• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Besondere Warnungen an süddeutschen Seen

10. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Mit der frühsommerlichen Witterung der vergangenen und zukünftigen Tage findet die Freizeitgestaltung eines Großteils der Bevölkerung in einem der vielen Naherholungsgebieten Deutschlands statt. Einen besonderen Reiz üben dabei die süddeutschen Binnenseen aus, denen wasseraffine Freizeitsportler kaum widerstehen können. Allerdings muss trotz freizeitbedingter Unbekümmertheit unbedingt beachtet werden, dass man fernab vom Ufer ganz besonders den verschiedenen Wettergefahren ausgesetzt ist. Schnell aufziehende Gewitter können mit den damit verbundenen Wind- und Sturmböen Wassersportler in ernsthafte Gefahr bringen. Um diesem besonderen Gefahrenpotenzial Rechnung zu tragen, gibt es eine intensive Zusammenarbeit zwischen den lokalen Sicherheitsbehörden und dem Deutschen Wetterdienst. Die Regionale Wetterberatung (RWB) München kümmert sich dabei um die Wetterüberwachung an den bayerischen Seen, die RWB Stuttgart in Zusammenarbeit mit Meteo Schweiz um den Bodensee.

Während am Bodensee die Warnsaison ganzjährig durchgeführt wird, wird das Sturmwarnsystem an den meisten bayerischen Seen zwischen April und Oktober betrieben. Die jeweiligen Starkwind- und Sturmwarnungen werden dabei durch die Regionale Wetterberatungen ausgegeben und weisen Wassersportler auf drohende Wind- oder Sturmböen hin. Die Signalisierung erfolgt anhand von blinkenden Leuchten an den Seeufern.

In Bayern sind insgesamt 17 Seen in das Sturmwarnsystem integriert. Im Alpenvorland sind dies natürlich die jedem bekannten Seen Ammersee, Starnberger See, Chiemsee und Forggensee sowie die kleineren Wasserflächen Wörthsee, Staffel- und Riegsee, Simssee und Waginger-Tachinger See. Dazu kommen die Alpenseen Walchensee, Tegernsee und Schliersee. Nicht vergessen sollte man die fränkischen Seen (Altmühlsee, Igelsbachsee, Kleiner und Großer Brombachsee sowie Rothsee), die ebenfalls im Warnsystem verankert sind. Der Bodensee ist aufgrund seiner Größe in drei Warngebiete unterteilt: Ost, Mitte und West. Der tägliche Warnzeitraum ist dort im Sommerhalbjahr mit 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr festgelegt, an den bayerischen Seen beginnt dieser Service um 07:00 Uhr.

Das Warnmanagement an den Seen basiert auf einem zweistufigen System. Die Starkwindwarnung wird bei möglichen Windböen zwischen 46 und 61 km/h (Bft 6 bis 7) ausgegeben. Werden hingegen mehr als 62 km/h (Bft 8) erwartet, erfolgt eine Sturmwarnung. Die Warnungen werden sofort an die jeweiligen Leitstellen übermittelt, nachfolgend aktivieren diese unmittelbar die Sturmwarnleuchten an den Seeufern, die je nach Warnung in unterschiedlicher Frequenz blinken. Eine Starkwindwarnung wird den Wassersportlern mit 40 orangefarbenen Blitzen pro Minute signalisiert und soll auf die Gefahr aufmerksam machen. Bei 90 Blitzen pro Minute ist hingegen eine Sturmwarnung aktiv, die zu Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Ufer oder schützende Stellen aufsuchen) aufruft. Ergänzend erfolgen bei Sturmwarnungen Rundfunkmitteilungen. Nach einer Entwarnung erlöschen die Sturmwarnleuchten wieder.

Zu erwähnen ist, dass eine Starkwindwarnung keinesfalls als Vorwarnung interpretiert werden darf. Es kann insbesondere bei schnell entwickelnden Gewitterzellen notwendig werden, dass unmittelbar eine Sturmwarnung ausgegeben wird. Natürlich wird eine angemessene Vorlaufzeit angestrebt, diese kann aber unter Umständen bei bestimmenden Wetterlagen nicht immer gewährleistet werden.

Die jeweiligen Seenwarnungen werden nicht nur vor Ort signalisiert, sondern sind auch auf unserer Homepage  oder in der WarnWetter-App ersichtlich. Zusätzliche Informationen sowie Erläuterungen zu weiteren Sonderwarnungen in anderen Bundesländern sind unter .

Wie schaut es nun an diesem Wochenende konkret aus? Sowohl heute, als auch am Sonntag steigen die Temperaturen an den bayerischen Seen sowie am Bodensee bei meist sonnigen Verhältnissen auf Werte zwischen 23 und 28 Grad. Während am Samstagnachmittag das Gewitterrisiko leicht ansteigt, bleibt dieses am Sonntag wahrscheinlich auf die alpinen Seen beschränkt.

Dr. rer. nat. Florian Bilgeri (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 10.06.2023

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-10 19:01:552023-06-10 19:07:08Besondere Warnungen an süddeutschen Seen

Trockenheit – Rückfall in alte Muster

9. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

März und April waren noch vergleichsweise nass, der März der elftnasseste seit Messbeginn 1881, der April der nasseste seit 2008. Doch der Mai zeigte dann einen neuen, oder besser gesagt gut bekannten Charakter. Die Niederschläge wurden spärlicher oder blieben wie im Nordosten von Deutschland fast gänzlich aus. Dort fielen gebietsweise weniger als 5 mm Regen. Verantwortlich für die Trockenheit im Mai waren sich immer wieder regenerierende Hochdruckgebiete über Nordwest-, Nord- und Osteuropa. Diese blockierten die typische Westströmung über Mitteleuropa und führten vor allem in den Nordosten des Landes trockene Luftmassen. Diese großräumige Wetterlage setzte sich auch im Juni weiter fort, sodass verbreitet nennenswerte Niederschläge in Deutschland bisher ausblieben. Abbildung 1 zeigt, dass in den vergangenen drei Wochen meist weniger als 10 mm Niederschlag fielen. Die Niederschläge im Norden kamen hauptsächlich durch Schauer und Gewitter am 22. Mai zustande. Zum Vergleich: an einem sonnigen Sommertag können mehr als 5 mm verdunsten.

Folgen der trockenen Witterung:
Trotz des zunächst nassen Frühlings haben die vergangenen, vergleichsweise trockenen Wochen bereits ihren Fingerabdruck hinterlassen. Beispielsweise erreicht die Waldbrandgefahr diese Woche im Nordosten die höchste Stufe 5 (sehr hoch) und liegt am kommenden Wochenende verbreitet bei Stufe 3 und 4 (mittel bis hoch), siehe Abbildung 2.

Weniger dramatisch zeigt sich der „Dürremonitor“ vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, siehe Abbildung 3. Für den Oberboden bis 25 Zentimeter Tiefe zeigen sich erste Anzeichen einer ungewöhnlich trockenen Situation für Teile des Nordostens, Ostens und der Mitte Deutschlands. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Situation allerdings deutlich entspannter. Dies kann sich jedoch schnell ändern. Vor drei Wochen beispielsweise war die Karte noch fast vollständig „weiß“, es lag also verbreitet keine ungewöhnliche Situation vor. Einen Blick in die Vergangenheit erlaubt der „Dürremonitor Oberboden“. Dieser zeigt vor allem in der Nordhälfte für die Schicht bis 1,8 Meter Tiefe verbreitet eine Dürresituation, also im Vergleich zum langjährigen Mittel für diese Jahreszeit deutlich zu trockene Böden. Dies resultiert aus den trockenen Vorjahren. Anders als in vielen anderen Landesteilen hat sich im Nordosten die Trockenheit nicht durch Winter- oder Frühjahrsregen

Eine weitere Folge der geringen Niederschläge sind fallende Pegelstände an den großen Flüssen in Deutschland. Die Messwerte der Pegel am Rhein liegen beispielsweise mittlerweile verbreitet unter dem für die Jahreszeit üblichen Wasserstand und sollen in den kommenden Tagen weiter sinken. Nicht nur Niederschlag spielt für den Wasserstand des Rheins eine Rolle, sondern auch das Schmelzwasser aus den Alpen speist ihn. In Trockenphasen kann der Anteil im Sommer 20 Prozent der Abflussmenge betragen. Die Schneemenge in den Schweizer Alpen ist derzeit leicht unterdurchschnittlich. Auswirkungen auf die Ladekapazität im Rhein verkehrender Schiffe werden somit wieder wahrscheinlicher.
Aussichten

Nach der Betrachtung des Ist-Zustandes stellt sich die Frage nach der Zukunft. Soviel vorweg: Der Autor des heutigen Thema des Tages hätte sich einem anderen Themenfeld zugewandt, wenn morgen „der große Regen“ käme. Doch danach sieht es nicht aus. Ganz im Gegenteil: die Modelle zeigen für die Mittelfrist, also etwa für die kommenden zehn Tage, eine Fortsetzung der Wetterlage der vergangenen Wochen. Mehrheitlich wird hoher Luftdruck über dem Norden Europas simuliert. Vor allem in der Nordhälfte Deutschlands sind somit in den kommenden zehn Tagen kaum Niederschläge zu erwarten. In den Süden können zwar immer wieder feuchtere Luftmassen einfließen und in der Folge zu Schauern und Gewittern führen, doch diese bringen meist nur lokal nennenswerten Regen und davon in kurzer Zeit gerne dann auch gleich zu viel. Eine Verschärfung bzw. Ausweitung der Trockenheit ist deswegen zu erwarten.

M.Sc. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 07.06.2023
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Trockenheit-–-Rueckfall-in-alte-Muster.png 1061 888 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-09 20:43:392023-06-09 20:50:25Trockenheit – Rückfall in alte Muster

Frühjahr 2023 – Nassestes Frühjahr seit 10 Jahren mit trockenem Ende

9. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Nach Jahren der Trockenheit kam im vergangenen Frühjahr endlich der lang ersehnte Niederschlag, der die Wasserspeicher in den Böden sowie die Speicherseen wieder füllte und die Dürresituation in Deutschland (zunächst) abmilderte. Im deutschlandweiten Flächenmittel kamen insgesamt 197 Liter pro Quadratmeter (l/m²) zusammen und damit 106 % (115 %) der durchschnittlichen Regenmenge aus der Referenzperiode 1961-1990 (1991-2020). Es war zugleich das nasseste Frühjahr seit 2013. Wie der Niederschlag über die einzelnen Monate verteilt war, schauen wir uns im heutigen Thema des Tages an.

Der diesjährige März war der elftnasseste seit 1881 und der nasseste seit 2001, also seit 22 Jahren. Mit 90,4 l/m² fielen 160 % * (159 % **) der durchschnittlichen Monatsmenge. Vor allem im Westen sowie von Hessen bis Franken, in Teilen von Sachsen-Anhalt, entlang der Oder und in der Uckermark regnete oder schneite es teils mehr als das Doppelte der üblichen Menge (siehe Abbildung 1). In Oranienbaum (östliches Sachsen-Anhalt) kamen mit 152 l/m² (364 %) sogar mehr als das Dreifache der üblichen Menge zusammen, ebenso in Manschnow an der Oder mit 69 l/m² (310 %). Die größten Niederschlagssummen wurden aber im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen und insbesondere im Schwarzwald registriert (z.B. Sankt Blasien-Menzenschwand: 294 l/m², 178 %). Deutlich zu wenig Niederschlag wurde hingegen im östlichen Oberbayern und weiten Teilen Niederbayerns sowie in Vorpommern beobachtet (siehe Abbildung 2). In Taufkirchen und Pfarrkirchen wurden mit jeweils nur 26 l/m² (43 % bzw. 48 %) weniger als die Hälfte des üblichen Niederschlags gemessen.

Im April setzte sich regional die regenreiche Phase fort. Mit 63,6 l/m² fiel 9 % mehr als im Mittel von 1961-1990; bezüglich der deutlich trockeneren Periode 1991-2020 betrug die Abweichung sogar 42 % und es handelte sich um den nassesten April seit 15 Jahren. Im Südosten Bayerns wurde das Niederschlagsdefizit vom März rasch ausgeglichen. In Wurmannsquick landeten mit 119 l/m² mehr als das Doppelte der üblichen Niederschlagsmenge (228 %) im Messtopf, ebenso im nahegelegenen Pfarrkirchen (126 l/m², 209 %), das im Vormonat zu den trockensten Orten Deutschlands zählte.
Aber auch im Allgäu, im Osten Baden-Württembergs, in den westdeutschen und zentralen Mittelgebirgen sowie in Teilen Ostdeutschlands kam reichlich Niederschlag vom Himmel.
Die höchsten Niederschlagssummen wurden in Balderschwang (344 l/m², 177 %) und auf der Zugspitze (305 l/m², 153 %) gemessen. Am wenigsten Regen wurde von Rügen (Arkona: 13 l/m², 38 %) bis Usedom (21 l/m², 53 %) beobachtet. Auch in der Südosthälfte Niedersachsens, in Ostwestfalen und vom Westerzgebirge bis nach Mittelfranken gab es weniger Niederschlag als üblich. In Bückeburg und Höxter-Lüchtringen (jeweils an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachen) wurden mit nur 23 l/m² (44 %) bzw. 24 l/m² (41 %) nicht einmal die Hälfte des Monatssolls registriert.

Der Mai begann so regenreich, wie der April endete, doch ab der zweiten Maidekade kam nicht mehr viel Regen dazu. Demnach wurden im deutschlandweiten Flächenmittel mit 42,7 l/m² nur 60 % * (61 % **) der üblichen Regenmenge erreicht. Besonders trocken war es in den ostdeutschen Bundesländern. Vielerorts wurden weniger als 10 l/m², an zahlreichen Messstationen sogar weniger als 5 l/m² erfasst. Arkona auf Rügen war nicht nur im April, sondern auch im Mai der trockenste Ort Deutschlands mit kläglichen 1,5 l/m² (4 %). Auch in Gardelegen-Lindstedterhorst nördlich von Magdeburg wurden lediglich 1,6 l/m² (3 %) gemessen. Ganz anders sah es am Alpenrand aus, wo stellenweise über 200 l/m² vom Himmel prasselten. Die beiden nassesten Orte waren abermals die Zugspitze (280 l/m², 163 %) und Balderschwang (274 l/m², 130 %). Die größten positiven Abweichungen von der durchschnittlichen Monatsmenge gab es hingegen in Teilen von Nordrhein-Westfalen, z.B. in Finnentrop-Weringhausen mit 140 l/m², was 189 % des Monatssolls entspricht.

Summa summarum war das Frühjahr also im Deutschlandmittel leicht zu nass, jedoch mit regionalen Unterschieden. Vor allem im Westen und Nordwesten, aber auch in weiten Teilen Hessens sowie am Alpenrand und in einigen Mittelgebirgsstaulagen verlief das Frühjahr mit einem Plus von 30 bis 50 % deutlich zu nass. In Gottmadingen nahe Schaffhausen und in Suhl-Heidersbach wurden sogar 177 % bzw. 171 % des Niederschlagssolls erreicht. Die niederschlagsreichsten Regionen waren der Alpenrand mit 550 bis 850 l/m² (z.B. Balderschwang: 850 l/m² (145 %), Zugspitze: 820 l/m² (151 %)) und der Schwarzwald mit gebietsweise über 500 l/m². Entlang der Ostseeküste zeigt sich hingegen ein ganz anderes Bild. Dort war das Frühjahr mit 60 bis 90 l/m² viel zu trocken. Auf Fehmarn fielen nur 72 l/m² (59 %), auf Arkona gar nur 63 l/m² (60 %), wobei es dort im April und Mai mit insgesamt nur 14,4 l/m² extrem trocken war. Neben dem Nordosten verlief das Frühjahr aber auch in Teilen von Sachsen-Anhalt, Sachsen, in Teilen Mittelfrankens, im Raum Stuttgart und am Oberrhein signifikant zu trocken (70-80 % des Solls).

Seit über drei Wochen befindet sich Deutschland nun in einer Trockenphase (siehe gestriges Thema des Tages vom 07.06.2023). Die negativen Folgen wie Waldbrandgefahr, sinkende Pegel und zunehmende Dürre machen sich bereits bemerkbar, wie am Vortag ausführlich beschrieben wurde. Die aktuellen Gewitter bringen nur kleinräumig eine Entspannung und bis in die kommende Woche hinein werden keine flächendeckenden Niederschläge erwartet.
Ob wir am Beginn eines erneuten Dürresommers stehen, bleibt aber noch abzuwarten.

* Referenzperiode 1961-1990, ** Referenzperiode 1991-2020

Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 08.06.2023
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Fruehjahr-2023-Nassestes-Fruehjahr-seit-10-Jahren-mit-trockenem-Ende.png 544 1400 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-09 20:33:452023-06-09 20:43:11Frühjahr 2023 – Nassestes Frühjahr seit 10 Jahren mit trockenem Ende

Hitzeaufschlag

9. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Wenn Alexander Zverev am heutigen Freitagabend in seinem Halbfinalmatch bei den French Open in der heißen Asche von Roland Garros gegen den Norweger Casper Ruud aufschlägt, fiebern tennisbegeisterte Fans weltweit vor den Fernsehschirmen mit. Bei Temperaturen um die 30°C fließt der Schweiß in Strömen. Immerhin ist nach dem Court Philippe-Chatrier ab nächstem Jahr auch der Court Suzanne-Lenglen mit einem flexiblen Dach ausgestattet, um die Wetterabhängigkeit zu reduzieren. Ohnehin waren Unterbrechungen bis dato aber weniger wegen der Hitze (eher bekannt für die Australian Open) als vielmehr auf kräftige Regenfälle oder Gewitter zurückzuführen.

Hierzulande hat es dann nun auch tatsächlich gereicht! In Berlin und Umgebung wurden am gestrigen Donnerstag (Fronleichnam) erstmals die 30 Grad Marke überschritten. In meteorologischer Hinsicht geht also der erste heiße Tag des Jahres 2023 am 08. Juni in die Statistik ein. Spitzenreiter waren die Stationen Potsdam mit 30,7°C, Manschnow (Brandenburg) mit 30,6°C und Berlin-Buch mit 30,5°C. Zuvor wurde die ominöse Grenze sowohl am 22. Mai in Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) mit 29,9°C als auch am 07. Juni (vorgestern) in Berlin-Buch nur haarscharf verfehlt. Da lohnt sich doch am heutigen Tag des Archivs (ja, den gibt’s wirklich!) ein kurzer Blick in die Vergangenheit.

Der Allzeitrekord für den frühesten registrierten heißen Tag stammt aus dem April 2007. Dort wurden bereits am 15. des Monats und damit nur eine Woche nach Ostern im westfälischen Hagen und auch benachbarten Herten 30°C gemessen. Und wann fiel die 30 Grad Marke am spätesten? 2019 und 2020 kamen wir zunächst auch ganz gut ohne Hitze durch, Anfang Juni schnellten die Temperaturen aber jeweils rasch nach oben. Und so muss man schon bis ins Jahr 2013 zurückgehen, wo erst am 13. Juni in Rheinfelden (BW) 30,4°C geknackt wurden. Hitzeliebhaber mussten sich im Jahr 1991 sogar bis Anfang Juli gedulden, um sich die Klamotten vom Leib reißen zu können, 1974 gar erst Mitte Juli. Ein späteres Datum des ersten Eintretens als der 12.07.1974, wo es an der Grenze zur Schweiz in Waldshut und Friedrichshafen für glatte 30,0°C gereicht hat, lassen sich in den Analen nicht finden.

Deutschlandweit liegt das Mittel mittlerweile bei rund 10 heißen Tagen im Jahr. Dabei gibt es allerdings räumlich große Unterschiede. Während es im höheren Bergland und in Küstennähe ohne Weiteres Jahre komplett ohne heißen Tag geben kann, können es im Oberrheingraben locker 30 Tage und mehr sein.

Und wie geht es nun weiter? Zunächst erst einmal auf einem ähnlichen Temperaturniveau. Dabei werden am heutigen Freitag und auch in den kommenden Tagen vermehrt auch im Westen und Südwesten Höchsttemperaturen über 30°C erreicht. Deutschlandweit kann man von sommerlichen Tagesmaxima zwischen 26 und 32°C ausgehen. An der Ostsee bleibt es bei teils stürmischem Wind aus Nordost beispielsweise mit Höchstwerten zwischen 17 und 23°C teils deutlich kühler. Mehr lassen die Wassertemperaturen in ähnlicher Größenordnung noch nicht zu. Doch selbst in den wärmsten Ecken Deutschlands bleibt es eine recht angenehme „Hitze“, da keine große Schwüle vorhanden ist, die Luftmasse also recht trocken daherkommt. So bleiben auch die nächtlichen Tiefstwerte mit 17 bis 10°C erholsam und schlaftauglich.

Zur Wochenmitte kündigt sich eine leichte Abkühlung auf dann noch Werte um 25°C an. Ob damit dann auch endlich flächendeckendere Niederschläge verbunden sind, die die anhaltende Trockenheit signifikant lindern, bleibt zwar zu hoffen, ist nach aktuellem Stand aber noch sehr unsicher.

Dipl. Met Robert Hausen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.06.2023

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Hitzeaufschlag.png 857 1376 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-09 20:18:582023-06-09 20:32:03Hitzeaufschlag

Deutschlandwetter im Frühjahr 2023

6. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Frühjahr 2023*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 11,6 °C +1,4 Grad
2 Freiburg Baden-Württemberg 11,4 °C +2,2 Grad
3 Lahr Baden-Württemberg 11,3 °C +1,1 Grad

Besonders kalte Orte im Frühjahr 2023*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 4,6 °C +1,0 Grad
2 Carlsfeld Sachsen 4,6 °C +1,0 Grad
3 Kahler Asten Nordrhein-Westfalen 4,9 °C +1,0 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Frühjahr 2023**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Aschau-Stein Bayern 685,0 l/m² 130 %
2 Immenstadt Bayern 684,5 l/m² 151 %
3 Ruhpolding-Seehaus Bayern 655,2 l/m² 120 %

Besonders trockene Orte im Frühjahr 2023**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 63,3 l/m² 60 %
2 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 68,6 l/m² 62 %
3 Fehmarn Schleswig-Holstein 71,8 l/m² 59 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Frühjahr 2023**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 718 Stunden 128 %
2 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern 672 Stunden 127 %
3 Fehmarn Schleswig-Holstein 669 Stunden 127 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Frühjahr 2023**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Oberstdorf Bayern 361 Stunden 84 %
2 Garmisch-Partenkirchen Bayern 364 Stunden 80 %
3 Kempten Bayern 378 Stunden 80 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.
* Jahreszeitenmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt (int. Referenzperiode 1961-1990)
** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Jahreszeitenwertes zum vieljährigen Jahreszeitenmittelwertes der jeweiligen Station (int Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Jahreszeitenrückblick für ganz Deutschland und alle Bundesländer finden Sie im Internet unter

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst

Vorhersage- und Beratungszentrale

Offenbach, den 03.06.2023
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-06 21:46:262023-06-06 21:49:18Deutschlandwetter im Frühjahr 2023

Tag der offenen Tür

6. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob man uns nicht mal besuchen könnte. Leider ist das im täglichen Geschäft nicht möglich. Aber am Tag der offenen Tür sind Sie herzlich eingeladen, unsere Räumlichkeiten zu besichtigen und uns mit Fragen zu löchern. In unregelmäßigen Abständen öffnen die Zentrale in Offenbach sowie die Niederlassungen in Hamburg, Potsdam, Leipzig, Essen, Stuttgart und München ihre Pforten für Wetterbegeisterte oder Interessierte.

Ein solcher Tag der offenen Tür findet am kommenden Samstag/Sonnabend in Leipzig statt. Von 10 Uhr bis 15.30 Uhr können Interessierte die Räume des Deutschen Wetterdienstes in der Kärrnerstraße 68 in Leipzig-Holzhausen erkunden, an spannenden Führungen teilnehmen und sich Vorträge zum Thema Wetter und Klima anhören. Unsere Mitarbeitenden stehen Ihnen Rede und Antwort. Sie erfahren, wie eine Wettervorhersage entsteht und wie Wetterwarnungen ausgegeben werden. Sie können einen Blick auf die Messgeräte werfen und Ihre persönliche Geburtstagswetterkarte mit nach Hause nehmen.

Kommen Sie vorbei und schauen Sie den Kollegen und Kolleginnen bei der Wetterbeobachtung über die Schulter. Stellen Sie Ihre drängendsten Fragen zum Klimawandel. Lassen Sie sich in die kleine Wolkenkunde einführen. Erfahren Sie mehr über die Produkte und Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes und wie sich der Job des Meteorologen/der Meteorologin über die Jahre gewandelt hat.

Der letzte Einlass ist um 15 Uhr. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dipl. Met. Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.06.2023
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Tag-der-offenen-Tuer-1.png 458 687 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-06 21:40:212023-06-06 21:45:08Tag der offenen Tür

Mitternachtsdämmerung

6. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Am Donnerstag war meteorologischer Sommeranfang, der den Beginn der längsten Tage des Jahres markiert. Die warme Jahreszeit lädt zu ausgedehnten Grillabenden ein und bietet uns viel Tageslicht. Gleichzeitig verlängert sich auch die Dauer der Dämmerung.
Die Dämmerung bezeichnet die Phase vor Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang, in der die Sonne noch unter dem Horizont steht, aber ihr Streulicht in der Atmosphäre sichtbar ist. Es gibt drei Phasen der Dämmerung: die bürgerliche Dämmerung, die nautische Dämmerung und die astronomische Dämmerung.

Die bürgerliche Dämmerung beginnt unmittelbar nach Sonnenuntergang und geht weiter, bis die ersten hellen Sterne oder Planeten sichtbar werden. Dies geschieht, wenn die Sonne etwa 6 ° unter dem Horizont steht. Nach der bürgerlichen Dämmerung folgt die nautische Dämmerung, in der Sterne mittlerer Helligkeit sichtbar werden. Sie endet, wenn die Sonne etwa 12 ° unter den Horizont sinkt. An die nautische Dämmerung schließt sich die astronomische Dämmerung an, die endet, wenn die Sonne etwa 18 ° unter dem Horizont steht und die Nacht beginnt.

In der Zeit des astronomischen Sommerbeginns, zur Sommersonnenwende ist die Dämmerung besonders lang. Dies liegt daran, dass die scheinbare Bahn der Sonne zu dieser Zeit am flachsten auf dem Horizont steht, wodurch der Winkel, unter dem die Sonne untergeht, am kleinsten ist. Die kürzesten Dämmerungszeiten hingegen gibt es zum Frühlings- bzw. Herbstanfang während der Tagundnachtgleiche.

In der Nordhälfte Deutschlands, wird es jetzt selbst um Mitternacht nicht mehr vollständig dunkel. Am Nordhorizont ist immer noch einen Rest von Dämmerung erkennbar. Da die Sonne dort derzeit nachts nicht mehr als 18 ° unter den Horizont sinkt, wird die abendliche astronomische Dämmerung nicht mehr beendet und geht in die morgendliche astronomische Dämmerung über. Dieses Phänomen wird Mitternachtsdämmerung genannt. Zur Sommersonnenwende am 21.Juni tritt es nördlich des 49. Breitengrades auf. Nördlich des 61. Breitengrades sinkt die Sonne die ganze Nacht nicht mehr als 6° unter den Horizont, wodurch die bürgerliche Dämmerung nicht mehr endet. Diese Nächte werden dort als „Weiße Nächte“ bezeichnet. Bekannt sind vor allem „die Weißen Nächte von St. Petersburg“. In Deutschland kann man die Weißen Nächte nur ansatzweise auf einigen Nordseeinseln oder im Norden Schleswig-Holsteins erleben.

Der Zeitpunkt der beginnenden Dämmerung hängt nicht nur von der geographischen Breite ab, sondern auch von der geographischen Länge. So wird es am östlichen Ende der Bundesrepublik etwas über 30 Minuten früher dunkel als am westlichen Ende. Die Intensität der Dämmerung wird auch von Aerosolen wie zum Beispiel Vulkanstaub in der oberen Atmosphäre beeinflusst. Mit etwas Glück lassen sich auch leuchtende Nachtwolken beobachten. Dies sind Wolken in 81 bis 87 km Höhe in der Mesopausenregion. Sie können nur in der Zeit um die Mitternachtsdämmerung beobachtet werden. Denn wenn die Sonne etwa 6 bis 16 Grad unter dem Horizont steht, erscheint der Himmelshintergrund bereits dunkel, die Wolken werden allerdings aufgrund ihrer enormen Höhe von der Sonne noch beschienen und erscheinen als Leuchtende Nachtwolken. Doch dies ist ein weiteres Thema für einen anderen Tag.

 


Dipl. Met Christian Herold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.06.2023

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Mitternachtsdaemmerung.jpg 1121 1992 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-06 21:27:272023-06-06 21:39:29Mitternachtsdämmerung

Leuchtende Nachtwolken – ein sommerliches Phänomen

6. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

\Wettertechnisch sieht es in den nächsten Tagen sehr sommerlich aus. Zum ersten Mal in diesem Jahr werden die Temperaturen die 30 Grad-Marke überschreiten. Auch lauen Nächten steht dann nichts mehr im Wege. Bei den warmen Verhältnissen hält man sich dann auch nachts noch gerne draußen auf. Ein Phänomen was sich dort eventuell am nächtlichen Himmel blicken lässt, sind leuchtende Nachtwolken (englisch: noctilucent clouds, kurz: NLC).

Leuchtende Nachtwolken sind silbrig-weiße dünne Wolken, haben jedoch im engeren Sinne nicht direkt was mit Wetter zu tun. Denn das Wetter spielt sich hauptsächlich in der Troposphäre ab, deren Obergrenze in unseren Breiten in etwa eine Höhe von 10 bis 13 km erreicht. Leuchtende Nachtwolken entstehen in der Mesosphäre, in einer Höhe zwischen 80 bis 85 km. Vieles was mit der Entstehung der leuchtenden Nachwolken zu tun hat, ist im Detail noch nicht geklärt. Man weiß aber, dass sie aus kleinen Wassereisteilchen bestehen, weswegen sie optisch an Cirruswolken erinnern. Schon lange vermutet, wurde dieses erst 2001 durch das Satelliten-Messinstrument HALOE bewiesen. Zur Entstehung von Wolkeneisteilchen braucht man zum einen Wasserdampf und zum anderen Sublimationskerne, an die sich die Wasserteilchen anheften können.

In der Mesosphäre ist kaum Wasserdampf vorhanden, sodass sich im Normalfall nur wenige Wassermoleküle miteinander verbinden können. Damit die Wasserdampfmoleküle doch zu kleinen Eisteilchen gefrieren, benötigt man besonders kalte Temperaturen von unter minus 120 Grad Celsius. Von Mai bis August sind aufgrund der inter-hemisphärischen Zirkulation die Temperaturen in der Mesosphäre besonders kalt. Es treten dort teils Temperaturen von unter minus 140 Grad auf. Im Winter dagegen ist die Mesosphäre meist wärmer, sodass dann keine Wolken entstehen können.

Die zur Eiskristallbildung benötigten Eiskeime können aus verschiedenen Staubpartikel oder andere Aerosole bestehen. Die Staubpartikel kommen zum einen durch Meteorite, die in die Erdatmosphäre eindringen und dabei verglühen in diese Atmosphärenschicht. Zur Zeit der ersten Entdeckung der NLC lag die Vermutung nahe, dass Vulkanausbrüche größere Mengen von Staub auch in diese Höhen transportieren. Die erste Beschreibung von leuchtenden Nachtwolken stammt aus dem Jahr 1885, zwei Jahre nach dem Vulkanausbruch des Krakatau. Doch bis heute ist es weiterhin unklar, ob der Vulkanausbruch tatsächlich zu einer erhöhten NLC Aktivität geführt hat. Es könnte auch sein, dass die intensivere Beobachtung des Himmels erhöhte Sichtungszahlen der leuchtenden Nachtwolken ergaben. Nach dem Vulkanausbruch kam es durch die große Staubbelastung in der Tropo- und Stratosphäre spektakuläre Sonnenuntergänge. Es besteht auch die Theorie, dass bei der Entstehung von Eiskristallen nicht unbedingt Sublimationskerne vorhanden sein müssen. Aufgrund des Dipol-Charakters von Wassermolekülen bilden sich sogenannte Wasserclusterionen. Diese Wassercluster sind aber nur kurzlebig.

Um die Wolken zum Leuchten zu bringen ist Licht nötig. Dieses Licht stammt von der Sonne, die zwischen 6 und 16 Grad unter dem Horizont stehen muss, damit die Wolken in einer Höhe von etwa 83 km über dem Erdboden angestrahlt werden. Daher sind in unseren Breiten leuchtende Nachtwolken zwischen Anfang Juni und Mitte Juli zu sehen. Und das am besten gegen Mitternacht, wenn die Dämmerung am dunkelsten ist und das schwache Schimmern der Wolken nicht übertrifft. Sie erreichen über Deutschland eine Höhe von etwa 20 Grad über dem Horizont, wenn man in nördliche Richtungen blickt. In Ausnahmefällen sind sie auch bis in Zenitnähe zu sehen.

 

Langzeitliche Trends zur NLC Aktivität sind schwer zu prognostizieren, da die Forschungen darüber noch andauern. Ein Zusammenhang mit der Sonnenaktivität ist nahe liegend. Allerdings konnte bis jetzt nicht eindeutig beobachtet werden, dass die Häufigkeit der leuchtenden Nachtwolken im Sonnenmaximum-Zeitraum wirklich zunimmt. Für eine erhöhte Nachtwolken-Aktivität könnte auch die Zunahme von Methan und Kohlenstoffdioxid verantwortlich sein. Durch das Erwärmen der Troposphäre, könnte die Mesosphäre kälter werden. Ein weiterer Zusammenhang wird zwischen leuchtenden Nachtwolken in unseren Breiten und den polaren mesosphärischen Wolken vermutet, die während des gesamten Sommers über den Polen liegen. Durch erhöhte Windgeschwindigkeiten könnten die mesosphärischen Wolken über den polaren Gebieten sich schneller und weiter nach Süden hin ausweiten. Auch erhöhte Konzentration von Eiskeimen in der Mesosphäre kann zur Zunahme von Leuchtenden Nachtwolken führen. Bei den Starts der Space Shuttles zwischen 1981 und 2011 als auch beim Start von SpaceX Falcon 9 2014 wurden nach dem Start leuchtende Nachtwolken gesichtet. Durch die Raketen werden nicht nur Staubpartikel, sondern auch Wasserdampf in große Höhen in die Atmosphäre gebracht. Allerdings ist die Höhe des Beitrags von Raketenstarts zur Bildung von leuchtenden Nachtwolken noch umstritten.

Wer in der kommenden Nacht leuchtende Nachtwolken beobachten möchte, hat die größten Chancen dazu an der Ostsee oder im Südwesten Deutschlands. Dort ist der Himmel meist klar. Wer das ganze Spektakel am Himmel auch fotografieren möchte, dem empfiehlt sich eine Belichtungszeit von etwa 10 Sekunden bei einer erhöhten ISO von 800 bis 1600, da sich die Eiswolken bewegen. Das erste Foto von leuchtenden Nachtwolken schoss übrigens Otto Jesse weit vor Erfindung von Digitalkameras im Jahr 1887. Er gab den Wolken auch ihren Namen.

 

MSc Sonja Stöckle (Meteorologin)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 06.06.2023
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Leuchtende-Nachtwolken-ein-sommerliches-Phaenomen-1.png 832 815 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-06 21:18:082023-06-06 21:26:44Leuchtende Nachtwolken – ein sommerliches Phänomen

Deutschlandwetter im Mai 2023

2. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Die wärmsten, trockensten und sonnigsten Orte in Deutschland

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Mai 2023*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 16,4 °C +1,9 Grad
2 Frankfurt a. Main Hessen 15,8 °C +2,1 Grad
3 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg 15,7 °C +2,1 Grad

Besonders kalte Orte im Mai 2023*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Carlsfeld Sachsen 9,3 °C +1,2 Grad
2 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen 9,3 °C +0,8 Grad
3 Kahler Asten Nordrhein-Westfalen 9,4 °C +1,2 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Mai 2023**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Hindelang, Bad-Gailenberg Bayern 257,2 l/m² 160 %
2 Bischofswiesen-Winkl Bayern 237,1 l/m² 141 %
3 Kreuth-Glashütte Bayern 233,9 l/m² 121 %

Besonders trockene Orte im Mai 2023**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 1,5 l/m² 4 %
2 Gardelegen-Lindstedterhorst Sachsen-Anhalt 1,6 l/m² 3 %
3 Feldberg Mecklenburg-Vorpommern 2,0 l/m² 3 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Mai 2023**

Platz Station Bundesland Sonnenschein Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 343 Stunden 131 %
2 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 341 Stunden 130 %
3 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern 331 Stunden 135 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Mai 2023**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Garmisch-Partenkirchen Bayern 147 Stunden 86 %
2 Oberstdorf Bayern 154 Stunden 93 %
3 Kempten Bayern 169 Stunden 93 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.
* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt (int Referenzperiode 1961-1990)
** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Monatswertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der jeweiligen Station (int Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsüberblick für ganz Deutschland und alle Bundesländer finden Sie im Internet unter

Meteorologe Denny Karran
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/09/DWD-Logo.png 500 500 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-02 19:40:562023-06-02 19:45:23Deutschlandwetter im Mai 2023

Der meteorologische Sommer hat begonnen!

1. Juni 2023/0 Kommentare/in Klima, Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Der meteorologische Sommeranfang zeigt sich gerade in der Mitte und im Süden von seiner sonnigen, vor allem im Osten und Nordosten schon seit geraumer Zeit erneut von seiner anhaltend trockenen Seite. In diesem Zusammenhang drängt sich die Frage auf, was wir in Deutschland wetter- und witterungstechnisch von den bevorstehenden drei Sommermonaten zu erwarten haben.
Zu Beginn sei auf die aktuelle Mittelfristvorhersage verwiesen, die 7 bis 10 Tage in die Zukunft schaut, manchmal auch mit Trendangaben bis zu Tag 15(siehe weitere Informationen zum Thema).

Ab diesem Zeitpunkt würde man dann allerdings schon vom subsaisonalen Bereich der Wettervorhersage sprechen, wobei diese Steilvorlage als Überleitung zu saisonalen Klimavorhersagen geeignet ist. Saisonale Klimavorhersagen geben eine Prognose darüber ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit die kommenden Monate wärmer/kälter oder auch trockener/feuchter als im langzeitlichen Mittel werden. Die Kombination von numerischen Vorhersagen für die zukünftige Periode mit zusätzlichen Vorhersagen aus der Vergangenheit erlaubt eine gewisse statistische Bewertung der Prognosen und die Ableitung von Trendaussagen auf Basis einer Klimatologie.

Im Thema des Tages vom 11.05.23 wurde die aktuelle saisonale Wettervorhersage bereits ausführlich seziert, einschließlich Verweis auf die Copernicus-Seite [Multimodellvorhersage mit schöner Zusammenfassung der Highlights(siehe weitere Informationen zum Thema)].

Schaut man auf die prognostizierte mittlere Luftdruckverteilung auf Meereshöhe über die drei Sommermonate, fällt – unabhängig von im Sommer oft schwächeren Luftdruckgegensätzen – doch ein gewisses Muster auf, nämlich die erhöhte Wahrscheinlichkeit für höheren Luftdruck über dem östlichen Nordatlantik und Teilen Skandinaviens. Demgegenüber stehen relativ deutliche Signale für tieferen Luftdruck über Süd- und Südwesteuropa. Diese Konstellation entspräche für den Index der Nordatlantischen Oszillation (kurz NAO-Index) wohl eine (leicht) negative Abweichung (siehe weitere Informationen zum Thema).

Soweit so gut, aber was heißt Letzteres nun etwas konkreter für die zu erwartenden (mittleren) Witterungsverhältnisse bzw. mögliche Wettermuster über die Sommermonate für den atlantisch-europäischen Wetterraum und speziell für Mitteleuropa?
„NAO negativ“ bedeutete eine nach Süden verschobene Frontalzone im atlantischen Sektor (teilweise Verbindung von Subpolar- und Subtropen-Jet), bis in den zentralen Mittelmeerraum reichend. Demgegenüber haben wir prognostizierte positive Luftdruckabweichungen im östlichen Mittelmeerraum bis zum Schwarzen Meer und Kleinasien. Damit steigt vom zentralen-östlichen Mittelmeerraum bis nach Kleinasien das Risiko markanter Hitzewellen (vergleich Hitzewelle in großen Teilen des Mittelmeerraums in 2019 bei damals ebenso NAO negativ).

Positive Luftdruckabweichungen erkennt man auch vom östlichen Nordatlantik bis nach Skandinavien, mit entsprechend simulierter positiver Temperaturabweichung in diesen Bereichen.

Für Mitteleuropa bestünde somit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für insgesamt (leicht) zu warme Verhältnisse, bei wohl insgesamt häufigeren Großwetterlagen (GWL) mit nordwestlichen oder nördlichen Strömungsverhältnissen – zyklonal oder antizyklonal ausgepägt würde letzteres auch im Mittel eher normale bis (leicht) zu niedrige Niederschlagsmengen für Mitteleuropa bedeuten. Bei möglichen Blockierungen im Bereich Nordmeer/Skandinavien hingegen bestünde bei nordöstlichen bis östlichen Strömungsverhältnissen und dem Zustrom von überwiegend trockener Festlandsluft gerade für die Nordosthälfte das Risiko längerer trockenerer Perioden.

Im Tagesthema vom 11.05.23 wurden bereits mögliche Ursachen dieser persistenten Blockierungslagen (einschl. Spurensuche bei der Frühjahrszirkulation) untersucht. Letztendlich sind aber Langfristvorhersagen immer mit Vorsicht zu genießen, da diese lediglich einen mittleren Zustand der atmosphärischen Bedingungen beschreiben. Abweichungen davon, auch über einen längeren Witterungsabschnitt sind daher durchaus möglich.

 

Dipl.-Met. Dr. Jens Bonewitz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 01.06.2023
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2023/06/DWD-Der-meteorologische-Sommer-hat-begonnen.png 732 1106 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2023-06-01 16:15:032023-06-01 16:21:50Der meteorologische Sommer hat begonnen!
Seite 42 von 127«‹4041424344›»
Search Search

Neueste Beiträge

  • Bachelorarbeit Hilfe für Themen rund um Ökologie
  • Bisher abwechslungsreicher Mai
  • Tag der Diversität
  • Auswirkungen eines El Nino auf die tropische Wirbelsturmaktivität
  • Blick nach vorne – Sommerwetter?

Kategorien

  • Allgemein (84)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.237)
    • Thema des Tages (2.221)
    • Wetterlexikon (1.263)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Mai 2026 (21)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Brand News Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitzewelle Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hochwasser Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen