• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Kontrastreiches Wetter im Mittelmeerraum

Zu Beginn dieser Woche gab es in Teilen Spaniens tief winterliche Verhältnisse mit reichlich Schnee. Gleichzeitig luden in Griechenland sommerliche Temperaturen zum Baden ein. Wie kommen solch konträre Wetterverhältnisse zustande?

Die Bilder von Ski oder Schlitten fahrenden Menschen im Zentrum von Madrid gingen durch zahlreiche Medien: Einige Regionen Spaniens erlebten am vergangenen Wochenende einen seit Jahrzehnten nicht dagewesenen Wintereinbruch. Langanhaltende Schneefälle sorgten teilweise für einen halben Meter Neuschnee. Vielerorts kam der Verkehr komplett zum Erliegen, wie beispielsweise in Spaniens Hauptstadt Madrid. Mittlerweile ist der Schneefall zwar vorüber. Auf den Schneefall folgte aber die Kälte, sodass Spanien weiterhin fest im Griff des winterlichen Wetters ist. Doch wie kam es zu diesen heftigen Schneefällen und wie lange hält die Kälte im Südwesten Europas noch an?

Schauen wir zunächst zurück auf den Donnerstag der vergangenen Woche und betrachten die großräumige Luftdruckverteilung über Europa, dem Mittelmeerraum sowie dem nahen Ostatlantik. Zu diesem Zeitpunkt erstreckte sich eine ausgedehnte Tiefdruckzone vom Europäischen Nordmeer über Mitteleuropa und den zentralen Mittelmeerraum hinweg bis vor die Westküste Nordafrikas. Gleichzeitig befand sich ein umfangreiches Hochdruckgebiet (Name ANTJE) über dem nahen Ostatlantik. Weite Teile Kontinentaleuropas waren bereits von Kaltluft geflutet. Ausgenommen waren bislang noch die Mittelmeerstaaten. Dies änderte sich schließlich als ein Tief mit dem Namen BARTOSZ (vom span. Wetterdienst FILOMENA getauft) von Madeira kommend über die Straße von Gibraltar hinweg Richtung westliches Mittelmeer zog. Dadurch drehte die Strömung über dem Südwesten Europas zwischen dem Hoch und dem Mittelmeertief auf eine nordöstliche Richtung, wodurch die über weiten Teilen Europas liegende Kaltluft angezapft und Richtung Spanien gelenkt wurde. Dadurch gingen die mit dem Tief einhergehenden Niederschläge auf dessen Rückseite und damit auf der kalten Seite des Tiefs zunehmend in Schnee über. Aufgrund der langsamen Zuggeschwindigkeit von BARTOSZ hielten die Schneefälle am vergangenen Wochenende über viele Stunden an, wodurch sich entsprechend hohe Schneeberge auftürmen konnten. Besonders betroffen von den starken Schneefällen waren die Regionen Aragón, Castilla-La Mancha, Madrid und Valencia. Auf der Vorderseite des Tiefs und somit auf der warmen Seite gab es in den küstennahen Regionen Südostspaniens keinen Schnee, sondern Dauerregen, der teils sogar Überflutungen nach sich zog.

Im Laufe des Sonntags zog Tief BARTOSZ schließlich weiter ostwärts in den zentralen Mittelmeerraum, wo es auch am Montag zunächst weiter verharrte. Während das Tief auf seiner Westflanke weiterhin Kaltluft in den Südwesten Europas lenkte und dort in den Nächten verbreitet Frost brachte (regional sogar Tiefstwerte unter minus 10 Grad), wurde auf dessen Ostflanke mit einer kräftigen südlichen Strömung Luft aus dem Norden Afrikas gen Norden geführt. Da diese Luft auch zu dieser Jahreszeit vergleichsweise warm ist, kamen die Bewohner Griechenlands in den Genuss sommerlicher Temperaturen. So wurde beispielsweise bei der Stadt Argos auf dem Peloponnes eine Höchsttemperatur von 27 °C gemessen, auf der Insel Kreta waren es an der Station Souda knapp 26 °C. Es war also ein und dasselbe Tief, das im Mittelmeerraum für völlig unterschiedliche Strömungsverhältnisse sorgte und somit die extremen Temperaturkontraste hervorbrachte.

Allzu lange werden diese Temperaturverhältnisse aber nicht mehr anhalten. Vielmehr könnten sich diese in den kommenden Tagen umkehren, denn die Wetterlage stellt sich im Süden Europas um. Das Tief BARTOSZ zieht am heutigen Mittwoch über die Türkei nordostwärts Richtung Schwarzes Meer. Gleichzeitig wandert das atlantische Hoch ANTJE südwärts, sodass der Südwesten Europas und somit auch Spanien heute und in den nächsten Tagen in dessen Einfluss gelangt. Weitere Niederschläge sind dort also nicht zu erwarten. Vielmehr kann sich mit einer auf westliche Richtung drehenden Strömung wieder mildere Atlantikluft durchsetzen.

In Griechenland und weiten Teilen Südosteuropas ist dann hingegen mit einem deutlichen Temperaturrückgang zu rechnen. Auslöser dafür ist Tief DIMITRIOS, das übrigens derzeit unser Wetter in Deutschland bestimmt. Es verlagert sich bis Ende der Woche mit reichlich Kaltluft im Gepäck in den Südosten Europas. Somit sinkt auch die Temperatur in Griechenland auf Werte meist zwischen 11 und 4 Grad ab. Zudem kann ab Donnerstag zumindest im Norden Griechenlands Schneefall aufkommen.

Dipl.-Met. Johanna Anger

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 13.01.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
Search Search

Neueste Beiträge

  • Erste große Gewitterlage 2026?
  • In 16000 m Höhe
  • Was ist ein „Heat Dome“?
  • Geschichte der Meteorologie – Teil 7: Meteorologie im beginnenden Zeitalter der Aufklärung und Weiterentwicklung der quantitativen Meteorologie
  • Die Sonne nähert sich dem Höchststand, gewinnt täglich an Kraft und bringt somit auch entsprechende Gefahren mit!

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.245)
    • Thema des Tages (2.229)
    • Wetterlexikon (1.271)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (29)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: DIMITRIOS hat noch nicht genug Link to: DIMITRIOS hat noch nicht genug DIMITRIOS hat noch nicht genug Link to: Die möglichen Auswirkungen der Erwärmung in der Stratosphäre auf unser Wetter Link to: Die möglichen Auswirkungen der Erwärmung in der Stratosphäre auf unser Wetter Die möglichen Auswirkungen der Erwärmung in der Stratosphäre auf unser W...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen