• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Wenn der Wind in der Höhe schwächelt

Das Starkwindband (oder auch Jet-Stream) in der oberen Troposphäre (ca. 8 bis 10 km Höhe) ist gewissen Schwankungen unterworfen. Warum dieser durch externe Wärmeeinflüsse geschwächt wird und was das mit den Niederschlägen bei uns zu tun hat, soll im Folgenden etwas beleuchtet werden.

Der Jet-Stream in den mittleren Breiten auf der Nordhalbkugel (40 bis 60 Grad Nord) wird im Wesentlichen dadurch generiert, dass Temperaturunterschiede zwischen dem warmen Süden (Stichwort Azorenhoch) und dem kalten Norden (Stichwort Islandtief) bestehen, und zwar vom Boden bis in die obere Troposphäre. Da sich diese Gegensätze mit der Höhe verstärken, nimmt auch der Wind mit der Höhe zu und kann Geschwindigkeiten von 250 bis 350 km/h (im Winterhalbjahr auch noch deutlich mehr) erreichen. Daher kommt auch die deutsche Bezeichnung Strahlstrom.

Dieses Starkwindband schwankt sowohl in der meridionalen Ausbreitung (also von Nord nach Süd) als auch in der Stärke. Da im Winterhalbjahr die Temperaturgegensätze zwischen Süden und Norden größer sind, ist auch der Jet-Stream kräftiger ausgeprägt. Wenn die Geschwindigkeiten im Starkwindband hoch sind, dann ist auch die bei uns vorherrschende westliche Strömung überwiegend straff, und in Mitteleuropa heißt das wechselhaftes Wetter mit häufigeren Regenfällen. Wenn nun (wie in den letzten Jahren beobachtet) der Jet-Stream vor allem im Sommerhalbjahr aufgrund fehlender oder nur geringer Temperaturgegensätze (vor allem über den Meeresoberflächen wegen wärmerer Arktis) schwächelt, beginnt er mehr und mehr zu mäandrieren (ähnlich wie ein Wasserschlauch, dem das Wasser abgedreht wird). Das bewirkt dann mitunter ein Abschwächen der westlichen Strömung hier in Mitteleuropa. Besonders kritisch ist in dem Zusammenhang der Fakt, dass sich dann vorwiegend meridionale Strömungsmuster ausbilden, die den Zugang Mitteleuropas zu atlantischen Luftmassen zumindest zeitweise blockieren können, mit den bekannten Folgen (Trockenheit im Jahr 2018 und auch im Sommer 2019).

Es gibt aber noch andere Faktoren, die den Jet-Stream schwächen. Allgemein gesagt sind es Wärmeflüsse verschiedener Herkunft, die ähnlich wirken wie die oben genannte Faktoren, also die Temperaturgegensätze insgesamt abschwächen.

Der erste Faktor ist die im Sommerhalbjahr stärker ausgeprägte Konvektion (also Aufstieg von Luftteilchen durch Erwärmung am Boden in obere Luftschichten). Dadurch gelangen potentiell wärmere Luftmassen bis in die obere Troposphäre und führen somit zu einer lokalen Schwächung des Jet-Streams. Hierzu zählen neben größeren Gewitterkomplexen auch tropische Wirbelstürme, die aufgrund ihrer Zugbahn in die gemäßigten Breiten vordringen und lokal einen starken Wärmefluss weit nach Norden führen.

Ein zweiter Faktor sind warme Luftmassen aus dem Süden, die in der Höhe durch die Hoch- und Tiefdruckgebiete selbst nach Norden verfrachtet werden. Hierbei handelt es sich jedoch um den natürlichen Wärmefluss von Süd nach Nord. Wenn allerdings längere Zeit Blockierungen (z.B. durch nördlicher gelegene Hochdruckgebiete im Atlantik) vorliegen, also vorwiegend meridionale Strömungsmuster, dann kommt es mitunter zu längeren und stärkeren Wärmeflüssen als normal üblich. Auf jeden Fall sorgen diese Warmluftvorstöße in der Höhe auch für eine zumindest zeitweilige Schwächung des Jets.

Ein letzter Faktor sind zu hohe Meeresoberflächentemperaturen, wie sie z.B. auf natürliche Art und Weise durch den Golfstrom verursacht werden. Dann haben wir einen beständigen Wärmestrom vom Atlantik bis in die obere Troposphäre (teils auch bis in die Stratosphäre), der dem Jet Wärmeenergie zuführt und so für geringere Temperaturgegensätze Nord-Süd sorgt. Hier sprechen wir von der so genannten Kopplung von Ozean und Atmosphäre, die Gegenstand intensiver Forschungen ist. Ebenso interessant ist in dem Zusammenhang, ob die sich ständig weiter erwärmenden Meeresoberflächen (bis in die Arktis hinauf) einen ähnlichen Effekt bewirken.

Wenn dem so wäre, dann könnte man untersuchen, inwieweit diese Kopplung zwischen Ozean und Atmosphäre auch für die erweiterte Kurzfrist bzw. Mittelfrist in die numerischen Vorhersagemodelle eingeht. Bisher tut sie das nur bei den Langfristvorhersagen. Aber ein geschwächter Jet-Stream lässt auch die Tiefdruckgebiete schwächeln, die es bis zu uns schaffen. Das heißt, wie in den letzten Jahren beobachtet, tritt selbst bei Westwetterlagen weniger Niederschlag auf als von den Modellen vorhergesagt.

Abschließend sei erwähnt, dass bei besserer mathematischer Beschreibung dieser Einflüsse in den numerischen Modellen gerade die Niederschlagsprognosen verbessert werden könnten. Dann würden wir uns nicht mehr wundern, warum vom Atlantik vor allem im Sommerhalbjahr mitunter weniger Niederschlag in Mitteleuropa ankommt.

Über neue wissenschaftliche Erkenntnisse diesbezüglich folgen Updates zu diesem Beitrag.

Dr. rer. nat. Jens Bonewitz

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 26.09.2019

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
Search Search

Neueste Beiträge

  • Bachelorarbeit Hilfe für Themen rund um Ökologie
  • Bisher abwechslungsreicher Mai
  • Tag der Diversität
  • Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität
  • Blick nach vorne – Sommerwetter?

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.237)
    • Thema des Tages (2.221)
    • Wetterlexikon (1.263)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (21)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Windiges und nasses Herbstwochenende?! Link to: Windiges und nasses Herbstwochenende?! Windiges und nasses Herbstwochenende?!DWD-LogoDWD Link to: Tiefdruckserie bringt wechselhaftes Herbstwetter zurück Link to: Tiefdruckserie bringt wechselhaftes Herbstwetter zurück DWD-LogoDWDTiefdruckserie bringt wechselhaftes Herbstwetter zurück
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen