• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik 

30. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Regen zu dieser Jahreszeit (Sommer bis Frühherbst) ist im südöstlichen Afrika normal. Dort treffen von Dezember bis März bedingt durch die innertropische Konvergenzzone (ITCZ) und typischen Monsunwinde permanent feuchte Luftmassen aus dem Indischen Ozean bzw. der Straße von Mosambik auf Mosambik und die weiter landeinwärts gelegenen Staaten Malawi, Sambia, Simbabwe, das nördliche Südafrika und Eswatini. Dies verdeutlicht die folgende Abbildung, bei der Strömungslinien, die in einer Höhe von etwa 1200 Metern verlaufen, dargestellt sind.
 

Abb. 1 Quelle: Springer Verlag, Southern African monsoon: intraseasonal variability and monsoon indices (Silvério, K.C., Grimm, A.M. Southern African monsoon: intraseasonal variability and monsoon indices. Clim Dyn 58, 1193–1220 (2022). https://doi.org/10.1007/s00382-021-05954-y) 

(Abbildung 1: Schematische Darstellung der Monsunsituation im südlichen Afrika. Dargestellt sind Strömungslinien in rund 1200 m Höhe. Tiefer Luftdruck über Angola (in der Kartendarstellung AL) sowie über der Straße von Mosambik (MCT) steht hohem Luftdruck über dem Südatlantik (SAH) und dem Südindik (SIH) gegenüber. Die blauen Linien stellt den Nordwest- (NWM) bzw. den Nordost-Monsun (NEM) dar. Letzterer trifft auf den Norden Mosambiks, was hier schematisch verdeutlicht wird. Die blaue Linie mit SETW zeigt den Südostpassatwind, der auf Zentralmosambik trifft. Die grün gestrichelte Linie kennzeichnet die typische Lage der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ), während CAB (Congo Air Boundary) beide Monsuneinflüsse trennt und an der Südflanke einen markanten Übergang feuchter Luftmassen im Norden zu trockeneren im Süden darstellt. Die Hintergrundfarben zeigen die durchschnittlich zu erwartende Monatsniederschlagsmenge in Litern pro Quadratmeter.)

Typische Monatsniederschläge liegen im Norden Mosambiks üblicherweise bei rund 200 Litern pro Monat. So gehen in diesen vier Sommermonaten etwa 80 Prozent des Jahresniederschlages nieder. Im Süden Mosambiks ist die Regenzeit nicht ganz so stark ausgeprägt. Dort kommt in diesen vier Monaten etwa die Hälfte des Jahresniederschlages zusammen.

Wiederholt auftretende Wettermuster sowie tropische Stürme haben diese Saison in Mosambik jedoch zu außergewöhnlichen Niederschlagsmengen geführt. Der Schwerpunkt richtete sich nicht nur auf den Norden, sondern vor allem auf die Mitte und auf den Süden des Landes. So fielen zwischen Weihnachten 2025 und dem 26. Januar 2026 in der zentralmosambikanischen Binnenlandprovinz Manica aufsummiert lokal über 1000 Liter pro Quadratmeter Niederschlag in nur fünf Wochen (das entspricht etwas mehr als der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von Deutschland). Auch in der südlich gelegenen Provinz Gaza gab es mehr als 500 Liter auf den Quadratmeter in fünf Wochen. Höhepunkt der Niederschläge im Süden Mosambik war der Zeitraum zwischen dem 9. und 12. Januar 2026, in dem mehrere Wetterstationen täglich über 200 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen haben. Das ist eine Menge, die an einer solchen Wetterstation in der Regenzeit sonst in einem Monat zu erwarten wäre. 

Hauptniederschlagsmengen in Litern pro Quadratmeter vom 24. Dezember 2025 bis 26. Januar 2026. Quelle: ERCC (Emergency Response Coordination Centre) der Europäischen Kommission  

Folge dieser enormen Regenmengen sind großflächige Überschwemmungen. Allein im Süden Mosambiks sind 640.000 Menschen direkt oder indirekt vom Hochwasser betroffen. Mindestens 125 Personen kamen ums Leben, über 75.000 Bürger harren in Notunterkünften aus und 392.000 Menschen wurden durch die Überschwemmungen vertrieben. Besonders in ländlichen Gebieten leben 90 Prozent der Mosambikaner in Lehmhäusern, die sich bei solchen Regenmengen sprichwörtlich auflösen, da der Lehm kontinuierlich ausgewaschen wird. Mehr als 72.000 Häuser stehen unter Wasser, sind darüber hinaus stark beschädigt oder ganz zerstört. Betroffen sind auch Schulen und Gesundheitseinrichtungen, die in Trümmern liegen. Dazu begünstigt die Überschwemmung die Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen wie Cholera, weil Wasser oftmals verunreinigt ist. 70.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche sind zerstört und 34.000 größere Nutztiere kamen um. Wichtige Infrastruktur wie Straßen und Brücken sind ebenfalls betroffen. So ist die Hauptstraße in Mosambik, die von der Hauptstadt im Süden in die nördlichen Landesteile führt, unpassierbar. Dies gilt auch für Nebenstraßen, die als Pisten oftmals aus Naturbelag bestehen. 5000 Kilometer Straßen sind beschädigt. Der Limpopo, einer der Hauptflüsse Südostafrikas, trat über die Ufer, überschwemmte mehrere Orte und setzte in seinem Mündungsbereich die Stadt Xai-Xai unter Wasser. Erstmals seit 1977 mussten am Massingir-Staudamm an einem Hauptzufluss des Limpopo alle vierzehn Schleusen geöffnet werden, was fast zu einer rasanten Verdopplung der abfließenden Wassermenge geführt hat. Weitere Stauseen, die sich flussaufwärts befinden, sind voll und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass auch dort Wasser abgelassen werden muss. Über Mosambik hinaus meldete Simbabwe 70 Todesopfer durch die Überschwemmungen. Die südafrikanischen Provinzen Limpopo und Mpumalanga verzeichnen 30 Todesfälle. 

Überschwemmungen in Xai-Xai im Mündungsbereich des Limpopo. Quelle: OCHA bzw. UNOCHA (Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten)  

Wissenschaftler haben die Folgen dieser Überschwemmungen für Südostafrika untersucht. Wiederkehrende Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen haben die ländlichen Gemeinden im unteren Limpopo-Flussgebiet in einem Kreislauf der Armut gefangen gehalten. Infolgedessen sind die Auswirkungen der Überschwemmungen für einkommensschwache und marginalisierte Gemeinden unverhältnismäßig schwerwiegend. Ein großer Teil der städtischen Bevölkerung, der unter informellen Bedingungen lebt, ist besonders anfällig für Überschwemmungen, was durch die rasche Ausdehnung der Städte, unzureichende Planung und unzureichende Grundversorgung noch verschärft wird. Schlechte Wohnverhältnisse und unzureichende Infrastruktur erhöhen die Gefährdung und Anfälligkeit für Überschwemmungen erheblich.

Extreme Niederschläge in dieser Region werden auch durch die El Niño-Southern Oscillation (Abk.: ENSO, ein globales komplex gekoppeltes Zirkulationssystem von Erdatmosphäre und Meeresströmung) beeinflusst. Ein dort aktuell negativer ENSO-Index zeigt ein schwaches La Niña-Ereignis während der diesjährigen Regensaison, was die Wahrscheinlichkeit und die Heftigkeit von starken Niederschlägen erhöht. Studien zum Klimawandel und dessen Auswirkungen für das südöstliche Afrika laufen derzeit. 

Die Regenzeit dauert noch an. Im Norden Mosambiks, der bisher von den stärksten Niederschlägen verschont blieb, gibt es derzeit stärkere Regenfälle, die der über der Straße von Mosambik befindliche Zyklon „Fytia“ verursacht. Dessen Zugbahn bewegt sich auf Madagaskar zu, was an der dortigen Westküste zu vielen Niederschlägen führen wird. Der Höhepunkt der Tropensturmsaison wird erst noch erwartet. 

Weiterführende Literatur (Quellenbezug): La Niña, Climate change, high exposure and vulnerability combined led to devastating floods in parts of Southern Africa, https://www.worldweatherattribution.org/la-nina-climate-change-high-exposure-and-vulnerability-combined-led-to-devastating-floods-in-parts-of-southern-africa/
 

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 30.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
Schlagworte: Monsunströmung, Starkregen, Überschwemmungen
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/02/Aussergewoehnliche-Regenmengen-im-suedoestlichen-Afrika-und-deren-Auswirkungen-in-Mosambik-.jpg 700 650 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-01-30 14:32:212026-02-01 14:41:39Außergewöhnliche Regenmengen im südöstlichen Afrika und deren Auswirkungen in Mosambik 
Das könnte Dich auch interessieren
Gewitter mit heftigem Starkregen am Donnerstag!
Eine turbulente Wetterwoche mit teils schweren Gewittern steht uns bevor!
Niederschläge hierzulande und weltweit
Rückblick auf die teils extremen Niederschläge im Westen Deutschlands
Intensive Regenfälle über dem Westen Deutschlands
Ruhiges Altweibersommerwetter – aber nicht überall…
Unwetter gestern Abend
Heftige Regenfälle in Osteuropa
Search Search

Neueste Beiträge

  • Bachelorarbeit Hilfe für Themen rund um Ökologie
  • Bisher abwechslungsreicher Mai
  • Tag der Diversität
  • Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität
  • Blick nach vorne – Sommerwetter?

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.237)
    • Thema des Tages (2.221)
    • Wetterlexikon (1.263)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (21)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Transporte in der Seeschifffahrt und maritime Lüftungsberatung im Deutschen Wetterdienst Link to: Transporte in der Seeschifffahrt und maritime Lüftungsberatung im Deutschen Wetterdienst Transporte in der Seeschifffahrt und maritime Lüftungsberatung im Deutschen... Link to: Start in den Februar  Link to: Start in den Februar  Start in den Februar 
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen