• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: Bauernregeln

Die Eisheiligen: Nur ein Mythos?

9. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Wenn es nach den ersten warmen Frühlingstagen im Mai zu einem plötzlichen Kälterückfall kommt mit Nachtfrösten oder gar Schnee, wird das gerne den sogenannten „Eisheiligen“ zugeschrieben. Zu den Eisheiligen, die gerne auch „Gestrenge Herren“ oder „Eismänner“ genannt werden, zählen die fünf katholischen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia, die nach dem julianischen Kalender zwischen dem 11. und 15. Mai ihren Namenstag haben. Mehreren Bauernregeln zufolge sollen sich in diesem Zeitraum späte Frostnächte häufen. Um es vorweg zu nehmen: Die Eisheiligen haben, im Gegensatz zu einigen anderen sogenannten „Witterungsregelfällen“ wie dem „Siebenschläfer“ oder dem „Weihnachtstauwetter“, keine große Aussagekraft. Warum sie als meteorologische Singularität deswegen umstritten sind, soll in der Folge erläutert werden.

Ein grundlegendes Problem ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, dass sich die Namenstage auf den julianischen Kalender beziehen. Im Zuge der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 müsste man die Regel eigentlich eine gute Woche später anwenden. Doch selbst unter Berücksichtigung der Verschiebung sucht man in historischen Wetterdaten vergeblich nach einer statistisch auffälligen Häufung von Kaltlufteinbrüchen und Nachtfrösten während der Eisheiligen. Vielmehr treten Kaltlufteinbrüche und Nachfröste im Mai eher zufällig auf, wobei deren Wahrscheinlichkeit mit fortschreitender Jahreszeit sukzessive abnimmt (siehe Abbildung 1 als Beispiel).

Verlauf von Höchst-, Mittel- und Tiefsttemperatur sowie die Anzahl der Tage mit Tiefsttemperaturen unter 3 °C im Mai in Frankfurt/Main, gemittelt über den Zeitraum von 1961 bis 2020. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Betrachtet man die letzten 50 Jahre und setzt als Kriterium für Eisheilige eine Tiefsttemperatur von höchstens 3 °C an, dann trafen sie im Schnitt nur in einem Drittel der Fälle zu, was sehr wenig ist für einen Witterungsregelfall. Das Weihnachtstauwetter zum Beispiel tritt in mehr als zwei Drittel der Fälle ein.

Tatsächlich scheinen die Eisheiligen als meteorologische Singularität also eher ein Mythos zu sein, der auf regionalen Sondererfahrungen aus dem Mittelalter fußt und keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzt.

Davon losgelöst haben späte Kaltlufteinbrüche im Mai aber sehr wohl eine herausragende Bedeutung, insbesondere für die Landwirtschaft. Frostschäden sind trotz oder gerade wegen des Klimawandels ein großes Thema und können zu erheblichen Ernteeinbußen führen. Die Klimaerwärmung sorgt tendenziell für einen immer früheren Vegetationsbeginn, gleichzeitig nimmt die Gefahr später Kaltlufteinbrüche aber dennoch nicht signifikant ab. Ausgerechnet der Mai ist nämlich der Monat mit dem klimawandelbedingt geringsten Temperaturanstieg (siehe Abbildung 2).

Abweichungen der Temperaturen vom Referenzzeitraum 1961-1990 im Mai in Deutschland. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Die Eisheiligen haben zumindest als mystischer Platzhalter für die generelle Spätfrostgefahr im Mai ihre Daseinsberechtigung. Aber: Nicht der Mythos selbst entscheidet darüber, wie das Wetter wird, sondern das Wetter selbst.

Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/05/Die-Eisheiligen-1.png 714 1064 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-05-09 13:08:022026-05-11 14:15:22Die Eisheiligen: Nur ein Mythos?

Wettergötter und -propheten Teil 1: Wenn Petrus die Himmelspforte öffnet

27. April 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

„Petrus meint es aktuell sehr gut mit uns“ hört und hörte man in den vergangenen Tagen häufiger, wenn es um das sonnenscheinreiche, freundliche und milde Wetter geht, das von einer großen Beständigkeit geprägt ist. Dennoch kam dem Autor dieser Zeilen die Frage auf, was Petrus denn eigentlich mit dem Wetter zu tun hat, obwohl er ja gar kein Wettergott im eigentlichen Sinne, wie etwa Zeus, ist. Und daran schließt sich gleich die Frage an, wofür andere Wettergötter so verantwortlich sind, was den Auftakt zu einer neuen Serie beim Thema des Tages machen soll.

Heute soll es also erstmal um Petrus gehen, der vor allem im Christentum für das Wetter „zuständig“ sei.
Simon Petrus lebte bis etwa 65 n. Chr. und war ein Apostel und Jünger Jesu gewesen, der als einer der ersten in die Nachfolge Jesu berufen wurde und zugleich als ein „Sprecher“ der Jünger fungierte. Schon hieraus wird seine insgesamt erhobene Stellung deutlich, die darin gipfelt, dass er als der erste Bischof von Rom und damit als der erste Papst im römisch-katholischen Christentum gilt. Mit Wetter hat all dies auf den ersten Blick aber erstmal wenig zu tun.

Simon Petrus als der oberste Jünger Jesu wird im christlichen Sprachgebrauch häufig für das Wetter verantwortlich gemacht. (Quelle: Bildnis von Simon Petrus aus dem Katharinenkloster Sinai um das 6. Jahrhundert)

Daher muss zunächst auf die Tatsache geschaut werden, dass Petrus quasi als „Chef“ der Jünger galt und Chefs gemeinhin eine große Verantwortung haben. So wird Petrus auch als der Pförtner im Himmel angesehen, der damit für alles verantwortlich ist, was vom Himmel kommt und in den Himmel geht. Dies geht etwa aus dem Matthäus-Evangelium (16,19) hervor, in dem es heißt: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ Neben der damit übertragenen Macht und Autorität hat sich möglicherweise auch deswegen im (christlichen) Sprachgebrauch die Redewendung etabliert, dass Petrus seine Pforten öffnet, wenn es etwa in Strömen regnet. Daraus entwickelte sich dann mit der Zeit die allgemeine Verantwortung von Simon Petrus für das Wetter, sodass auch im Christentum, wie übrigens in sämtlichen anderen Kulturen, eine Gottheit oder Instanz für das Wetter zuständig zeigen soll.

Zwar gibt es auch noch andere Erklärversuche, wieso für Christen ausgerechnet Petrus für das Wetter verantwortlich sei, doch diese sind nicht mehr so naheliegend wie das Bild des verantwortungsvollen Himmelspförtners. Beispielsweise wird in manchen Publikationen auch Petrus mit Moses gleichgesetzt, der zu seiner Zeit Wasser aus einem Felsen entspringen ließ oder das Rote Meer teilte, wobei hier der meteorologische Bezug eher fehlt.

Zum Abschluss seien noch die bekanntesten Bauernregeln vorgestellt, die auf Petrus‘ Verantwortung für das Wetter zurückgehen. Viele gründen dabei auf den 22. Februar, an dem Petri Stuhlfeier zelebriert wird.

So heißt es beispielsweise „Wenn’s friert auf Petri Stuhlfeier, frierts noch vierzehnmal heuer“ oder „Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch vierzig Tage Gewalt“. Aber auch für gutes, warmes Wetter gibt es diesbezügliche Bauernregeln, wie „Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft“ oder „Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen“.

Sie sehen, vieles beim Wetter wurde früher Petrus zugeschrieben und noch heute ist er im Sprachgebrauch fest verankert, so wie manch andere Wettergötter auch. Diese sollen in späteren Themen des Tages ebenfalls näher betrachtet werden.

M.Sc.-Met. Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 27.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/04/Wettergoetter-und-propheten-Teil.png 1272 960 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-04-27 11:37:332026-05-11 13:37:15Wettergötter und -propheten Teil 1: Wenn Petrus die Himmelspforte öffnet

Tag der Wetterbeobachtung

25. Januar 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Die Beobachtung des Wetters wird seit jeher betrieben. Ableitungen und Lehren aus den Beobachtungen für das alltägliche Leben waren essenziell für das Überleben einer Gesellschaft. So kommt es nicht von ungefähr, dass mit den Bauernregeln versucht wurde, sich häufig wiederholende Begebenheiten und damit Regelmäßigkeiten anhand der Beobachtungen festzuhalten und an nachfolgende Generationen weiterzugeben.

Bauernregeln sind alte Volkssprüche, die Auskunft über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft geben sollen. Sie sind meist recht kurz gehalten und in Reimform, dabei aber selten mit ausschmückenden Stilmitteln verfasst. Die Reimform erleichtert die Merkfähigkeit der eigentlichen Informationen und das Wissen konnte so gut an die Nachfahren weitergegeben werden. Zu den bekanntesten Bauernregeln gehören die Siebenschläfer-Regel sowie die Regeln zu den Hundstagen, den Eisheiligen und der Schafskälte. Andere Regeln berücksichtigen keine festen Tage oder Zeiträume, sondern beziehen sich eher auf die Tier- und Pflanzenwelt. Oder es sind einfach lustige kleine Gedichte ohne Bezug zur Wettervorhersage.

Für den heutigen Samstag gibt es beispielsweise die Bauernregeln: „St. Paulus kalt mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein“ oder „wenn’s an Pauli regnet oder schneit, dann folget eine teure Zeit“.

Wetterbeobachter beschäftigen sich mit der Erfassung und Aufzeichnung von Wetterdaten wie Luftdruck, Temperatur, Windstärke, Niederschlagsmenge/-art oder Bedeckungsgrad mit Art der Wolken. Dazu werden diese Messgrößen an einem bestimmten Ort zu festgelegten Zeiten (heutzutage meist automatisch) erfasst. Daraus lassen sich unter anderem Zeitreihen erstellen. Die Beobachtungsdaten werden anschließend codiert und weltweit ausgetauscht, so erhält man ein Gesamtbild der aktuellen Wetterlage. Die regelmäßige Beobachtung des Wetters diente und dient auch heute noch dem Verständnis meteorologischer Zusammenhänge.

Auch jeder Einzelne von uns ist privat mehr oder weniger ein Wetterbeobachter. Jeder kennt sicherlich die alltägliche Situation, bei geplanten Aktivitäten im Freien immer wieder den Himmel im Blick zu behalten und das Wolkenbild zu betrachten für den Fall eines bald aufziehenden Niederschlagsgebiets. Heutzutage gibt es natürlich Hilfsmittel wie beispielsweise Radarbilder. Ein aufmerksamer Blick zum Himmel kann jedoch in keinem Fall schaden und vielleicht haben Sie ja mal Lust, die Wolkenbedeckung in Achteln des vom Betrachter sichtbaren Himmels zu schätzen. Dies gehört nämlich u.a. zur Aufgabe eines Wetterbeobachters. Das Ergebnis einer solchen Wolkenbeobachtung kann beispielsweise Folgendes sein: 4/8 Ac (Altocumulus, in mittlerer Höhe) und darunter 2/8 Sc (Stratocumulus, in niedriger Höhe). Bei dieser Wolkenkonstellation sind immer wieder sonnige Abschnitte zu erwarten und Aktivitäten im Freien steht nichts im Wege. Wetterbeobachter halten selbstverständlich auch geschätzte Sichtweiten fest und behalten annähernde Schauer oder Gewitter genauestens im Blick.

Und welches Wetter gibt es heute und in den kommenden Tagen zu beobachten? Welche der oben genannten Bauernregeln trifft für den heutigen Samstag also eher zu?
Auch am heutigen Samstag wird das Wettergeschehen in Deutschland durch die Ausläufer des Orkantiefs GILLES beeinflusst, welches inzwischen besser unter seinem internationalen Namen ÉOWYN bekannt ist. ÉOWYN zog am gestrigen Freitag über Irland und Teile Großbritanniens hinweg, die Auswirkungen waren dabei immens (siehe hierzu auch das Thema des Tages vom gestrigen Freitag). Inzwischen ist ÉOWYN ins Europäische Nordmeer vor die Küste Norwegens gelangt. Dessen Ausläufer erstrecken sich aber unter anderem auch bis Mitteleuropa. 


Bodenanalysekarte am Samstag, den 25.01.2025, 06 UTC 

Diese lenken vorübergehend sehr milde Luftmassen nach Deutschland. Zweistellige Höchsttemperaturen sind am heutigen Samstag somit keine Seltenheit. Am Oberrhein und bei Föhn an den Alpen werden auch vorfrühlingshafte Werte bis knapp 19 Grad erreicht. Im Nordwesten und bei sich länger haltendem Hochnebel in Südostbayern sind es hingegen „nur“ 6 bis 10 Grad.

Im Süden und Südosten lockert die Bewölkung auf und die Sonne kann sich auch einmal länger zeigen. Vor allem vom Westen bis in den Nordosten ist es hingegen bei meist dichter Bewölkung oftmals regnerisch. Zeit- und gebietsweise frischt der Süd- bis Südwestwind stark böig auf, in den Gipfellagen kann es auch stürmisch sein. 


Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am Samstag, den 25.01.2025 

In der Nacht zum Sonntag kommen dann von Südwesten bis in den Osten und Nordosten hinein Regenfälle auf, die insbesondere im Südwesten teilweise kräftig sein können. Diese Regenfälle breiten sich im Laufe der Nacht allmählich südostwärts aus. Nur im äußersten Nordwesten und in Südostbayern gehen die Temperaturwerte bis in den leichten Frostbereich zurück, ansonsten bleibt es bei 7 bis 0 Grad frostfrei. 


Wettervorhersage sowie Vorhersage der nächtlichen Tiefsttemperaturen in Deutschland in der Nacht zum Sonntag, den 26.01.2025 

Am morgigen Sonntag ziehen die Niederschläge dann ostwärts ab, während die Schneefallgrenze auf 1000 bis 800 m absinkt, sodass es in den Alpen noch ein paar Zentimeter Neuschnee geben kann. Nachfolgend treten dann noch einzelne Schauer auf, Richtung Westen und Südwesten lockert die Bewölkung hingegen auf und die Sonne kommt zeitweise zum Vorschein. Bei Höchsttemperaturen von 4 bis 10 Grad, am Oberrhein bis 12 Grad wird es nicht mehr ganz so mild wie am heutigen Samstag. Bei mäßigem Süd- bis Südwestwind ist das dennoch alles andere als winterlich. 


Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am Sonntag, den 26.01.2025 

Schon in der Nacht zum Montag kommt von Westen bereits neuer Regen auf, der im Laufe des Montags nach Osten und Süden durchzieht. Zudem ist der Süd- bis Südwestwind im Westen und Nordwesten durchaus lebhaft unterwegs. Einzelne Sturmböen sind dann möglich, die im Bergland vermehrt auftreten, exponiert sind auch einzelne schwere Sturmböen zu erwarten. Bei Höchsttemperaturen von 6 bis 13 Grad ist es zum Wochenstart dann wieder sehr mild.
Auch nachfolgend präsentiert sich das Wetter von seiner unbeständigen und windigen, aber vergleichsweise milden Seite. 

M.Sc. Meteorologin Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.01.2025

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2025/01/DWD-Tag-der-Wetterbeobachtung.png 3114 4389 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2025-01-25 10:34:062025-02-17 10:03:39Tag der Wetterbeobachtung

Kennen wir bereits das Wetter der nächsten sieben Wochen?

26. Juni 2024/in Thema des Tages, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am morgigen Donnerstag, den 27.06.2024, ist der „Siebenschläfertag“, einer der meteorologischen Lostage. Damit einher geht die alljährliche Fragestellung, ob das Wetter am morgigen Siebenschläfertag Aufschluss über das Wetter der nächsten sieben Wochen geben kann. Einige bekannte Bauernregeln zu diesem Tag lauten nämlich:

„Ist der Siebenschläfer nass, so regnet’s ohne Unterlass.“

„Regnet’s am Siebenschläfertag, es noch sieben Wochen regnen mag / der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.“

„Wenn’s an Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.“

„Wenn’s am Siebenschläfer gießt, sieben Wochen Regen fließt.“

„Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.“

„Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag.“

Doch was ist dran an diesen Regeln oder sind deren Inhalt eigentlich nur ein Mythos? Und was hat eigentlich das putzige gleichnamige Nagetier mit dem Siebenschläfertag zu tun?

Das Tierchen hat tatsächlich nichts mit dem Siebenschläfertag zu tun. Der Ursprung findet sich in einer frühchristlichen Legende aus der Zeit der Christenverfolgung. Nach dieser Legende flüchteten sieben Brüder, die christliche Schafhirten waren, in eine Höhle bei Ephesos, um sich so vor ihren Verfolgern zu verstecken. Daraufhin wurde die Höhle von den Verfolgern zugemauert, um die Männer verhungern zu lassen. Dort fielen sie in einen tiefen Schlaf. Nach etwa 200 Jahren wachten sie wieder auf, als ein Hirte auf der Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit für seine Schafe die Höhle entdeckte. Die Männer bezeugten daraufhin ihren Glauben, starben allerdings kurze Zeit später. Ihnen zu Ehren wurde in der katholischen Kirche der 27. Juni als Gedenktag gewidmet. In der griechisch-orthodoxen Kirche ist es der 04. August und in der Ostkirche der 23. Oktober.

Kann das Wetter am Siebenschläfertag Aufschluss über das Wetter der nächsten sieben Wochen geben? Das Wetter der nächsten sieben Wochen kann man tatsächlich nicht am Wetter eines einzelnen Tages festmachen. Vielmehr muss eher der Zeitraum zwischen Ende Juni und Anfang Juli als Kriterium herangezogen werden. Nach der Gregorianischen Kalenderreform wäre dieser Lostag zudem eigentlich am 07. Juli. Grundsätzlich besteht für großräumige Wetterlagen in diesem Zeitraum eine Erhaltungstendenz über mehrere Wochen. Bezieht man die Regel des Siebenschläfertages also nicht auf einen einzelnen Tag, sondern auf den genannten Zeitraum, dann bewahrheitet sich diese Regel in etwa zwei von drei Jahren.

Der Siebenschläfertag gehört damit zu den Singularitäten, also den Witterungsregelfällen in der Meteorologie. Andere bekannte Beispiele für solche Singularitäten sind die Eisheiligen, die Schafskälte, die Hundstage, der Altweibersommer oder das Weihnachtstauwetter.

Und wie wird das Wetter am morgigen Donnerstag? Interessant ist erst einmal auch noch, wie das Wetter am heutigen Mittwoch ist. Gewittertechnisch geht es heute nämlich auch schon zur Sache. Dies betrifft in erster Linie die beiden südlichen Bundesländer. Doch zunächst die guten Nachrichten. Im Norden und in der Mitte verspricht der Tag sommerlich zu werden: Sonne satt und Höchstwerte zwischen 27 und 32 Grad. Allenfalls direkt an den Küsten ist es etwas frischer. Verantwortlich für diesen sommerlichen Wetterabschnitt ist das Hoch BIE, welches sich nordöstlich von uns vorübergehend eingenistet hat.

Auch im Süden liegen die Höchstwerte bei meist sommerlichen 26 bis 30 Grad. Im äußersten Süden reicht es aufgrund der morgendlichen Gewitter allerdings „nur“ für 23 bis 26 Grad. Die Gewittertätigkeit ist insbesondere in den beiden südlichen Bundesländern bereits wieder in vollem Gange. Später können dann auch im zentralen Bergland einzelne Gewitter auftreten. Aufgrund der geringen Zuggeschwindigkeit steht bei diesen Gewittern hauptsächlich der (extrem) heftige Starkregen im Fokus. Dieser tritt zwar nur sehr lokal und eng begrenzt auf, dort kann es aber dann durchaus heftig werden. Dann ist mit vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen zu rechnen, kleine Bäche können kurzzeitig anschwellen. Verantwortlich für diese Gewitter ist ein Tief über Italien, welches vor allem in höheren Luftschichten ausgeprägt ist. Dieses transportiert feuchte und zu Gewittern neigende Luft in den Süden Deutschlands.

Nachfolgend verlagert sich dieses Tief dann allmählich nordostwärts. Am heutigen Mittwoch sind die beiden südlichen Bundesländer von den Gewittern betroffen, am morgigen Donnerstag sind es dann weite Teile des Landes. Im Norden, im Westen sowie entlang des Oberrheingrabens wird es zudem ein schwül-heißer Tag mit Höchstwerten von 30 Grad und etwas darüber.

Würde man die Siebenschläfer-Regel wortwörtlich nehmen, würden uns also sieben schwül-heiße Wochen mit wahren „Wasserbomben“ an Gewittern bevorstehen.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.06.2024
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2024/06/DWD-Kennen-wir-bereits-das-Wetter-der-naechsten-sieben-Wochen.png 1025 1914 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2024-06-26 19:32:332024-06-27 09:12:41Kennen wir bereits das Wetter der nächsten sieben Wochen?

Der Sommer ist da – und was ist mit der Hitze?

24. Juni 2020/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Kommt die Hitze oder kommt sie nicht? – Ein Blick auf den aktuellen Stand der Vorhersagen soll Klarheit bringen. Außerdem folgen ein paar Gedanken und Tipps zum Umgang mit Sommerhitze.

Weiterlesen
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2020-06-24 10:04:452020-06-28 10:58:19Der Sommer ist da – und was ist mit der Hitze?

Sieben Wochen Hitze?

22. Juni 2020/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am kommenden Samstag, dem 27.06.2020, ist es so weit. Am Siebenschläfertag entscheidet sich wieder einmal das Wetter der folgenden sieben Wochen. Oder etwa nicht?

Weiterlesen
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2020-06-22 17:08:492020-06-24 17:11:04Sieben Wochen Hitze?
Search Search

Neueste Beiträge

  • Bachelorarbeit Hilfe für Themen rund um Ökologie
  • Bisher abwechslungsreicher Mai
  • Tag der Diversität
  • Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität
  • Blick nach vorne – Sommerwetter?

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.237)
    • Thema des Tages (2.221)
    • Wetterlexikon (1.263)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (21)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen