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Schlagwortarchiv für: Temperaturgegensätze

Das „Aprilwetter“

30. März 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Erst scheint eitel die Sonne, dann ziehen dunkle Wolken auf und es regnet, schneit oder graupelt sogar mit Blitz und Donner, bevor wieder die Sonne zum Vorschein kommt. Gemeinhin wird solches Wetter – egal zu welcher Jahreszeit – gerne als „Aprilwetter“ bezeichnet. Doch wie man am heutigen Montag sieht, kann es auch Ende März schon das klassische Aprilwetter mit zahlreichen Schauern und Gewittern über Deutschland geben.

Und wieso das vor allem im April so ist, soll im Folgenden dargelegt werden. Für die Entwicklung von Schauern und Gewittern wird eine labil geschichtete Atmosphäre benötigt, was bedeutet, dass die Temperatur mit der Höhe relativ rasch abfällt – stärker als normal üblich. Gute Bedingungen hierfür sind, wenn es bodennah recht warm ist und in der Höhe sehr kalte Luft eingeflossen ist.

Dies ist häufig im April zu beobachten, denn einerseits hat die Sonne schon viel Kraft, um den Boden und die bodennahe Luftschicht im Tagesverlauf stark zu erwärmen. Andererseits dauert es im Frühjahr längere Zeit, bis sich die polaren Gebiete erwärmen, da die Sonne hier erst verspätet wetterwirksam werden kann. Folglich kann sich, bei passender Konstellation der Druckgebilde, die Kaltluft bis nach Mitteleuropa ausbreiten.

Die Großwetterlage über Mitteleuropa ist von einem Tief bei Skandinavien geprägt, das maritime Polarluft nach Deutschland führt und für unbeständiges Wetter sorgt. (Quelle:DWD)

Dafür benötigt man ein kräftiges Hochdruckgebiet über Westeuropa sowie ein starkes Tief über Nordeuropa. Hieraus ergibt sich für Mitteleuropa eine nordwestliche Strömung, womit die kalte Polarluft über die noch kühle Nordsee gleitet, sich dabei mit Feuchtigkeit anreichert und dann über Deutschland ankommt.

Während es bodennah an solchen Tagen häufig Werte von 5 bis 10 Grad gibt, fließt in ca. 5,5 km Höhe eine Luft mit Temperaturen von unter -30 Grad ein. Entsprechend groß ist der thermische Gradient (also der Temperaturunterschied), was die häufige Schauerentwicklung hervorruft.

Beim Blick auf das Satellitenbild wird die „Streusel“-Struktur deutlich. Größere wolkenfreie Zonen und Bereiche mit dichter Bewölkung wechseln sich dabei rasch ab. (Quelle:DWD)

Da neben aufsteigender Luft aber auch kompensatorische Absinkprozesse stattfinden müssen, gibt es zwischen den Schauern häufig wolkenarme oder sogar wolkenfreie Bereiche mit Sonnenschein, die im deutlichen Gegensatz zu den Graupel-, Schnee- oder Regenschauern stehen. Manch Meteorologe spricht bei diesem Bild sogar vom „Streuselkuchenwetter“, da die Signaturen auf den Niederschlagsradaren oder die kompakten Wolken auf dem Satellitenbild durchaus wie „Streusel“ daherkommen.

Auch das Niederschlagsradar zeigt die klassische „Streusel“-Struktur mit zahlreichen Schauern, die sogar teils als Gewitter ausfallen. (Quelle: DWD)

Am heutigen Montag zeigt sich bei nordwestlicher Strömung das klassische Bild von Aprilwetter, obwohl es erst Ende März ist. Aber die Sonne hat ausreichend Kraft und die Konstellation der Druckgebilde ist ideal, um zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter über der Bundesrepublik zu induzieren. Auch am morgigen Dienstag geht dieses launische Wetter noch munter so weiter, bevor von Westen langsam eine Beruhigung und Stabilisierung der Wetterlage einsetzt, da Zwischenhocheinfluss wirksam wird.

Ob es dann im April nochmal das klassische Aprilwetter gibt oder dieses in diesem Jahr dem März vorbehalten bleibt, ist allerdings noch nicht sicher.

M.Sc. Meteorologe Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 30.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/03/Das-Aprilwetter-1.png 888 1246 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-03-30 19:03:592026-05-11 14:09:12Das „Aprilwetter“

Hochnebel – das Haar in der Suppe

27. Februar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

In den noch vergleichsweise langen Nächten des Februars können sich bei windschwachen klaren Bedingungen die bodennahen Luftschichten stark abkühlen. Dies traf in den vergangenen Nächsten auf weite Teile des Südens und der Mitte Deutschlands zu. Aufgrund der vorherigen Regenfälle bzw. des Tauens von Schneedecken waren die obersten Bodenschichten zudem sehr feucht. Alles in allem förderliche Bedingungen für die nächtliche Bildung von Nebel bzw. Hochnebel. Dieser wurde tagsüber dünner bzw. wurde von den Rändern her aufgelöst. Gleichzeitig fand eine Verfrachtung mit der bodennahen Luftströmung statt. Bei meist schwachem Wind aus dem Sektor Ost bis Süd staute sich die feuchtkalte Luft der Grundschicht an den Süd- bzw. Osthängen der südlichen und einiger zentraler Mittelgebirge. Dort konnte der Hochnebel sich bis zum Tagesende halten und sich in der Folgenacht wieder verdichten bzw. ausbreiten.

Drei Satellitenbilder vom 26.02.2026 im Abstand von 3 Stunden (Quelle:DWD)

Dies hatte nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Anzahl der Sonnenstunden, sondern auch auf die 2 Meter Temperatur. In den von früh bis spät sonnigen Gebieten wurde die maximal mögliche Sonnenscheindauer von etwa 10 Stunden erreicht. Zugleich stieg die Temperatur deutlich über die 10-Grad-Marke und am gestrigen Donnerstag örtlich auch auf 20 Grad wie zum Beispiel in Metzingen bei Reutlingen mit 20,4 Grad. In den vom Dauergrau geplagten Regionen lagen die Höchstwerte dagegen zum Teil nur im einstelligen Bereich. Zum Beispiel war in Meiningen an der Werra im Süden Thüringens gestern mit 6,8 Grad bereits das Tagesmaximum erreicht.

Satellitenbild vom 27.02.2026 13 Uhr (Quelle:DWD)

Häufig lag zwischen grau und blau nicht einmal eine besonders große Distanz. Beispielsweise gab es an der Station am Frankfurter Flughafen gestern nur 25 Minuten Sonnenschein, in Michelstadt im Odenwald dagegen schien die Sonne 7:32 Stunden. Auch höher gelegene Stationen befanden sich in der Sonne, weil sie über das Nebelmeer herausragten. So registrierte die Station auf dem Feldberg im Taunus gestern 8:18 Stunden Sonnenschein. Diese kleinräumigen Unterschiede machen die Vorhersage schwierig und am Ende kann es bedeuten, dass man im Grau sitzt, obwohl die App oder der Wetterbericht etwas anderes zuvor vermittelten.

Mittagstemperaturen am 26. und 27.02.2026 (Quelle:DWD)

Am heutigen Freitag waren Nebel- und Hochnebel aus der Nacht heraus nicht so verbreitet und dick wie an den Tagen zuvor, so konnte sich die Sonne bis zum Mittag verbreitet, wenn auch nicht überall durchsetzen.

M.Sc. Met. Meteorologe Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 27.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/02/Hochnebel-das-Haar-in-der-Suppe-1-scaled.png 850 2560 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-02-27 19:01:202026-02-28 19:37:23Hochnebel – das Haar in der Suppe

Wetterfrösche in dicken Pullis

5. Februar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Am heutigen Donnerstag haben wir Meteorologen und Meteorologinnen unseren Ehrentag. Genau genommen können diesen Feiertag alle begehen, die beruflich mit dem Thema Wetter zu tun haben oder in diesem Bereich ihre Berufung gefunden haben. Warum der 05. Februar als Ehrentag von uns Wetterfröschen gewählt wurde, liegt am Geburtstag von John Jeffries. Er war einer der ersten täglichen Wetterbeobachter der USA und startete seine Aufzeichnungen im Jahr 1774. Beruflich hatte er als Arzt allerdings eher weniger mit dem Wetter zu tun. Daneben war er aber auch ein Luftfahrtpionier und da schadete es sicherlich nicht, sich mit dem Wetter zu beschäftigen. Am 07. Januar 1785 überquerte er zusammen mit dem französischen Ballonfahrer Jean-Pierre Blanchard in einem mit Wasserstoff gefüllten Ballon den Ärmelkanal und gilt somit als „erster fliegender US-Amerikaner“. Doch schon wenige Wochen zuvor bestieg er am 30. November 1784 in London einen Ballon, stieg damit auf und machte von dort die weltweit ersten gezielten meteorologischen Beobachtungen aus einem Ballon.

Am morgigen Freitag ist dann der „Dicke-Pulli-Tag“. Dieser wurde 2020 von der Bonnerin Corinna Nitsche Haine initiiert und wird immer am ersten oder zweiten Freitag im Februar begangen. Der rheinische Karneval schließt aus, dass der „Dicke-Pulli-Tag“ am Tag nach Weiberfastnacht stattfindet. Warum dieser Aktionstag auf einen Termin im Februar fällt, hat zwei Gründe. Zum einen passt er gut in den Februar, da normalerweise die meisten Heizungen noch in Betrieb sind, wobei man dank eines dickeren Pullovers weniger heizen muss (zumindest in der Theorie). Zum anderen war es den Initiatoren wichtig, an das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005 zu erinnern.

Nun zu der Frage, ob wir in den kommenden Tagen einen dicken Pullover benötigen? Für die meisten ist die Antwort sicherlich klar: Ja!

Hoch DANIEL scheint sich nämlich in Fennoskandien weiterhin sehr wohlzufühlen und erschwert damit das Vorankommen atlantischer Tiefausläufer. Diese versuchen von Süden her immer wieder gegen dieses „Kältebollwerk“ anzukommen.

Prognosekarte Bodendruck und Lage der Fronten mit Namen der steuernden Hoch- und Tiefdruckgebiete für den morgigen Freitag, den 06.02.2026 12 UTC.

In den Westen und Süden Deutschlands werden dabei milde Luftmassen gelenkt, während in den Norden und Osten mit einer östlichen Strömung kalte Festlandsluft einfließt. Dadurch ergeben sich starke Temperaturgegensätze in Deutschland. So verharrt der Norden am heutigen Donnerstag bei Höchstwerten zwischen -3 und 0 Grad im Dauerfrost, im Breisgau werden hingegen um 10 Grad erreicht. Insbesondere an den Küsten fühlen sich die Temperaturen deutlich kälter an, denn dort weht ein strammer Ostwind, der zeitweise stürmisch aufleben kann.

Daneben kommt es am heutigen Donnerstag und in der Nacht zum Freitag im Osten und Nordosten Deutschlands zu zeitweiligen Niederschlägen. Teils treten die Niederschläge als leichte bis mäßige Schneefälle auf, teils ist aber auch gefrierender Regen ein Thema. Gebietsweise kommt es zu erheblicher Glätte durch Glatteis. Beim Verlassen des Hauses ist dann entsprechende Vorsicht geboten. Egal ob per Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß sollte man sich den örtlichen Begebenheiten dementsprechend anpassen.

Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am heutigen Donnerstag, den 05.02.2026

Am morgigen Freitag kommen von Südwesten neue Niederschläge auf, die bei Höchsttemperaturen zwischen 5 und 10 Grad meist als Regen fallen. Im Nordosten ziehen die nächtlichen Niederschläge Richtung Ostsee ab. Dauerfrost ist dort dann zwar meist kein Thema mehr, dennoch liegen die Höchsttemperaturen nur im niedrigen einstelligen Bereich. Die Sonne sucht man allerdings meist vergeblich am Himmel. Allenfalls an den Nordrändern der Mittelgebirge und an den Alpen gibt es vorübergehend Auflockerungen.

Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am morgigen Freitag, den 06.02.2026


Im Laufe der Nacht zum Samstag kommen die Niederschläge von Südwesten und Westen bis zur Elbe und Ostbayern voran. In der Mitte und im Südosten ist nach aktuellem Stand der Modelle dann erneut mit gefrierendem Regen und damit Glatteis zu rechnen.


Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite. Entlang des Rheins liegen die prognostizierten Höchsttemperaturen um 10 Grad, am Samstag sind im Breisgau bis zu 14 Grad möglich. Dazu zeigt sich auch längere Zeit die Sonne. Anders sieht es hingegen im Nordosten aus. Aus einer dichten Bewölkung fällt zeitweise Niederschlag (teils als Regen, teils als Schnee), die Höchsttemperaturen verbleiben weiterhin im niedrigen einstelligen Bereich.


Zusammengefasst gehört ein dicker Pullover in den kommenden Tagen also sicherlich nicht zur schlechtesten Kleiderwahl, Richtung Westen und Südwesten kann man die dicksten Wollpullover aber oftmals im Schrank lassen. Ist man längere Zeit im Freien unterwegs, sollte man sich insbesondere in der Nordosthälfte hingegen noch ein bisschen dicker einpacken. Übrigens: In Anlehnung an wollige Kleidungsstücke gibt es einen Lifehack bei Glatteis, alte Wollsocken über die Schuhe zu ziehen. Diese saugen Schmelzwasser auf und begünstigen eine bessere Bodenhaftung.


M.Sc (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/02/Wetterfroesche-in-dicken-Pullis.png 910 1280 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-02-05 13:24:572026-02-16 13:59:11Wetterfrösche in dicken Pullis

Glatteis und Schnee: Rückblick und Vorausschau

4. Februar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Am gestrigen Dienstag sorgte ein Tiefausläufer vor allem in Teilen von Hessen für ergiebige Schneefälle in kurzer Zeit. Starke Hebung im Zusammenspiel mit der Orografie (Taunus) sorgten für ungewöhnlich hohe Niederschlagsraten bezogen auf ein Schneeereignis. Kleinräumig gab es 5 bis 7 Liter pro Quadratmeter Niederschlag in einer Stunde und örtlich 10 cm Neuschnee in zwei Stunden. Nach wenigen Stunden war der Schneefall meist wieder vorbei. In der Spitze gab es dann örtlich 15 cm Neuschnee. In tiefen Lagen des Rhein-Main-Gebietes gab es meist wenige Zentimeter nassen Neuschnee. Die Modelle lieferten erst kurzfristig Hinweise auf solch hohe Schneemengen, entsprechende Schneefallwarnungen wurden somit mit vergleichsweise wenig Vorlauf hochgestuft.

Schneehöhen um 07 Uhr am Dienstag und Mittwoch (03./04.02.2026). Quelle: Deutscher Wetterdienst

Weiter nördlich war dann weniger Schneefall als gefrierender Regen das Problem. Besonders betroffen war in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochmorgen ein Gebiet vom Emsland bis zum Weserbergland, aber auch die Hansestadt Bremen. Dort fiel bei Temperaturen zwischen 0 und -5 Grad Regen. Auf den gefrorenen Böden wurde dieser in Sekunden zu Eis. Eine unwetterartige Glatteissituation war die Folge. In der ersten Tageshälfte des heutigen Mittwochs zogen die Niederschläge (teils Regen, teils Schnee) nach Norden ab. Bei weiterhin frostigen Temperaturen blieb die Glättesituation streckenweise aber brisant.

Nutzermeldungen aufgrund von Glätte aus der WarnWetterApp aus dem Nordwesten Deutschlands. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Doch damit nicht genug, steht am morgigen Donnerstag bereits die nächste Glatteislage ins Haus. Dann ist vor allem der Osten Deutschlands betroffen. In der Nacht zum Donnerstag setzen in Ostdeutschland Niederschläge ein, die teils als Regen, teils als Schnee fallen. Vor allem in Teilen Sachsens, Brandenburgs und Berlins besteht dann die Gefahr von Glatteis durch gefrierenden Regen. Donnerstagfrüh breiten sich die Niederschläge weiter nach Norden aus und erfassen auch Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Dort dominiert zunächst allerdings Schneefall, bevor auch in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern der Schneefall wahrscheinlich in Regen übergeht. Meist gibt es dort 1 bis 5 cm Neuschnee. Vor allem im Norden Vorpommerns hält der Schneefall aber voraussichtlich länger an, dort könnten um 10 cm Neuschnee fallen. Detailfragen, wo zum Beispiel der Phasenübergang von fest nach flüssig erfolgt, sind aus jetziger Sicht (Mittwochmittag) noch immer offen. Auch wie viel Niederschlag in Sachsen fällt und ob die Temperaturen am Boden dann verbreitet niedrig genug für Glatteis sind, ist unsicher.

Eine weitere offene Frage ist auch das Ende des Ereignisses. Die verschiedenen Wettermodelle zeigen teils sehr unterschiedliche Simulationen ab Donnerstagabend. Nicht ausgeschlossen ist, dass in manchen Regionen Ostdeutschlands bis in den Freitag hinein noch gefrierender Regen fällt.

Übersicht über potenziell betroffene Gebiete durch Glatteis und mäßigen Schneefall. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Von derlei winterlichen Eskapaden völlig unbeeinflusst zeigt sich die Südwesthälfte Deutschland. Bei örtlich zweistelligen Höchstwerten am Rhein und teils positiven Nachtwerten bleibt man dort von solch Ungemach verschont.

M.Sc. Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/02/Glatteis-und-Schnee-Rueckblick-und-Vorausschau-.png 924 1497 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-02-04 13:12:242026-02-16 13:58:47Glatteis und Schnee: Rückblick und Vorausschau

Start in den Februar 

31. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Am morgigen Sonntag ist der 01. Februar. Der Februar ist heutzutage der zweite Monat des Jahres. Im römischen Kalender war er der letzte Monat des Jahres, weshalb notwendige Schalttage an diesen Monat angehängt wurden. Verschiedene Kalenderreformen verschoben den Februar zwar von der letzten auf die zweite Position im Jahr, das Anhängen der Schalttage an den Februar wurde aber beibehalten. Mit normalerweise 28 Tagen ist der Februar der kürzeste Monat des Jahres, alle anderen Monate haben 30 oder 31 Tage. Durch das Anhängen der Schalttage haben wir alle vier Jahre einen 29. Februar, das nächste Mal wieder im Jahr 2028.

Der Februar wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februar benannt. Der alte deutsche Name für den Februar ist Hornung, weil der Rothirsch zu dieser Zeit sein Geweih abwirft, das dann innerhalb weniger Monate wieder nachwächst. Weitere früher gebräuchliche Namen lauten Schmelz- oder Taumond.

Für alle Narren und Närrinnen gehört der Februar zu den wichtigsten Monaten des Jahres. In sehr vielen Jahren sind die Haupttage von Fas(t)nacht, Fasching oder Karneval in diesem Monat zu finden. Ob die närrischen Feierlichkeiten im Februar oder im März begangen werden, hängt davon ab, wann Ostern ist, dessen Terminierung wiederum vom ersten Frühlingsmond abhängt. In diesem Jahr ist beispielsweise die Weiberfastnacht am 12. Februar und Rosenmontag am 16. Februar. Am Aschermittwoch, den 18. Februar, ist dann alles wieder vorbei und die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern beginnt. Ob das Wetter in diesem Jahr allen Narren und Närrinnen wohlgesonnen ist oder ob es sich von seiner närrischen Seite zeigen wird, muss noch etwas abgewartet werden.

