• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü
DWD Rekordregenreiche Zwoelf Monats Periode

Rekordregenreiche Zwölf-Monats-Periode

21. Juli 2024/in Klima, Thema des Tages/von WINDINFO

Auch wenn noch einige Tage fehlen, steht schon jetzt fest, dass im Zeitraum vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 (bisweilen auch als „Winterjahr“ bezeichnet) so viel Niederschlag gefallen sein wird wie noch nie zuvor in Deutschland seit Beginn regelmäßiger und flächendeckender Messungen im Jahre 1881. Bis einschließlich des gestrigen Samstags (20. Juli 2024) sind im deutschlandweiten Mittel in diesem Zeitraum rund 1030 mm Niederschlag gemessen worden. Das entspricht etwa 130 % der durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 791 mm in der aktuellen Vergleichsperiode von 1991-2020. Eine Abweichung von knapp einem Drittel zum vieljährigen Mittel (obwohl die Periode noch nicht einmal zu Ende ist) in einem Zeitintervall von einem Jahr ist sehr bemerkenswert und bisher beispiellos.

 

DWD Rekordregenreiche Zwoelf Monats Periode

Zeitlicher Verlauf der Niederschläge

Nach einem bereits recht nassen Juli war auch der August letzten Jahres mit 123 mm (158 %) ein ungewöhnlich regenreicher Sommermonat (Abbildung 1 und 2).

Deutlich weniger Regen kam im September 2023 vom Himmel. Mit nur 33 mm (52 %) war dies auch der trockenste Monat in der betrachteten Zwölf-Monats-Periode. Es folgten fünf überdurchschnittlich nasse Monate in Folge, beginnend mit einem regenreichen Oktober, in dem im deutschlandweiten Flächenmittel 101 mm (159 %) verzeichnet wurden. Weiter ging es mit dem zweitniederschlagreichsten November seit Messbeginn. Mit 124 mm kam rund das Doppelte der üblichen Monatsmenge vom Himmel (Abbildung 2).

DWD Rekordregenreiche Zwoelf Monats Periode 1

Nach diesen beiden Herbstmonaten erlebten wir den viertnassesten Winter seit 1881. Vor allem der Dezember setzte die ungewöhnlich niederschlagreiche Witterung fort. Die Niederschlagsmenge summierte sich auf 120 mm (170 %), von der ein beachtlicher Teil in der zweiten Monatshälfte fiel. Auch die Monate Januar (75 mm, 116 %) und Februar 2024 (81 mm, 152 %) präsentierten sich überdurchschnittlich nass. Erst der März war seit langer Zeit mal wieder ein Monat mit einem Defizit im deutschlandweiten Mittel (46 mm, 80 %). Dies sollte aber nicht das Ende der regenreichen Witterungsperiode darstellen. Schon der darauffolgende April fiel mit 64 mm erneut überdurchschnittlich nass aus (144 %). Darauf folgte schließlich der drittnasseste Mai der letzten 143 Jahre. Stolze 118 mm (169 %) wurden in Deutschland verzeichnet. Der Juni fügte sich nahtlos an und war mit 89 mm (118 %) erneut zu regenreich. Vor allem zum Monatswechsel Mai/Juni wurden in Teilen Süddeutschlands extreme Dauerregenfälle beobachtet. Im aktuellen Juli kamen bisher rund 55 mm zusammen. Ein Blick auf die Prognosen zeigt, dass bis Monatsende verbreitet noch zwischen 10 und 30 mm Niederschlag dazukommen sollen, im Alpenvorland teils auch deutlich mehr (Abbildung 3).

DWD Rekordregenreiche Zwoelf Monats Periode 2

Vergleich mit früheren Jahren

Vergleicht man die diesjährige Zwölf-Monats-Periode (im Folgenden als „Winterjahr“ bezeichnet) mit früheren, wird deutlich, wie ungewöhnlich der Niederschlagsüberschuss sein wird. Noch nie zuvor seit Messbeginn im Jahre 1881 hat es in diesem Zeitraum über 1000 mm Niederschlag gegeben. Das bisher nasseste Winterjahr war 1960/61 mit 993 mm Niederschlag (126 %), welches wir bereits zum heutigen Tage um etwa 35 mm übertroffen haben. Ein weiteres regenreiches Winterjahr war 1925/26 mit 967 mm (122 %). Letztmalig über 900 mm wurde im Winterjahr 2006/07 verzeichnet (930 mm, 117 %). Als Kontrastprogramm kam im bisher trockensten Winterjahr nur etwa halb so viel Niederschlag vom Himmel. Von August 1933 bis Juli 1934 wurden lediglich dürftige 533 mm registriert und damit nur etwa zwei Drittel der sonst üblichen Menge in diesem Zeitraum.

