• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü

Wie das Wetter die Waldbrandgefahr bestimmt

29. Juni 2026/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Wer in den letzten Tagen Zeitung gelesen oder Nachrichten geschaut hat, dem dürften die gehäuften Meldungen über Waldbrände in verschiedenen Regionen der Bundesrepublik aufgefallen sein. So brach am Samstagnachmittag am Rotenfels bei Bad Münster am Stein-Ebernburg in Rheinland-Pfalz ein Feuer aus, in einem Gebiet in dem schon häufiger alte Kampfmittel gefunden wurden – derartige Munition führte dann auch zu diversen Explosionen in dem vom Waldbrand betroffenen Gebiet. In der Gohrischheide im Landkreis Meißen an der Landesgrenze von Sachsen zu Brandenburg breitete sich ebenfalls am Samstagnachmittag ein Waldbrand aus, auch hier mit erschwerten Löschbedingungen durch Munitionsbelastung. Weitere Brände gab es beispielsweise in den Landkreisen Stendal und Harz in Sachsen-Anhalt sowie in der Oberpfalz.

Die Deutschlandkarte des Waldbrandgefahrenindex für den gestrigen Sonntag, den 28.06.2026.

Ein Blick auf die Deutschland-Karte des Waldbrandgefahrenindex des DWD zeigt, dass am Sonntag für weite Teile Deutschlands die zweithöchste Gefahrenstufe bestand, im Osten und Süden Deutschlands sogar gebietsweise die höchste Warnstufe. Am Samstag hatte sich bereits ein ähnliches Bild ergeben, was nicht verwundern dürfte, da wir uns am Wochenende mitten im Höhepunkt der historischen Hitzewelle befanden. So wurden am Samstag verbreitet Tageshöchsttemperaturen zwischen 37 und 41 °C gemessen (41,5 °C in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt), erwähnungswürdig niedriger blieb es nur an der Küste und in Hochlagen, wobei selbst auf Helgoland 30,4 °C und auf dem Brocken in 1135 m Höhe 29,3 °C gemessen wurden. Etwas niedriger blieben die Temperaturen ebenfalls im Nordwesten, wo hereinziehende hohe Bewölkung von Gewittern aus den Niederlanden sowie die teils schweren Gewitter im Nordosten Deutschlands die Einstrahlung dämpften. Am Sonntag hatte sich der Hochdruckschwerpunkt des Hitzedoms noch weiter in den Osten verlagert, der Tageshöchstwert von 41,7 °C wurde in Neißemünde-Coschen an der polnischen Grenze gemessen, während im Nordwesten niedrigere Temperaturen um 32 °C dazu beitrugen, dass hier verbreitet nur die Waldbrand-Gefahrenstufe 3 (mittlere Gefahr) herrschte. Ein weiterer Faktor für Letzteres war die Verteilung der Luftfeuchtigkeit. So wurden in besagter Region insbesondere am Samstag nicht nur die höchsten Taupunkte als absolutes Feuchtigkeitsmaß gemessen, sondern es herrschte auch aufgrund der weniger heißen Temperaturen die höchste relative Luftfeuchte. Hinzu kam insbesondere im Norden noch der gefallene Niederschlag aus der Schwergewitterlage in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag. Hier sei erwähnt, dass mitunter eben jene hohe Luftfeuchtigkeit am Sonntag dazu beitrug, dass auch im Nordwesten, trotz der vergleichsweise niedrigen Temperaturen, verbreitet vor sehr starker Wärmebelastung gewarnt wurde.

Die Berechnung des Waldbrandgefahrenindex (WBI), welcher fortlaufend weiterentwickelt wird, ist komplexer als die einheitliche Abschätzung über Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag. Eine einfließende Größe ist zum Beispiel das Gewicht der brennbaren Biomasse, welche abhängt von der Feuchte der Schicht aus Blatt- und Nadelresten am Waldboden, der Bodenfeuchte in Abhängigkeit von der Wald- und Bodenart und dem Blattflächenindex als Maß dafür wie dicht die Vegetation mit Blättern bedeckt ist. Über diese Größen wird eine Bilanz für die dreidimensionale Verteilung von Wasser und Ein- und Ausstrahlung errechnet, quasi ein Mikroklima des Waldes. Des Weiteren wird die Laufgeschwindigkeit einer potenziellen Feuerfront mit einbezogen, wobei die Windgeschwindigkeit maßgeblich mit einfließt. Letzten Endes wird der WBI anhand von stündlichen Messwerten von Temperatur, relativer Feuchte, Windgeschwindigkeit, Niederschlagsrate sowie der lang- und kurzwelligen Strahlung berechnet. Die Karten und Tabellen auf dem DWD Portal werden dann als maximale Gefahrenstufe für den jeweiligen Tag herausgegeben, welche generell aufgrund des Tagesgangs von Temperatur und relativer Feuchte am Nachmittag zu erwarten ist.

Der Waldbrandgefahrenindex ausgehend vom Sonntag (28.06.2026) und für die darauf folgenden vier Tage.

Der Blick auf die Verteilung des Waldbrandgefahrenindex als Vorhersage ausgehend vom gestrigen Sonntag zeigt eindrücklich, dass mit dem heutigen Montag das Ende der Hitzewelle eingeläutet wurde und dass wechselhafteres Wetter bevorsteht. Die am heutigen Montag erwarteten Maximaltemperaturen liegen verbreitet zwischen 25 und 28 Grad, an der Küste darunter, nur im äußersten Südosten wird bei Temperaturen über 30 Grad weiterhin vor starker Wärmebelastung gewarnt. Da trotz der vergleichsweise niedrigen Temperaturen weiterhin sehr viel Wasser in der Luft enthalten ist, liegt die relative Feuchte recht hoch, was für das schwülwarme Wetterempfinden verantwortlich ist – insbesondere in Gewitternähe. Stichwort Gewitter: Ein weiterer Faktor für das verbreitete Herunterstufen des Waldbrandgefahrenindex – vor allem im Süden und Osten von der höchsten auf die niedrigste Warnstufe – sind die bereits gefallenen und noch erwarteten Niederschläge in den kommenden Tagen. In der vergangenen Nacht und am heutigen Montag sind in einem breiten Streifen quer über Deutschland verbreitet zwischen 5 und 20 l/m² zusammengekommen, teils auch deutlich darüber – entsprechend der andauernden Schwergewitterlage. Außen vor sind dabei bisher noch der Nordwesten sowie der äußerste Osten und Südosten, was sich auch im Waldbrandgefahrenindex abbildet. Am Dienstag und Mittwoch werden im Westen die höchsten Temperaturen erwartet – vom Oberrhein bis nach Rheinland-Pfalz und Südhessen teils über 30 Grad. Außerdem steht im Westen kaum Niederschlag an. Im Süden und Osten hingegen werden ab Dienstagabend erneut schwere Gewitter erwartet, die sich im Verlauf der Nacht voraussichtlich zu größeren Gewitter-Clustern zusammenschließen und potenziell mit extrem heftigem Starkregen über 40 l/m² in kurzer Zeit aufwarten. Auch der Mittwoch gestaltet sich insbesondere in der Südhälfte der Republik äußerst wechselhaft mit verbreitet auftretenden Gewittern sowie Dauerregen vor allem im Alpenvorland. Und am Donnerstag geht es wechselhaft weiter, wenn die Kaltfront eines Tiefs über der Nordsee Deutschland überquert. Soweit dieser Rück- und Ausblick auf den Zusammenhang zwischen Wetter und Waldbrandrisiko.

Dr. rer. nat. Thorsten Kaluza (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 29.06.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
Schlagworte: Gewitter, Hitzewelle, Waldbrandgefahr
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/07/Wie-das-Wetter-die-Waldbrandgefahr-bestimmt-1.png 564 392 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-06-29 13:00:292026-07-13 22:48:13Wie das Wetter die Waldbrandgefahr bestimmt
Das könnte Dich auch interessieren
Europareise
August treibt die Sommerbilanz nach oben
Vom Aprilwetter in den Sommer
Eine Hitzewelle für die Geschichtsbücher – Eine erste vorläufige Bilanz
Start der Gewittersaison?
Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter
Unwetter durch Luftmassengrenzen
Nach NING kommt INES und bringt den Sommer zurück
Search Search

Neueste Beiträge

  • Wie lange hält die hochsommerliche Hitze an?
  • In eine Solaranlage investieren: Was Sie über Photovoltaik auf dem eigenen Dach wissen sollten
  • Geschichte der Meteorologie – Teil 10: Meteorologie Ende des 18. Jahrhunderts (a)
  • Supertaifun BAVI
  • Trockenheit im Südwesten Deutschlands

Kategorien

  • Allgemein (86)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (4)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.291)
    • Thema des Tages (2.275)
    • Wetterlexikon (1.317)
      • Klima (1.015)
    • Wind (579)

Archiv

  • Juli 2026 (14)
  • Juni 2026 (31)
  • Mai 2026 (32)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitze Hitzewelle Hochdruck Hochdruckgebiet Hochnebel Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Nebel Niederschlag Polarluft Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Sturmtief Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wettervorhersage Wind Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Eine Hitzewelle für die Geschichtsbücher – Eine erste vorläufige Bilanz Link to: Eine Hitzewelle für die Geschichtsbücher – Eine erste vorläufige Bilanz Eine Hitzewelle für die Geschichtsbücher – Eine erste vorläufige Bilan... Link to: Luftmassenwechsel bringt teils heftige Gewitter und Starkniederschläge Link to: Luftmassenwechsel bringt teils heftige Gewitter und Starkniederschläge Luftmassenwechsel bringt teils heftige Gewitter und Starkniederschläge
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen