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Schlagwortarchiv für: Wetterbeobachtung

Geschichte der Meteorologie – Teil 6: Meteorologie im Zeitalter der Renaissance und Anfänge der quantitativen Meteorologie

16. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Im letzten Thema des Tages zur Geschichte der Meteorologie wurde die Zeit vom Spätmittelalter bis zur Frührenaissance beschrieben. Blicken wir nun auf wesentliche Entwicklungen in der Meteorologie in der Renaissance.

Johannes Lichtenberger (um 1426–1503) war ein Astrologe aus der Pfalz. 1488 veröffentlichte er die erste Fassung seiner „Prognosticatio“, in der er Wettervorhersagen mit Astrologie verknüpfte. Dieses Paradigma wurde erst Jahrhunderte später in Frage gestellt.

Der ruthenische Philosoph und Astronom Jurij Drohobytsch oder Jurij Kotermak (1450–1494) veröffentlichte in Rom seine „Prognostische Schätzung für das Jahr 1483“, in der er sich mit Wettervorhersagen befasste und darauf hinwies, dass die klimatischen Bedingungen vom Breitengrad abhängen. Drohobytsch gilt zudem als Verfasser des ersten gedruckten kyrillischen Buches.

Der Künstler, Anatom, Ingenieur und Naturphilosoph Leonardo da Vinci (1452–1519) aus der Toskana gilt als herausragende Persönlichkeit der Kunst und Wissenschaft der Renaissance. Er erfand bzw. entwickelte zwischen 1478 und 1486 meteorologische Messinstrumente weiter, darunter ein Hygrometer, ein Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit auf Basis des hydrostatischen Gleichgewichts, ein Platten-Anemometer, ein Instrument zur Messung der Windgeschwindigkeit und ein Anemoskop, eine Art Windfahne. In Bezug auf seine Hygrometer merkte da Vinci an, dass sie dazu dienten, um anzuzeigen, wann sich das Wetter verschlechtert. Seine Zeichnungen, Skizzen und Notizen gingen von seinem Schüler Francesco Melzi (um 1492–um 1570) auf den Kunstsammler Pompeo Leoni (1533–1608) über, der sie in einem „Codex Atlanticus“ genannten Werk zusammenfasste.

Geschichte der Meteorologie – Teil 6

Zeichnungen von Leonardo da Vinci im Codex Atlanticus, Russische Staatliche Universität für Geisteswissenschaften, Moskau, und Veneranda Biblioteca Ambrosiana, Mailand, Quelle: Maltalper und OWK über Wikimedia Commons

Im Heiligen Römischen Reich kam es zur Ausweitung, wenn nicht gar zum Beginn einer systematischen Aufzeichnung meteorologischer Beobachtungen, die für Ephemeriden verwendet wurden. Der Philosoph Giovanni Pico della Mirandola (1463–1494) aus der Romagna berichtete, er habe das Wetter 130 Tage lang beobachtet und dabei festgestellt, dass dessen Veränderungen offenbar nicht mit dem übereinstimmten, was Astrologen angeblich als normal lehrten. Folglich plädierte er dafür, die natürlichen, nicht-himmlischen Formen der Wettervorhersage zu nutzen, über die Landwirte, Seeleute und Ärzte verfügten, um empirisches Wissen zu entwickeln, das zu genaueren Vorhersagen führen könnte.

Auf seiner zweiten Reise geriet der genuesische Seefahrer Christoph Kolumbus (um 1451–1506) im Jahr 1494 südlich von Kuba in einen tropischen Wirbelsturm, was zur ersten schriftlichen europäischen Schilderung eines Hurrikans führte. Dieses Ereignis lehrte ihn, die Zeichen am Meer und am Himmel zu deuten, die auf diese herannahenden „Huracan“-Stürme hindeuteten. Am 30. Juni 1502 suchten Christoph Kolumbus und seine Flotte während seiner vierten Reise in die Neue Welt Schutz vor einem Hurrikan in der Kolonie Santo Domingo auf Hispaniola. Während seine Flotte die Katastrophe überstand, erging es einer spanischen Flotte, die sich von dort auf den Heimweg machte, weitaus schlechter, da der Gouverneur Kolumbus‘ Warnungen vor fantastischen Sturmgeschichten keinen Glauben schenkte und diese nicht an die abreisende Flotte weiterleitete. Von 30 Schiffen sanken 25, vier mussten beschädigt umkehren und nur eines, die Aguja, erreichte Spanien.

Der osmanische Admiral, Geograph und Kartograph Piri Reis (um 1470–1554) verfasste 1521 das „Kitab-ı Bahriye“, das Buch der Navigation. In diesem sind atmosphärische Bedingungen des Mittelmeeres, des Persischen Golfs, des Indischen und des Atlantischen Ozeans beschrieben. Besonderes Augenmerk liegen dabei auf den häufigen Stürmen und den starken Regenfällen im Bereich des Indischen Ozeans.

Der Astronom Leonhard Reynmann aus Franken, der um 1500 lebte, veröffentlichte erstmals 1505 das Wetterbüchlein „Wetter biechlin Von warer erkan[n]tnuß des weters“, eine Sammlung von Wetterweisheiten. Es ist das erste Verzeichnis von Wetterregeln, welches sich nicht ausschließlich auf die Wetterkunde aus antiken und mittelalterlichen Quellen stützt, sondern durch Beobachtungen ergänzt wurde.
Geschichte der Meteorologie – Teil 6 2

Wetterbüchlein, Titelseite einer Ausgabe von 1511, Leonhard Reynmann, Universitätsbibliothek Mannheim, Quelle: Stefan Weil über Wikimedia Commons

Der aus der Alten Eidgenossenschaft stammende Arzt und Naturphilosoph Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493–1541), befasste sich mit den Zusammenhängen zwischen Klima, Wetter und Medizin. Er schrieb, dass jeder, der sich mit Winden, Blitzen und dem Wetter beschäftige, verstehen würde, was Krankheiten verursachte.

Die erste Abschätzung der Windgeschwindigkeit unternahm der lombardische Arzt, Philosoph und Mathematiker Girolamo Cardano (1501–1576). Er nahm an, dass während starker Stürme der Wind eine Geschwindigkeit von 45 m/s aufweist.

Der französische Visionär und Astrologe Nostradamus (1503–1566) stellte viele Vorhersagen über zukünftige Ereignisse auf, doch ihre wahre Bedeutung ist unklar und Auslegungssache. Als er beispielsweise nach dem Wetter von morgen gefragt wurde, schrieb er: „In der Zeit der Monde wird ein Mann sein, der über Wolken und tobende Stürme nachsinnt. Nicht um der Philosophie willen, sondern vielmehr, weil ein bewölktes Gehirn die Norm ist.“ Daraus lässt sich schließen, dass er der Beschäftigung mit dem Wetter kritisch gegenüberstand und nur ungern Wettervorhersagen traf. Die Königin von Frankreich war besonders an seinen meteorologischen Fähigkeiten interessiert und bat ihn jeden Abend inständig um eine Vorhersage, damit sie wüsste, „was sie am nächsten Tag anziehen sollte“. Nach einigen dieser Vorhersagen lehnte er schließlich ab.

Der französische Astronom und Mediziner Antonio Mizauld (1510–1578) veröffentlichte 1547 „Le miroueer du temps, autrement dit, éphémérides perpétuelles de l’air par lesquelles sont tous les jours donez vrais signes de touts changements de temps, seulement par choses qui à tous apparoissent au cien, en l’air, sur terre & en l’eau. Le tout par petits aphorismes, & breves sentences diligemment compris“ (übersetzt: Der Wetterbeobachter, oder anders gesagt: eine ewige Wetterkalender, durch den täglich verlässliche Anzeichen für alle Wetterveränderungen gegeben werden, und zwar allein anhand von Dingen, die allen sichtbar sind – in der Luft, auf der Erde und im Wasser. Das Ganze in Form von kleinen Aphorismen und kurzen, sorgfältig formulierten Sätzen) in Paris mit Schwerpunkten der Vorhersagen von Wetter, Kometen und Erdbeben.

Der Theologe Wolfgang Haller (1525–1601) aus der Alten Eidgenossenschaft tätigte zwischen 1545 und 1576 in Zürich regelmäßig erste meteorologische Aufzeichnungen, die einzigartig für die Witterungsgeschichte der Schweiz sind.

Der spanische Jesuitenmissionar und Naturforscher José de Acosta (1540–1600) war in Südamerika tätig. Er beschäftigte sich mit Erdbeben, Vulkanen, Gezeiten, Meeresströmungen, magnetischen Deklinationen und meteorologischen Phänomenen. In seinem 1590 veröffentlichten Werk „Historia Natural y Moral de las Indias“ lieferte er eine Erklärung für die vorherrschenden Winde in den subtropischen und mittleren Breiten. Er führte die regelmäßigen Ostwinde der Subtropen (die Passatwinde) auf die Bewegung der Himmelskörper um eine unbewegliche Erde zurück. Seiner Vorstellung nach führte ein Teil dieser Bewegung, übertragen auf die Tropen, zur Entstehung der Passatwinde. Acosta versuchte zudem, die in den mittleren Breiten vorherrschenden West- oder Südwestwinde als Folge aufsteigender oder absteigender Strömungen in der Atmosphäre zu erklären. Diese Vorstellung enthält einen Hinweis auf das, was heute als allgemeine Zirkulation der Atmosphäre bekannt ist. Acosta war der erste Abendländer, der sich mit der Höhenkrankheit befasste, und gilt daher als Pionier der Flugmedizin. In seinem Werk „Natur- und Sittengeschichte der Indias“ (1590) stellte er die These auf, dass die amerikanischen Ureinwohner über eine Landbrücke aus Asien kamen, mehr als ein Jahrhundert vor der Entdeckung der Beringstraße.

Der dänische Astronom Tycho Brahe (1546–1601) glaubte, dass sich das Wetter mithilfe astronomischer und astrologischer Methoden vorhersagen lasse. Bereits 1564 arbeitete Brahe daran, seinen astrometeorologischen Ideen eine empirische Grundlage zu verschaffen. In jenem Jahr beobachtete er den Himmel während der zwölf Weihnachtstage, um seine Theorie zu überprüfen, dass sich das Wetter des kommenden Jahres anhand dieser Beobachtungen vorhersagen lasse. In seinem Werk „De nova stella“ von 1573 legte er seine Überzeugung dar, dass sich das voraussichtliche Wetter für jeden Tag anhand der Konstellationen am Himmel vorhersagen lasse, und stellte seine Grundsätze für die Erstellung astrometeorologischer Almanache vor. In seiner Theorie maß er dem Mond aufgrund seiner Nähe zur Erde den größten Einfluss auf die Schwankungen des vom Sonnenzyklus bestimmten Klimas bei. Er warnte seine Leser jedoch davor, zu hohe Erwartungen an seine Wettervorhersagen zu stellen. Er empfahl, systematisch das Wetter zu beobachten, damit Vorhersagen in Zukunft auf eine solidere Grundlage gestellt werden könnten. Tatsächlich tat er genau das vom 1. Oktober 1582 bis zum 21. April 1597: Er führte täglich Aufzeichnungen über das Wetter auf der Insel Hven im Öresund durch und veröffentlichte 1585 unter dem Namen eines seiner Schüler einen astrometeorologischen Kalender für das kommende Jahr, der auf diesen Beobachtungen basierte.

Im Sommer 1588 versuchte die spanische Armada, England vom Ärmelkanal aus einzunehmen. Dem stellte sich die englische Flotte entgegen, in dem sie in der Seeschlacht von Gravelines (Gravelingen) die spanische Armada entscheidend schwächte. Die spanische Armada entschied sich zur Flucht nach Den Haag. Vom Ostatlantik zog ein Sturmtief auf Westeuropa zu. Vorherrschende Süd- bis Südwestwinde erschwerten der spanischen Armada eine Durchquerung des Ärmelkanals, so dass sich diese entschloss, England und Schottland über die Nordsee zum umsegeln. Bereits in der Nordsee geriet die spanische Armada in Ausläufer des Sturms und verlor weitere Schiffe. Auf ihrem weiteren Westkurs um Schottland traten wenige Tage später erneut heftige Winde aus West bis Nordwest auf, welche weitere Schiffe der spanischen Armada an die irische Küste trieben. Damit waren weitere spanische Invasionsversuche gänzlich ausgeschlossen. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie meteorologische Systeme einen wesentlichen Einfluss auf historische geopolitische Ereignisse genommen haben.

Der englische Naturphilosoph Francis Bacon (1561–1626) war der Ansicht, dass man im wissenschaftlichen Bereich die Dinge selbst anfassen, ertasten und vermessen sollte. Als solcher war er einer der frühesten Vertreter der wissenschaftlichen Methode und trug so dazu bei, eine neue Ära für die Wissenschaft einzuläuten. Bacon hatte eine unstillbare Neugier auf alle Naturphänomene. In seinem 1620 verfassten Werk „Preparative toward a Natural and Experimental History“ (übersetzt: „Vorbereitung für eine natürliche und experimentelle Geschichte“) stellte er eine Vielzahl von Bereichen („Geschichten“) vor, in denen er „die Natur selbst untersuchen“ wollte, darunter die folgenden, die sich auf das Wetter beziehen:

– Geschichte der Blitze, Donnerschläge, Gewitter und Lichterscheinungen
– Geschichte der Winde, plötzlichen Windböen und Luftschwankungen
– Geschichte der Regenbogen
– Geschichte der Wolken, wie sie von oben gesehen werden
– Geschichte des blauen Horizonts, der Dämmerung, der Scheinsonnen, Scheinmonde, Halos, der verschiedenen Farben der Sonne, sowie aller durch das Medium hervorgerufenen Erscheinungsformen des Himmels
– Geschichte der Regenfälle, der gewöhnlichen, der stürmischen und der außergewöhnlichen; sowie der Wasserhosen (wie man sie nennt) und dergleichen
– Geschichte von Hagel, Schnee, Frost, Raureif, Nebel, Tau und dergleichen – Geschichte aller anderen Dinge, die von oben herabfallen oder herabkommen und die in der oberen Region entstehen
– Geschichte der Geräusche in der oberen Region (sofern es welche gibt), abgesehen vom Donner
– Geschichte der Luft im Allgemeinen oder in ihrer Verteilung auf der Erde – Geschichte der Jahreszeiten oder der Jahrestemperaturen, sowohl im Hinblick auf die Unterschiede zwischen den Regionen als auch im Hinblick auf die Schwankungen im Laufe der Zeit und der Jahreszeiten
– Geschichte von Überschwemmungen, Hitzewellen, Dürren und Ähnlichem.

Im Jahr 1620 stellte Bacon die Ähnlichkeiten in den Umrissen der Kontinente Westafrikas und dem Ostteil Südamerikas fest und machte darauf aufmerksam. Dies war der erste vage Hinweis auf die Theorie der Kontinentalverschiebung.

Der Astronom, Mathematiker, Physiker und Philosoph Galileo Galilei (1564–1642) aus der Toskana zählt zu den Pionieren der modernen wissenschaftlichen Methoden. Er war der Überzeugung, dass sich die Naturgesetze mathematisch ausdrücken ließen. Dieser Ansatz veranlasste Galileo dazu, viele der Schlussfolgerungen zu widerlegen, die Aristoteles in seinem Werk „Meteorologica“ aufgestellt hatte. Galileo erfand um 1596 das Thermoskop, einen Vorläufer des Thermometers. Während seiner Zeit in Padua wollte er Wärme und Kälte messen. Sein Thermoskop bestand aus einem hohlen Glaskolben von etwa der Größe eines Eies mit einem langen, dünnen Glashals, der an seinem Ende offen war. Die Kugel wurde mit den Händen erwärmt, das Gerät wurde umgedreht und die Halsöffnung in ein Gefäß mit Wasser getaucht. Als die Zeiger aus der Kugel gezogen wurden, stieg das Wasser im Hals bis zu einer bestimmten Höhe über den Wasserstand im Gefäß. Diese Höhe hing von der Lufttemperatur ab: Je kälter die Luft, desto höher stieg das Wasser. Dieses Instrument verfügte über keine Temperaturskala. Galileo prägte um das Jahr 1619 den Begriff „Aurora borealis“ (nördliche Morgenröte), um das Nordlicht zu beschreiben. Gegen Ende seines Lebens beschäftigte sich Galileo mit der Frage, warum Wasser nicht höher als 32 Fuß (10 m) über den Pegel eines Wasserbeckens gepumpt werden konnte. Einer seiner Schüler führte diese Arbeiten weiter, daraus entstand dann das Quecksilberbarometer. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Teil der Serie zur Geschichte der Meteorologie.

Geschichte der Meteorologie – Teil 6 3

Thermoskop von Sanctorius, 1612, Evolution of the Thermometers 1592-1743, Henry Carrington Bolton, Quelle: Popocatomar über Wikimedia Commons

Nach Galileo Galilei entwickelten andere Erfinder unabhängig voneinander Thermoskope. Der Mediziner und Erfinder Santorio oder latinisiert Sanctorius (1561-1636) aus Istrien hatte die Idee, Galileos Thermoskop so umzugestalten, dass es als Instrument zur Temperaturmessung bei Kranken dienen konnte. Es besteht aus einer kleinen Glaskugel, die eine konstante Luftmenge enthält und auf einem langen, schmalen, offenen Rohr sitzt, das in ein mit Wasser gefülltes Gefäß eintaucht. Der Kranke nimmt die Kugel in die Hand oder in den Mund. Unter dem Einfluss der Temperatur führt die Volumenänderung der Luft zu einer Verschiebung des Wasserstands im Rohr. Santorio verwendete zwei feste Bezugspunkte: die Temperatur des Schnees und die einer Kerzenflamme, zwischen denen er seinem Luftthermoskop um 1612 eine gleichmäßige Dezimalskala versah. Damit stellt sein Luftthermoskop einen Vorläufer zu einem Thermometer dar.

Der württembergische Astronom und Mathematiker Johannes Kepler (1571-1630) verfasste neben seinen vielen anderen wissenschaftlichen Werken 1611 eine Abhandlung über Schneeflocken: „Strena Seu de Nive Sexangula“, übersetzt „Ein Neujahrsgeschenk oder Die sechseckige Schneeflocke“, in der er den „Grund für die sechseckige Form der Schneekristalle“ (d.h. Schneeflocken) und „die Formen und Symmetrien in der Natur“ erörterte. Dieses Werk ist die erste bekannte wissenschaftliche Erwähnung von Schneeflocken und Schneekristallen. Kepler glaubte, dass die Wetterverhältnisse auf der Erde mit den geometrischen Beziehungen zwischen der Erde und den Planeten zusammenhingen. So dachte er beispielsweise, dass die Konjunktion von Saturn und Sonne kaltes Wetter hervorrufen könnte. Da die Positionen der Erde und der Planeten im Voraus berechnet werden konnten, ließ sich nach dieser Vorstellung auch das Wetter vorhersagen. Kepler erstellte daher die ersten bekannten Langzeit-Wettervorhersagen, darunter eine für einen bitterkalten Winter in Deutschland im Jahr 1593, welche sich tatsächlich als richtig herausstellte. Im Jahr 1593 begann Kepler in Graz, täglich das Wetter aufzuzeichnen, in der Hoffnung, den Einfluss der Sterne auf das Wetter zu ergründen. Im Jahr 1604 nahm er ähnliche Beobachtungen in Prag auf. Auch zwischen 1617 und 1620 notierte er tägliche Wetteraufzeichnungen, ebenso im Jahr 1628 im schlesischen Sagan.

Der lombardische Naturwissenschaftler Benedetto Castelli (1577-1643), ein Schüler von Galileo, entwickelte einen einfachen Regenmesser, nachdem er einen Anstieg des Wasserstandes am abflusslosen Trasimenischen See nach einem heftigen Regen beobachtete. Er begann 1639, die Menge des Niederschlags in Perugia zu messen.

Das Werk „Opera Didactica Omnia“ des mährischen Philosophen, Schriftstellers und Pädagogen Johann Amos Comenius oder tschechisch Jan Amos Komenský (1592-1670) enthielt eine Abhandlung über wetterbezogene Themen.

Die Geschichte der Meteorologie geht weiter. Der nächsten Teil der Serie wird die Entwicklung der Meteorologie im Übergang der Spätrenaissance ins Zeitalter der Aufklärung behandeln. Meteorologische Messgeräte werden dabei verbessert und die quantitative Meteorologie verfeinert.

Diplom-Meteorologe Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/05/Geschichte-der-Meteorologie-–-Teil-6.jpg 803 1113 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-05-16 17:56:372026-05-17 23:49:28Geschichte der Meteorologie – Teil 6: Meteorologie im Zeitalter der Renaissance und Anfänge der quantitativen Meteorologie

Geschichte der Meteorologie – Teil 5: Meteorologie im Spätmittelalter an der Schwelle zur Renaissance

3. Mai 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Im letzten Thema des Tages zur Geschichte der Meteorologie wurde die Leistung der Araber auf diesem Feld betont. Wissenschaftliche Erkenntnisse gelangten aus diesem Raum wieder ins christliche Europa zurück. Bevor wir darauf blicken, werfen wir einen Blick nach Afrika und Amerika.

Über wissenschaftliche Kenntnisse der vielen Völker und Kulturen von Subsahara-Afrika ist nur ganz wenig bekannt bzw. überliefert. Groß-Simbabwe war im Zeitraum von ca. 1100 bis 1450 ein mächtiges Handelsimperium der Ethnie der Shona, dessen Aufstieg und Niedergang stark von Klima und Umweltmanagement beeinflusst wurden. Die 20.000 Einwohner des in der Nähe der heutigen Stadt Masvingo gelegenen kulturellen Zentrums stützten sich auf ausgefeilte Methoden der Wassersammlung und vermutlich auch auf astronomische und meteorologische Beobachtungen; schließlich gaben sie den Ort aufgrund von Klimaveränderungen und Ressourcenverknappung auf. Die indigene Shona-Meteorologie ist ein traditionelles, auf mündlicher Überlieferung basierendes System der Wetterbeobachtung, -deutung und -vorhersage, das in Simbabwe über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Historisch gesehen stützte sich das Volk der Shona, wie viele afrikanische Gemeinschaften, auf die Beobachtung von Umweltindikatoren, Himmelskörpern und dem Verhalten von Tieren, um bevorstehende Wetterverläufe zu verstehen, insbesondere im Hinblick auf die landwirtschaftliche Planung. So wurde beispielsweise die Blüte oder Fruchtbildung bestimmter einheimischer Bäume, wie etwa der Parinari curatellifolia (in der Bantusprache Shona Muhacha), genutzt, um die Qualität der kommenden Regenzeit vorherzusagen.

Islamisches Wissen breitete sich durch die Expansion des Islams und transsaharischen Handel vom 14. bis zum 16. Jahrhundert in den Bereich der Sahelzone aus. Im Mittelalter (13. bis 16. Jahrhundert) war Timbuktu im heutigen Mali ein bedeutendes intellektuelles Zentrum mit Hochschulen und Bibliotheken, in dem lokale Gelehrte sich mit Theologie, islamischem Recht, Medizin und Geschichte sowie im Rahmen der Astronomie, Astrologie und Geographie mit Meteorologie befassten. Eine Vielzahl von Manuskripten, die sogenannten Timbuktu-Handschriften, dokumentieren die Beobachtung von Jahreszeiten, starken Regenfällen, Dürren und den Auswirkungen des Klimas und enthalten Hinweise auf Studien, die die Bewegungen der Sterne mit lokalen Wetterverhältnissen in Verbindung brachten. Dabei wurde die „Deutung der Bedeutung des aufgehenden Sterns“ zur Vorhersage von Wetterverläufen herangezogen. Die frühen Bewohner der Region richteten ihr Leben nach den Hochwasserperioden des Flusses Niger aus, die von den regionalen Niederschlagsmustern beeinflusst wurden. Die lokale Umwelt wurde durch das Wüstenklima der Sahara geprägt, wobei staubige Passatwinde und geringe Niederschläge zu erheblichen saisonalen Veränderungen führten, die intensiv untersucht wurden. Einer der bedeutendsten Gelehrten war der Rechtswissenschaftler Ahmad Bābā (1556–1627) aus dem Songhaireich in Westafrika, der ein biographisches Lexikon von Gelehrten aus dem Westsudan (heute nördliches Westafrika), die das damalige Wissen zusammengetragen hatten, veröffentlichte. Die Wiederentdeckung dieser Manuskripte, die in den letzten Jahren vor der Vernichtung bewahrt wurden, bestätigt den fortgeschrittenen Stand der wissenschaftlichen Erforschung der Umwelt in Westafrika im Mittelalter. Die Forschung hierzu ist allerdings noch nicht weit fortgeschritten.