Auswirkungen der hohen Niederschlagsmengen

Die hohen Niederschlagsmengen im Winterhalbjahr hatten und haben sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Natur. Es ist wenig verwunderlich, dass bei derart großen Regenmengen Hochwasserereignisse nicht ausblieben. Vor allem sehr intensive Regenfälle in der Woche vor Weihnachten 2023 ließen die Pegel in vielen Teilen Deutschlands ansteigen und Talsperren überlaufen. Ein massives Weihnachtshochwasser an mehreren Flüssen, insbesondere in Niedersachsen, war das Resultat. Neben diesem überregionalen Hochwasserereignis gab es im Winterhalbjahr wiederholt Hochwasser, die allerdings nicht so großflächig auftraten und damit weniger in die Schlagzeilen gerieten.

Mitte Mai brachte ein stationäres Tief dem Südwesten Deutschlands langanhaltende und intensive Regenfälle. Vor allem vom Saarland bis zur Pfalz summierte sich die Regenmenge auf 80 bis 120 mm, was an etlichen Bächen und Flüssen in dieser Region – unter anderem der Saar – zu einem großen bis sehr großen Hochwasser führte. An einigen Pegeln wurden die Marken eines 100-jährlichen Hochwassers zum Teil deutlich übertroffen.

Anfang Juni kam es schließlich in Süddeutschland zu einem Jahrhunderthoch-wasser. Eine sogenannte Vb-Wetterlage (sprich: Fünf-b) brachte dem Süden Bayerns und Baden-Württembergs zum Monatswechsel und Anfang Juni extreme Regenfälle. Verbreitet wurden innerhalb von nur vier Tagen 100 bis 200 mm, am Alpenrand lokal sogar um 300 mm Niederschlag gemessen. Entsprechend verheerend waren die Auswirkungen: Überflutete Straßen und Ortschaften, Dammbrüche, Murenabgänge, zahlreiche Evakuierungen, gesperrte Bahnstrecken und leider auch mehrere Vermisste und Tote. An vielen Flüssen südlich der Donau wurden 100-jährliche Pegelmarken überschritten und auch entlang der Donau kam es zu einem großen Hochwasser.

Der erhebliche Niederschlagsüberschuss hat aber auch positive Effekte. Nach vielen Jahren mit sehr niedrigen Grundwasserspiegeln hat sich die Lage in diesem Winter endlich wieder entspannt. Ähnlich sieht es mit der Bodenfeuchte aus. Die seit 2018 andauernde historische Dürreperiode wurde beendet. In allen Bodenschichten ist nun wieder ausreichend Wasser vorhanden. Die Vegetation, insbesondere auch die Wälder, können davon profitieren.

Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.07.2024
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
Schlagworte: Druckgradienten, Klimawandel, Luftdruckmuster, Meereisrückgang
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2024/07/DWD-Rekordregenreiche-Zwoelf-Monats-Periode.png 593 1257 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2024-07-21 20:40:222024-07-21 20:40:58Rekordregenreiche Zwölf-Monats-Periode
Das könnte Dich auch interessieren
DWD Eisstau Ueberflutungsgefahr durch angestautes Eis Eisstau – Überflutungsgefahr durch angestautes Eis
DWD Suedeuropa aechzt unter anhaltender Hitze Südeuropa ächzt unter anhaltender Hitze
DWD Wirbelsturm YASA trifft Fidschi hart! Wirbelsturm YASA trifft Fidschi hart!
Windinfo November 2020 sehr trocken und im Bergland größtenteils sehr sonnig und mild
arktis animation cc clip 100 1280x720 Schmelzendes Eis in der Arktis
DWD Leuchtende Nachtwolken die kaeltesten Wolken auf der Erde Leuchtende Nachtwolken, die kältesten Wolken auf der Erde.
Waldbrandbekaempfung macht erfinderisch Waldbrandbekämpfung macht erfinderisch
DWD Klimakommunikation Warum Wissenschaft nicht immer Wissen schafft Klimakommunikation – Warum Wissenschaft (nicht immer) Wissen schafft
Search Search

Neueste Beiträge

  • Bachelorarbeit Hilfe für Themen rund um Ökologie
  • Bisher abwechslungsreicher Mai
  • Tag der Diversität
  • Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität
  • Blick nach vorne – Sommerwetter?

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.237)
    • Thema des Tages (2.221)
    • Wetterlexikon (1.263)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (21)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Staub aus der Aralkum-Wüste beeinflusst zunehmend Prozesse in der Atmosphäre Link to: Staub aus der Aralkum-Wüste beeinflusst zunehmend Prozesse in der Atmosphäre Staub aus der Aralkum-Wüste beeinflusst zunehmend Prozesse in der AtmosphÃ...DWD Staub aus der Aralkum Wueste beeinflusst zunehmend Prozesse in der Atmosphaere Link to: Südeuropa ächzt unter anhaltender Hitze Link to: Südeuropa ächzt unter anhaltender Hitze DWD Suedeuropa aechzt unter anhaltender HitzeSüdeuropa ächzt unter anhaltender Hitze
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen