• Login
  • Registrieren
Windinfo.eu
  • NEWS
  • CHAT
  • WINDWARNER
  • WETTER
    • Regenradar
    • Isobarenkarte Europa
    • Föhndiagramme
    • Wassertemperatur in Europa
    • Wettervorhersage Videos
    • Langzeitprognose
    • Windskala – Windrechner
  • WEBCAMS + SPOTS
    • Webcam Finder
      • Webcam Ostsee
      • Webcam Nordsee
      • Webcam Alpsee
      • Webcam Altmühlsee
      • Webcam Ammersee
      • Webcam Bodensee
      • Webcam Bostalsee
      • Webcam Brombachsee
      • Webcam Brückelsee
      • Webcam Chiemsee
      • Webcam Edersee
      • Webcam Eibsee
      • Webcam Epplesee
      • Webcam Forggensee
      • Webcam Förmitztalsperre
      • Webcam am Kochelsee
      • Mandichosee – Lechstaustufe
      • Webcam Norderney
      • Webcam Rügen
      • Webcam Simssee
      • Webcam Staffelsee
      • Webcam Starnberger See
      • Webcam Tegernsee
      • Webcam Walchensee
      • Webcam Wörthsee
    • Webcam Finder
      • Webcam Achensee
      • Webcam Attersee
      • Webcam Mattsee
      • Webcam Mondsee
      • Webcam Millstättersee
      • Webcam Neusiedlersee
      • Webcam Ossiachersee
      • Webcam Traunsee
      • Webcam Wolfgangsee
      • Webcam Zell am See
      • Webcam Genfer See
      • Webcam Luganersee
      • Webcam Silsersee
      • Webcam Silvaplaner See
      • Webcam Urnersee
      • Webcam Zürichsee
      • Webcam Comersee
      • Webcam Gardasee
      • Webcam Kalterer See
      • Webcam Lago Maggiore
      • Webcam Lago di Santa Croce
      • Webcam Reschensee
      • Webcam Sardinien
      • Webcam Trieste
      • Webcam Vieste – Gargano
  • ACTIVITY
  • GROUPS
    • MEMBERS
  • Menü Menü
Bodenfeuchte unter Gras in der Schicht 0 bis 60 Zentimeter am 27. September und 2. November 2026 in Prozent der nutzbaren Feldkapazität.

Wasser – Lebensgrundlage und Naturwunder

4. November 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Wasser ist allgegenwärtig. Rein chemisch betrachtet besteht ein Wassermolekül aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Unter Normaldruck gefriert es bei 0 Grad Celsius und siedet bei 100 Grad Celsius. Das klingt zunächst wenig spektakulär. Doch physikalisch betrachtet hat Wasser einiges zu bieten.

Eine Besonderheit fällt sofort ins Auge: Wasser kommt auf der Erde ganz selbstverständlich in allen drei Aggregatzuständen vor. In der Atmosphäre befindet es sich als unsichtbarer Wasserdampf, flüssig begegnet es uns als Regen oder in Ozeanen, Seen und Flüssen. In gefrorener Form kennen wir es als Eis, Schnee, Hagel, Graupel oder Reif. Damit prägt Wasser unsere Umwelt auf vielfältige Weise.

Besonders erstaunlich ist die sogenannte Dichteanomalie des Wassers. Während sich die meisten Stoffe beim Abkühlen zusammenziehen und dichter werden, verhält sich Wasser unterhalb von etwa 4 Grad Celsius anders. Seine größte Dichte erreicht es bei dieser Temperatur. Kühlt es weiter ab, dehnt es sich wieder aus. Beim Gefrieren nimmt sein Volumen nochmals zu. Deshalb hat Eis eine geringere Dichte als flüssiges Wasser und schwimmt oben.

Ursache dafür sind die sogenannten Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Wassermolekülen. Sie sorgen dafür, dass sich die Moleküle beim Gefrieren in einer lockeren Struktur anordnen. Das ist für das Leben auf der Erde enorm wichtig: Seen und Teiche frieren von oben nach unten zu. Darunter bleibt flüssiges Wasser als Lebensraum für Fische und andere Organismen erhalten.

Auch der sogenannte Mpemba-Effekt sorgt für Erstaunen. Er beschreibt die Beobachtung, dass heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefrieren kann als kälteres Wasser. Das widerspricht zunächst unserer Intuition. Tatsächlich lässt sich der Effekt nicht immer beobachten und hängt von verschiedenen Versuchsbedingungen ab. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet einen ausführlichen Artikel meines Kollegen Sebastian Altnau im „Thema des Tages vom 19. Februar 2021„.

Eine weitere Besonderheit ist die hohe spezifische Wärmekapazität von Wasser. Einfacher ausgedrückt: Wasser kann große Mengen Wärmeenergie aufnehmen, ohne dass seine Temperatur dabei besonders stark ansteigt. Um ein Kilogramm Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen, sind rund 4200 Joule Energie erforderlich.

Wie viel das ist, zeigt ein Blick auf den Bodensee. Sein Wasservolumen beträgt ungefähr 50 Billionen Liter. Um diese Wassermenge um 10 Grad Celsius zu erwärmen, sind rund 580 Terawattstunden Energie nötig. Zum Vergleich: Der jährliche Stromverbrauch in Deutschland lag 2023 bei gut 500 Terawattstunden. Die Erwärmung des Bodensees um 10 Grad würde also mehr Energie erfordern, als Deutschland in einem ganzen Jahr an Strom verbraucht.

Diese Wärmespeicherfähigkeit wirkt sich auch auf unser Klima aus: Meere und große Seen nehmen im Sommer viel Wärme auf und geben sie im Winter langsam wieder ab. Dadurch wirken sie ausgleichend auf die Temperaturen ihrer Umgebung. Diese Eigenschaft des Wassers stellt gleichzeitig den wichtigsten Puffer unseres Planeten gegen die globale Erwärmung dar.

Wasser besitzt noch viele weitere bemerkenswerte Eigenschaften. Seine hohe Oberflächenspannung ermöglicht es beispielsweise kleinen Insekten, über die Wasseroberfläche zu laufen. Beim Schwitzen hilft uns die Verdunstung von Wasser, überschüssige Körperwärme abzugeben und unsere Körpertemperatur zu regulieren. Wasser ist also weit mehr als eine Flüssigkeit, die wir täglich ganz selbstverständlich nutzen. Seine besonderen Eigenschaften prägen unsere Umwelt, beeinflussen das Klima und ermöglichen Leben, wie wir es kennen.

Bodenfeuchte unter Gras in 0 bis 60 cm Tiefe vom 27. September 2026 (links) und vom 02. November 2026 (rechts) in Prozent der nutzbaren Feldkapazität (% nFK)
Bodenfeuchte unter Gras in 0 bis 60 cm Tiefe vom 27. September 2026 (links) und vom 02. November 2026 (rechts) in Prozent der nutzbaren Feldkapazität (% nFK). Bei 100 % nFK ist der pflanzenverfügbare Wasserspeicher bis zur Feldkapazität gefüllt; unter 30 % nFK kann Trockenstress auftreten. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Wie kostbar Wasser ist, zeigt sich auch mit Blick auf die aktuelle Bodenfeuchte. Zwar hat der regenreiche Oktober vor allem im Westen und Norden Deutschlands die Wasservorräte in den oberen Bodenschichten spürbar aufgefüllt. Vom Süden über Teile der Mitte bis in den Osten sind die Böden in der Schicht von 0 bis 60 Zentimetern Tiefe jedoch vielerorts weiterhin deutlich trockener als für Anfang November üblich. Besonders entlang der Donau und im nördlichen Alpenvorland sowie in Teilen Brandenburgs und Sachsen-Anhalts besteht weiterhin ein Bodenfeuchtedefizit.

Niederschlagssummen von ICON, IFS und GFS vom 4. bis 9. November 2026 in Millimetern.
Akkumulierte Niederschlagsmengen des deutschen Wettermodells ICON (links), des europäischen IFS (Mitte) sowie des amerikanischen Modells GFS (rechts) von Mittwoch, 04. November 2026 00 UTC bis Montag, 09. November 2026 00 UTC in mm (entspricht Liter pro Quadratmeter). Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Eine nachhaltige Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. In den kommenden Tagen sorgt Hochdruckeinfluss meist für ruhiges und trockenes Wetter. Erst zum Wochenende könnte es in der Südwesthälfte Deutschlands gebietsweise etwas Regen geben. Wenngleich noch einige Modellunsicherheiten bestehen, dürften die Mengen allerdings gering bleiben und vielerorts nur wenige Liter pro Quadratmeter erreichen. Entsprechend wird sich an der teils noch vorherrschenden Trockenheit in den kommenden Tagen kaum etwas ändern.

M.Sc.-Meteorologe Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.11.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 04.11.2026. Text: M.Sc.-Meteorologe Sebastian Schappert, Deutscher Wetterdienst. Text und DWD-Grafiken unter CC BY 4.0. Redaktionelle Bearbeitung: Absatzgliederung, sprachliche Korrekturen, Präzisierung von Eisdichte, Bodenschicht und Feldkapazität sowie Rundung des Energievergleichs. Grafiken inhaltlich unverändert und responsiv eingebunden.

Teile die Seite mit Freunden

  •  
  •  
https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/11/DWD-Bodenfeuchte-Deutschland-September-und-November-2026.png 562 764 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-11-04 12:00:002026-11-04 19:06:21Wasser – Lebensgrundlage und Naturwunder
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

Search Search

Neueste Beiträge

  • Wasser – Lebensgrundlage und Naturwunder
  • Gekommen um zu bleiben
  • Deutschlandwetter im Oktober 2026
  • Geschichte der Meteorologie – Teil 24: Meteorologie im 19. Jahrhundert (d)
  • Geschichte der Meteorologie – Teil 23: Meteorologie im 19. Jahrhundert (c)

Kategorien

  • Allgemein (91)
  • Brand News (45)
  • Stories (10)
  • Tipps & Tricks (6)
    • Gesundheit (3)
  • Wetter (2.399)
    • Thema des Tages (2.379)
    • Wetterlexikon (1.422)
      • Klima (1.016)
    • Wind (579)

Archiv

  • November 2026 (4)
  • Oktober 2026 (32)
  • September 2026 (23)
  • August 2026 (31)
  • Juli 2026 (36)
  • Juni 2026 (31)
  • Mai 2026 (32)
  • April 2026 (29)
  • März 2026 (32)
  • Februar 2026 (28)
  • Januar 2026 (31)
  • Dezember 2025 (31)
  • November 2025 (31)
  • Oktober 2025 (31)
  • September 2025 (30)
  • August 2025 (31)
  • Juli 2025 (31)
  • Juni 2025 (32)
  • Mai 2025 (31)
  • April 2025 (33)
  • März 2025 (36)
  • Februar 2025 (27)
  • Januar 2025 (32)
  • Dezember 2024 (31)
  • November 2024 (30)
  • Oktober 2024 (33)
  • September 2024 (30)
  • August 2024 (31)
  • Juli 2024 (32)
  • Juni 2024 (30)
  • Mai 2024 (30)
  • April 2024 (30)
  • März 2024 (32)
  • Februar 2024 (29)
  • Januar 2024 (31)
  • Dezember 2023 (31)
  • November 2023 (30)
  • