• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: Niedrigwasser

Starke Bodentrockenheit

7. August 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Schon seit März sind die Niederschlagsmengen in fast ganz Deutschland unterdurchschnittlich. Besonders wenig Niederschlag fiel von der Pfalz und Rheinhessen bis nach Unterfranken, wo verbreitet weniger als 150 Liter pro Quadratmeter (l/m²) zusammenkamen (Abbildung 1, links). Der Vergleich zum vieljährigen Mittel 1991 bis 2020 zeigt, dass in den letzten Monaten besonders in der Südhälfte Deutschlands deutlich weniger Niederschlag als üblich gefallen ist; im Süden war es gebietsweise noch nicht einmal die Hälfte des vieljährigen Mittels. Lediglich in einem Streifen vom Münsterland bis zum Erzgebirge, von Südniedersachsen bis nach Mecklenburg und im Umfeld der Nordsee fielen die Regenmengen etwa durchschnittlich aus (Abbildung 1, rechts). Auch das aktuelle, seit 1. November 2025 laufende hydrologische Jahr zeigt weit unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen: Der Zeitraum von Anfang November bis Ende Juli fiel in Deutschland seit 1882 nur zwei Mal noch trockener aus (Abbildung 2).

Abbildung 1: Niederschlagssumme im Zeitraum 01.03. bis 31.07.2026 (links) und entsprechende relative Abweichung vom vieljährigen Mittel der Referenzperiode 1991 – 2020 (rechts). (Quelle:DWD)


Abbildung 2: Niederschlagsabweichung der hydrologischen Jahre (Zeitraum Anfang November bis Ende Juli) von 1882 bis 2026 gegenüber dem vieljährigen Mittel 1991 – 2020. (Quelle:DWD)

Bereits im Frühjahr sank die Bodenfeuchte im Süden deutlich schneller als üblich, ab Anfang Mai lag die Bodenfeuchte dort markant unter dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Im Juni dämpfte Regen die Trockenheit im Süden zunächst leicht, während der extremen Hitzewelle in der zweiten Junihälfte sank die Bodenfeuchte bei sehr hoher Verdunstung jedoch schnell wieder. Seit Ende Juni wechseln sich gelegentliche Schauer und Gewitter mit längeren trockenen Phasen ab, zudem erhöhten weitere heiße Perioden erneut die Verdunstung. Die generell ungleichmäßig verteilten Niederschläge summierten sich vor allem vom Westen bis in die westliche Mitte und den Südwesten hinein auf meist nur sehr geringe Mengen. Damit verschärfte sich die Trockenheit in der Südwesthälfte Deutschlands weiter. In der Nordosthälfte liegt die Bodenfeuchte zwar großteils auch unter den jahreszeitlichen Mittelwerten, aber es besteht keine ausgeprägte Trockenheit (Abbildung 3).

Abbildung 3: Bodenfeuchte in 0 bis 60 cm Tiefe unter Gras am 06.08.2026 (links) und Abweichung der Bodenfeuchte vom Mittel 1991 – 2020 (rechts). Bei weniger als 30 % nutzbarer Feldkapazität stehen Pflanzen unter deutlichem Trockenstress. (Quelle:DWD)

Die Bodenfeuchte der oberen 60 Zentimeter lag seit Ende Mai über Deutschland gemittelt oft nur leicht über jener in den Dürrejahren 2018 und 2022 (Abbildung 4). Im Süden waren die Böden 2026 verbreitet sogar trockener als in diesen beiden Vergleichsjahren.

Abbildung 4: Verlauf der über Deutschland gemittelten Bodenfeuchte in 0 bis 60 cm Tiefe in den Jahren 2018, 2022 und 2026 sowie das Mittel 1991 – 2020 und der Wertebereich 1991 – 2025. (Quelle:DWD)

 

Bis vor einigen Wochen hielten sich die Auswirkungen der Trockenheit auf die Landwirtschaft noch in Grenzen. Getreide und Raps reiften bei den seit Mitte Juni hohen Temperaturen rasch ab und die Ernte kam schnell voran. Allerdings führte die extreme Hitze Ende Juni bei Obst zu ungewöhnlich starken Sonnenbrandschäden, also zu Schäden an den Früchten durch Überhitzung des Gewebes in der direkten Sonne. Neben Äpfeln, bei denen sonst Sonnenbrand oft erst später im Jahr ein Thema ist, waren vor allem Kirschen, Aprikosen, Zwetschgen und Erdbeeren in starkem Ausmaß betroffen.

Seit etwa Anfang Juli nehmen die Auswirkungen der trockenen Böden jedoch deutlich zu. Vor allem Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln, die jetzt und in den kommenden Wochen einen hohen Wasserbedarf haben, leiden besonders in der Südhälfte Deutschlands zunehmend stark unter der Trockenheit, es drohen markante Schäden. Auch das Grünland wird vielerorts dürr, teils ist bereits ein Grünlandschnitt ausgefallen, was Futterknappheit bei der Viehhaltung verursachen kann. Bei Obst und jungen Weinreben können derzeit gebietsweise nur mit Bewässerung große Schäden abgewendet werden. Die Wälder zehren meist noch von Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten.

Die Anzahl von Tagen mit hoher Waldbrandgefahr, also an denen ein Waldbrandgefahrenindex von mindestens der Stufe 4 von 5 (hoch) erreicht wird, ist in diesem Jahr bisher weit überdurchschnittlich. Bis einschließlich 2. August traten im Deutschlandmittel bereits rund 22 solcher Tage auf, im Mittel 1991 bis 2020 sind es bis zu diesem Datum nur etwa 10 Tage (Abbildung 5). Beim Graslandfeuerindex ist dieses Jahr eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen. Bei diesem Index gab es bis zum 2. August im Deutschlandmittel 33 Tage mit einer Stufe von mindestens 4, im Mittel 1991 bis 2020 sind es lediglich 18 Tage. In den vergangenen Wochen traten bereits zahlreiche Wald- und Feldbrände auf.

Abbildung 5: Anzahl der Tage mit Waldbrandgefahrenindex (WBI) der Stufe 4 oder 5 in 2026 über Deutschland gemittelt im Vergleich mit dem bisherigen Maximum seit 1961, dem Mittelwert 1991 – 2020 und dem Vorjahr (2025). (Quelle:DWD)

Die anhaltend trockene Witterung wirkt sich auch auf Flusspegel und Grundwasserstände aus. Bei Flüssen spielen auch Einzugsgebiete, die außerhalb Deutschlands liegen, eine wichtige Rolle. Seit Jahresbeginn waren die Niederschlagsmengen nicht nur in Deutschland, sondern auch in den benachbarten Ländern außerordentlich niedrig. Der Schwerpunkt der trockenen Witterung in der ersten Jahreshälfte erstreckte sich bei europaweiter Betrachtung vom östlichen Frankreich über den Alpenraum, das östliche Mitteleuropa und das Baltikum bis nach Skandinavien. Die Oberläufe von Oder, Neiße, Elbe, Salzach, Inn, Lech, Rhein und Mosel führten in der Konsequenz weniger Wasser als üblich nach Deutschland. Zudem bewirkten die unterdurchschnittlichen Schneemengen im vergangenen Winter einen stark verminderten Beitrag der Schneeschmelze zur Wasserführung einiger Flüsse im Frühjahr. Zusammen mit den sehr geringen Niederschlägen der letzten Monate führt dies aktuell zu einer extremen Niedrigwasserlage in Flüssen und im Grundwasser. Nähere Informationen dazu finden sich im neuen Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS, https://niwis-online.de/) der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), in das auch Beobachtungsdaten des DWD einfließen.

Eine Entspannung der Lage ist nicht einmal ansatzweise in Sicht. Für das kommende Wochenende und die zweite Augustwoche wird überwiegend trockenes und von Süden her zeitweise heißes bis sehr heißes Wetter erwartet. Insbesondere am Sonntag und Montag sind zwar vereinzelt Schauer und Gewitter möglich, flächendeckende Niederschläge deuten sich aber weiterhin nicht an.

Bis Anfang September zeichnet sich in den Witterungsvorhersagen der Bodenfeuchte unter Gras eine starke Tendenz zu trockeneren Bedingungen im Vergleich zum Mittel der vergangenen zwanzig Jahre ab (Abbildung 6). Folglich ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft in den kommenden Wochen eher noch zunehmen und es weiterhin Perioden mit hoher Waldbrandgefahr geben wird.

Abbildung 6: Witterungsvorhersage für Bodenfeuchte unter Gras in Deutschland, wochenweise vom 10. August bis zum 6. September 2026, erstellt am 04.08.2026. Die Punktgröße symbolisiert die Vorhersagegüte. (Quelle:DWD)

Weiterführende Informationen zur Trockenheit

  • Attributionsstudie zur Trockenheit in Europa

Die internationale Expertinnen- und Expertengruppe World Weather Attribution (WWA) hat unter Beteiligung des DWD die Dürre der letzten 3 Monate im westlichen Teil Europas bzw. der letzten 6 bis 12 Monate im östlichen Teil Europas untersucht. Dabei werden die Extremereignisse mit Hilfe von Klimamodellen für eine Welt mit und eine Welt ohne menschengemachten Klimawandel simuliert und die Ergebnisse verglichen. Ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie ist, dass die landwirtschaftlichen Dürren in Westeuropa etwa fünfmal, in Osteuropa sogar elfmal wahrscheinlicher sind als ohne Klimawandel. Mehr Details dazu unter:

https://www.worldweatherattribution.org/increasingly-hot-europe-faces-more-severe-droughts-and-growing-challenges-for-water-and-land-management/

  • Bodenfeuchteviewer

Hier finden sich neben einer interaktiven Bodenfeuchteanwendung weitere Produkte zur Bodenfeuchte sowie zu Wasserhaushaltsgrößen. Sie ermöglichen einen Überblick über die aktuelle Situation, etwa bei Starkregenphasen oder Trockenheit. Zusätzlich werden Klimavorhersagen für die kommenden Monate angeboten. Zum Bodenfeuchteviewer: www.dwd.de/bodenfeuchteviewer

  • Waldbrandgefahren- und Graslandfeuerindex

Der Waldbrandgefahrenindex (WBI) gibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand in 5 Gefahrenstufen an. Der Graslandfeuerindex (GLFI) beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs, ebenfalls in 5 Gefahrenstufen. Mehr Informationen dazu: www.dwd.de/waldbrand oder www.dwd.de/landwirtschaft unter „Gefahrenhinweise“

  • Klimavorhersagen

Die Klimavorhersagen und die Vorhersagegüte werden für unterschiedliche Zeit- (Wochen, Jahreszeiten, Jahre) und Raumskalen (deutsche Regionen, Deutschland, Europa, Welt) konsistent dargestellt. Die Klimavorhersagen stehen in einer interaktiven Basis- und in einer Profiversion zur Verfügung. Diese werden ergänzt durch spezifische Klimavorhersagen. Zu den Klimavorhersagen: www.dwd.de/klimavorhersagen

  • Nutzbare Feldkapazität

Die nutzbare Feldkapazität (nFK) gibt das pflanzenverfügbare Bodenwasser in Prozent an. Bei über 100 % nFK kann der Boden kein weiteres Wasser dauerhaft gegen die Schwerkraft halten, vorübergehend kann die nutzbare Feldkapazität bei Niederschlag jedoch über 100 % steigen. Das überschüssige Wasser versickert in den Untergrund. Bei 0 % nFK können die Pflanzen dem Boden kein weiteres Wasser mehr entziehen (Welkepunkt), es befindet sich aber noch Restfeuchte im Boden. Ab etwa 30 % nFK kommt es bei den Pflanzen zu deutlichem Trockenstress.

Dipl.-Met. Andreas Brömser
Deutscher Wetterdienst
Agrarmeteorologie
Offenbach, den 07.08.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/08/Starke-Bodentrockenheit-1-scaled.png 1629 2560 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-08-07 12:58:242026-08-14 09:46:55Starke Bodentrockenheit

Von Trockenheit und rekordniedrigen Wasserständen

18. Juli 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Die erste Hälfte des meteorologischen Sommers 2026 ist Geschichte. Nicht nur die Hitze, sondern auch die bisherige Niederschlagsbilanz sind eine Betrachtung wert. Mehrere – besonders im Südwesten des Landes ausgeprägte – Hitzewellen und teils schwere Gewitter zeichneten das Bild des bisherigen Sommers. Überregionale Niederschlagsereignisse waren die Ausnahme. Ein Blick auf die Karte des bisherigen Niederschlags seit dem 1. Juni (Abb. 1) zeigt die Regionen, in denen bisher kaum Regen fiel. Dies sind vor allem Gebiete im Südwesten und Osten des Landes. Gebietsweise fielen dort erst 30 bis 50 mm. Besonders nasse Regionen waren der Alpenrand und dessen Vorland mit örtlich mehr als 250 mm sowie die Gebiete nahe der Nordsee und im Dreiländereck Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit gebietsweise nahe 200 mm. Grundsätzlich fallen auf kleinem Raum teils große Unterschiede in der Bilanz auf. Diese sind auf kleinräumige, aber kräftige Schauer und Gewitter zurückzuführen. So fielen zum Beispiel in Bleckede-Walmsburg im Wendland gestern Abend fast 70 mm in zwei Stunden, an Nachbarstationen dagegen nicht mal 10 mm.

Abb. 1.: Niederschlagssumme vom 01.06.2026 bis 17.07.2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Um den gefallenen Niederschlag in ein klimatologisches Bild zu rücken, ist es sinnvoll, den gefallenen Niederschlag mit dem Niederschlag im langjährigen Mittel zu vergleichen. Dazu zeigt Abb. 2 die relative Niederschlagssumme in Prozent zum langjährigen Mittel. 100 % bedeuten dabei, dass im betrachteten Zeitraum genauso viel Niederschlag gefallen ist wie im Klimamittel. Auch auf dieser Karte fallen große Regionen des Ostens und Südwestens als deutlich trockener als üblich auf. Die 30 bis 50 mm entsprechen etwa 20 bis 50 % der üblichen Menge. Besonders nass zeigen sich neben lokalen Maxima im Süden vor allem Teile des Nordwestens und Nordens. Auffällig ist der Süden Bayerns: Absolut noch die nasseste Region Deutschlands ist es dort im Vergleich zum Mittel dennoch zu trocken gewesen. Es wurden nur 50 bis 90 Prozent des Solls erreicht.

Abb. 2.: Relative Niederschlagssumme vom 01.06.2026 bis 17.07.2026 am Klimamittel für diesen Zeitraum. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Neben den Auswirkungen auf die Vegetation und damit auch die Landwirtschaft zeigt sich die Trockenheit in den großen Flüssen des Landes. Entlang des gesamten Rheins auf deutscher Seite gab es noch nie so niedrige Abflüsse im Juli seit 1900. Abseits des Hochrheins liegen die Pegel um mehr als 10 Prozent unter dem vorherigen Rekord. Auch an der Donau liegen die neuen Rekorde oft mehr als 10 Prozent unterhalb der bisherigen Julirekorde. Die Auswirkungen auf die Schifffahrt sind immens. Verantwortlich für die Rekordpegel sind nicht nur die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen. Auch der Frühling war bereits verbreitet deutlich trockener als üblich und in Bayern der trockenste seit Aufzeichnungsbeginn vor mehr als 140 Jahren. Die hohen Temperaturen sorgten zudem für eine sehr hohe Verdunstung, ein großer Teil des Niederschlags erreichte also gar nicht erst die Flüsse. Ein weiterer Faktor für Donau und Rhein ist die Schneedecke in den Nordalpen, die im Frühling und Sommer schmilzt und die entwässernden Flüsse speist. Auch hier waren die Vorzeichen ungünstig: Der zweittrockenste Winter seit 1991 in den Nordalpen und ein trockener und warmer Frühling sorgten frühzeitig für ein Schmelzen des Schnees. Auch diese Wasserquelle ist somit weitgehend versiegt.

Abb. 3.: Modellprognose des Niederschlags vom 18. bis 25.07.2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Für ein Ende der Trockenheit bräuchte es großflächige und länger anhaltende Niederschläge. Diese Niederschläge sind allerdings nicht in Sicht. Abb. 3 zeigt die simulierten Niederschläge der kommenden sieben Tage bis zum Samstag, den 25.07.2026. Sowohl das Modell des Deutschen Wetterdienstes ICON als auch das Modell des Europäischen Zentrums für Mittelfristvorhersage EZMW zeigen in der Fläche keine großen Niederschläge. Am meisten Regen soll demnach am Alpenrand sowie an Nord- und Ostsee fallen. In weiten Bereichen sollen weniger als 20, häufig sogar nicht mal 10 mm fallen. Dies deckt nicht einmal die Verdunstung in diesem Zeitraum. Die Pegelstände der Flüsse werden demnach weiter auf sehr niedrigen Werten verharren.

M.Sc. Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.07.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/07/Von-Trockenheit-und-rekordniedrigen-Wasserstaenden-1.png 1452 1195 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-07-18 14:51:352026-07-24 16:09:12Von Trockenheit und rekordniedrigen Wasserständen
Search Search

Neueste Beiträge

  • Die atlantische Hurrikansaison 2026: Ein Update
  • Marine Hitzewellen
  • Steigende Gewitter- und Unwettergefahr in dieser Woche!
  • SINFONY: Vom aktuellen Wetter zur nahtlosen Vorhersage der nächsten Stunden
  • Mögliche Auswirkungen eines starken El-Niño auf Europa?

Kategorien

  • Allgemein (91)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.337)
    • Thema des Tages (2.319)
    • Wetterlexikon (1.361)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • August 2026 (27)
  • Juli 2026 (36)
  • Juni 2026 (31)
  • Mai 2026 (32)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitze Hitzewelle Hochdruck Hochdruckeinfluss Hochdruckgebiet Hochnebel Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wettervorhersage Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen