschlag zu erwarten ist, das ergibt sich aus dem unteren Teil der Grafik. Die hellgrünen Säulen stehen für den stündlichen Niederschlag, die dunkelgrünen Säulen dagegen für den dreistündigen Niederschlag. Zwar fehlen am Freitagmorgen einige Werte, aber von Freitag bis in den Samstag sollen pro Stunde drei Liter zusammenkommen, was dreistündig acht bis neun Litern entspricht (Vorsicht: Rundungsfehler). 

Man kann davon ausgehen, dass in dieser Grafik die konvektiven Niederschlagsspitzen nicht oder nur schlecht erfasst werden – ein typisches Problem statistisch überarbeiteter Modellprognosen (MOS steht für Model Output Statistics, also für ein mit statistischen Methoden überarbeitetes Modell). Was das DWD-Modell ICON als direkten Modelloutput liefert, zeigen die Abbildungen vier und fünf. 

Tiefdruckeinfluss ueber dem oestlichen Mittelmeer 4

48-stündige Niederschlagssummen (nach dem DWD-Modell ICON) für den Zeitraum Donnerstag, 04.12.2025, 13:00 MEZ bis Samstag, 06.12.2025, 13:00 MEZ 

Tiefdruckeinfluss ueber dem oestlichen Mittelmeer 5

48-stündige Niederschlagssummen (nach dem DWD-Modell ICON) für den Zeitraum Samstag, 06.12.2025, 13:00 MEZ bis Montag, 08.12.2025, 13:00 MEZ 

In ihnen sind die 24-stündigen Niederschlagsummen dargestellt, einmal für das Zeitfenster vom heutigen Donnerstagmittag bis zum Samstagmittag (Abbildung vier), das andere Mal für das Zeitfenster von Samstagmittag bis Montagmittag (jeweils von/bis 13:00 MEZ). Im ersten hier betrachteten Zeitfenster liegt der Schwerpunkt der Niederschläge noch in der Ägäis sowie an der Südwestküste der Türkei, im zweiten arbeiten sich die Niederschläge nach Osten vor und betreffen dann speziell die Küstenregionen um das türkische Adana sowie das osttürkisch-anatolische Hochland bis in den Nordirak hinein. Die von ICON erwarteten Mengen sind zumindest lokal sehr beachtlich – in Griechenland bis knapp unter 200 l/m2 und an der südwesttürkischen Küste knapp unter 150 l/m2 (jeweils erster Zeitraum). Im zweiten Zeitraum prognostiziert ICON dann sogar über 200 l/m2 im Nordirak. Aber auch in hier nicht genannten Regionen können sich erheblich Regenmengen akkumulieren. 

Dipl.-Met. Martin Jonas
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.12.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Deutschlandwetter im Herbst 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Herbst 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Helgoland Schleswig-Holstein 12,8 °C +1,5 Grad
2 Geilenkirchen Nordrhein-Westfalen 12,1 °C +2,0 Grad
3 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 12,0 °C +0,7 Grad

Besonders kalte Orte im Herbst 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 5,8 °C +0,8 Grad
2 Carlsfeld Sachsen 6,1 °C +0,9 Grad
3 Neuhaus am Rennweg Thüringen 6,4 °C +0,8 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Herbst 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Todtmoos Baden-Württemberg 620,9 l/m² 139 %
2 Sankt Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 609,8 l/m² 137 %
3 Simonswald-Obersimonswald Baden-Württemberg 607,2 l/m² 167 %

Besonders trockene Orte im Herbst 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Arnstein-Ulzigerode Sachsen-Anhalt 70,4 l/m² 59 %
2 Mehringen Sachsen-Anhalt 79,0 l/m² 80 %
3 Tonna-Gräfentonna Thüringen 82,3 l/m² 80 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Herbst 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 420 Stunden 127 %
2 Berlin-Dahlem 398 Stunden 125 %
3 Hiddensee-Vitte Mecklenburg-Vorpommern 397 Stunden 120 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Herbst 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Schlüchtern-Herolz Hessen 197 Stunden 69 %
2 Bad Hersfeld Hessen 202 Stunden 69 %
3 Eslohe Nordrhein-Westfalen 204 Stunden 76 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Jahreszeitenmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Jahreszeitenmittelwertes zum vieljährigen Jahreszeitenmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Jahreszeitenrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 03.12.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im November 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im November 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Helgoland Schleswig-Holstein 8,9 °C +1,3 Grad
2 Geilenkirchen Nordrhein-Westfalen 8,3 °C +2,5 Grad
3 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 8,0 °C +1,2 Grad

Besonders kalte Orte im November 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 1,1 °C +1,1 Grad
2 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 1,3 °C -0,5 Grad
3 Carlsfeld Sachsen 1,7 °C +1,3 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im November 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Malsburg-Marzell Baden-Württemberg 198,3 l/m² 143 %
2 Todtmoos Baden-Württemberg 170,8 l/m² 89 %
3 Utzenfeld Baden-Württemberg 161,7 l/m² 120 %

Besonders trockene Orte im November 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Nordhausen Thüringen 12,9 l/m² 25 %
2 Etzleben Thüringen 13,5 l/m² 36 %
3 Arnstein-Ulzigerode Sachsen-Anhalt 13,6 l/m² 32 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im November 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Kempten Bayern 128 Stunden 150 %
2 Altenstadt Bayern 126 Stunden 166 %
3 Kaufbeuren Bayern 123 Stunden 143 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im November 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Wahlsburg-Lippoldsberg Hessen 33 Stunden 87 %
2 Veilsdorf Thüringen 35 Stunden 82 %
3 Sontra Hessen 36 Stunden 89 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.12.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Nebel im Winterhalbjahr

Mit dem Rückgang der Tageslänge nimmt derzeit die Nebelneigung zu. Bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember werden die Tage noch kürzer, die Nächte länger und somit dauert die nächtliche Auskühlung immer länger an. Gerade bei schwachen Windverhältnissen während Hochdrucklagen kann sich die Luft im Laufe der Nacht bis zur sogenannten Taupunkttemperatur abkühlen. Bei dieser Temperatur handelt es sich jedoch keineswegs um die Temperatur, ab der Eis taut, sondern vielmehr um jene Temperatur, ab der sich Tau beispielsweise auf Wiesen niederschlägt (siehe www.dwd.de/lexikon). Bei Erreichen der Taupunkttemperatur ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, der dann zu kondensieren beginnt. Es bilden sich winzige Nebeltröpfchen. Diese Art des Nebels bezeichnet man auch als „Strahlungsnebel“. Weitere Informationen zur Entstehung verschiedener Erscheinungsformen von Nebel finden Sie in vergangenen Themen des Tages (Link 1, Link 2, Link 3 und Link 4).

Wird dabei die horizontale Sichtweite in Augenhöhe nicht allzu sehr beeinträchtigt (Sichtweiten von 1 bis 8 Kilometer), spricht man in meteorologischen Fachkreisen von „Dunst“. Beträgt die Sicht jedoch weniger als einen Kilometer, herrscht definitionsgemäß „Nebel“. Unterschreitet die Sichtweite überregional die Schwelle von 150 Metern, wird laut den Warnkriterien des Deutschen Wetterdienstes eine Nebelwarnung fällig.

Nebel im Winterhalbjahr

Webcamfoto zeigt den Blick von der Alpe Sonthofer Hof nach Nordwesten am 22. September 2025 um 07:10 Uhr.

Dabei kann die Andauer dieser amtlichen Warnung durchaus variieren. Während sich der Nebel im September im Laufe des Tages aufgrund des noch höheren Sonnenstandes meist vollständig auflöst, kann er mittlerweile den ganzen Tag anhalten und die Sonne – wenn überhaupt – lediglich als blasse, trübe Scheibe am Himmel erscheinen lassen. Besonders nebelanfällig sind beispielsweise das Donautal und der Bodensee. Dort sorgt die Nähe zum Wasser für zusätzliche Feuchtigkeit in der Umgebungsluft.

Zugegeben, der Gedanke an Nebel ist nicht gerade furchteinflößend. In der Literatur wird ihm häufig sogar etwas Besinnliches oder Verträumtes zugeschrieben. Was soll also so gefährlich an diesem mehr oder weniger dichten Schleier sein, dass der Deutsche Wetterdienst sogar davor warnen muss?

Dass beispielsweise kräftige Sommergewitter mitunter große Schäden anrichten können, ist vielen von uns bewusst. Statistisch gesehen sterben etwa drei bis acht Menschen jährlich allein durch Blitzschlag. Wer allerdings davon ausgeht, dass die nun angebrochene Jahreszeit wettertechnisch ungefährlicher abläuft, täuscht sich. Die Statistik spricht hier eine eindeutige Sprache: In den Jahren 2018 bis 2022 registrierte die Polizei laut dem Statistischen Bundesamt insgesamt 2164 Verkehrsunfälle, bei denen Nebel eine Rolle spielte. Dabei nahmen 2371 Personen Schaden, 42 Menschen verloren gar ihr Leben. Derzeit ist es sogar besonders wahrscheinlich, dass Nebelunfälle auftreten. Im Zeitraum 2018 bis 2022 ereigneten sich 65% aller schweren Nebelunfälle im 4. Quartal.

Neben dem Flug- und Schiffsverkehr wird hauptsächlich der Straßenverkehr durch Nebel stark beeinträchtigt und erheblich gefährdet. Innerhalb kürzester Zeit kann die Sichtweite für Autofahrer in plötzlich auftauchenden, dichten Nebelbänken nahezu auf null sinken. Wer dann mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h unterwegs ist, kommt einem Piloten im Blindflug nahe. Der wesentliche Unterschied besteht nur darin, dass die meisten Flugzeuge technisch für solche Gegebenheiten ausgerüstet sind, PKWs hingegen kaum. Der Anhalteweg, der neben dem eigentlichen Bremsweg auch die Reaktionszeit des Autofahrers beinhaltet, beträgt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 100 Meter!

Nebel im Winterhalbjahr 2

Animiertes Satellitenbild des neuen europäischen Satelliten Meteosat Third Generation (MTG-I1) zeigt verschiedene Wolkentypen (rot: hohe Schleierwolken; blau-grau: niedrige Wasserwolken, Nebel oder Hochnebel; grün: optisch dichte Wolken und schneebedeckte Landschaften; orange-gelb: dichte, mehrschichtige (Eis-)Wolken) am Montag, den 01. Dezember 2025.

Auch am heutigen Montag, den 01. Dezember 2025, dem offiziellen meteorologischen Winteranfang kann man bei der Betrachtung aktueller Satellitenbilder die Nebelfelder im Süden und Osten Deutschlands recht einfach ausmachen. Mithilfe des neuen europäischen Satelliten Meteosat Third Generation (wir berichteten im Thema des Tages vom 06. Juli 2025) lassen sich sogar die Wolkentypen in verschiedenen Farben darstellen. Während die im Westen und Nordwesten aufziehenden höheren Wolkenfelder in rot eingefärbt werden, werden die Nebelschwaden in blau-grauen Farbtönen dargestellt. Die grüne Farbe zeigt schneebedeckte Landschaften sowie optisch dichte Wolken.

Im Laufe der Woche werden uns die Nebel- und Hochnebelfelder weiterhin begleiten. Insbesondere im Süden und Südosten des Landes werden sich diese im Tagesverlauf nicht mehr auflösen, sodass es in diesen Regionen ganztägig dicht bleibt.

Sc.-Meteorologe Sebastian Schappert

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 01.12.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Milder Winterstart

Am heutigen Sonntag verabschieden wir uns vom Herbst; am Montag beginnt aus meteorologischer Sicht der Winter. Von einem klassischen Winterstart kann jedoch keine Rede sein. Denn Deutschland befindet sich in den kommenden Tagen an der Vorderseite eines Tiefdruckgebiets über dem Nordatlantik. Mit einer südlichen Strömung gelangt dadurch vielmehr mildere Luft ins Land. Der Dezember startet nun herbstlich statt winterlich.

Im Tagesverlauf überquert die Kaltfront des Tiefs ZENOBIO, das von der Nordsee nach Südschweden zieht, weite Teile Deutschlands. Sie bringt dichte Wolkenfelder und zeitweiligen Regen, der am Abend die östlichen Landesteile erreicht. Zuvor herrscht dort häufig neblig-trübes Wetter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, sodass örtlich auch gefrierender Regen nicht ausgeschlossen ist. Am Abend lockert die Bewölkung von Nordwesten her wieder etwas auf. An der Nordseeküste, besonders in Nordfriesland, frischt der Wind teils stürmisch auf, im übrigen Land bleibt er hingegen weitgehend schwach.

Milder Winterstart 1

Wetter- und Temperaturkarte, Sonntag 30.11.2025. Quelle: DWD

In der Nacht zum Montag und Montagfrüh muss man im Südwesten und in der Mitte aufpassen. Denn hinter der abziehenden Kaltfront kann die Bewölkung aufreißen, was regional zu leichtem Frost führt. Sind die Fahrbahnen noch nass oder feucht, besteht Glättegefahr. In Teilen der Südhälfte bildet sich zudem erneut dichter Nebel; die Sichtweiten dürften örtlich unter 150 Meter sinken.

Milder Winterstart 2

Wetter- und Temperaturkarte, in der Nacht zum Montag 30.11./01.12.2025. Quelle: DWD

Zum Wochenbeginn gelangen wir schließlich auf die Vorderseite eines umfangreichen atlantischen Tiefdruckkomplexes und bleiben dort voraussichtlich für einige Zeit. Damit setzt sich die Zufuhr milder Luftmassen fort. Winterliche Elemente beschränken sich vorerst auf frostige Nächte, zumindest abseits des Westens und Nordwestens. Während diese Regionen immer wieder von Ausläufern atlantischer Tiefs gestreift werden, steht der Großteil Deutschlands unter dem Einfluss eines osteuropäischen Hochdruckgebiets.

Im Westen und Nordwesten präsentiert sich das Wetter daher in der neuen Woche leicht wechselhaft, mit anfangs stürmischen Bedingungen an der Nordsee. Die Temperaturen steigen dort auf sehr milde Werte bis zu 10 Grad. In den übrigen Regionen dominiert ein Mix aus Sonne und zähem Hochnebel, begleitet von Nachtfrösten und meist trockenem Wetter. Nur örtlich fällt etwas Sprühregen. Wie es ab Ende der Woche weitergeht und welches Wetter den Nikolaus erwartet, bleibt vorerst offen.

Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 30.11.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Die atlantische Hurrikansaison 2025 – Ein Rückblick

Klar, tropische Wirbelstürme können sich das ganze Jahr über entwickeln, sofern die Umgebungsbedingungen stimmen. Über dem (Nord-)Atlantik bilden sich die meisten aber zwischen Juni und November, weshalb die offizielle Saison auf diesen Zeitraum festgelegt wurde. Bevor wir gleich einen genaueren Blick auf 2025 werfen, gehen wir am besten noch einmal mit dem Staubwedel durch unser „Grundwissen“:

Tropische Wirbelstürme definieren sich über ihre mittlere Windgeschwindigkeit (1-minütiger Mittelwind). Ab 63 km/h spricht man von einem tropischen Sturm (bzw. je nach Entstehungsregion auch subtropischen Sturm), ab 119 km/h von einem Hurrikan und ab 178 km/h von einem schweren Hurrikan (engl.: major hurricane). Schwere Hurrikane nehmen damit die Kategorien drei bis fünf auf der fünfteiligen Saffir-Simpron-Skala ein. Durchschnittlich entwickelten sich über dem Nordatlantik zwischen 1991 und 2020 – also innerhalb der aktuellen sogenannten Vergleichsperiode – pro Jahr 14 tropische Stürme, darunter 7 Hurrikane und hiervon wiederum 3 schwere Hurrikane.

Das Klimaprognosezentrum der US-amerikanischen NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) sagte in seiner finalen Prognose Anfang August eine tendenziell leicht überdurchschnittliche Wirbelsturmaktivität auf dem Nordatlantik für 2025 voraus. Im Detail ging es von 13 bis 18 benannten Stürmen aus, wovon 5 bis 9 zu Hurrikanen und davon wiederum 2 bis 5 zu schweren Hurrikanen heranreifen sollten. Damit stieß die NOAA in etwa ins selbe Horn wie andere Einrichtungen, die im Großen und Ganzen ebenfalls eine leicht überdurchschnittliche Saison erwarteten.

Und was kam nun am Ende raus? 13 benannte tropische Stürme, darunter 5 Hurrikane und davon wiederum ganze 4 schwere Hurrikane. Wenn sich ein Sturm also dazu „entschloss“, in die Hurrikan-Liga aufzusteigen, gab es meistens direkt den Durchmarsch in die Champions-League. Mit Blick auf die nackten Zahlen war die Saison also eher durchschnittlich. Wie wir aber gleich sehen werden, gab es trotzdem durchaus den ein oder anderen bemerkenswerten oder gar rekordverdächtigen Moment.

Die atlantische Hurrikansaison 2025 Ein Rueckblick

Prognose der Anzahl benannter Stürme, Hurrikane und schwerer Hurrikane für 2025 auf dem Nordatlantik durch verschiedene Institutionen und Ist-Zustand (Stand: 28.11.2025). Dazu die durchschnittliche Anzahl ihres tatsächlichen, jährlichen Auftretens zwischen 1991 und 2020 sowie die jeweils bisher höchste und niedrigste Aktivität mit Jahresangabe.

Tropensturm „Andrea“ eröffnete die Saison am 24.06., die damit zwar „erst“ vier Tage hinter dem langjährigen Mittel loslegte, dafür aber direkt den ersten Rekord einheimste. Denn noch nie bildete sich im Juni ein tropischer Sturm weiter im Norden als „Andrea“ – eine Folge des deutlich zu warmem Meerwasser.

Dass die Bedingungen für die Entstehung eines Wirbelsturms auch noch weiter nördlich gut genug sein können, zeigte Subtropensturm „Karen“ am 10.10., der sich auf 44,5 Grad nördlicher Breite bildete. Noch nie seit Aufzeichnungsbeginn hat sich ein benannter (Sub-)Tropensturm über dem Atlantik weiter nördlich entwickelt.

Für Schlagzeilen sorgte auch der zweite Tropensturm („Barry“), allerdings leider sehr negativer Natur. Der Sturm löste sich zwar bereits am 30.06. auf, seine „Reste“ kamen aber von Mexiko noch weiter Richtung Texas voran. Sie waren letztlich mitverantwortlich für die extreme Sturzflut am Guadalupe River Anfang Juli, die weit über 100 Menschen in den Tod riss.

2025 war außerdem eins von nur zwei Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1850er Jahren, in dem es mindestens drei Hurrikane der höchsten Kategorie 5 gab. Während es in diesem Jahr „Erin“ (11.-22.08.), „Humberto“ (24.09.-01.10.) und „Melissa“ (21.-31.10.) auf den Spitzenplatz der Saffir-Simpson-Skala schafften, gab es nur 2005 noch einen mehr („Emily“, „Katrina“, „Rita“ und „Wilma“).

In Erinnerung bleiben wird mit Sicherheit „Melissa“. Aus dem All betrachtet ein Traum von einem Hurrikan! Mit im Mittel bis zu 295 km/h und einem tiefsten Kerndruck von 892 hPa war der Hurrikan einer der stärksten jemals Registrierten. Doch nicht nur das, „Melissa“ war zusammen mit dem sogenannten Labor-Day-Hurrikan von 1935 auch der stärkste auf Land treffende Hurrikan seit Aufzeichnungsbeginn. Jamaika war dabei das Land, das „Melissa“ unfreiwillig zu diesem leider sehr traurigen Rekord verhalf. Mindestens 75 Menschen sollen dem Sturm zum Opfer gefallen sein.
Die atlantische Hurrikansaison 2025 Ein Rueckblick 1

Blick aus dem Weltall in das Auge von Hurrikan „Melissa“ am 28.10-2025, wenige Stunden vor Erreichen der jamaikanischen Küste.

„Erin“ und „Humberto“ blieben dagegen zum Glück auf dem Wasser und legten dort eine unbeschreiblich rasante Entwicklung hin. „Erin“ darf sich sogar eine der schnellsten Intensivierungen seit Aufzeichnungsbeginn auf die Fahnen schreiben: Innerhalb von gerade einmal gut 24 Stunden schaffte es „Erin“ vom Tropensturm zum Kat-5-Hurrikan! Zudem schreibt sich „Erin“ in der Kategorie „frühester Kat-5-Hurrikan, der jemals über dem offenen Atlantik registriert wurde“ ins Guinness Buch der Rekorde (Anmerkung des Autors: Eintragung nicht überprüft 😉 ).

Auch Europa wurde hin und wieder von der atlantischen Wirbelsturmaktivität beeinflusst. Ganz vorne dabei ist sicherlich Kat-4-Hurrikan „Gabrielle“, der seinen Hurrikanstatus erst kurz vor den Azoren verlor. Als außertropisches Sturmtief und Böen im Orkanbereich zog „Gabrielle“ am 26.09. über die Inselgruppe hinweg und nahm Kurs auf die Iberische Halbinsel. Dort und auf den Balearen waren die Überreste von „Gabrielle“ mitverantwortlich für zum Teil extreme Regenfälle, die zu schweren Überschwemmungen und erheblichen Schäden führten.
Die atlantische Hurrikansaison 2025 Ein Rueckblick3

Zugbahnen und Intensität der tropischen Wirbelstürme auf dem Atlantik 2025 (Stand: 28.11.2025).

Auch wenn die Saison 2025 an diesem Wochenende endet, können sich natürlich auch im Dezember noch tropische Stürme entwickeln. Die nächsten Namen auf der Liste wären „Nestor“, „Olga“ und „Pablo“. Mal sehen, ob davon noch einer zum Einsatz kommt. In der kommenden Woche scheint das jedoch nicht der Fall zu sein. Der erste Sturm in 2026 wird dann auf den Namen „Arthur“ hören.

Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 29.11.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Glatteisgefahr im Südosten Deutschlands

Während sich der unmittelbare Alpenrand und einige Hochlagen in einem traumhaften Winterkleid präsentieren, zieht eine kompakte Wolkendecke über Deutschland hinweg und bringt mancherorts Regen. Verantwortlich dafür ist das Sturmtief YONATAN über dem Nordmeer, dessen Frontensystem bereits das Wetter im Nordwesten und in der Mitte beeinflusst. Der Südosten dagegen steht noch unter dem Einfluss des Hochs ALRUN, das sich vom Atlantik als sogenannte Hochdruckbrücke bis nach Osteuropa erstreckt.

Glatteisgefahr im Suedosten Deutschlands

Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Freitag den 29.11.2025 12 UTC (Quelle: DWD)

Am heutigen Freitag bleibt es meist bedeckt, begleitet von zeitweiligem Regen. Nur von den Alpen bis zum Bayerischen Wald scheint überwiegend die Sonne – ausgenommen die untere Donau und der untere Inn, wo sich ganztägig Nebel hält. Zudem kam es an der oberen Donau und auf der Alb örtlich zu gefrierendem Regen, doch im Laufe des Tages hat sich die Lage entspannt.

In der Nacht zum Samstag sowie am Samstagvormittag wird es jedoch stellenweise brisant. Dann erreicht das Frontensystem von Tief YONATAN auch den Südosten, wo es auf frostige Temperaturen und gefrorene Böden trifft. In der Oberpfalz, in Niederbayern und im östlichen Oberbayern besteht ein erhöhtes Risiko für Glatteis.

Glatteisgefahr im Suedosten Deutschlands 1

Wetter- und Temperaturkarte, in der Nacht zum Samstag 28./29.11.2025 (Quelle: DWD)

Trotz steigenden Luftdrucks zeigt sich der Samstag vielerorts stark bewölkt bis bedeckt. Im Südosten lässt die Glatteisgefahr allerdings nach. Im Süden wird es im Tagesverlauf freundlicher, während sich in den übrigen Regionen die Sonne nur selten zeigt.

Am Sonntag bringt ein neues Tief in der Westhälfte weiteren Regen. Von Bayern bis Sachsen wird der Tag – abgesehen von Nebelfeldern in den Niederungen – überwiegend freundlich. Die neue Woche setzt das bekannte Muster fort: Der Westen und Nordwesten verbleiben unter Tiefdruckeinfluss mit wiederholtem Regen, während der Südosten leicht vom Hochdruck geprägt ist und vor allem in höheren Lagen etwas Sonne abbekommt. In den Niederungen hingegen dominieren Nebel und Hochnebel.

Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 28.11.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Wenn natürlich nicht mehr ausreicht: Die Kunstschneeproduktion 

Ohne Schnee geht gar nichts, zumindest, wenn der Fokus auf Skisport liegt. Vor allem mit Hinblick auf die klimatischen Veränderungen ist es häufig immer schwieriger geworden, auf ausreichend natürlichen Schnee zurückgreifen und Wintersport über einen längeren Zeitraum möglich machen zu können. Umso wichtiger ist es, dass seit der zufälligen „Entdeckung“ der Schneekanone in den späten 1940er Jahren in Kanada unter R. T. Ringer und der kontinuierlichen Weiterentwicklung ab den 1950er Jahren künstliche Beschneiungsmethoden weltweiten Einzug gehalten haben und das Schneevorkommen in einem begrenzten Rahmen sicherstellen.

Wenn natuerlich nicht mehr ausreicht Die Kunstschneeproduktion

Vor allem im Skisport ist Kunstschnee heutzutage eine wichtige Grundlage, um Wintersport überhaupt noch möglich zu machen.  

Prinzipiell gibt es dabei verschiedene technische Methoden, um Schnee auf künstliche, besser gesagt technische Weise herzustellen.
Zum einen ist das die Propellermaschine oder -kanone. Als zentrale Komponente fungiert hier ein Ventilator, welcher in einem Rohr einen starken Luftstrom erzeugt. Um dieses Rohr herum sind Mischdüsen angebracht, die aus Wasser und Druckluft kleine Eiskristalle produzieren. Ein Großteil der benötigten Kälte ergibt sich einerseits aus der Umgebung, andererseits auch aus der Verdunstungskälte. Der Betrieb ist jedoch nicht einfach so möglich, denn die Menge der Wassertropfen muss den Umweltbedingungen aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit angepasst werden, um ein optimales Schnee-Ergebnis zu erhalten. Der Nachteil der Propellermaschinen liegt jedoch in der hohen Geräuschkulisse. 

 

Neben den Propellermaschinen gibt es auch die Druckluftkanonen, bei denen ein Gemisch aus Luft und Wasser bei einem Ausgangsdruck von rund 5-10 bar heraustritt und bei Ausdehnung und freiwerdender Verdunstungskälte den Gefrierprozess unterläuft. Vor allem bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, wie sie nicht selten in deutschen Mittelgebirgen vorkommen, liefern diese Schneekanonen eine gute Leistung. Sie sind jedoch laut und benötigen wie die Propellermaschinen ein hohes Maß an Energie. 

 

Dem gegenüber stehen die sogenannten Schneelanzen, die aus einem mehr als 10 m langen Aluminiumrohr gebaut sind und meist schräg angeordnet sind. Am vorderen Ende befinden sich Wasser- und Luftdüsen, wobei wie bei der Propellermaschine in das zerstäubte Wasser Druckluft hinein geblasen wird. Die Luft wiederum dehnt sich aus und kühlt daher ab, wodurch sogenannte Eiskeime entstehen, an denen wiederum eine Kristallisation des Wassers vonstattengehen kann. Im Vergleich zu den Schneekanonen haben Schneelanzen einen wesentlich geringeren Energiebedarf, liefern aber auch geringere Leistungen. 

 

Allen technischen Schneeproduktionen ist gemein, dass es einen Nukleus, also einen Eiskeim, geben sollte bzw. muss. 

 

Nun stellt sich abschließend noch die Frage, was Kunstschnee von „echtem“, also natürlich entstandenem Schnee unterscheidet. Schon die Form von feinem Kunstschnee, der eine Kugelgestalt hat, weicht maßgeblich von der hexagonalen Form der natürlichen Schneekristalle ab. Auch liegt die Dichte mit 300-500 kg/m³ deutlich über der von natürlichem Schnee mit 50-200 kg/m³. Durch eine insgesamt höhere Wärmebeständigkeit, nicht zuletzt aufgrund der höheren Dichte und einer härteren Beschaffenheit dauert der Schmelzprozess bei Kunstschnee deutlich länger als bei Naturschnee. 

 

Dieser Vorteil darf jedoch nicht über den großen Ressourcenverbrauch von Wasser und Energie hinwegtäuschen.

M.Sc.Meteorologe Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 27.11.2025
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