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Schlagwortarchiv für: Schneefallverteilung

Wintereinbruch – oder doch nur spätherbstliches „Geflöckel“?

18. November 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

In einem herrscht Einigkeit: Polare Luftmassen werden in den kommenden Tagen bei uns das Wettergeschehen bestimmen. Es wird kälter, und mit sinkender Schneefallgrenze steigen unweigerlich die Chancen auf Schnee. Eine wesentliche Rolle im Wetterablauf der kommenden Tage nimmt dabei das kleinräumige Tief TALAT ein. Es ist aktuell (Dienstagmittag) auf den Wetterkarten noch über Schottland zu erkennen, soll aber in den kommenden 36 Stunden über die Nordsee und den Norden Deutschlands hinweg zur Ostsee ziehen. 

Zugbahn des kleinräumigen Tiefs TALAT sowie Frontenprognose (kleine Karte) für den heutigen Dienstag (12 UTC) 

In Abbildung 1 ist nicht nur die Zugbahn des Tiefs schematisch abgebildet, sondern oben rechts in der Ecke auch ein Ausschnitt der Frontenvorhersagekarte vom gestrigen Montag mit Zieltermin heutiger Dienstag um 12 UTC (13 MEZ). Tief TALAT bildet dabei den südwestlichen Schwerpunkt eines großräumigen Tiefdruckkomplexes, der sich über Skandinavien und weite Teile Nordwestrusslands erstreckt. Tief TALAT blockiert für die Polarluft (blaue Pfeile) aber andererseits auch den direkten Weg nach Mitteleuropa. Entsprechend zeigen die in der Frontenvorhersagekarte dargestellten Isobaren auch eine deutliche „Beule“ in Richtung Südwesten, um die die Polarluft herumgeführt wird. 

Wenn TALAT also in den nächsten Tagen seinen Platz räumt, freuen sich die Eisbären über die für ihre Spezies kommoden Temperaturen. In der zweiten Wochenhälfte liegen die Maxima am Tage nur noch in einer Spanne von 0 bis +5 °C, im Süden wird es wohl Ecken geben, an denen die Werte nicht über den Gefrierpunkt steigen. Und ab der Nacht zum Freitag gibt es dann überall leichten Frost bis -5 °C, im Süden gebietsweise auch mäßigen Frost unter -5°C. 

Bleibt für den Wintereinbruch aber noch die Frage nach dem Schnee – über den sich dann vielleicht die Schneehasen freuen. Bei der Beantwortung dieser Frage spielt TALAT auch eine wesentliche Rolle. Denn genau im Bereich der Zugbahn des Tiefs erwarten manche Modelle recht kräftige Niederschläge. Beispielhaft dafür ist in Abbildung 2 (unten) die Lösung unseres DWD-Modells ICON-EU für den 24-stündigen Schneeanteil bis Mittwochabend angegeben. Auffällig ist über Norddeutschland der Streifen vom nördlichen Emsland und Ostfriesland bis zur schleswig-holsteinischen Ostseeküste – ein Streifen, der recht gut zur Verlagerung von TALAT passt (Abbildung 1). Nimmt man das Modell beim Wort, sollen nördlich von Hamburg bis zu 14 l/m2 in fester Form fallen. 

Aber wieviel Schnee ergibt das dann? Da es sich voraussichtlich um Nassschnee handelt, dürfte ein grober Umrechnungsfaktor pro 2 l/m2 Wasseräquivalent etwa 1 cm Schnee ergeben. Damit sagt das Modell punktuell knapp über 5 cm Neuschnee vorher. Allerdings muss man sagen: ICON-EU prognostiziert eine recht weit südlich verlaufende Zugbahn mit Schneefall vor allem auf der kalten Seite des Tiefs. Und die Niederschläge fallen zumeist ausgangs der Nacht und am Vormittag des Mittwochs, was vom Tagesgang her recht günstig ist. 

Schneeanteil am 24-stündigen Niederschlag bis Mittwochabend 18 UTC; oben: Modell UK10 des britischen MetOffice, unten: DWD-Modell ICON-EU 

Andere Modelle bieten andere Lösungen. Recht plakativ ist das in Abbildung 2 beim Vergleich des unten dargestellten ICON-EU mit dem oben dargestellten britischen Modell UK10 zu erkennen. Laut dieser Modelllösung kann es im Küstenumfeld mal ein bisschen Schnee geben, ohne dass sich dabei bis Mittwochabend nennenswerte Schneehöhen ansammeln. Wahrscheinlich ist es sogar so, dass der Bodenwärmestrom den Schnee schnell dahinrafft. Dies auch deshalb, weil sich das Tief bei UK10 langsamer verlagert und in der Folge vorderseitig die Warmluftadvektion länger anhält als bei ICON-EU, außerdem setzen die Niederschläge insgesamt später ein bzw. werden erst ab der Mittagszeit kräftiger ausfallen, dann wenn die Temperaturen ihr Maximum erreichen und der Schnee es auch grundsätzlich schwerer hat, eine Schneedecke zu bilden. 

Je mehr Modelle man sich anschaut, desto mehr Lösungen ergeben sich. Insgesamt würde von dieser Stelle die Prognose lauten: Die Norddeutsche Tiefebene bleibt abgesehen von unmittelbar im Einflussbereich des Tiefs gelegenen Bereichen schneefrei bzw. eine eventuelle dünne Schneedecke taut schnell wieder ab. 

Nach der komplexen Analyse der Situation im Norden fällt der Blick auf die nördlichen Mittelgebirge, die in Abbildung 2 ja ebenfalls zu erkennen sind. Dort sind die Unterschiede nicht ganz so gravierend. Bis in mittlere Lagen kann es bis Mittwochabend Schnee geben, laut ICON schaffen es ein paar Flocken auch bis „ganz runter“. Dabei sind aber auch dort die Mengen keinesfalls üppig, um 5 cm Neuschnee in den Hochlagen, auf exponierten Gipfeln um 10 cm, mehr wird es wohl nicht werden. Und auch hier arbeitet der Bodenwärmestrom gegen den Schnee, wenn auch in höheren Lagen nicht ganz so kräftig wie im Norden. 

Die Schneefälle über der Mitte sind dabei an die Kaltfront von Tief TALAT gekoppelt. Dass im Erzgebirge und im Fichtelgebirge kein Schnee verzeichnet wird liegt schlicht daran, dass zu diesem Zeitpunkt die Front noch nicht so weit nach Südosten vorangekommen ist. Erst in der Nacht zum Donnerstag beginnt es im Südosten zu schneien. Aber auch in den südlichen Mittelgebirgen sind die Schneemengen insgesamt überschaubar, und in den nördlichen Mittelgebirgen kommt wegen des dann zunehmenden Hochdruckeinflusses wohl nicht mehr viel Schnee nach – auch wenn der Zustrom polarer Luftmassen anhält. Nur an den Alpen, wo der Schneefall bis in den Freitag anhält, werden üppigere Schneemengen bis in den mittleren zweistelligen cm-Bereich erwartet – grob abgeschätzt könnten dort in Staulagen insgesamt bis zu 40 cm Neuschnee zusammenkommen. 

  

Dipl.-Met. Martin Jonas
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.11.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

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