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Schlagwortarchiv für: Aprilwetter

König Fußball und das Wetter

15. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!“ So lautet ein bekanntes Sprichwort. Für alle Fußballbegeisterten steht am morgigen Samstag der letzte Spieltag in der dritten Liga sowie in der Bundesliga der Männer an, bevor dann am Sonntag das Finale in der zweiten Bundesliga der Männer sowie in den höchsten beiden Ligen der Frauen folgt. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen steht bereits seit geraumer Zeit fest, wer Deutscher Meister wird. Beide Titel gehen in die bayerische Hauptstadt München.

Die neun Partien in der Bundesliga der Männer finden in allen Himmelsrichtungen Deutschlands statt; von den nördlichsten Austragungsorten in Bremen und bei St. Pauli bis zu den südlichsten in Freiburg, Heidenheim und München sowie von den westlichsten in Mönchengladbach und Leverkusen bis zum östlichsten bei Union Berlin. Der Vollständigkeit halber wird zudem in Frankfurt gespielt. Die meteorologischen Bedingungen für diese Partien sind durchaus ähnlich, dennoch werfen wir einmal einen Blick auf jeden Austragungsort. Zum Beispiel soll die Frage beantwortet werden, ob man den Taschenschirm auf dem Weg ins Stadion brauchen könnte oder ob die Jacke ähnlich dick sein sollte wie in den vergangenen Tagen.

Spannung ist auf jeden Fall bei der Partie St. Pauli gegen den VfL Wolfsburg geboten, denn es geht um nichts Geringeres als den Verbleib in der Bundesliga. Der Verlierer muss definitiv den Gang in die zweite Liga antreten. Bei Punkteteilung bzw. selbst der Sieger dieser Partie muss auf die Ostalb nach Heidenheim schielen, die ihr Heimspiel gegen Mainz 05 bestreiten müssen, für die es wiederum um nichts mehr geht. St. Pauli, Wolfsburg und Heidenheim können nur noch auf den Relegationsplatz 16 hoffen, der rettende 15. Platz ist nicht mehr erreichbar.

Auch bei den Tabellenplätzen, die sich für das europäische Geschäft aus Champions League, Europa League und Conference League qualifizieren, bleibt es am letzten Spieltag ebenfalls noch spannend. Die Top 3 Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig haben sich bereits für die Champions League qualifiziert. Der designierte Meister Bayern München bestreitet sein Heimspiel gegen die Geißböcke des 1. FC Köln, für die es um nichts mehr geht. Sie könnten allerdings den Favoriten des Spiels bei ihrer Meisterfeier ärgern. Die Dortmunder Borussen reisen für ihr letztes Saisonspiel zu Werder Bremen. Für beide geht es um nichts mehr, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Spiel langweilig werden wird.

RB Leipzig muss auswärts gegen den SC Freiburg antreten. Für Freiburg geht es um einiges. Aktuell stehen sie auf dem siebten Tabellenplatz, der sie zur Qualifikation für die Conference League berechtigen würde. Am Mittwoch, den 20. Mai, bestreiten sie dann das Finale der Europa League gegen Aston Villa. Der Sieger dieses Spiels qualifiziert sich wiederum für die Champions League in der kommenden Saison. Verliert Freiburg beide Spiele, stünden sie allerdings mit leeren Händen da.

Viel Spannung ist auch bei der Partie der Frankfurter Eintracht gegen den VfB Stuttgart geboten. Für Stuttgart entscheidet es sich, ob sie in der nächsten Saison Champions League (der aktuelle vierte Tabellenplatz berechtigt dazu) oder Europa League spielen. Frankfurt könnte wiederum auf Schützenhilfe von RB Leipzig hoffen und gegebenenfalls Freiburg überholen. Ganz Außer-Acht-lassen sollte man allerdings auch den FC Augsburg nicht, der aus den letzten fünf Spielen elf Punkte holte. Sollten Freiburg und Frankfurt patzen, bestünde noch die Chance, sich an beiden vorbeizumogeln, um in der kommenden Saison möglicherweise international zu spielen. Augsburg bestreitet sein letztes Saisonspiel bei den Eisernen von Union Berlin, für die es wiederum um nichts mehr geht.

Neben Stuttgart konkurrieren auch Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim um den begehrten vierten Tabellenplatz. Fans dieser drei Mannschaften verfolgen also sicherlich, was in den Stadien der anderen so passiert. Bayer Leverkusens Gegner ist der Hamburger SV und die TSG Hoffenheim tritt ihr Auswärtsspiel bei den Borussen aus Mönchengladbach an. Weder für Hamburg noch für Gladbach geht es noch um etwas. Seit dem 32. Spieltag haben beide die Gewissheit, auch in der nächsten Saison im deutschen Oberhaus des Fußballs zu spielen.

Wettertechnisch lässt sich zusammenfassen, dass ein Taschenschirm sicherlich nicht verkehrt wäre, insofern man diesen ins jeweilige Stadion mitnehmen darf. Gebietsweise treten Schauer oder einzelne Graupelgewitter auf. Zwischendurch kann sich aber auch immer mal wieder die Sonne zeigen. Die größten Chancen auf etwas mehr Sonnenschein bestehen bei der Partie Union Berlin gegen den FC Augsburg. Bei den Heimspielen der Kiezkicker gegen den VfL Wolfsburg sowie von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund muss hingegen zeitweise mit böigem Wind aus westlichen Richtungen gerechnet werden. Die Höchsttemperaturen liegen meist zwischen 11 und 16 Grad, wobei die Heimspiele von Leverkusen, Gladbach, Frankfurt und Berlin hierbei die Nase vorn haben dürften. Ausgestattet mit einer etwas dickeren Jacke sollte also einem spannenden Fußballnachmittag nichts im Wege stehen. Natürlich kann man die Spiele auch ganz gemütlich am heimischen Fernseh- oder Radiogerät verfolgen.

Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am morgigen Samstag, den 16.05.2026

Trotz aller Wehmütigkeit bezüglich des Saisonendes 2025/26 sei allen Fußballbegeisterten hiermit ein Hoffnungsschimmer mitgegeben. In diesem Jahr hält sich die Fußball-Abstinenz während der Sommerpause in Grenzen. Wie in jedem Jahr werden noch die Relegationsspiele ausgetragen, zudem gibt es die Finalspiele beim DFB-Pokal (mit dem Südderby Bayern München gegen den VfB Stuttgart ein echter Klassiker) sowie bei den europäischen Wettbewerben. Am 11. Juni wird dann die Weltmeisterschaft der Männer in Kanada, den USA und Mexiko mit dem ersten Spiel Mexiko gegen Südafrika angepfiffen.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/05/Koenig-Fussball-und-das-Wetter.png 824 1467 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-05-15 16:49:212026-05-17 23:48:40König Fußball und das Wetter

Das „Aprilwetter“

30. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Erst scheint eitel die Sonne, dann ziehen dunkle Wolken auf und es regnet, schneit oder graupelt sogar mit Blitz und Donner, bevor wieder die Sonne zum Vorschein kommt. Gemeinhin wird solches Wetter – egal zu welcher Jahreszeit – gerne als „Aprilwetter“ bezeichnet. Doch wie man am heutigen Montag sieht, kann es auch Ende März schon das klassische Aprilwetter mit zahlreichen Schauern und Gewittern über Deutschland geben.

Und wieso das vor allem im April so ist, soll im Folgenden dargelegt werden. Für die Entwicklung von Schauern und Gewittern wird eine labil geschichtete Atmosphäre benötigt, was bedeutet, dass die Temperatur mit der Höhe relativ rasch abfällt – stärker als normal üblich. Gute Bedingungen hierfür sind, wenn es bodennah recht warm ist und in der Höhe sehr kalte Luft eingeflossen ist.

Dies ist häufig im April zu beobachten, denn einerseits hat die Sonne schon viel Kraft, um den Boden und die bodennahe Luftschicht im Tagesverlauf stark zu erwärmen. Andererseits dauert es im Frühjahr längere Zeit, bis sich die polaren Gebiete erwärmen, da die Sonne hier erst verspätet wetterwirksam werden kann. Folglich kann sich, bei passender Konstellation der Druckgebilde, die Kaltluft bis nach Mitteleuropa ausbreiten.

Die Großwetterlage über Mitteleuropa ist von einem Tief bei Skandinavien geprägt, das maritime Polarluft nach Deutschland führt und für unbeständiges Wetter sorgt. (Quelle:DWD)

Dafür benötigt man ein kräftiges Hochdruckgebiet über Westeuropa sowie ein starkes Tief über Nordeuropa. Hieraus ergibt sich für Mitteleuropa eine nordwestliche Strömung, womit die kalte Polarluft über die noch kühle Nordsee gleitet, sich dabei mit Feuchtigkeit anreichert und dann über Deutschland ankommt.

Während es bodennah an solchen Tagen häufig Werte von 5 bis 10 Grad gibt, fließt in ca. 5,5 km Höhe eine Luft mit Temperaturen von unter -30 Grad ein. Entsprechend groß ist der thermische Gradient (also der Temperaturunterschied), was die häufige Schauerentwicklung hervorruft.

Beim Blick auf das Satellitenbild wird die „Streusel“-Struktur deutlich. Größere wolkenfreie Zonen und Bereiche mit dichter Bewölkung wechseln sich dabei rasch ab. (Quelle:DWD)

Da neben aufsteigender Luft aber auch kompensatorische Absinkprozesse stattfinden müssen, gibt es zwischen den Schauern häufig wolkenarme oder sogar wolkenfreie Bereiche mit Sonnenschein, die im deutlichen Gegensatz zu den Graupel-, Schnee- oder Regenschauern stehen. Manch Meteorologe spricht bei diesem Bild sogar vom „Streuselkuchenwetter“, da die Signaturen auf den Niederschlagsradaren oder die kompakten Wolken auf dem Satellitenbild durchaus wie „Streusel“ daherkommen.

Auch das Niederschlagsradar zeigt die klassische „Streusel“-Struktur mit zahlreichen Schauern, die sogar teils als Gewitter ausfallen. (Quelle: DWD)

Am heutigen Montag zeigt sich bei nordwestlicher Strömung das klassische Bild von Aprilwetter, obwohl es erst Ende März ist. Aber die Sonne hat ausreichend Kraft und die Konstellation der Druckgebilde ist ideal, um zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter über der Bundesrepublik zu induzieren. Auch am morgigen Dienstag geht dieses launische Wetter noch munter so weiter, bevor von Westen langsam eine Beruhigung und Stabilisierung der Wetterlage einsetzt, da Zwischenhocheinfluss wirksam wird.

Ob es dann im April nochmal das klassische Aprilwetter gibt oder dieses in diesem Jahr dem März vorbehalten bleibt, ist allerdings noch nicht sicher.

M.Sc. Meteorologe Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 30.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Das-Aprilwetter-1.png 888 1246 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-30 19:03:592026-05-11 14:09:12Das „Aprilwetter“

Blick in die Karwoche

29. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Die Karwoche ist im christlichen Kirchenjahr die letzte Woche vor Ostern, wobei die Silbe „kar“ laut wikipedia aus dem althochdeutschen abgeleitet wird und soviel wie „Klage“, Kummer“ oder „Trauer“ bedeutet. Die Karwoche beginnt traditionell mit dem heutigen Palmsonntag und dauert bis zum Karsamstag, der manchmal fälschlicherweise als Ostersamstag bezeichnet wird.

Diese Genauigkeit soll an dieser Stelle nur zeigen, dass der Autor sich darüber im Klaren ist, dass die Überschrift „Blick in die Karwoche“ nicht ganz sauber ausformuliert wurde. Denn genauer betrachtet werden soll in diesem Thema des Tages das Zeitfenster vom morgigen Montag (30.03.) bis zum Mittwoch (01.04.).

Die Bodendruckverteilung sowie die erwartete Lage der Fronten am Montagmittag ist in Abbildung 1 dargestellt. Der langgestreckte und wie ein Sprungseil durchhängende Frontenzug von Tief ODILE hat zu diesem Zeitpunkt von Nordwesten her schon große Teile Deutschlands überquert, während ODILE selbst über der Norwegischen See ihre Kreise zieht. Auf der Rückseite der Front dreht der Wind nicht nur auf Nordwest, er frischt auch merklich auf, was Sturmböen an den Küsten – speziell an der Nordsee, aber auch in den Hochlagen erwarten lässt.

Bodendruck- und Frontenvorhersagekarte für Montag, 30.03.2026, 12 UTC; Basis ICON, Lauf vom 29.03.2026, 00 UTC

Bezüglich der Sturmböen ist es damit aber nicht getan, denn auch in kräftigen Schauern und kurzen Gewittern, die recht verbreitet auftreten können, kommt die eine oder andere Sturmböe „um die Ecke“. Das Ganze ist, auch wenn es noch Ende März ist, ein schönes Beispiel für Aprilwetter. Die charakteristischen Eigenschaften von Aprilwetter sollen morgen an dieser Stelle beleuchtet werden, daher dazu hier und jetzt nichts Tiefschürfendes. Außer der Prognose, dass das Aprilwetter auch am Dienstag anhält – wenn auch in abgeschwächter Form. Es wird dann nicht mehr so verbreitet „schauern“ und „gewittern“, insbesondere im Norden kommt häufiger mal die Sonne raus und im Vergleich zum morgigen Montag ist auch der Wind nicht mehr ganz so ruppig unterwegs. Letzteres ist schon ein Hinweis darauf, dass zum Mittwoch hin der Druck steigt und sich das Wetter beruhigt. Und in der Folge lassen auch die Niederschläge an den Alpen nach.

Beim Blick auf die Niederschläge zeigt sich die in der kommenden Nacht einfließende subpolare Kaltluft recht schneeaffin. Natürlich liegt die Schneefallgrenze je nach Region, Niederschlagsintensität, Tageszeit und Wind (Stichwort: Durchmischung) unterschiedlich hoch. Grob kann man aber anpeilen, dass oberhalb von 600 bis 800 m wohl eine oder mehrere Schneefallwarnungen fällig werden.

Die Abbildung 2 zeigt die akkumulierten Schneehöhen bis in die Nacht zum Donnerstag, links nach dem europäischen Modell IFS, rechts nach dem DWD-Modell ICON-EU. Auf den ersten Blick scheinen die Grafiken recht unterschiedlich, was auch den Einheiten und der Farbgebung geschuldet ist. Die Einheiten können aber tatsächlich 1:1 umgerechnet werden, und auch die unterschiedliche Farbgebung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei genauerem Hinsehen die Diskrepanzen nicht so hoch sind. So entspricht der Farbübergang von grün zu orange bei IFS (links) der von rot zu violett bei ICON-EU (rechts). Und der besagte Übergang liegt bei beiden Modellen am Alpenrand. Auch wenn beide Darstellungen ein mögliches teilweises Abschmelzen der Schneedecke mit der Zeit nicht berücksichtigen und der überwiegend nasse Schnee sich nicht so stark akkumuliert wie trockener Schnee, so können in den Alpen doch 20 bis 40 cm Neuschnee zusammenkommen. Auch in exponierten Mittelgebirgslagen sind hohe einstellige oder niedrige zweistellige Neuschneehöhen erreichbar. Manch einer oder eine mag schon keinen Schnee mehr sehen, andere freuen sich über eine – zumindest regionale – Verlängerung des Winters.

Akkumulierte Schneehöhen bis in die Nacht zum Donnerstag, links nach IFS, rechts nach ICON-EU

Unabhängig von Freud und Leid des teils winterlichen Wetters gilt es aber vor allem auch in den Nächten aufzupassen. Mit der Wetterberuhigung zur Wochenmitte breitet sich der Frost wieder vom Süden bis in die Mitte, teils auch bis in den Norden aus. Da heißt es nicht nur Vorsicht im Straßenverkehr, sondern auch nachts empfindliche Pflanzen zu schützen.

Der scheue Blick auf die zweite Wochenhälfte und die Osterfeiertage offenbart, dass nach derzeitigem Stand der Modelle in der zweiten Wochenhälfte die Kaltluft allmählich ausgeräumt wird. An den Osterfeiertagen könnten die Höchstwerte am Oberrhein dann schon wieder an der 20°C-Marke kratzen.

Dipl.-Met. Martin Jonas
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 29.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Blick-in-die-Karwoche-1.png 582 818 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-29 17:29:532026-05-11 14:09:30Blick in die Karwoche

Nach turbulentem Wochenstart kehrt der Frühling zurück

16. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Die neue Woche startete am heutigen Montag mit klassischem Aprilwetter. Ein mit reichlich Höhenkaltluft angereicherter Trog in 500 hPa, d.h. tiefer Luftdruck und kalte Temperaturen in etwa 5,5 km Höhe, sorgte am heutigen Montag für abwechslungsreiches Wetter. Wir erlebten einen Mix aus etwas Sonnenschein und dichten Wolken. Dazu gesellten sich einige Schauer, teils mit Graupel. Auch das ein oder andere Graupelgewitter war mit von der Partie. Kaum Schauer gab es im Südwesten des Landes und auch im Nordwesten ließen die Schauer bis zum Abend nach. Der Regenschirm half bei den Schauern und Gewittern nur wenig, denn diese waren von starken bis stürmischen Böen begleitet, aber auch abseits von Schauern wehte zeitweise ein lebhafter Wind. Mit 7 bis 12 Grad war es am heutigen Nachmittag auch vergleichsweise kühl.

Abbildung 1: Bodendruckverteilung und Fronten am morgigen Dienstag, 17.03.2026, 12 UTC (13 Uhr mitteleuropäische Zeit, MEZ).

Bereits in der kommenden Nacht zum Dienstag lassen die Schauer und Gewitter nach und ziehen sich nach Südosten zurück. An den Alpen stauen sich allerdings die Niederschläge. Bis auf 800 m herab schneit es und es wird nochmal weiß. Stellenweise werden 5 bis 10 cm Neuschnee erwartet. Vor allem in den östlichen Bayerischen Alpen halten die Schneefälle bis morgen Nachmittag an und in höheren Lagen können bis zu 30 cm Neuschnee zusammenkommen. Während es abgesehen davon in der Osthälfte Deutschlands meist aufklart, ziehen im Westen schon neue Wolken auf, die auch etwas Regen bringen. Dabei handelt es sich um die bereits erwähnte Warmfront, die uns von Westen erreicht und deutlich mildere Luft im Schlepptau hat. Dort, wo es aufklart, gibt es verbreitet leichten Frost, im Westen unter den Wolken bleibt es hingegen frostfrei.

Abbildung 2: Wetter (tagsüber) am morgigen Dienstag, 17.03.2026.

Am morgigen Dienstag dehnt sich ein Hochdruckgebiet von Russland und Nordosteuropa weiter zu uns nach Mitteleuropa aus und wird dort LUKAS genannt (Abbildung 1). Dadurch kommen die Niederschläge und Wolkenfelder der Warmfront nicht mehr bis in den Osten voran (Abbildung 2). Auch in der Westhälfte sorgt der steigende Luftdruck dafür, dass die Regenfälle immer schwächer werden und im Tagesverlauf abklingen. Im Westen ist es also morgen noch oft grau und vielleicht auch anfangs regnerisch, während sich im Osten schon häufiger die Sonne durchsetzt. Mit Temperaturen zwischen 8 Grad in Teilen Südbayerns und 16 Grad am Niederrhein wird es schon wieder etwas milder als heute. Trotz der Wolken wird es also im Westen am wärmsten was der wärmeren Luft hinter der Warmfront geschuldet ist.

Abbildung 3: Bodendruckverteilung und Fronten am Mittwoch, 18.03.2026, 12 UTC (13 MEZ).

Diese Wetterbesserung setzt sich auch am Mittwoch fort (Abbildung 3). Zuvor müssen wir aber nochmals durch eine kalte Nacht. Mit Ausnahme des Nordwestens und entlang des Rheins, fallen die Temperaturen verbreitet unter den Gefrierpunkt. Vor allem von Bayern über Sachsen bis in den Süden Brandenburgs muss in ungünstigen Lagen sogar mit Tiefstwerten um -5 Grad gerechnet werden (Abbildung 4, links). Empfindliche Pflanzen sollten also vor Frostschäden geschützt werden. Tagsüber treibt viel Sonnenschein zusammen mit der wärmeren Luftmasse dann die Temperaturen aber in die Höhe. Am Nachmittag kommen bei strahlend blauem Himmel und Höchstwerten zwischen 12 und 18 Grad wieder Frühlingsgefühle auf (Abbildung 4, rechts). Ähnlich sieht es auch am Donnerstag aus (Abbildung 5). Vielerorts Sonnenschein und Höchstwerte zwischen 13 und 19 Grad dürften der Vegetation einen weiteren Schub geben. Nur im Norden ziehen im Tagesverlauf Wolken auf, die am Abend in Küstennähe etwas Regen bringen könnten.

Abbildung 4: Tiefstwerte (links) und Höchstwerte (rechts) der Temperatur am Mittwoch (nach MOSMIX), 18.03.2026.

In der Nacht zum Freitag und am Freitag kommen Wolken und etwas Regen weiter südwärts voran. Bei diesem Regenband handelt es sich um eine Kaltfront, die uns von Nord nach Süd überquert. Hinter ihr fließt wieder kühlere Luft ein. Die Temperaturen gehen also – zumindest vorübergehend – wieder zurück. Da sich voraussichtlich über Nordeuropa aber schon das nächste Hoch etabliert, beruhigt sich das Wetter wieder. Die Niederschläge klingen ab und die Sonne kommt am Wochenende auch wieder zeitweise zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen aber vorerst nicht mehr das Niveau der Wochenmitte. Die Frostgefahr bleibt in den Nächten weiter bestehen.

Abbildung 5: Wetter-Aussichten von Mittwoch bis Freitag, 18. – 20.03.2026.

Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Nach-turbulentem-Wochenstart-kehrt-der-Fruehling-zurueck-1.png 876 1230 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-16 22:29:512026-03-16 22:31:02Nach turbulentem Wochenstart kehrt der Frühling zurück

Aprilwetter im März

24. März 2024/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Ein Schwung höhenkalter Luft beschert uns derzeit ein typisches „Aprilwetter“ im März. Dabei ist die Ursache für das chaotisch wirkende Wetter in der unterschiedlich schnellen Erwärmung von Wasser- und Landmassen zu finden. Während sich das Land durch die schon kräftige Märzsonne erwärmen kann, brauchen die großen Gewässer deutlich länger um „auf Touren zu kommen“. So können dann teils große horizontale Temperaturunterschiede zwischen Meer und Kontinent entstehen, woraus schließlich der wechselhafte Aprilwetter-Charakter entsteht.

So konnte bereits am heutigen Sonntagmorgen (24.03.2024) ein bunter „Strauß“ an Wetterphänomenen beobachtet werden (siehe Abbildung 1), die sich auch im weiteren Tagesverlauf zeigen werden. Wiederholt ziehen Regen- und Graupelschauer über Deutschland hinweg, die im Bergland und an den Alpen zeitweise in Schnee übergehen. Dazu treten auch hier und da bei kräftigeren Entwicklungen kurze Gewitter auf. Insbesondere in Schauer- und Gewitternähe kann der westliche Wind zudem stark bis stürmisch auffrischen. Dieses „Schmuddelwetter“ wird allerdings zeitweise unterbrochen, denn zwischen dichteren Wolken zeigt sich hin und wieder auch mal die Sonne.

Dazu fließt an der Westflanke von Tief „Kilia I“ über Dänemark (Tief „Kilia II“ liegt im Bereich des Finnischen Meerbusen) mit einer nördlichen Strömung maritime Polarluft nach Deutschland. Zwar ist diese deutlich kühler als die Luft in den Tagen und Wochen zuvor, dennoch stellt sich mit Höchstwerten von 6 bis 10 Grad am heutigen Sonntag ein der Jahreszeit entsprechendes normal temperiertes Temperaturniveau ein. Und auch Nachtfröste spielen insbesondere in den Mittelgebirgen sowie an den Alpen eine Rolle.

Am Montag beeinflusst das „Aprilwetter“ dann noch den Nordosten und Osten Deutschlands. Sonst stellt sich Zwischenhocheinfluss ein und die Strömung dreht allmählich wieder auf südwestliche bis südliche Richtungen. Damit gelangt deutlich mildere Luft in den Westen und die Höchstwerte steigen dort bereits auf bis zu 14 Grad.

Am Dienstag zeigt sich dann unter weiterhin anhaltendem Zwischenhocheinfluss vielfach die Sonne und die mildere Luft macht sich in weiten Teilen des Landes breit. Damit klettern die Höchstwerte noch ein wenig höher auf bis zu 17 Grad im Südwesten. Nur in den westlichen Landesteilen ziehen bereits erste dichtere Wolkenfelder auf.

Diese sind sozusagen die Vorboten des Ausläufers eines Tiefdrucksystems über Frankreich und Großbritannien, der einen wechselhafteren Witterungsabschnitt einläutet. Dieser Ausläufer zieht zum Mittwoch von Westen her nach Deutschland und überquert uns bis Donnerstagmorgen allmählich ostwärts. Dabei regnet es vorübergehend und auch der Wind frischt zeitweise stark böig auf. Bei 10 bis 16 Grad ist es für die Jahreszeit wieder etwas zu mild. Am Donnerstag und Freitag folgt dann von Westen her sogleich der nächste Ausläufer eines weiteren Tiefs vor Irland, der mit windigem Schauerwetter und einzelnen Gewittern für ein Anhalten des wechselhaften Wetters sorgt.

Am Osterwochenende nimmt die Niederschlagsneigung dann wieder ab. Insbesondere in der Südosthälfte kann sich häufiger die Sonne zeigen und die Temperaturen steigen dort sogar auf Werte um 20 Grad.

MSc.-Met. Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 24.03.2024
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2024/03/DWD-Aprilwetter-im-Maerz.png 714 739 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2024-03-24 14:39:002024-07-04 12:54:59Aprilwetter im März
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