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Schlagwortarchiv für: Winterstürme

Schneemassen im fernen Osten Russlands 

22. Januar 2026/in Thema des Tages, Wetter/von WINDINFO

Die Großwetterlage, die erhebliche Schneefälle auf Kamtschatka produzierte, war geprägt durch ein komplexes Tief in höheren Atmosphärenschichten, das mehrere Kerne aufwies und südlich bis südöstlich von Kamtschatka positioniert war. Dieses Tief fügte sich ein in eine ganze Reihe von Tiefdruckgebieten, die vom nordchinesischen Raum kommend nordostwärts weiterzogen und entlang dieser Linie polare kältere Luftmassen nördlich von milderen Luftmassen südlich davon trennten. Neben dem ersterwähnten sogenannten Höhentief bildeten sich auch in tieferen Atmosphärenschichten und am Boden, mehrere kleinräumige Tiefs, die um das komplexe Höhentief herumzogen: Von Nordjapan aus ging es zunächst an der Südflanke des Höhentiefs ost- und im weiteren Verlauf an dessen Ostflanke nordwärts. Dabei zogen mehrere kleinräumige Störungen, sogenannte Kurzwellentröge, am 18. und 19. Januar vom Seegebiet östlich von Kamtschatka an der Nordflanke des Höhentiefs westwärts über Kamtschatka ins Ochotskische Meer westlich der Halbinsel und brachten wiederholt höhere Mengen an Niederschlag – über den Seegebieten regnete es überwiegend, küstennah und über dem Festland schneite es. Aus dem Haupttrog generierte sich über dem Ochotskischen Meer ein neues Tief. Durch größere Luftdruckunterschiede entstanden Starkwinde, die den Schnee lokal zu hohen Verwehungen verfrachteten. Zudem kam es, bedingt durch die komplexen geographischen Gegebenheiten, zu Stauniederschlägen, da die Halbinsel Kamtschatka mit einer Kette aktiver Vulkane gebirgig geprägt ist.

Solche Entwicklungen fanden auch schon im Dezember und in der ersten Januarhälfte statt. Wiederholt setzten sich also Tiefdruckgebiete im Ochotskischen Meer fest, die dort feuchte Luftmassen gegen die sibirische und die polare Kaltluft pumpten und zusammen mit weiteren Tiefdruckgebieten über dem Nordwestpazifik hohe Schneemengen nach Kamtschatka brachten. Besonders am vergangenen Wochenende wurden solche feuchten Luftmassen vom Ochotskischen Meer südlich um Kamtschatka herumgeführt. Sie führten von Süden kommend zu heftigen Schneefällen, auch in Form breiterer Schneeschauerstraßen, die besonders die Regionshauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski getroffen hat. 

Bodenanalyse vom 20. Januar 2026, 6 UTC (7 Uhr MEZ) des japanischen Wetterdienstes. „X“ markiert die Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski auf der russischen Halbinsel Kamtschatka (hier mit Kamt. abgekürzt). Westlich dieser Halbinsel liegt das Ochotskische Meer. Man erkennt die vielen Tiefdruckgebiete („L“ in roter Schriftfarbe), die um die Halbinsel positioniert sind und für die Schneefälle verantwortlich waren.  

Schon im Dezember gab es in Kamtschatka überdurchschnittlich viel Niederschlag, der überwiegend als Schnee niederging. So wurden in Petropawlowsk-Kamtschatski 370 Liter pro Quadratmeter Niederschlag registriert, der mehr als das Dreifache des normalen Dezember-Niederschlags entspricht. Auch in der ersten Januarhälfte ging mit 164 Liter pro Quadratmeter bereits die 1,5-fache Monatsmenge des Januars nieder. Vom vergangenen Sonntagnachmittag bis Montagvormittag allein betrug die Niederschlagsmenge 39 Liter pro Quadratmeter, die in weniger als 24 Stunden fielen – alles als Neuschnee. Allein dieser Neuschnee beträgt 60% der Menge des Monatsniederschlages in einem sehr kurzen Zeitraum. Dies führte zu einer Schneehöhe, die an der offiziellen Messstation mit 170 cm angegeben wurde. Tatsächlich lagen in Petropawlowsk und Umgebung zwischen 170 und 250 cm Schnee. Durch lokal bedingte Verwehungen, besonders zwischen einzelnen Wohnblöcken am Stadtrand von Petropawlowsk-Kamtschatski, lagen 300 bis 500 cm Schnee, an einzelnen Stellen sogar noch mehr.

Dies bedeutet, dass einzelne Straßenabschnitte komplett zugeschneit sind und keine eingeschneiten parkenden Fahrzeuge mehr zu erkennen sind. An Wohngebäuden reicht die Schneehöhe locker ins erste Obergeschoss und teilweise noch viel höher bis zur vierten Etage, was bedeutet, dass Eingänge komplett mit Schnee zugeweht sind. Videos in sozialen Medien zeigen Bewohner, die umständlich Hauseingänge freischaufeln und Wege bzw. Schneetunnel zu ihren eingeschneiten Fahrzeugen graben. Schwierigkeiten in der Nahversorgung sind die Folge. Zudem steigt die Gefahr, von den Dächern abrutschenden Schneemassen oder abbrechenden großen Eiszapfen erschlagen zu werden, was bereits zu mindestens zwei Todesfällen führte. Meteorologen der dortigen regionalen Außenstelle des staatlichen russischen Wetterdienstes meinten, dass ähnliche Bedingungen letztmals vor über 50 Jahren, solche Schneehöhen letztmals vor über 60 Jahren, auftraten und damit extrem rar im Zeitalter moderner Wetterbeobachtungen sind. Derweil steigt die Lawinengefahr im Hinterland von Petropawlowsk-Kamtschatski, da die dortigen Vulkane ebenfalls gigantische Schneehöhen aufweisen. Sollte plötzliches Tauwetter eintreten, drohen massive Überschwemmungen durch abfließendes Schmelzwasser. Aufgrund lizenzrechtlicher Probleme verzichtet der Autor auf die Abbildung entsprechender beeindruckender Fotos aus Petropawlowsk, es sei an dieser Stelle auf die Links am Ende des Artikels verwiesen. 

 

Gesamtschneehöhen nach dem Wettermodell ICON13 für die Region Kamtschatka für 22. Januar 2026, 13 Uhr MEZ. Die Gebirgskette der Vulkane der Halbinsel wird mit etwa 400 cm Schneehöhe modelliert. Dies zeigt der graubläuliche Streifen, der quer über die Halbinsel von Süd nach Nord geht.

 

Messungen der Schneehöhen auf Kamtschatka vom 19. Januar 2026, 22 Uhr MEZ. Die Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski hat 168 cm Schnee, deutlich mehr als alle anderen Messpunkte in der Umgebung. 

Können ähnliche Bedingungen auch in Europa auftreten? Hierzulande können sich wiederholt Tiefdruckgebiete an der ein oder anderen Stelle festsetzen und manchen Regionen große Niederschlagsmengen zuführen. Derzeit liegt ein umfangreiches Hoch über dem nördlichen Osteuropa, welches in den nächsten Tagen sich nur wenig südwärts bewegen wird. Aus dem Atlantikraum vordringende feucht-milde Luftmassen werden damit auf ihrem Weg nach Osten blockiert. Unter dem Hoch sammelt sich jedoch die schwere Kaltluft an. Zusammen mit einem Hoch über Sibirien hat sich über einer flächenmäßig großen Schneedecke über der Russischen Föderation ein großer Kaltluftspeicher gebildet. Der Schnee reflektiert einstrahlendes Sonnenlicht und verhindert damit eine Erwärmung. Diese Kaltluft gelangt in abgeschwächter Form bis nach Deutschland, was besonders die Osthälfte mit Dauerfrost und in der Nacht zum Freitag letztmals strengem Nachtfrost zu spüren bekommt. Vordringende Ausläufer atlantischer Tiefs bringen zwar Anfang kommender Woche etwas Schnee. Da hier jedoch nicht so hohe Feuchtigkeitswerte wie über dem Pazifik vorherrschen und die geographischen Bedingungen anders sind, sind solche Schneemengen wie auf Kamtschatka nicht zu erwarten. 

Quellen: Moscow Times, BBC News, Reuters, der Standard, Merkur, mit Material der dpa und lokalen meteorologischen Berichten des russischen Wetterdienstes aus Kamtschatka 

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 22.01.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

 

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/01/Schneemassen-im-fernen-Osten-Russlands-.jpg 1684 2382 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-01-22 18:29:002026-01-26 18:37:25Schneemassen im fernen Osten Russlands 
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