Blicken wir nun nach Amerika. Die Hochkultur der Inka (13. bis 16. Jahrhundert) weitete sich von ihrem Kernland im heutigen Peru nordwärts bis ins heutige Ecuador und südwärts bis in die Nordteile der heutigen Staaten Chile und Argentinien aus. Ihre Blütezeit war um 1530. Obschon die Inka in ihren Staatsformen einen hohen Organisationsgrad aufwiesen, sind sie entwicklungsgeschichtlich mit den bronzezeitlichen Kulturen Eurasiens vergleichbar. Ihr Reich war theokratisch strukturiert mit dem Sonnengott Inti als höchste göttliche Instanz und dem Sonnentempel Inticancha im heute peruanischen Cusco oder Cuzco als Machtzentrum. Terrassenfeldbau und Bewässerungskanäle zeugen von gewissen Kenntnissen im astronomisch-meteorologischen Bereich. Da die Inka-Schrift Quipu aus gewebten Textilknoten bestand, gibt es keine schriftlichen Überlieferungen.

Die Hochkultur der Azteken (14. bis 16. Jahrhundert) befand sich auf dem heutigen Staatsgebiet von Mexiko und expandierte durch kriegerische Auseinandersetzungen mit benachbarten Kulturen. Die Kosmologie und Mythologie der Azteken bestanden aus einer Vielzahl an Gottheiten. Der Kriegs- und Sonnengott Huitzilopochtli genoss ein hohes Ansehen. Die Gunst der Sonne musste durch Blutopfer aufrechterhalten und so die Welt vor dem Untergang bewahrt werden, was die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen erklärt. Zwei weitere Gottheiten werden mit dem Klima assoziiert: Dem Regen-, Wasser- und Fruchtbarkeitsgott Tlaloc wurden Rituale zelebriert, um für angenehmes Wetter zu bitten. Ihm gegenüber stand Xiuhtecuhtli, der Feuergott, der Hitze und die Sonne repräsentiert und zu Dürren führen kann. Die Azteken benötigten so eine ausgewogene Balance zwischen beiden Göttern. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren, Erdbeben und Vulkanausbrüchen wurden göttliche Deutungen beschrieben. Saisonale Rituale im landwirtschaftlichen Kalender sowie ausgeklügelte Bewässerungstechniken wie die Chinampas, Flächen, die im Hochwasserfall gezielt geflutet wurden, sollten klimatologische Schwankungen abmildern.

Im Spätmittelalter von Europa war die Übersetzung des von den Arabern zusammengetragenen Wissens ins Lateinische die nächste Entwicklungsstufe in der Geschichte der Meteorologie.

Der heilige Albertus Magnus (um 1200–1280) war ein dominikanischer Wissenschaftler und Philosoph aus Schwaben. In Anerkennung seiner umfassenden Gelehrsamkeit wurde er als „Doctor Universalis“ bezeichnet. Seine naturwissenschaftlichen Schriften umfassen die Bereiche Physik, Meteorologie, Geologie, Physiologie sowie Pflanzen- und Tierkunde. Er war einer der wichtigsten Vermittler der griechischen Philosophie und kommentierte und lehrte insbesondere die Texte des Aristoteles in Paris anhand der Übersetzungen von Averroes. Magnus war der Erste, der die Idee vorbrachte, dass jeder fallende Regentropfen die Form einer kleinen Kugel habe und dass diese Form bedeute, dass der Regenbogen durch die Wechselwirkung des Lichts mit jedem einzelnen Regentropfen entstehe. Er glaubte jedoch, dass die Farben irgendwie innerhalb des Regentropfenvorhangs durch die unbekannten Auswirkungen einer Art Schichtung entstünden.

Der heilige Thomas von Aquin (1225–1274) war ein Philosoph und Theologe aus dem Königreich Neapel. In seiner „Summa Theologica“ schrieb von Aquin über den teuflischen Ursprung von Stürmen: „Regen und Winde sowie alles, was allein durch lokale Impulse entsteht, können von Dämonen verursacht werden. Es ist ein Glaubensdogma, dass die Dämonen Wind, Stürme und einen Feuerregen vom Himmel hervorbringen können.“ Von Aquin schrieb außerdem, dass Glocken, „sofern sie ordnungsgemäß geweiht und getauft wurden, das wirksamste Mittel sind, um die atmosphärischen Unheilbringer des Teufels zu bekämpfen, denn die Klänge des geweihten Metalls vertreiben die Dämonen und wehren Sturm und Blitz ab“.

Wissenschaft in Europa fand damals in Bibliotheken statt. Hatte ein Naturforscher die Wahl zwischen ausführlichen Beobachtungen in der Natur oder einem ausgiebigen Studium der Literatur in einer gut ausgestatteten Bibliothek, wurde damals letzteres vorgezogen. Damit unterlagen eigene Beobachtungen immer dem Eindruck, der in der Literatur beschrieben war. Dieses Schema aufzubrechen, war schwierig und setzte sich erst mit der Zeit durch.

Der englische Naturphilosoph Roger Bacon (um 1220–1292) war der Erste, der 1267 den Winkelausmaß des Regenbogens berechnete. Er fand heraus, dass der höchste Punkt des Regenbogens nicht höher als 42 Grad über dem Horizont liegen kann. Er analysierte die ptolemäischen Beschreibungen zum Klima. Er verfasste eine Begründung für die Kälte in nördlichen Regionen. Er stellte fest, dass es auch in höher gelegenen Regionen kälter ist und formulierte daraus einen orographischen Einfluss auf das Klima. Bacon war darüber hinaus einer der ersten, die versuchten, eigenen Forschungsbeobachtungen gegenüber der seinerzeitigen wissenschaftlichen Standardliteratur ein höheres Gewicht zuzumessen. Er gilt als Begründer moderner Wissenschaft in Europa.

Geschichte der Meteorologie 1 1

Statue von Roger Bacon, Oxford University Museum of Natural History, Oxford, Vereinigtes Königreich, Quelle: Philip Halling über Wikimedia Commons

William Merle, Pfarrer von Driby im Nordosten Englands, der im 14. Jahrhundert lebte, begann 1337 mit der Führung seines Wettertagebuchs, dem ältesten erhaltenen in gedruckter Form. Das Projekt mit dem Titel „Consideraciones temperiei pro septem annis Christi“ endete im Jahr 1344. Es enthält Aufzeichnungen vom Wettergeschehen in Lincolnshire und Oxford, je nachdem, wo sich Merle gerade aufhielt. Zitierte Begriffe von Merle sind „umectativus“ („der befeuchtet oder feucht macht, feuchtend“), den er im Zusammenhang mit Regen verwendet, „nubilosus“ („wolkig“) und „draco“ im Sinne von „Komet“. Merle untersuchte auch die Windrichtung und stellte fest, dass die Hauptwindrichtung 250 Grad (Westsüdwest) beträgt.

Geschichte der Meteorologie 2 1

Wettertagebuch von Merle: Aufzeichnungen in lateinischer Sprache vom November 1342 bis März 1343, Bodleian Libraries, Quelle: Bodleian Libraries über University of Oxford, Oxford, Vereinigtes Königreich

Dietrich von Freiberg (um 1240–um 1320), ein Philosoph, Theologe und Physiker aus Sachsen, und Kamāl al-Dīn al-Fārisī (1267–1319), ein persischer Physiker und Mathematiker, lieferten im späten 13. Jahrhundert gleichzeitig, aber unabhängig voneinander, die ersten zutreffenden Erklärungen für den Hauptregenbogen. Von Freiberg lieferte zudem die Erklärung für den Sekundärregenbogen.

Ausgangs des Mittelalters kristallisierten sich verschiedene Arten der Wettervorhersage heraus: Eine Variante war, astronomische Vorgänge mit dem Wetter zu assoziieren. Dies war die schon im Altertum praktizierte Methode der Astrometeorologie. Eine weitere Vorhersagemethode bestand darin, dem Wetter an bestimmten Tagen einen Charakter zuzuweisen. Das unterschied sich im europäischen Raum erheblich durch die geographischen Gegebenheiten, so wurden dieselben Tage in Russland anders gekennzeichnet als in Frankreich. Vorhersagen waren prophetisch, insbesondere wenn ein längerer Zeitraum gedeutet wurde. Aus der russischen Region Archangelsk ist überliefert: „Fällt der Winter weniger schneereich aus, ist im Sommer mit weniger Regen zu rechnen.“ Besonders oft wurden die nächsten zwölf Tage ab Weihnachten für längere Vorhersagen verwendet, die oft für das ganze nächste Jahr gelten sollte, was auch der habsburgische Herzog Leopold I. (1290–1326) so abgeleitet hat. Solche Wetterregeln sind heute unter dem Begriff Bauernregel bekannt. Eine dritte Methode war, die Vorhersage vom Verhalten der Tiere, der Vögel oder anderen Lebewesen abzuleiten. Die vierte Art der Vorhersage wurden vom allgemeinen Wettergeschehen abgeleitet und unterschied sich signifikant von den anderen vorgestellten Methoden.

Der fränkische Weltgeistliche Konrad von Megenberg (1309–1374) schrieb um 1350 das „Buch der Natur“, welches als erste wissenschaftliche Abhandlung in deutscher Sprache gilt. Darin wird der Regenbogen als ein Zeichen beschrieben, das Regen ankündigt, falls sich der Regenbogen auseinander dehnt und zusammenzieht, da Wasserdampf dann dichter wird und Wolken formt. Das korrespondiert gut mit aufkommendem Wettergeschehen, welcher nach Ankunft einer Warmfront erwartet wird.

Geschichte der Meteorologie 3 1

Illustrierte Seite aus dem Buch der Natur, Druck von Johann Bämler, 3. gedruckte Ausgabe 1481, Augsburg, Quelle: Andreas Praefcke über Wikimedia Commons

Bevor die Geschichte der Meteorologie in Europa im Zeitalter der Renaissance weiter geht, blicken wir an der Schwelle zu diesem Zeitalter in den fernen Osten nach Korea. In der Regierungszeit von König Sejong (1418–1450), später genannt Sejong der Große, suchten wiederholt Dürren Korea heim. Der König wies jedes Dorf an, die Niederschlagsmenge zu erfassen. Sein Sohn, Kronprinz Munjong (1414–1452), erfand 1441 einen Regenmesser. Munjong argumentierte, dass es besser sei, einen standardisierten Behälter zu verwenden, anstatt in die Erde zu graben, um den Niederschlag zu messen. Das Design des Ch’ŭgugi oder Cheugugi genannten Regenmessers basierte wahrscheinlich auf Messgeräten aus weiter zurückliegenden Zeiten in China, die jedoch primitiver ausgeführt und nicht standardisiert waren. König Sejong schickte jedem Dorf einen Regenmesser, und diese wurden als offizielles Instrument zur Ermittlung des Erntepotentials und zur Festsetzung der Grundsteuern verwendet. Dies ist einer der frühesten dokumentierten Fälle der Entwicklung eines Messinstruments, das dazu diente, eine quantitative Schätzung einer meteorologischen Größe zu liefern.

Geschichte der Meteorologie 4

Traditioneller koreanischer Regenmesser Ch’ŭgugi nach Art des Erfinders Munjong, Beispiel von 1770, Quelle: Gyeongmin Koh über Wikimedia Commons

Für das Spätmittelalter liegen auch Wetteraufzeichnungen vor, beispielsweise für Osteuropa aus den Moskauer Chroniken. Darunter findet sich für das Jahr 1164 ein großes Hochwasser in Galizien mit plötzlich intensivierten Regenfällen tags und nachts, so dass eine Flut den Dnister stromabwärts floss und über 300 Personen ertranken. 1230 zerstörte strenger Frost das Wintergetreide mit der Folge einer Hungersnot in ganz Russland. 1371 beschreiben die Chroniken dichten Nebel mit geringen Sichtweiten, der zwei Monate lang andauerte. Am Festtag Peter und Paul 1406 wurde Nischni Nowgorod von einem Sturm getroffen, dessen Wirbel ein Reiter mit seinem Pferdefuhrwerk verschwinden ließ. Vom 11. bis 14. Jahrhundert sind zehn große Dürren beschrieben.

Der Kardinal, Philosoph, Mathematiker und Physiker Nikolaus von Kues oder auch Nicolaus Cusanos (1401–1464) aus dem Erzbistum Trier führte Experimente zur Messung der Luftfeuchtigkeit durch, indem er ein Stück Wolle oder einen Schwamm wog, wenn diese sehr trocken waren, und erneut, nachdem sie Feuchtigkeit aus der Luft aufgenommen hatten. Die Idee zu diesem Verfahren könnte von den klassischen arabischen Naturphilosophen stammen, die sich mit Naturwissenschaften befasst hatten. Dies beschreibt ein Haarhygrometer, ein Feuchtigkeitsmesser.

Der genuesische Architekt, Künstler und Schriftsteller Leon Battista Alberti (1404–1472) erfand 1450 den ersten mechanischen Windmesser, ein Anemometer mit Ablenkplatte. Dieses Instrument bestand aus einer Schwingscheibe, die bei Windstille senkrecht hing. Bei Wind schwang die Scheibe aufgrund der vom Wind ausgeübten Kraft nach oben. Anhand des Neigungswinkels der Scheibe ließ sich die Windkraft berechnen und daraus die Windgeschwindigkeit abschätzen.

Hans Müller, latinisiert Johannes Müller und später genannt Ioannes de Monte Regio oder Regiomontanus (1436–1476) war ein Mathematiker und Astronom aus dem fränkischen Königsberg, der in Wien, Buda (Ungarn) und Nürnberg tätig war. Regiomontanus wurde mit der kritischen Übersetzung von Ptolemäus’ „Almagest“ betraut, welches später als wissenschaftliches Lehrbuch verwendet wurde. Die darin erwähnte Astrometeorologie, die astronomische Phänomene mit dem Wetter in Verbindung bringt, hat ihre Wurzeln in Indien, Persien, Griechenland und Rom sowie in der frühen islamischen Wissenschaftstradition. Regiomontanus stellte daraus Regeln für die Erstellung von Vorhersagen auf. Er identifizierte bestimmte planetarische Konstellationen als besonders einflussreich. Beispielsweise führt eine Opposition von Mond und Jupiter, wenn diese das Feuerzeichen Widder und das Wasserzeichen Skorpion einnehmen, zu Wolkenbildung. Bewegt sich der Mond auf den Merkur zu, wird die Vorhersage das enthalten, was Regiomontanus als „Öffnung der Windtore“ bezeichnete.

Die drei letztgenannten Personen gehören schon zur Frührenaissance. Die nächste Folge der Serie Geschichte der Meteorologie wird sich mit den meteorologischen Entwicklungen der Renaissance, und damit dem Beginn der Neuzeit, widmen. In diese Epoche, in die auch das Zeitalter der Entdeckungen fällt, wird einerseits bestimmt auf die Rückbesinnung auf kulturelle Errungenschaften der Antike. Andererseits werden neue Techniken eingeführt, die zu den Anfängen der quantitativen Meteorologie führen.

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 03.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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Aktions- und Ehrentage mit meteorologischem Bezug

13. April 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am gestrigen Sonntag, den 12. April, war in den USA der „Jahrestag des starken Windes“. Seit wann dieser Aktionstag begangen wird und wer diesen ins Leben rief, ist leider nicht bekannt. Bekannt ist hingegen, dass anlässlich des 50. Jahrestags im Jahr 1984 eine Zeremonie im Observatorium des Mount Washington abgehalten wurde.

Vor 91 Jahren, also am 12. April 1934, wurde auf dem Mount Washington (New Hampshire) mit 372 Kilometern pro Stunde die bis dato stärkste mit einem Anemometer gemessene Windböe verzeichnet. Erst am 10. April 1996, also fast auf den Tag genau 62 Jahre später, konnte dieser Wert überboten werden. Während des tropischen Zyklons „Olivia“ wurden auf der westaustralischen Insel Barrow Island 408 Kilometer pro Stunde gemessen. In Deutschland und Europa liegt der Rekord bei 335 Kilometer pro Stunde und wurde am 12. Juni 1985 auf der Zugspitze verzeichnet.

Die höchste jemals aufgezeichnete Windgeschwindigkeit wurde durch ein Dopplerradar bei einem Tornado in der Nähe von Oklahoma City am 03. Mai 1999 registriert. Der Wert beträgt hierbei 496 Kilometer pro Stunde, wobei der Unsicherheitsbereich durch die indirekte Messmethode bei plusminus 33 Kilometer pro Stunde liegt.

In der freien Atmosphäre sind die Windgeschwindigkeiten naturgemäß höher als an der Erdoberfläche, da dort Reibungseffekte keine Rolle spielen. So wurden 1970 bei Messungen in Jetstreams über Japan 650 Kilometer pro Stunde geschätzt.

Hierzulande frischte der Wind in den vergangenen Tagen zwar zeitweise etwas auf, mit Sturm oder mehr hatte das aber natürlich nichts zu tun. Ab und an war eine gelbe Windwarnung (50 bis 64 Kilometer pro Stunde) vonnöten, so wie auch für den heutigen Montag eine für den Erzgebirgskamm ausgegeben wurde. In den kommenden Tagen ist Wind dann aber kein Thema mehr.

Daneben wurde am 13. April 1845, also heute vor 181 Jahren, der deutsche Meteorologe Richard Adolph Aßmann geboren. Beispielsweise ist das Meteorologische Observatorium in Lindenberg nach ihm benannt. Er ist der Entwickler des nach ihm benannten Aspirationspsychrometers nach Aßmann. Ein Psychrometer (griechisch: psychrós = frostig, kalt) ist ein meteorologisches Messinstrument und dient der Bestimmung der Luftfeuchtigkeit (https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/begriffe/P/Psychrometer.html). Das Messprinzip eines Psychrometers beruht auf der Abhängigkeit der Verdunstung von den Feuchteverhältnissen der umgebenden Luft. Ein Psychrometer besteht aus zwei Thermometern, wovon eines die Lufttemperatur misst. Das andere ist mit einem feuchten Strumpf überzogen und kühlt sich aufgrund der Verdunstungskälte ab. Die gemessene Temperatur („Feuchttemperatur“) liegt somit unter der Lufttemperatur. Mithilfe der beiden gemessenen Temperaturwerte können anschließend verschiedene Feuchtegrößen berechnet werden.

Am morgigen Dienstag, den 14. April, ist in den USA wiederum der „Schau-in-den-Himmel-Tag“. Die Ursprünge und Hintergründe dieses Aktionstags sind allerdings nicht überliefert. Am Tag der Himmelsbeobachtung steht das Rausgehen im Vordergrund, um zu sehen, was am Himmel so vor sich geht. Ein Vogel, der die Thermik zum Fliegen nutzt; ein Flugzeug, das ein nahes oder fernes Urlaubsziel ansteuert; lustige Wolkenformationen, die über den Himmel ziehen oder bei Dunkelheit die Sterne, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Scheint die Sonne, verweilt man gerne auch etwas länger im Freien; ist es hingegen bedeckt oder es regnet sogar, beobachtet man den Himmel dann doch lieber vom Fenster aus. Doch wie präsentiert sich das Himmelsbild am morgigen „Schau-in-den-Himmel-Tag“?

Am morgigen Dienstag ist es im Westen und Nordwesten Deutschlands bei Höchsttemperaturen zwischen 15 und 18 Grad heiter, teils sonnig und trocken. In den übrigen Regionen bestimmen viele Wolken das Himmelsbild. Vielerorts tritt zudem leichter Regen auf, der im Tagesverlauf in den Osten und Südosten Deutschlands zieht. Die Höchsttemperaturen liegen meist bei 9 bis 15 Grad, nur an Oder und Neiße können ebenfalls 15 bis 18 Grad erreicht werden.

Nachfolgend nehmen die Sonnenanteile in weiten Teilen des Landes deutlich zu. Bei Höchsttemperaturen zwischen 14 und 21 Grad und schwachen Windverhältnissen kann der „Schau-in-den-Himmel-Tag“ bei einem Spaziergang also durchaus in die Verlängerung gehen.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 13.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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Geschichte der Meteorologie − Teil 1: Von den Anfängen zur Meteorologie in den verschiedenen Hochkulturen des Altertums

3. April 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Mit diesem Thema des Tages wird der Start zu einer ganzen Serie eingeleitet, die die Geschichte der Meteorologie in chronologischer Form abdecken soll: vom Beginn der Wetterbeobachtung über das Zeitalter erster meteorologischer Aufzeichnungen in den alten Hochkulturen weiter zum Beginn als moderne Naturwissenschaft bis hin zum Einsatz von Mechanismen der Fernerkundung, Entwicklung von Wettermodellen, Berechnungen mit Hochleistungsrechnern und dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz.

Verzichtet wird dabei zu Beginn auf die Rückrechnung klimatologischer Szenarien aus heutiger Sicht, die als Paläoklimatologie bezeichnet wird. Dabei werden im Rahmen der Klimageschichte die historischen globalen Durchschnittstemperaturen von Kalt- und Warmzeiten aufgezeigt, welche wesentlich zur Entwicklungsgeschichte der Lebewesen im jüngeren Zeitraum der Erdgeschichte beitrugen.

In Einigkeit mit anderen Wissenschaften ist es nicht möglich, einen exakten Zeitpunkt für den Beginn der Geschichte der Meteorologie festzulegen. Betrachtet man Meteorologie als Naturwissenschaft im heutigen Sinne, so ist ihre Geschichte relativ jung. Viel weiter reicht sie zurück, wenn man die Meteorologie als einen Aspekt menschlichen Wissens als beschreibende Wissenschaft begreift.

Die Ursprünge der Meteorologie liegen daher in der Wetterbeobachtung. Diese war schon im Spätpaläolithikum und in der Mittelsteinzeit für die als Nomaden lebenden Menschen von Interesse. Hier galt es besonders, die Wanderbewegungen der Beute- oder Herdentiere abzusehen oder für die vorsichtige Einschätzung einer günstigen Wetterperiode für längere Sammelausflüge. Nach der Sesshaftwerdung der Menschheit war die Beobachtung und Aufzeichnung des lokalen Wetters für Landwirte eine wichtige Grundlage für weitreichende Entscheidungen, wenn es darum ging, zu welchen Zeitpunkten man sät und zu welchen man erntet: Je früher man sät, desto länger ist die mögliche Vegetationsperiode bis zur Ernte, allerdings drohen bei früherem Säen aber zugleich Einbußen durch Wettereinwirkungen auf die junge Saat. Je später man erntet, desto größer ist der Ertrag. Gleichwohl kann es besser sein, die Ernte etwas früher einzubringen, z. B. um sie vor einem nahenden Unwetter oder einer Schlechtwetterperiode, man denke beispielsweise an die Monsunzeit in anderen Weltregionen, in Sicherheit zu bringen.

Zwischen den Anfängen der Seeschifffahrt und der Meteorologie gibt es durch wind- und strömungsinduzierten Antrieb gewisse Berührungspunkte. Die Anfänge in der Seeschifffahrt fanden entlang von Küsten statt bzw. es wurden in der Besiedlungsgeschichte des Menschen nur geringe Strecken auf dem offenen Meer zurückgelegt (besonders auf der Beringstraße zwischen Asien und Nordamerika, zwischen Südostasien und Australien sowie um Neuguinea sowie im Mittelmeer). Ob hierbei Wind- und Strömungskenntnisse vorlagen, ist gänzlich unbekannt.

Erste aufgezeichnete Erkenntnisse aus der Meteorologie liegen aus den verschiedenen Hochkulturen vor, die ihren Ursprung im Übergangsbereich zwischen Kupfersteinzeit und Bronzezeit haben. Schon vor allen Hochkulturen versuchte der Mensch in der Jungsteinzeit, zwischen Naturphänomenen zu unterscheiden, welche Unbehagen bringen und welche nicht.

Eine Gemeinsamkeit aller Kulturvölker ist die Beobachtung von Naturphänomenen und damit die Erlangung von Kenntnissen hierüber durch Priester. Naturphänomene beinhalten hier, was man heute unter astronomischen und meteorologischen Phänomenen versteht, es vermischen sich also eine frühe Art „Astrometeorologie“ mit religiösen Vorstellungen. Dies wird besonders deutlich bei der Festlegung von Aussaat- und Erntezeiten in der Landwirtschaft und der religiöser Feste. Die durch das Wissen erlangte Macht der Priesterkaste führte zu einem erheblichen religiösen Einfluss auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die erkennbare Gesetzmäßigkeit der Naturphänomene und des Himmels fanden in einer priesterlichen Doppelrolle durch Gesetze Ausdruck einer allgemeinen Weltordnung.

So wurden bedeutende Gottheiten der Hochkulturen zu Göttern der Sonne, des Mondes, des Donners, des Blitzes, des Windes und des Meeres. Beispiele für einen solchen Wettergott sind der Sonnengott Ra im alten Ägypten, Hadad und Iškur als Wettergottheiten im nördlichen bzw. südlichen Mesopotamien, oder die Donnergötter Indra in Indien und Lei Gong in China. Im Daoismus im alten China wurde sogar eine göttliche Hierarchie nach Intensität der meteorologischen Prozesse eingeführt. Wettergottheiten der altamerikanischen Maya-Hochkultur sind Chaak, der Gott des Regens und der Wirbelstürme, Itzamná, der Sonnengott, und Iko’ob, der Gott des Windes.

Aus der ägyptischen und mesopotamischen Hochkultur sind zwar viele astronomische Erkenntnisse überliefert, jedoch deutlich weniger zur Meteorologie. In beiden Hochkulturen wurden jedoch Segelschiffe eingesetzt, zunächst an Flüssen, im Verlauf auch im Persischen Golf, im Roten Meer und im Mittelmeer. Die früheste Darstellung eines Segelschiffs stammt aus Mesopotamien am Persischen Golf und wird in die Zeit zwischen 3500 und 3000 v. Chr. eingeordnet. Erste Segelschiff-Darstellungen aus Ägypten reichen in die Zeit von 3100 v. Chr. zurück.

Geschichte der Meteorologie 1

Ägyptisches Segelschiff, Wandbild von ca. 1422−1411 v. Chr., Maler aus der Grabkammer des Menna, Quelle: The Yorck Project über Wikimedia Commons

Schon in der prädynastischen Zeit ist aus dem Alten Ägypten bekannt, dass religiöse Praktiken in Form von Ritualen abgehalten wurden, in dem der Himmel um Regen angerufen wurde. Mathematische Kenntnisse besonders in der Geometrie verdeutlichten den Bau der Pyramiden. In Ägypten richtete sich der Kalender nach dem Eintreffen der Nilschwemme, die durch Monsunniederschläge im äthiopischen Hochland verursacht wurde. Kalender waren in Ägypten schon um 3000 v. Chr. bekannt. Eine außergewöhnliche Dürre um 2200 v. Chr. führte zum Untergang des Alten Reiches und läutete eine Zeit politischer Instabilität ein. Neue Kenntnisse in der Wissenschaft wurden erschwert, ein Austausch mit der benachbarten Hochkultur in Mesopotamien war wahrscheinlich.

In Mesopotamien wurde in Uruk die älteste erhaltene Keilschrift entwickelt, die zunächst auf Tontafeln geschrieben wurde. Zudem wurde ein Zählsystem als Grundlage der Mathematik eingeführt. Aus babylonischen Keilschriften ist eine frühe mesopotamische Art der Astrometeorologie bekannt. Himmelserscheinungen wurden in Vorhersagen umgedeutet und Wolken, Wind und Donner mit guten oder schlechten Ereignissen in Verbindung gebracht. Aus der Keilschrift auf Ton oder Lehm ist folgendes aus Babylonien bekannt: „Wenn man einen dunklen Halo-Schein um den Mond sieht, wird es in diesem Monat regnen oder werden sich Wolken zusammenziehen. – Brauen sich am Himmel dunkle Wolken zusammen, wird Wind wehen. – Donnert es an Tagen mit abnehmendem Mond, wird die Ernte gut.“ Eine Windrose mit vier Haupt- und vier Nebenwinden war in Mesopotamien bekannt. Die Hauptwindrichtungen wurden mit sutu, iltanu, sadu und amur bezeichnet – Süd, Nord, Ost und West. Nebenwindrichtungen waren Wortkombinationen wie sutu u sadu für Südost und iltana u amura für Nordwest. Auch in Mesopotamien war die oben erwähnte Dürre um 2200 v. Chr. markant. Sie führte dort zum Zusammenbruch des Akkadischen Reiches.

Geschichte der Meteorologie 2

Beispiel der babylonischen Keilschrift mit Landkarte von Mesopotamien, wahrscheinlich aus Sippar (700−500 v. Chr.), The British Museum, London, Quelle: Osama S. M. Amin über Wikimedia Commons

Geschichte der Meteorologie 3

Übersetzung einiger babylonischer Schriftzeichen, Quelle: Ernest A. Wallis und Leonard W. King über Wikimedia Commons

Die Meteorologie in Indien lässt sich nach Angaben des heutigen dortigen nationalen Wetterdienstes auf dem Subkontinent bis etwa 3000 v. Chr. zurückverfolgen. Um 2200 v. Chr. führte dieselbe Dürre wie in Ägypten und Mesopotamien dazu, dass an der Indus-Hochkultur Siedlungen Richtung Südosten verlagert wurden. Zusammen mit den im nächsten Abschnitt beschriebenen Überschwemmungen in China wird die großräumige Dürre als 4,2-Kilojahr-Ereignis bezeichnet. Direkte meteorologische Erkenntnisse sind in der indischen Hochkultur schwierig nachzuweisen, da im Unterschied zu anderen Hochkulturen Indien keine Ordnung in Form einer Zentralregierung hatte und aus Einzelstaaten bestand. Es wird jedoch ein Austausch und damit die Übernahme von ausländischem Wissen und Kulturgut angenommen.

Gesicherte erste Erkenntnisse über Landwirtschaft und Ackerbau in der Hochkultur von China reichen in die Zeit um etwa 2700 v. Chr. zurück. Nicht geklärt sind dabei die genauen Kenntnisse über meteorologische Vorgänge. Der erste Kaiser aus der legendenhaften Xia-Dynastie, Yu der Große, war bei seinen Untertanen beliebt, weil er bei seinem Vorhaben, die regelmäßigen Überschwemmungen des Gelben Flusses einzudämmen, seinerzeit einige technische Erfolge erzielte. Die große Flut, in der chinesischen Mythologie auf etwa 2200 v. Chr. beschrieben, ist bis heute umstritten. Jüngste geologische Untersuchungen erbrachten physische Spuren, die sie möglicherweise hinterlassen hat. Allerdings kann das auch auf eine in der Forschung auf etwa 1922 v. Chr. datierte Flut hinweisen, die im Nachgang eines großen Erdbebens in Tibet durch eine massive Landrutschung entstanden war. Aufgrund gelegentlicher langer Perioden mit starken Regenfällen kam es und kommt es am Gelben Fluss und anderen chinesischen Flüssen bis in die heutige Zeit immer wieder zu großen Überschwemmungen. Yu der Große war der erste bekannte Mensch, der versuchte, die verheerenden Auswirkungen solcher Wetterereignisse zu mildern. Im Wesentlichen gelang dies durch Ausbaggern von Flussbetten und kontrollierter systematischer Ableitung hoher Flusswasserstände auf umliegende Felder. In die chinesische Geschichte ging der Kaiser als „Großer Yu beherrscht die Gewässer“ ein. In dieser Zeit wurde in China ein Amt zur Überwachung und Beobachtung des Himmels eingeführt, was bis zum Ende des chinesischen Kaiserreiches vor rund 115 Jahren existierte.

Geschichte der Meteorologie 4 1 1 1

Kaiser Yu der Große, Portrait von Ma Lin (Song-Dynastie), National Palace Museum, Taipeh, Republik China (Taiwan), Quelle: Shuge über Wikimedia Commons

Aus der altamerikanischen Hochkultur der Maya sind die meisten Zeugnisse über wissenschaftliche Erkenntnisse nicht überliefert. Astronomische Erkenntnisse führten zu einem Kalender. Es ist außerdem bekannt, dass Wettervorhersagen für Anbauzyklen der Landwirtschaft genutzt wurden. Schon im Altertum nutzten die Maya ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem auf der Halbinsel Yucatán und förderten Grundwasser aus Kalksteinlöchern, den Cenoten. Tzolkin, der Mondkalender der Maya, und Haab, der Sonnenkalender der Maya, definierten die Termine und religiösen Rituale für die Aussaat. Die Maya-Priester nutzten Astronomie und Mathematik, um den Beginn der landwirtschaftlichen Regenzeit anhand von Sonnenfinsternissen und der Nähe der Venus zu den Plejaden zu bestimmen, wie im Landwirtschaftsalmanach des Madrid-Kodex‘, eine der vier erhaltenen und mit Sicherheit authentischen Handschriften der Maya, dargestellt ist. Bei den Maya waren Wettervorhersagen eng mit ihrer Kosmologie bzw. ihrem Weltverständnis verbunden. Die Maya-Kosmologie von Regen und Wolken umfasste eine detaillierte Beschreibung der Entstehung dieser Phänomene, die durch das Wirken der Maya-Gottheiten erklärt wurde. Aus alter Maya-Zeit überliefert ist noch die traditionelle Methode Xook K’iin aus dem Maya-Sonnenkalender, mit der Klimaschwankungen und Phänomene wie Hurrikane, Dürren und Winde über das ganze Jahr hinweg vorhergesagt werden. Diese basierte auf detaillierten Beobachtungen und Aufzeichnungen über die Sonnenintensität, die Wolkendichte, das Auftreten von Nebel, Regen und niedrigen Temperaturen zu Jahresbeginn, aus welchem dann auf die Wetter- und damit die Ernteentwicklung im Jahr geschlossen wurde.

Erkenntnisse über Meteorologie aus der alten südamerikanischen Kultur aus Caral im heutigen Peru zwischen 2500 und 2000 v. Chr., die zur Vor-Inka-Zeit gehört, liegen nicht vor. Die Lage der Hauptsiedlung in der Wüste abseits der Küstenlagune lässt allerdings auf regelmäßige Überschwemmungen durch El Niño schließen. Die Blütezeit der Hochkultur der Inka war deutlich später.

Sie sehen, schon in verschiedenen Hochkulturen im Altertum gab es gewisse Vorstellungen vom Wettergeschehen und spannende Erklärungs- und Deutungsversuche an den damals bedeutenden und entwickelten Orten und Regionen der Welt. Die nächsten meteorologischen Überlieferungen stammen aus dem antiken Griechenland. Die Serie wird fortgesetzt, so dass Sie Näheres dazu im zweiten Teil zur Geschichte der Meteorologie lesen werden.

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
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Tag der Wetterbeobachtung

25. Januar 2025/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Die Beobachtung des Wetters wird seit jeher betrieben. Ableitungen und Lehren aus den Beobachtungen für das alltägliche Leben waren essenziell für das Überleben einer Gesellschaft. So kommt es nicht von ungefähr, dass mit den Bauernregeln versucht wurde, sich häufig wiederholende Begebenheiten und damit Regelmäßigkeiten anhand der Beobachtungen festzuhalten und an nachfolgende Generationen weiterzugeben.

Bauernregeln sind alte Volkssprüche, die Auskunft über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft geben sollen. Sie sind meist recht kurz gehalten und in Reimform, dabei aber selten mit ausschmückenden Stilmitteln verfasst. Die Reimform erleichtert die Merkfähigkeit der eigentlichen Informationen und das Wissen konnte so gut an die Nachfahren weitergegeben werden. Zu den bekanntesten Bauernregeln gehören die Siebenschläfer-Regel sowie die Regeln zu den Hundstagen, den Eisheiligen und der Schafskälte. Andere Regeln berücksichtigen keine festen Tage oder Zeiträume, sondern beziehen sich eher auf die Tier- und Pflanzenwelt. Oder es sind einfach lustige kleine Gedichte ohne Bezug zur Wettervorhersage.

Für den heutigen Samstag gibt es beispielsweise die Bauernregeln: „St. Paulus kalt mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein“ oder „wenn’s an Pauli regnet oder schneit, dann folget eine teure Zeit“.

Wetterbeobachter beschäftigen sich mit der Erfassung und Aufzeichnung von Wetterdaten wie Luftdruck, Temperatur, Windstärke, Niederschlagsmenge/-art oder Bedeckungsgrad mit Art der Wolken. Dazu werden diese Messgrößen an einem bestimmten Ort zu festgelegten Zeiten (heutzutage meist automatisch) erfasst. Daraus lassen sich unter anderem Zeitreihen erstellen. Die Beobachtungsdaten werden anschließend codiert und weltweit ausgetauscht, so erhält man ein Gesamtbild der aktuellen Wetterlage. Die regelmäßige Beobachtung des Wetters diente und dient auch heute noch dem Verständnis meteorologischer Zusammenhänge.

Auch jeder Einzelne von uns ist privat mehr oder weniger ein Wetterbeobachter. Jeder kennt sicherlich die alltägliche Situation, bei geplanten Aktivitäten im Freien immer wieder den Himmel im Blick zu behalten und das Wolkenbild zu betrachten für den Fall eines bald aufziehenden Niederschlagsgebiets. Heutzutage gibt es natürlich Hilfsmittel wie beispielsweise Radarbilder. Ein aufmerksamer Blick zum Himmel kann jedoch in keinem Fall schaden und vielleicht haben Sie ja mal Lust, die Wolkenbedeckung in Achteln des vom Betrachter sichtbaren Himmels zu schätzen. Dies gehört nämlich u.a. zur Aufgabe eines Wetterbeobachters. Das Ergebnis einer solchen Wolkenbeobachtung kann beispielsweise Folgendes sein: 4/8 Ac (Altocumulus, in mittlerer Höhe) und darunter 2/8 Sc (Stratocumulus, in niedriger Höhe). Bei dieser Wolkenkonstellation sind immer wieder sonnige Abschnitte zu erwarten und Aktivitäten im Freien steht nichts im Wege. Wetterbeobachter halten selbstverständlich auch geschätzte Sichtweiten fest und behalten annähernde Schauer oder Gewitter genauestens im Blick.

Und welches Wetter gibt es heute und in den kommenden Tagen zu beobachten? Welche der oben genannten Bauernregeln trifft für den heutigen Samstag also eher zu?
Auch am heutigen Samstag wird das Wettergeschehen in Deutschland durch die Ausläufer des Orkantiefs GILLES beeinflusst, welches inzwischen besser unter seinem internationalen Namen ÉOWYN bekannt ist. ÉOWYN zog am gestrigen Freitag über Irland und Teile Großbritanniens hinweg, die Auswirkungen waren dabei immens (siehe hierzu auch das Thema des Tages vom gestrigen Freitag). Inzwischen ist ÉOWYN ins Europäische Nordmeer vor die Küste Norwegens gelangt. Dessen Ausläufer erstrecken sich aber unter anderem auch bis Mitteleuropa. 

DWD Tag der Wetterbeobachtung
Bodenanalysekarte am Samstag, den 25.01.2025, 06 UTC 

Diese lenken vorübergehend sehr milde Luftmassen nach Deutschland. Zweistellige Höchsttemperaturen sind am heutigen Samstag somit keine Seltenheit. Am Oberrhein und bei Föhn an den Alpen werden auch vorfrühlingshafte Werte bis knapp 19 Grad erreicht. Im Nordwesten und bei sich länger haltendem Hochnebel in Südostbayern sind es hingegen „nur“ 6 bis 10 Grad.

Im Süden und Südosten lockert die Bewölkung auf und die Sonne kann sich auch einmal länger zeigen. Vor allem vom Westen bis in den Nordosten ist es hingegen bei meist dichter Bewölkung oftmals regnerisch. Zeit- und gebietsweise frischt der Süd- bis Südwestwind stark böig auf, in den Gipfellagen kann es auch stürmisch sein. 

DWD Tag der Wetterbeobachtung 1
Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am Samstag, den 25.01.2025 

In der Nacht zum Sonntag kommen dann von Südwesten bis in den Osten und Nordosten hinein Regenfälle auf, die insbesondere im Südwesten teilweise kräftig sein können. Diese Regenfälle breiten sich im Laufe der Nacht allmählich südostwärts aus. Nur im äußersten Nordwesten und in Südostbayern gehen die Temperaturwerte bis in den leichten Frostbereich zurück, ansonsten bleibt es bei 7 bis 0 Grad frostfrei. 

DWD Tag der Wetterbeobachtung 2
Wettervorhersage sowie Vorhersage der nächtlichen Tiefsttemperaturen in Deutschland in der Nacht zum Sonntag, den 26.01.2025 

Am morgigen Sonntag ziehen die Niederschläge dann ostwärts ab, während die Schneefallgrenze auf 1000 bis 800 m absinkt, sodass es in den Alpen noch ein paar Zentimeter Neuschnee geben kann. Nachfolgend treten dann noch einzelne Schauer auf, Richtung Westen und Südwesten lockert die Bewölkung hingegen auf und die Sonne kommt zeitweise zum Vorschein. Bei Höchsttemperaturen von 4 bis 10 Grad, am Oberrhein bis 12 Grad wird es nicht mehr ganz so mild wie am heutigen Samstag. Bei mäßigem Süd- bis Südwestwind ist das dennoch alles andere als winterlich. 

DWD Tag der Wetterbeobachtung 3
Wettervorhersage sowie Vorhersage der Tageshöchsttemperaturen in Deutschland am Sonntag, den 26.01.2025 

Schon in der Nacht zum Montag kommt von Westen bereits neuer Regen auf, der im Laufe des Montags nach Osten und Süden durchzieht. Zudem ist der Süd- bis Südwestwind im Westen und Nordwesten durchaus lebhaft unterwegs. Einzelne Sturmböen sind dann möglich, die im Bergland vermehrt auftreten, exponiert sind auch einzelne schwere Sturmböen zu erwarten. Bei Höchsttemperaturen von 6 bis 13 Grad ist es zum Wochenstart dann wieder sehr mild.
Auch nachfolgend präsentiert sich das Wetter von seiner unbeständigen und windigen, aber vergleichsweise milden Seite. 

M.Sc. Meteorologin Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.01.2025

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

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