Wettertechnisch kann sich der Februar auf der einen Seite recht winterlich präsentieren, vorfrühlingshafte Phasen sind aber ebenso möglich. Auch die Tage werden wieder merklich länger. Während die Tageslichtdauer beispielsweise für Frankfurt am Main im Januar um etwa eine Stunde und sieben Minuten zunimmt, verlängert sich diese im Februar bereits um etwa eine Stunde und 35 Minuten. Im März liegt die Zunahme dann schon fast bei zwei Stunden.

Um nun beim Wetter zu bleiben: Welches Wetter ist zum Monatswechsel zu erwarten? Zusammengefasst: Zunächst ändert sich erst einmal wenig. Hoch DANIEL mit Schwerpunkt Fennoskandien bestimmt momentan das Wettergeschehen in erster Linie im Norden und Nordosten Deutschlands. Indirekt beeinflusst es aber auch den Westen Deutschlands, dergestalt, dass durch DANIEL das Vorankommen atlantischer Tiefausläufer blockiert wird und diese allenfalls in abgeschwächter Form Mitteleuropa erreichen. 

Prognosekarte Bodendruck und Lage der Fronten mit Namen der steuernden Hoch- und Tiefdruckgebiete für den heutigen Samstag, den 31.01.2026 12 UTC. 

Die Tiefausläufer lenken dabei milde und feuchte Meeresluft in den Westen und Süden Deutschlands, während in den Norden und Osten kalte Festlandsluft einfließt. Dadurch ergeben sich ganz ohne ausgeprägte Luftmassengrenze starke Temperaturgegensätze in Deutschland. So verharrt der Nordosten am heutigen Samstag bei Höchstwerten zwischen -4 und 0 Grad im Dauerfrost, am Rhein werden hingegen bis zu 9 Grad erreicht. Diese Temperaturgegensätze verstärken sich in den kommenden Tagen noch etwas. Insbesondere an den Küsten fühlen sich die Temperaturen noch deutlich kälter an, denn dort weht ein strammer Ost- bis Südostwind, der zeitweise stürmisch aufleben kann.

Daneben ist der Himmel an diesem Wochenende vielfach bedeckt, gebietsweise kann die Bewölkung aber auch auflockern und die Sonne kommt vorübergehend zum Vorschein. Dies ist insbesondere am heutigen Samstag am Alpenrand der Fall. Hier und da fällt etwas Regen, der insbesondere im Nordwesten, vereinzelt aber auch andernorts, teils gefrierend sein kann. Dann ist stellenweise mit Glatteis zu rechnen.

In der Nacht zum Sonntag wird es verbreitet frostig, nur am Rhein und westlich davon bleibt es meist frostfrei. In Vorpommern hingegen gehen die Temperaturen sogar auf Werte um -10 Grad zurück.

Am morgigen Sonntag sind am Rhein erneut Höchstwerte von bis zu 9, lokal auch 10 Grad möglich. Im Nordosten werden gerade einmal Höchstwerte zwischen -8 und -5 Grad erreicht. In der Nacht zum Montag ist in Vorpommern und in der Uckermark strenger Nachtfrost zu erwarten.
Am Montag gehen die Temperaturen dann noch ein klein wenig zurück und liegen tagsüber zwischen -9 Grad im Nordosten und 8 Grad am Rhein. Die Sonne zeigt sich immerhin wieder häufiger, insbesondere in Vorpommern und an den Alpen ist es auch längere Zeit sonnig.

In der Nacht zum Dienstag liegen die Tiefstwerte zwischen -14 Grad im Nordosten und 0 Grad im Westen, am Rhein bleibt es nur noch örtlich knapp frostfrei. Von Südwesten kommen jedoch neue Niederschläge auf, die nach aktuellem Modellstand als gefrierender Regen fallen. Im morgendlichen Berufsverkehr wäre in diesen Regionen dann auf jeden Fall Vorsicht geboten. 

 

Vorhersage der Höchst- und Tiefsttemperaturen in Deutschland vom heutigen Samstag (31.01.) bis zur Nacht zum Dienstag (03.02.2026) 

M.Sc. Met. Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 31.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

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