• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Weltrekord in Lindenberg: Seit 105 Jahren ungebrochen

4. August 2024/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Das Meteorologische Observatorium in Lindenburg wurde 1905 als „Königlich-Preußisches Aeronautisches Observatorium Lindenberg“ gegründet mit dem Schwerpunkt auf Aerologie, also der Höhenwetterkunde. Der erste Leiter des Observatoriums war kein Geringerer als Richard Aßmann, der 1902 durch seine aerologischen Forschungen zeitgleich mit Léon-Philippe Teisserenc de Bort die Stratosphäre entdeckte. Seit jeher ist eine der Kernaufgaben des Observatoriums die Messung meteorologischer Parameter in der Atmosphäre und die Weiterentwicklung derer Messtechniken. Die „“ dient damit der Wetter- und Klimaüberwachung seit über 100 Jahren.

Zur Zeit der Gründung des Observatoriums sah die Technik noch anders aus als heutzutage. Die Messinstrumente waren mechanisch und wogen teils mehrere Kilogramm. Es gab noch kein globales Navigationssatellitensystem, das eine horizontale Verlagerung von Messinstrumenten hätte aufzeichnen können. Sobald ein Messinstrument in den Wolken verschwand, wusste man nichts mehr über dessen genaue Position. Um ein vertikales Profil der Atmosphäre zu bekommen, wurden routinemäßig zwei Methoden angewandt. Bei windschwachen Wetterlagen wurden Messinstrumente mit einem teils bemannten, teils unbemannten Fesselballon in die Höhe gelassen. Der bodengebundene Ballon erreichte Höhen über 10000 Meter. Bei windstarken Wetterlagen waren Ballonstarts nur sehr schwierig zu bewältigen. Bei solchen Lagen kamen dann Drachen zum Einsatz.

Unterhalb des Drachens hingen sogenannte „Meteographen“. Mit diesen mechanischen Instrumenten wurden Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit gemessen und die entsprechenden Werte mittels eines Messzeigers auf einem eingelegtem Registrierpapier aufgezeichnet. Wenn das Messgerät wieder den Boden erreichte, konnte man die Werte ablesen. Es gab bereits vor der Gründung des Observatoriums Lindenberg viele Versuche mit Drachenaufstiegen. Mit der Zeit entwickelte man die Drachenkonstruktion weiter, wodurch immer größere Höhen erreicht wurden. Auch der Verlust durch Abreißen der Leine wurde mit der Zeit minimiert. Die Leine bestand dabei aus metallischem Draht unterschiedlicher Dicke.

Am 01. August 1919 wurde nach einem Fehlstart des Fesselballons entschieden, das Vertikalprofil der aktuellen Atmosphäre mittels Drachenaufstieg zu erhalten. Der erste Drachen wurde in die Luft gelassen, an dem der Meteograph befestigt war. Der Drachen hatte dabei eine Angriffsfläche von 10 Quadratmetern. Diese reichte aus, um den Meteographen erst mal in die Höhe zu ziehen. Da das Eigengewicht des Drahtes weiteres Steigen verhinderte, wurden sogenannte Hilfsdrachen eingesetzt, die das Gewicht des Drahtes in der Luft hielten. Bei dem Rekordflug wurden insgesamt acht Drachen eingesetzt die 15000 Meter Draht mit einem Gesamtgewicht von 115 Kilogramm trugen. Als der Drachenzug wieder am Boden gelandet war, wurden die Messwerte abgelesen. Der Barograph stieß bei 9190 Metern an seine Grenze. Die Temperaturmessung ließ aber darauf schließen, dass der Drachen noch weiter aufgestiegen war. Geht man von einem gleichbleibendem Temperaturgradienten aus, ergibt sich damit eine Maximalhöhe von 9740 Metern. Das ist bis heute ein nie wieder erreichter Weltrekord.

Mit beteiligt an dem Rekordflug war Georg Heinrich Friedrich Stüve. Das von ihm entwickelte „Stüve-Diagramm“ zur Auswertung von Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit der Höhe ist auch heute noch eine beliebte Darstellung von aerologischen Messdaten. In den Jahren hat sich die Messtechnik jedoch deutlich geändert. Durch moderne Radiosondenaufstiege werden heutzutage regelmäßig Höhen von über 30 Kilometern erreicht. Die Messmethoden sind meist auf elektrische Kapazität basiert. Die Messinstrumente wiegen dabei nicht mal mehr 100 Gramm und senden ihre Daten per Funkverbindung an die Bodenstation. Zusätzlich kann das Verdriften des Ballons mittels GPS bestimmt werden. Des Weiteren erfolgt die Vertikalsondierung der Troposphäre auch durch Fernerkundung vom Boden aus.

Im operationellen Betrieb wird der Weltrekord des höchsten Fluges einer Drachenkette also nicht gebrochen werden. Auch sonst wird es schwierig. Man müsste bei passendem Wetter einen großen Bereich des Flugraumes sperren. Und bräuchte zudem noch geübtes Personal und die passende Ausrüstung. Das historische Windenhaus, indem die Drachenwinde steht, existiert auch heute noch. Wer Lust hat, kann den Ort des Weltrekordes also noch besichtigen. Das nahegelegene Wettermuseum bietet zudem noch bis Ende August speziell für Familien ein Sommerferienprogramm an.

M.Sc. (Meteorologin) Sonja Stöckle
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.08.2024
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2024/08/DWD-Weltrekord-in-Lindenberg-Seit-105-Jahren-ungebrochen.jpg 1179 2201 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2024-08-04 17:30:142024-08-05 17:36:59Weltrekord in Lindenberg: Seit 105 Jahren ungebrochen
Search Search

Neueste Beiträge

  • Bachelorarbeit Hilfe für Themen rund um Ökologie
  • Bisher abwechslungsreicher Mai
  • Tag der Diversität
  • Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität
  • Blick nach vorne – Sommerwetter?

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.237)
    • Thema des Tages (2.221)
    • Wetterlexikon (1.263)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (21)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Augustnächte mit Sternschnuppen Link to: Augustnächte mit Sternschnuppen Augustnächte mit SternschnuppenDWD-LogoDWD Link to: Hitze und Unterwäsche Link to: Hitze und Unterwäsche Hitze und Unterwäsche
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen