Schlagwortarchiv für: Niederschlag

Deutschlandwetter im Jahr 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Jahr 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 12,1 °C +1,8 Grad
2 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 12,1 °C +1,2 Grad
3 Frankfurt-Westend Hessen 12,0 °C +1,7 Grad

Besonders kalte Orte im Jahr 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 6,4 °C +2,0 Grad
2 Carlsfeld Sachsen 6,5 °C +2,1 Grad
3 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 6,7 °C +0,7 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Todtmoos Baden-Württemberg 1824,5 l/m² 94 %
2 St. Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 1691,7 l/m² 90 %
3 Utzenfeld Baden-Württemberg 1656,2 l/m² 109 %

Besonders trockene Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Arnstein-Ulzigerode Sachsen-Anhalt 350,3 l/m² 64 %
2 Dessau-Roßlau-Rodleben Sachsen-Anhalt 355,4 l/m² 66 %
3 Wettin-Löbejün-Neutz Sachsen-Anhalt 355,9 l/m² 74 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oschatz Sachsen 2165 Stunden 134 %
2 Pforzheim-Ispringen Baden-Württemberg 2165 Stunden 128 %
3 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 2154 Stunden 139 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Jahr 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oberstdorf Bayern 1674 Stunden 105 %
2 Regensburg Bayern 1700 Stunden 103 %
3 Bremervörde Niedersachsen 1701 Stunden 114 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Jahresmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Jahresmittelwertes zum vieljährigen Jahresmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Jahresrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 03.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im Dezember 2025

Besonders warme Orte im Dezember 2025*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Helgoland Schleswig-Holstein 7,2 °C +2,8 Grad
2 Borkum-Flugplatz Niedersachsen 6,2 °C +3,0 Grad
3 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 6,1 °C +2,0 Grad

Besonders kalte Orte im Dezember 2025*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Garmisch-Partenkirchen Bayern -1,1 °C +1,6 Grad
2 Oberstdorf Bayern -0,6 °C +1,5 Grad
3 Schönau am Königssee Bayern -0,4 °C +1,1 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 St.-Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 99,4 l/m² 44 %
2 Utzenfeld Baden-Württemberg 91,8 l/m² 61 %
3 Todtmoos Baden-Württemberg 86,0 l/m² 38 %

Besonders trockene Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Martinroda Thüringen 4,2 l/m² %
2 Teterow Mecklenburg-Vorpommern 5,1 l/m² 11 %
3 Waltershausen Thüringen 5,5 l/m² %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern 124 Stunden 234 %
2 Zwiesel Bayern 116 Stunden 199 %
3 Hechingen Baden-Württemberg 116 Stunden 265 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Dezember 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Konstanz Baden-Württemberg 19 Stunden 50 %
2 Wutöschingen-Ofteringen Baden-Württemberg 22 Stunden 62 %
3 Singen Baden-Württemberg 24 Stunden 64 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Zwischenbilanz beim Niederschlag und Wetterausblick

Die erste Hälfte des Oktobers ist bereits schon wieder vorbei. Das Wetter präsentierte sich meist recht trüb. Für einen goldenen Oktober sind hingegen längere Phasen mit stimmungsvollem Sonnenschein notwendig. Anfangs des Monats zeigte sich die Sonne vielerorts auch länger, in den vergangenen Tagen suchte man die Sonne und damit den goldenen Oktober hingegen oft vergeblich.

Die Verfärbung des Laubs in prächtiges Gelb, Orange und Rot wird durch die kürzer werdenden Tageslängen ausgelöst. Aufgrund des mangelnden Lichts und weil die Nährstoffversorgung der Blätter im Winter nicht gewährleistet werden kann, stellen die Laubbäume die Photosynthese ein, die die Blätter sonst grün erscheinen lässt. Möglichst kühle Nächte sind für einen schnelleren und großflächigen Verfärbungsprozess vorteilhaft. Daneben spielen auch die gefallenen Niederschlagsmengen eine wichtige Rolle. Doch wie viel Niederschlag kam in den vergangenen zwei Wochen zusammen?

Wetterstationen können hierbei Aufschluss geben, wie viel Niederschlag an einem bestimmten Ort in einer gewissen Zeit gefallen ist. Allerdings kann man durch Wetterstationen nur ein unzureichendes Bild davon bekommen, wie viel Niederschlag in der Fläche gefallen ist. Auch können teilweise kräftige Niederschläge nicht erfasst werden, wenn sie nicht gerade über eine Wetterstation hinwegziehen. Die Lösung für dieses Problem sind die aus Radardaten abgeleiteten Niederschlagsmengen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die aus Radardaten abgeleiteten Niederschlagsmengen seit dem 01. Oktober.

Aus Radardaten abgeleitete Niederschlagsmengen in Liter pro Quadratmeter seit dem 01. Oktober

Zwischenbilanz beim Niederschlag und Wetterausblick 1

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Bild bei den bislang gefallenen Niederschlagsmengen sehr heterogen ist. Bei den Maxima stechen vor allem der Norden und Nordwesten hervor. Diese kamen vor allem durch das Sturmtief DETLEF (int. AMY) zustande, dessen Ausläufer am Feiertagswochenende über Deutschland hinwegzogen (Thema des Tages vom 03.10.2025). Daneben sticht der östliche Alpenrand mit mehr als 50 Liter pro Quadratmeter hervor, wobei auch hier DETLEF einen Anteil hatte (Thema des Tages vom 06.10.2025).

In großen Teilen des Südens und Ostens fielen hingegen noch nicht einmal 15 Liter pro Quadratmeter. Dadurch lassen sich die Umrisse von so manchem Mittelgebirge oder deren Staulagen erkennen, wo etwas mehr Niederschlag zusammenkam.

Im Durchschnitt fallen im Monat Oktober 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter. Die nachfolgende Abbildung zeigt links die bis zum jetzigen Zeitpunkt gefallenen Niederschlagsmengen relativ zum vieljährigen Mittel und rechts die bisherigen Niederschlagsmengen relativ zum vieljährigen Mittel des gesamten Monats Oktober.

Links: Bis zum jetzigen Zeitpunkt gefallene Niederschlagsmengen relativ zum vieljährigen Mittel, rechts: Bisherige Niederschlagsmengen relativ zum vieljährigen Mittel des gesamten Monats Oktober

Zwischenbilanz beim Niederschlag und Wetterausblick 2

Besonders die blauen und pinkfarbenen Flächen im Norden und Nordwesten Deutschlands springen hierbei direkt ins Auge. Diese Farbgebung ist gleichbedeutend mit 150 Prozent und mehr der bis zum jetzigen Zeitpunkt im Oktober in diesen Regionen sonst üblichen Niederschlagsmengen. Bezieht man die bislang gefallenen Mengen auf den gesamten Monat Oktober, so liegen diese um das Monatssoll. Würde in diesen Regionen also kein Niederschlag mehr dazukommen, würde die Bilanz für den gesamten Monat Oktober exakt so aussehen, nur eben mit sehr unterschiedlichen Monatshälften.

Vielerorts sind aber auch gelbliche und orangefarbene Farbtöne erkennbar, die darauf schließen lassen, dass dort bislang zwischen 20 und 40 Prozent oder sogar weniger der bis zum jetzigen Zeitpunkt im Oktober sonst üblichen Niederschlagsmengen zusammengekommen ist. Bezieht man diese Mengen nun auf den gesamten Monat Oktober, so wird deutlich, dass in diesen Regionen häufig noch nicht einmal 15 Prozent des Monatssolls erreicht wurde. Dort müsste also in den kommenden zwei Wochen noch einiges zum Erreichen des Monatssolls dazukommen.

Doch sieht es nun wenigstens in den kommenden Tagen nach goldenem Oktober oder zumindest nach Regen aus oder bleibt es bei diesem grauen Himmelsbild? An der Ostflanke von Hoch SIEGLINDE mit Zentrum über den Britischen Inseln wird zunächst weiterhin feuchte und wolkenreiche Luft nach Deutschland gelenkt. Insbesondere im Norden und in großen Teilen der Mitte tritt leichter Regen oder Sprühregen auf, die Sonne zeigt sich allenfalls vorübergehend, am ehesten direkt an den Küsten. Im Süden wechseln sich hingegen Sonne und Wolken ab und es ist trocken, mancherorts können sich jedoch teils zähe Nebel- und Hochnebelfelder halten.

Prognosekarte Bodendruck und Lage der Fronten mit Namen der steuernden Hoch- und Tiefdruckgebiete für den heutigen Donnerstag, den 16.10.2025 12 UTC

Zwischenbilanz beim Niederschlag und Wetterausblick 3

Ab dem morgigen Freitag stellt sich allmählich das Wetter um. Von Norden her greift eine Kaltfront auf Deutschland über, die allerdings kaum wetterwirksam ist. Dahingehend ist es zweitrangig, ob nun die dank SIEGLINDE nach Deutschland advehierte feuchte Nordseeluft oder die Kaltfront ursächlich für den leichten Regen oder Sprühregen im Norden und in der Mitte ist. Eine Änderung stellt sich hingegen durch die trockenere Polarluft ein, die der Kaltfront nachfolgt und ein in weiten Landesteilen goldenes Oktoberwochenende einläutet.

Am Samstag ist es verbreitet heiter bis sonnig. Nur im Süden, wo anfangs noch gebietsweise Nebel- und Hochnebelfelder, im Vormittagsverlauf dann auch die Reste der Kaltfront vorzufinden sind, kann die Sonne erst am Nachmittag vermehrt zum Vorschein kommen.

Am Sonntag scheint die Sonne insbesondere in der Osthälfte sowie in den südwestlichen Mittelgebirgen länger. Von Westen macht sich dann bereits die nächste Wetterumstellung bemerkbar und Tiefdruckgebiete übernehmen allmählich die Regie über unser Wettergeschehen. Wolkenfelder ziehen auf, in der Nacht zum Montag setzt Regen ein. Zum Start in die neue Woche präsentiert sich das Wetter wechselhaft und zeitweilige Regenfälle sind zu erwarten, die die Niederschlagsmessgeräte füllen werden.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.10.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im August 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im August 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 21,1 °C +2,3 Grad
2 Mannheim Baden-Württemberg 20,8 °C +2,0 Grad
3 Frankfurt-Westend Hessen 20,7 °C +1,9 Grad

Besonders kalte Orte im August 2025*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Carlsfeld Sachsen 14,4 °C +1,9 Grad
2 Kahler Asten Nordrhein-Westfalen 14,7 °C +2,0 Grad
3 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 14,7 °C +0,6 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im August 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Todtmoos Baden-Württemberg 244,0 l/m² 172 %
2 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 218,0 l/m² 230 %
3 Achberg-Doberatsweiler Baden-Württemberg 201,3 l/m² 126 %

Besonders trockene Orte im August 2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Neustadt-Glewe Mecklenburg-Vorpommern 10,4 l/m² 17 %
2 Alzey Rheinland-Pfalz 10,8 l/m² 22 %
3 Gardelegen-Lindstedterhorst Sachsen-Anhalt 11,2 l/m² 18 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im August 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenschein Anteil
1 Darmstadt Hessen 304 Stunden 142 %
2 Alzey Rheinland-Pfalz 301 Stunden 142 %
3 Schaafheim-Schlierbach Hessen 301 Stunden 147 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im August 2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oberstdorf Bayern 200 Stunden 109 %
2 Arnsberg-Neheim Nordrhein-Westfalen 202 Stunden 111 %
3 Ahaus Nordrhein-Westfalen 203 Stunden 108 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.09.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im Mai 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland. 

Besonders warme Orte im Mai 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Waghäusel-Kirrlach  Baden-Württemberg  15,9 °C  +1,4 Grad 
2  Bad Bergzabern  Rheinland-Pfalz  15,9 °C  +2,0 Grad 
3  Rheinau-Memprechtshofen  Baden-Württemberg  15,6 °C  +2,0 Grad 

Besonders kalte Orte im Mai 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Carlsfeld  Sachsen  8,3 °C  +0,2 Grad 
2  Zinnwald-Georgenfeld  Sachsen  8,6 °C  +0,1 Grad 
3  Deutschneudorf-Brüderwiese  Sachsen  9,0 °C  -0,9 Grad 

Besonders niederschlagsreiche Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Bischofswiesen-Loipl  Bayern  214,2 l/m²  134 % 
2  Marktschellenberg  Bayern  194,8 l/m²  118 % 
3  Kreuth-Glashütte  Bayern  187,4 l/m²  97 % 

Besonders trockene Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Lunow  Brandenburg  12,2 l/m²  24 % 
2  Plau am See  Mecklenburg-Vorpommern  14,7 l/m²  32 % 
3  Lauterecken  Rheinland-Pfalz  15,1 l/m²  24 % 

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenschein  Anteil 
1  Norderney  Niedersachsen  318 Stunden  141 % 
2  Borkum-Flugplatz  Niedersachsen  318 Stunden  142 % 
3  Kitzingen  Bayern  302 Stunden  151 % 

Besonders sonnenscheinarme Orte im Mai 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenscheindauer  Anteil 
1  Oberstdorf  Bayern  141 Stunden  85 % 
2  Garmisch-Partenkirchen  Bayern  148 Stunden  87 % 
3  Kiefersfelden-Gach  Bayern  163 Stunden  99 % 

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt. 

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. 

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990). 

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent). 

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse 

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.06.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Klimadiagramme

Damals wie heute wird im Geografieunterricht an einer Schule ein Atlas verwendet. Dieser ist sowohl digital auf einem Tablet als auch analog als Buch verfügbar. Wenn man so durch die Atlas-Seiten blättert, dann entdeckt man irgendwann auch Klimadiagramme. Oftmals ist eine Darstellung von der Erde und dessen Klimazonen abgebildet. Bei Schulprüfungen gibt es bis heute die Aufgabe: Von welchem Ort stammt das Klimadiagramm? Um dies beantworten zu können, muss man ein Klimadiagramm jedoch richtig lesen und auswerten können.

In der nachfolgenden Beispielgrafik sind zehn nummerierte Pfeile dargestellt. Welche Beschriftung würden Sie für die einzelnen Pfeile wählen? Probieren Sie es mal aus bevor Sie weiterlesen! Genau eine solche Aufgabe könnte es im Geografie- beziehungsweise Erdkundeunterricht geben.
 

Klimadiagramme teil 1

Klimadiagramm aus Schulzeiten 

Beginnen wir in der oberen, linken Ecke: Zunächst wird der Name (Ort) der Station genannt (1). Danach folgt die Höhe der Station in Metern über dem Meeresspiegel (2). Beim dritten Pfeil ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in Grad Celsius [°C] (3) angegeben. Anschließend benötigt man eine linke vertikale Achse (y- bzw. Hochachse) mit der Skala für die Temperatur in Grad Celsius (°C) (4). Der nächste Pfeil zeigt auf die Temperaturkurve im Diagrammpapier (5). Nun sind wir schon im unteren Feld angekommen bei der Grundachse (horizontale bzw. x-Achse) mit den Monaten von Januar bis Dezember (6). Weiter geht es mit den Niederschlagssäulen (7). An der rechten Hochachse ist der Maßstab für die Niederschlagswerte in Millimeter (mm) (8) aufgetragen. Am vorletzten Pfeil steht die Jahressumme der Niederschläge in mm (9). Zum Schluss ist noch die Lage im Gradnetz (10) von entscheidender Bedeutung. 

 

Klimadiagramme können natürlich auch ganz anders aussehen. Darum wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie einmal ein Diagramm entdecken, das nicht exakt wie diese Beispielgrafik aussieht. Sie soll nur verdeutlichen, wie der generelle Aufbau eines solchen Diagramms ist. Vielleicht haben Sie es erkannt, die händischen Eintragungen wurden auf Millimeter-Papier gemacht. In der digitalen Welt gibt es in der heutigen Zeit natürlich unzählige Auswertetools, die dies bereits für uns übernehmen. 

 

Schauen Sie doch mal im Keller oder in fast vergessenen Schubladen nach Ihrem eigenen Schulatlas aus Schulzeiten! Darin gibt es allerlei interessante Abbildungen zu entdecken – die Klimadiagramme sind da nur ein spannendes Beispiel. 

Dipl.-Verw.Betriebsw. (FH) Stefan Hahn
Regionale Wetterberatung Potsdam 

in Zusammenarbeit mit
Dipl.-Met Magdalena Bertelmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 23.05.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Wetterwechsel ante portas

Seit etlichen Wochen sorgen Hochdruckgebiete in Deutschland für stabiles Frühlingswetter. Kurze Unterbrechungen traten dabei Anfang des Monats sowie Ende der zweiten und Anfang der dritten Aprildekade auf. Insbesondere persistente Hochdruckgebiete über Nordwesteuropa sorgten dafür, dass der Atlantik quasi abgeriegelt und Tiefdruckgebiete weit nach Nord- oder Südeuropa abgelenkt wurden. Die Folge ist eine nun in einigen Landesteilen schon länger anhaltende Trockenperiode (siehe Thema des Tages vom 15.05.). Durch die Positionierung der Hochdruckgebiete westlich oder nordwestlich von Deutschland wurden allerdings keine heißen Luftmassen aus dem Mittelmeerraum oder Nordafrika herangeführt. Stattdessen hatten wir es meist mit kühleren Luftmassen aus Nordosteuropa zu tun, wobei die kräftige Maisonne diese Luftmasse zumindest tagsüber schon ordentlich erwärmen konnte. Nachts wurden jedoch oftmals nur einstellige Tiefstwerte, teilweise auch Luftfrost registriert. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 ist der bisherige Mai mit einer Mitteltemperatur von 11,9 Grad knapp 0,5 Grad zu warm. Zieht man den Klimareferenzzeitraum 1991-2020 heran, so liegt eine negative Abweichung von circa 0,5 Grad zu Grunde. 

Aktuell wird das Wetter in Deutschland von zwei Druckgebilden beeinflusst. Zum einen von Hoch TABEA, das sich vom Nordostatlantik langsam nach Mitteleuropa ausdehnt und zum anderen von Tief LORENZ mit Kern über dem Baltikum. Das Tief sorgt am heutigen Montag im Osten und Nordosten des Landes noch für dichte Wolkenfelder, Regen fällt aber kaum noch. Immerhin gab es dort von Sonntagfrüh bis Montagfrüh in der Fläche 1 bis 5, punktuell sogar über 10 l/qm Niederschlag.
 

Wetterwechsel ante portas teil 1 

Deutschlandkarte mit den 24-stündigen Niederschlagsmengen von Sonntagfrüh, den 18.05. bis Montagfrüh, den 19.05. in l/qm 

Am morgigen Dienstag hat das Hoch dann seinen Einfluss auf weite Teile des Landes ausgeweitet und sorgt für stabiles sowie frühlingshaft warmes Wetter. Dabei stören ein paar, über der Mitte auch etwas zahlreichere Quellwolken kaum. Was beachtet werden sollte ist der UV-Index. Wir befinden uns gerade einmal einen Monat vor Sonnenhöchststand und die gesundheitliche Gefährdung durch ultraviolette Strahlung ist mittel bis hoch. 

Wetterwechsel ante portas teil 2

UV-Index für Deutschland am Dienstag, den 20.05. und Mittwoch, den 21.05. 

Der äußerste Süden des Landes wird von einem Tief über dem Golf von Genau beeinflusst, das feuchte und labil geschichtete Luft heranführt. In dieser Luftmasse können vor allem mit Unterstützung der Orografie lokal über dem Südschwarzwald und den Alpen Schauer und Gewitter entstehen. Durch die langsame Zuggeschwindigkeit besteht leicht erhöhtes Starkregenpotential. 

Ab Mittwoch stellt sich die Wetterlage langsam aber sicher deutlich um. Zunächst gerät der Süden des Landes in den Einflussbereich mehrerer Höhentiefs über West- und Südeuropa. Die einfließende feuchte Luft wird zunehmend gehoben und es bilden sich vermehrt Schauer und Gewitter. Diese verlagern sich sehr langsam, wodurch der Starkregen in den Fokus gerät. In der Fläche fallen 1 bis 10, punktuell um 20 l/qm in 24 Stunden. Über Norddeutschland verstärkt sich der Druckgradient durch ein Tief über Südskandinavien. Zunächst lebt der Wind dadurch insbesondere im Küstenumfeld deutlich auf. 

Am Donnerstag ändert sich an der Druck- und Wetterkonstellation zunächst nicht viel. Schauerartige Regenfälle gibt es weiterhin im Süden und im Küstenumfeld treten bei einem lebhaften West- bis Nordwestwind einige Schauer auf. Meist gibt es dabei 1 bis 10, lokal um 15 l/qm/24 h. In einem breiten Streifen über der Mitte bleibt es freundlich. Nachdem am Mittwoch mit Ausnahme des Nordens noch verbreitet über 20 Grad erreicht werden, sind am Donnerstag maximal noch 12 bis 19 Grad zu erwarten. 

Am Freitag wird temperaturtechnisch die Talsohle diese Woche erreicht. Es stehen dann deutschlandweit lediglich noch 11 bis 17 Grad auf dem Plan. Vorwiegend im Norden und der nördlichen Mitte stehen einige Schauer sowie mitunter Graupelgewitter auf der Tagesordnung. Ein kräftiger Westwind lässt damit einen eher herbstlichen als frühlingshaften Eindruck entstehen. Auch im äußersten Süden regnet es noch etwas. Insgesamt liegen die Regenmengen im 24-stündigen Zeitraum in der Fläche überwiegend unter 10 l/qm. Über der südlichen Mitte scheint die Sonne häufiger und es bleibt trocken. 

Wetterwechsel ante portas teil 3

24-stündige Niederschlagsmenge in l/qm für Mi (21.05.), Do (22.05.), und Fr (23.05.) auf Basis unterschiedlicher Wettermodelle 

Am Wochenende bleibt der wechselhafte Wettereindruck bestehen, wobei die Temperaturen wieder einen leichten Aufwärtstrend zeigen. Wiederholt fällt Regen, sodass die Trockenheit doch insgesamt gemindert werden sollte. Auch im weiteren Verlauf deutet sich an, dass immer wieder Tiefdruckgebiete vom Atlantik her mit ihren Ausläufern auf Mitteleuropa übergreifen, was wiederholte und nennenswerte Regenfälle zur Folge hätte. Akkumuliert sollen bis zum Wochenstart je nach Modell 5 bis 20, an den Alpen und an der Nordsee bis 50 l/qm (laut GFS an den Alpen um 80 l/qm) zusammenkommen. Wenig Niederschlag wird allerdings für den Osten prognostiziert, wo gebietsweise nur 1 bis 5 l/qm vorhergesagt werden. 

Wetterwechsel ante portas teil 4

Akkumulierte Gesamtniederschlagsmenge in l/qm bis Anfang der kommenden Woche (Mo, 26.05.) auf Basis unterschiedlicher Wettermodelle 

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass mehrere kleine Niederschlagsereignisse in den kommenden Tagen die Dürre zumindest etwas entschärfen dürften.
 

 

Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 19.05.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Deutschlandwetter im April 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland. 

Besonders warme Orte im April 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Frankfurt am Main – Westend  Hessen  12,8 °C  +2,9 Grad 
2  Frankfurt am Main  Hessen  12,5 °C  +3,3 Grad 
3  Waghäusel-Kirrlach  Baden-Württemberg  12,5 °C  +2,4 Grad 

Besonders kalte Orte im April 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Carlsfeld  Sachsen  7,1 °C  +3,8 Grad 
2  Zinnwald-Georgenfeld  Sachsen  7,5 °C  +4,3 Grad 
3  Kahler Asten  Nordrhein-Westfalen  7,6 °C  +4,1 Grad 

Besonders niederschlagsreiche Orte im April 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Malsburg-Marzell  Baden-Württemberg  131,8 l/m²  93 Prozent 
2  Schauenburg-Elgershausen  Hessen  103,3 l/m²  179 Prozent 
3  Münstertal  Baden-Württemberg  92,5 l/m²  93 Prozent 

Besonders trockene Orte im April 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Kuhbier  Brandenburg  1,3 l/m²  3 Prozent 
2  Riedenburg  Bayern  2,6 l/m²  6 Prozent 
3  Neuburg-Steinhausen  Mecklenburg-Vorpommern  2,9 l/m²  7 Prozent 

Besonders sonnenscheinreiche Orte im April 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenschein  Anteil 
1  Karlshagen  Mecklenburg-Vorpommern  279 Stunden  160 Prozent 
2  Goldberg  Mecklenburg-Vorpommern  279 Stunden  170 Prozent 
3  Putbus  Mecklenburg-Vorpommern  278 Stunden  160 Prozent 

Besonders sonnenscheinarme Orte im April 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenscheindauer  Anteil 
1  Oberstdorf  Bayern  187 Stunden  138 Prozent 
2  Schwarzburg  Thüringen  192 Stunden  127 Prozent 
3  Aue  Sachsen  197 Stunden  156 Prozent 

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt. 

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. 

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990). 

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent). 

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse 

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.05.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Niederschläge hierzulande und weltweit

Am morgigen Donnerstag wird in den USA der „Öffne-drinnen-einen-Regenschirm-Tag“ begangen. Dann soll man einen Regenschirm innerhalb eines geschlossenen Gebäudes öffnen. Einem Aberglaube zufolge bringt dies allerdings Unglück. Thomas Edward Knibb rief den Aktionstag mit der Intention ins Leben, diesen Aberglauben zu widerlegen. Seine Hypothese war, dass das Öffnen eines Regenschirms innerhalb eines geschlossenen Gebäudes ohne Konsequenzen bleiben würde. Knibb wollte mit dem Aktionstag einen Anreiz schaffen, seine Hypothese zu überprüfen.

Hierzulande benötigte man erst zum Beginn der neuen Woche gebietsweise wieder einen Regenschirm. Davor war meist ruhiges und sonniges Hochdruckwetter vorherrschend. Dabei blieb es durchweg niederschlagsfrei. Wie sieht es also bezüglich der bisherigen Niederschlagsstatistik in diesem Monat aus?

Wetterstationen können hierbei Aufschluss geben, wie viel Niederschlag an einem bestimmten Ort in einer gewissen Zeit gefallen ist. Allerdings kann man durch Wetterstationen nur ein unzureichendes Bild davon bekommen, wie viel Niederschlag in der Fläche gefallen ist. Auch können teilweise kräftige Niederschläge nicht erfasst werden, wenn sie nicht gerade über eine Wetterstation hinwegziehen. Die Lösung für dieses Problem sind die aus Radardaten abgeleiteten Niederschlagsmengen.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die aus Radardaten interpretierten Niederschlagsmengen seit dem 01. März. Um genauer zu sein, müsste man eher sagen, dass es sich um die Niederschlagsmengen der vergangenen 48 Stunden handelt. Die Abbildung wird nämlich jeden Morgen um 06 UTC mit den täglich übermittelten 24-stündigen Niederschlagsmengen aktualisiert. 

Niederschlaege hierzulande und weltweit teil 1

Aus Radardaten abgeleitete Niederschlagsmengen in Liter pro Quadratmeter seit dem 01. März 

Es stellt keine Herkulesaufgabe dar zu erkennen, dass abgesehen von einzelnen Ausnahmen kaum nennenswerte Niederschlagsmengen zusammenkamen. Im Norden blieb es abgesehen von einzelnen Schauern bislang gänzlich niederschlagsfrei. In den mittleren Landesteilen gab es in den vergangenen 48 Stunden vermehrt Schauer und auch einzelne Gewitter. Im Süden traten sowohl stratiforme als auch konvektive Niederschläge auf. Allenfalls der Streifen von Südbaden bis in den Stuttgarter Raum „sticht“ mit Werten zwischen 10 und 25 Liter pro Quadratmeter hervor.

Im Durchschnitt fallen im Monat März 30 bis 80 Liter pro Quadratmeter. Da die bisherigen Niederschlagsmengen abgesehen von einzelnen Ausnahmen nur geringfügig waren, lohnt ein Vergleich relativ zum vieljährigen Mittel somit nicht wirklich.

Und wie sieht es in den kommenden Tagen hinsichtlich Niederschlag aus?

In der Zwischenzeit bestimmt Tiefdruckeinfluss unser Wettergeschehen. An der Westflanke von Tief TOBBE, das sich mit seinem Kern über Dänemark befindet, strömt von Norden her allmählich Meeresluft polaren Ursprungs nach Deutschland. 

Niederschlaege hierzulande und weltweit teil 2

Prognosekarte Bodendruck und Lage der Fronten mit Namen der steuernden Hoch- und Tiefdruckgebiete für den heutigen Mittwoch, 12.03.2025 12 UTC 

Am heutigen Mittwoch trennt eine Luftmassengrenze die mildere Luftmasse der vergangenen Tage im Südosten Deutschlands von der einströmenden kühleren Luft in den übrigen Landesteilen. Diese Luftmassengrenze macht sich in einem breiten Streifen von der Südpfalz und Baden bis in die Lausitz durch zeitweilige Niederschläge bemerkbar. Nördlich und nordwestlich davon kann es bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer geben. Die höchsten Wahrscheinlichkeiten hierfür gibt es im Nordseeumfeld.

In der Nacht zum Donnerstag regnet es in der Südosthälfte zeitweise. Im Bergland gehen die Niederschläge dann zunehmend in Schnee über und verleihen dem Landschaftsbild dort einen Hauch von Spätwinter, auch wenn hinsichtlich Niederschlagsmengen nicht allzu viel zusammenkommen wird. Für vorübergehende Glätte könnte es aber allemal reichen. Neben gelegentlichen Schauern im Nordseeumfeld bleibt es in den übrigen Landesteilen meist niederschlagsfrei.

Am morgigen Donnerstag werden von Süden her erneut Niederschläge in Gang gesetzt, die im Bergland und dort vor allem in den Alpen als Schnee fallen. Selbst dort kommen aber auch nur ein paar Zentimeter zusammen. Richtung Nordwesten muss erneut mit einzelnen Schauern gerechnet werden.

Auch für den Freitag zeigt sich ein ähnliches Bild beim Wetter. Zum Wochenende wird man wahrscheinlich nur im Süden nass. In den übrigen Landesteilen ist es hingegen heiter bis sonnig und niederschlagsfrei.

Doch die Niederschlagsmengen bei uns sind nichts im Vergleich zu anderen Niederschlagsereignissen weltweit. In den vergangenen Tagen gab es beispielsweise auf der Iberischen Halbinsel kräftige, teils gewittrige Niederschläge. In den Medien kursierten auch Meldungen eines Starkregenereignisses auf Gran Canaria, infolgedessen es dort zu Überschwemmungen kam.

Im Nordosten Argentiniens kam es gebietsweise ebenfalls zu kräftigen, gewittrig durchsetzten Regenfällen. Hierbei hört und liest man leider traurige Berichte vor allem aus der Hafenstadt Bahía Blanca. Dort sind Todesopfer, Vermisste und Verletzte zu beklagen. In der Region rund um Bahía Blanca fielen zwischen dem 07. und 10. März 100 bis 250 Liter pro Quadratmeter. Durch Betrachtung der in Abbildung 3 markierten Stationen wird deutlich, dass die Niederschlagsmengen von besagtem Zeitraum 150 bis 170 Prozent den für März üblichen Niederschlagsmengen entsprechen. Diese Niederschlagsmengen führten schließlich zu Überschwemmungen, infolgedessen die dortige Infrastruktur zum Erliegen kam. 

Niederschlaege hierzulande und weltweit teil 3

Grafik des europäischen Emergency Response Coordination Centre mit der von Überschwemmungen betroffenen Region rund um die argentinische Hafenstadt Bahía Blanca

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 12.03.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

Das Ende des Hochdruckwetters

Sonne pur und 20 °C. Was sich anhört wie Frühsommerwetter im Mai, war tatsächlich die erste Märzwoche des Jahres 2025. Dafür verantwortlich war Hoch „Ingeborg”. Dieses befindet sich mittlerweile im weit fortgeschrittenen Rückzugsstadium tief über Osteuropa. Bahn frei also für eine neue Runde Tiefdruck.

Aber so einfach ist das gar nicht. Sowohl bei Island als auch über dem eurasischen Festland weit östlich von uns erstrecken sich jeweils große Hochdruckzonen, die die Westwinddrift auch weiterhin abschnüren. Dazwischen hat sich vor einiger Zeit ein großer Tiefdruckkomplex gebildet, der nun vor der iberischen Küste liegt. Dort dreht er munter seine Kreise, kommt aber kaum noch vorwärts. Stattdessen schickt er Ableger in Form schwacher Randtiefs und den Resten eines Frontensystems zu uns. Diese erreichen uns in der kommenden Nacht im Südwesten. Deutlich wird das durch Bewölkungszunahme bis in die Mitte des Landes. Morgen früh setzt anschließend aus Richtung Frankreich und Schweiz der erste Regen ein. Dieser zieht im Tagesverlauf ganz langsam nordwärts und kommt etwa bis auf Höhe des Mains voran, wo dann in der darauffolgenden Nacht zum Dienstag noch einzelne Tropfen fallen können.

Auch die Temperaturen gehen nun allmählich zurück. Das dürfte aber kaum überraschen, schließlich haben diese sich zuletzt am oberen Ende dessen bewegt, was um diese Zeit des Jahres überhaupt möglich ist. Im Laufe der Woche gelangt langsam von Norden her kühlere Meeresluft nach Deutschland. Dementsprechend sinken die Werte nun langsam immer weiter ab und erreichen Mitte kommender Woche meist noch um 10 °C. Am längsten bleibt es dabei im Südosten Bayerns mild, während es nördlich der Elbe zwischenzeitlich Tagestemperaturen von nur noch 6 °C gibt.

Nach der langen Trockenphase sind auch in der kommenden Woche keine großen Niederschlagsereignisse zu erwarten. Insgesamt fällt zwar in vielen Regionen etwas Regen, aber wenn dort bis zur zweiten Wochenhälfte mehr als 5 bis 10 l/m² zusammenkommen, ist man schon gut dabei. Nahezu gänzlich trocken scheint es im Nordwesten zu bleiben. Das ist für diese Region keine gute Nachricht, denn bereits der Februar war dort schon viel zu trocken.
 

Das Ende des Hochdruckwetters teil 1

Abbildung 1: Prognose verschiedener Wettermodelle für die Gesamtniederschlagsmenge bis einschließlich Donnerstag, 13.03.2025 (Quelle: DWD) 

 

Wann wieder mehr Bewegung in das Wettergeschehen kommt, ist aktuell noch nicht absehbar. Bis auf Weiteres ist die Wetterlage weiter von wenig Gegensatz geprägt. Das bedeutet: Kaum Wind und Niederschläge, aber unter leichtem Tiefdruckeinfluss ebenso viele Wolken und kaum noch Sonne.

Zum Schluss ist noch ein Nebenschauplatz erwähnenswert, der aber bezüglich der Wetterentwicklung kaum eine Rolle spielt. Mit der südlichen Höhenströmung ist mal wieder eine Ladung Saharastaub nach Mitteleuropa gelangt. Dieser stellt sich im Satellitenbild (siehe Abbildung 2) als dünner bräunlicher Schleier über der Nordsee und dem Norden Deutschlands dar. Die Aersosolkonzentration ist aber dieses Mal nur gering und hat keine weiteren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
 

Das Ende des Hochdruckwetters teil 2 

Abbildung 2: Satellitenbild des präoperationellen Meteosat Third Generation zzgl. Kennzeichnung des zentralen Tiefdruckgebietes und dessen Frontensystem bei der Iberischen Halbinsel. (Quelle: DWD) 

M.Sc. Felix Dietzsch
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.03.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst