• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Der Herbst zeigt zunächst seine ungemütliche Seite. Goldener Oktober ab dem Wochenende?

4. Oktober 2021/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Das Wetter in Deutschland wird derzeit von einem großräumigen Tiefdruckkomplex über dem Nord- und Nordostatlantik dominiert. Dabei tritt das Tief BENNI westlich von Norwegen als steuernde Einheit auf und schickt zudem seinen Tiefausläufer über Mitteleuropa hinweg bis in den nördlichen Mittelmeerraum, um dort an das Tief CHRISTIAN anzudocken. Zudem nähert sich vom Atlantik das Randtief DIDI, welches mit der Strömung Richtung Nordsee geführt wird und sich dabei auch prächtig entwickeln kann. Starke Hochdruckgebiete haben dagegen keinen Zugriff auf Mitteleuropa. Das Azorenhoch kann allenfalls das Wetter auf der Iberischen Halbinsel beeinflussen, das starke Hoch LIOBA über Nordwestrussland vergrößert nur ab und an seinen Hoheitsbereich bis nach Südosteuropa.

Somit bleibt Deutschland zunächst Spielball der Tiefdruckgebiete. Am heutigen Montag und auch in der Nacht zum Dienstag sorgt schließlich der Tiefausläufer von BENNI in Kooperation mit Prozessen aus höheren Luftschichten vom Südwesten bis in den Nordosten für Regenwetter. Denn im Umfeld der Front sowie auch im Bereich der Tiefs steigt die Luft auf, kühlt sich ab und generiert durch Kondensation sowie Tropfenwachstumsprozessen Regen. Zwischen dem Tiefausläufer und dem Tiefdruckkomplex über dem Atlantik kommt es allerdings zu kompensierendem Absinken. Wenn die Luft aufsteigt, muss sie aufgrund des Massengleichgewichts auch irgendwo absinken. Dies geschieht heute im Nordwesten und Westen Deutschlands sowie den Beneluxstaaten, wo die Sonne auch mal länger scheinen kann.

Ab Dienstag übernimmt dann das Tief DIDI das Wetterzepter. Während der Ausläufer von BENNI langsam nach Polen abzieht, rauscht DIDI in die südliche Nordsee. Auch er hat auf seiner Südseite einen Tiefausläufer im Gepäck, der ab Dienstagmittag von Westen auf Deutschland übergreift. Neben teils kräftigen Regenfällen bläst er vor allem in der Westhälfte auch ordentlich, sodass die Regentropfen durch die Luft peitschen. Weil es dem Tief über der südlichen Nordsee gut gefällt, macht es dort auch länger halt und wirbelt bis Donnerstag immer wieder Regenwolken über da Land hinweg. Etwas bevorzugt ist ab Mittwochabend allenfalls der Osten, der zwischen DIDI und dem Ausläufer von BENNI über Polen liegt. Hier kann z.B. das beschriebene kompensierende Absinken wieder wirken und die Wolken teilweise auflösen.

Außerhalb unserer Reichweite kann sich das Azorenhoch bis Mittwoch bis nach Frankreich vorarbeiten und schließlich das Tief DIDI in der Folge nach Norden Richtung Skandinavien schieben. Ab Donnerstag nimmt der Azorenhochableger Kontakt zum mächtigen Hoch LIOBA über Osteuropa auf und bildet schließlich eine Hochdruckbrücke von der Iberischen Halbinsel bis nach Osteuropa aus. Unter Hochdruckeinfluss beruhigt sich auch das Wetter in Deutschland. Auf die Regenfälle in der ersten Wochenhälfte folgt dann überwiegend trockenes, teils freundliches, teils aber auch nebliges trübes oder hochnebelartig bewölktes Herbstwetter. Die Temperaturen passen sich dabei ebenfalls dem Herbst an und erreichen nur noch selten und lokal begrenzt die 20-Grad-Marke. Mit der voraussichtlichen Wetterberuhigung zum Wochenende und somit häufigeren nächtlichem Aufklaren rückt dann der Bodenfrost wieder in den Fokus.

Dipl.-Met. Lars Kirchhübel

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 04.10.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2021/10/DWD-Der-Herbst-zeigt-zunaechst-seine-ungemuetliche-Seite.-Goldener-Oktober-ab-dem-Wochenende.jpg 909 1279 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2021-10-04 14:10:112021-10-04 14:15:10Der Herbst zeigt zunächst seine ungemütliche Seite. Goldener Oktober ab dem Wochenende?

Feiertagswetter – damals und heute

3. Oktober 2021/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Am heutigen Feiertag schauen wir etwas in die meteorologische Vergangenheit zurück: zum ersten Tag der Deutschen Einheit am 03. Oktober 1990. Eventuell kann sich der eine oder andere mit einem besonders ausgeprägten Langzeitgedächtnis sogar noch an die damalige Witterung erinnern. Allerdings war diese nicht wirklich spektakulär, denn Anfang Oktober 1990 befand sich Mitteleuropa am Rande eines Hochdruckgebiets mit Schwerpunkt über Osteuropa. Im Westen des Kontinents bestimmte dagegen ein Tief mit Kern zwischen Island und Schottland das Wettergeschehen. In höheren Atmosphärenschichten näherte sich außerdem ein sogenannter „Trog“ von Westen her an, erreichte das Bundesgebiet aber noch nicht. Diese Konfiguration sorgte in den meisten Regionen Deutschlands für eine sehr milde, stellenweise fast schon spätsommerliche Witterung.

Der Randbereich des Hochs bürgte dabei für viel Sonnenschein, allerdings gab es Regionen mit für die Jahreszeit typischen zähen Nebel- oder Hochnebelfeldern. Besonders von den zentralen Mittelgebirgen bis zur Donau hatte es die Sonne schwer sich gegen den Nebel durchzusetzen. Das vorhin erwähnte Tief bzw. der Trog lenkte generell sehr warme Mittelmeerluft in unser Gebiet, sodass die Temperatur vielerorts Höchstwerte zwischen 17 und 25 Grad erreichte. Im Südwesten konnten örtlich sogar etwas mehr als 25 Grad gemessen werden. In den erwähnten nebligen Regionen war beim Temperaturanstieg jedoch schon bei Werten knapp unter 15 Grad Schluss. Zudem machte sich der Wind bevorzugt in der Nordhälfte etwas bemerkbar mit einzelnen steifen Böen, an der Nordsee auch stürmischen Böen. Im Süden war es dagegen fast windstill. Erst in der Nacht zum 04.10.1990 griff von Nordwesten her eine markante Kaltfront auf die westlichen Landesteile über, die eine Wetterumstellung mit deutlich kühlerer Meeresluft einleitete.

Wie ist die meteorologische Situation nun am diesjährigen Feiertag? Auf den ersten Blick ergeben sich deutliche Übereinstimmungen mit der Wetterlage von vor 31 Jahren. Über Ost- und Nordosteuropa dominiert das umfangreiche Hoch LIOBA, nördlich von Schottland tummelt sich das kräftige Tiefdruckgebiet BENNI. Wie am ersten Tag der deutschen Einheit greift ein umfangreicher Trog (Abbildung 2a) langsam von West- auf Mitteleuropa über. Allerdings ist dieser schon etwas weiter nach Osten vorangekommen als im Jahre 1990, außerdem greift er auch deutlicher nach Süden aus. Folgerichtig ist die damit verbundene Wetterumstellung zum einen etwas „früher dran“ als am ersten Tag der Deutschen Einheit, zum anderen wird nochmals wärmere Luft in den Südosten des Landes geführt (Abbildung 2b). Die Kaltfront von Tief BENNI erreicht bereits in den Vormittagsstunden den Nordwesten Deutschlands und bringt dort leichten bis mäßigen Regen. Im weiteren Verlauf des Tages weitet sich dieser Regen langsam zur Mitte aus, erreicht aber weite Teile des Südens und den Osten nicht.

Außerdem frischt der Wind in deutlich mehr Regionen Deutschlands auf als am 03.10.1990. Im Westen und Nordwesten muss mit steifen bis stürmischen Böen gerechnet werden, außerdem kommt am Alpenrand Föhn (Sturmböen in den Hochlagen, schwere Sturmböen auf den Gipfeln, starke bis stürmische Böen in den klassischen Föhntälern) und in Sachsen Böhmischer Wind auf. Sonst spielt der Wind jedoch keine große Rolle. Die Föhnströmung sorgt auch dafür, dass die Sonne im Süden und Osten Bayerns von früh bis spät scheinen wird, während die Wolken sonst recht dicht sind oder sich weiter verdichten.

Am Ort der Feierlichkeiten zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit in Halle (Saale) werden bei bis zum Abend trockenen Bedingungen Höchstwerte von etwa 24 Grad erwartet, allerdings frischt der Wind vorübergehend etwas auf. Im Alpenvorland wird es sogar sommerlich warm mit bis zu 27 Grad, im Nordwesten ist es dagegen deutlich kühler mit maximal 17 bis 19 Grad.

Mag.rer.nat. Florian Bilgeri

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 03.10.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2021/10/DWD-Feiertagswetter-damals-und-heute.png 955 1179 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2021-10-03 12:43:092021-10-03 12:48:49Feiertagswetter – damals und heute

Deutschlandwetter im September 2021

2. Oktober 2021/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im September 2021*

1. Platz: Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) 17,5 °C — Abweich. 2,2 Grad

2. Platz: Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz) 17,4 °C — Abweich. 2,5 Grad

3. Platz: Köln-Stammheim (Nordrhein-Westfalen) 17,2 °C — Abweich. 1,6 Grad

Besonders kalte Orte im September 2021*

1. Platz: Zinnwald-Georgenfeld (Sachsen) 11,9 °C — Abweich. 2,2 Grad

2. Platz: Carlsfeld (Sachsen) 11,9 °C — Abweich. 2,1 Grad

3. Platz: Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen) 12,3 °C — Abweich. 1,0 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im September 2021**

1. Platz: Kreuth-Glashütte (Bayern) 176,6 l/m² — 117 Prozent

2. Platz: Benediktbeuern (Bayern) 149,9 l/m² — 118 Prozent

3. Platz: Holzkirchen (Bayern) 125,2 l/m² — 99 Prozent

Besonders trockene Orte im September 2021**

1. Platz: Schlüsselfeld-Hohn am Berg (Bayern) 4,6 l/m² — 9 Prozent 2. Platz: Weiden (Bayern) 4,6 l/m² — 8 Prozent 3. Platz Wernberg-Köblitz-Neunaigen (Bayern) 5,8 l/m² — 12 Prozent

Besonders sonnenscheinreiche Orte im September 2021**

1. Platz: Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg) 249 Stunden — 142 Prozent

2. Platz: Stuttgart-Echterdingen (Baden-Württemberg) 245 Stunden — 144 Prozent

3. Platz: Münsingen-Apfelstetten (Baden-Württemberg) 242 Stunden — 151 Prozent

Besonders sonnenscheinarme Orte im September 2021**

1. Platz: Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) 101 Stunden — 68 Prozent

2. Platz: Leck (Schleswig-Holstein) 111 Stunden — 80 Prozent

3. Platz: Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) 111 Stunden — 74 Prozent

oberhalb 920 m NN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt (int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Monatswertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:

Einen ausführlichen Monatsüberblick für ganz Deutschland und alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse.

Meteorologe Denny Karran

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 02.10.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2021-10-02 21:12:252021-10-02 21:14:40Deutschlandwetter im September 2021

Oktober – Die Mischung macht’s

1. Oktober 2021/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Deutschlandweit betrachtet schloss der September um rund 1,9 Grad zu warm ab, vergleicht man ihn mit dem langjährigen Klimamittel von 1961-1990. Selbst mit der neuen, schon wärmeren Klimaperiode von 1991-2020 fällt der Vergleich eindeutig zu Gunsten des diesjährigen Septembers aus. Die Anomalie beträgt hier noch immer gut +1,4 Grad. Der eher sommerliche als herbstliche Charakter des Monats lässt sich auch anhand der Anzahl der Sommertage belegen. Die 25-Grad-Marke wurde vor allem im Südwesten besonders häufig erreicht oder überschritten. Den ersten Platz teilen sich mit 13 Sommertagen die Stationen Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz), Waghäusel-Kirrlach und Bad Mergentheim (Baden-Württemberg) sowie Kitzingen (Bayern). Der September hat somit sogar den August übertroffen, der nur maximal 11 Sommertage aufbieten konnte. Selbst ein Hitzetag wurde am 9.9. im Lee des Harzes an der Station Huy-Pabstdorf (Sachsen-Anhalt) mit 30 Grad registriert.

Markant war neben der Wärme durch häufig vorherrschenden Hochdruckeinfluss auch ein größeres Niederschlagsdefizit. Mit nur 35 l/m2 fehlten landesweit im Schnitt rund 50 Prozent Regen in den Messtöpfen für eine ausgeglichene Bilanz. Regional zeigen sich aber doch deutliche Unterschiede (siehe Abbildungen der Gesamtniederschlagsmenge a) absolut und b) relativ zum vieljährigen Mittel abgeleitet aus Radardaten). So schlossen etwa einige Regionen im Norden durchschnittlich, lokal auch überdurchschnittlich ab. Einen großen Beitrag lieferten dabei zum Ende der ersten Septemberdekade kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen. Auch ein weiterer etwas nasserer Streifen zwischen den Alpen und Sachsen-Anhalt ist auf ein teils gewittriges Starkregenereignis in den Abend- und Nachtstunden vom vergangenen Sonntag auf Montag (26./27.09.) zurückzuführen.

Vom Rückblick in die Gegenwart. Der heute eingeläutete Oktober ist der 10. Monat im gregorianischen Kalender. Der Name geht auf die Römer zurück, die ihren achten Monat im Kalender „mensis october“ (lat. octo = acht) nannten. Im Mittelalter galt der Oktober als heiliger Monat, in dem bevorzugt viele Hochzeiten stattfanden. Auch das größte Volksfest der Welt, das Oktoberfest, geht etwa auf eine königliche Vermählung zurück. Auch sonst wartet der Oktober mit allerlei festlichen Tagen auf. Darunter fallen etwa Erntedank und der Tag der deutschen Einheit sowie zum Ende des Monats der Reformationstag und der inzwischen zum Teil praktizierte Halloween-Brauch. Der Oktober kann noch mit einer weiteren Besonderheit glänzen. So ist er der längste Monat des Jahres. Zwar hat auch der Oktober nur 31 Tage. Allerdings wird er durch die Zeitumstellung von Sommer- auf Normalzeit um eine Stunde länger.

Klimatisch kann der Oktober vielseitig sein. Häufig neigt er zu ruhigen und andauernden Hochdrucklagen. Sind dabei auch milde Luftmassen und viel Sonnenschein wirksam, dann ergibt sich mit der zunehmenden Blätterfärbung der Laubwälder ein goldener Farbton. Daraufhin ist oftmals vom „Goldenen Oktober“ die Rede. Hochdruckwetter im Herbst hat allerdings auch seine „Schattenseiten“. So kühlt bei klarem nächtlichem Himmel die Temperatur oft bis auf den Taupunkt ab, bei dem die Luft mit der maximal möglichen Menge an Wasserdampf gesättigt und die relative Feuchte 100 Prozent ist. Es entsteht Nebel, der sich mit schwächer werdender Sonneneinstrahlung auch tagsüber zäh halten kann.

Andererseits kann der Oktober aber auch mit windigem oder gar stürmischem und unbeständigem Wetter aufwarten. Nach beständigem Hochdruckwetter sieht es für das Wochenende und auch zu Beginn der neuen Woche derzeit jedenfalls nicht aus. Im Gegenteil, es nehmen im Gegenteil die Tiefdruckgebiete das Zepter in die Hand. Im Westen und Nordwesten ziehen bei böig auffrischendem Süd- bis Südwestwind schon zum Samstag dichte Wolken heran und bringen ersten Regen. Der Rest des Landes hingegen darf sich noch auf ein meist trockenes Wochenende freuen. Dabei hat vor allem der Südosten die Nase beim Sonnenschein vorn, sodass hier bei Höchstwerten zwischen 21 und 27 Grad zumindest vorübergehend von einem Goldenen Oktoberbeginn die Rede sein kann. Bei einer ausgiebigen Wandertour in den Alpen ist jedoch gerade am Sonntag mit aufkommendem stürmischen Südföhn Vorsicht geboten. Auf den Alpengipfeln kann der Föhn mit schweren Sturmböen, in einigen anfälligen Föhntälern stürmisch daherkommen. Zum Montag wird die Föhnlage wohl an den Alpen ein Ende finden. Dann sinkt mit einer markanten Kaltfront die Schneefallgrenze zumindest vorübergehend auf 1800 bis 2000 m ab. In den Alpen ist im Oktober erster Schnee bis in die mittleren Lagen (um 1000 bis 1500 m) nichts Außergewöhnliches, auch wenn dieser meist noch nicht lange liegen bleibt.

M.Sc.-Met. Sebastian Altnau

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 01.10.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2021/10/DWD-Oktober-Die-Mischung-machts.png 649 1296 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2021-10-01 11:30:512021-10-01 11:34:15Oktober – Die Mischung macht’s
Seite 4 von 41234
Search Search

Neueste Beiträge

  • Wann gibt es Hitzewarnungen und warum?
  • DSGVO-konformes E-Mail-Marketing für Windsport-Shops: Kunden gezielt erreichen 
  • Stormchasing in den USA 2026
  • Weltwindtag
  • Erwartet uns eine intensive Hitzewelle?

Kategorien

  • Allgemein (85)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.265)
    • Thema des Tages (2.249)
    • Wetterlexikon (1.291)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Juni 2026 (18)
  • Mai 2026 (32)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruck Hochdruckgebiet Hochnebel Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wettervorhersage Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen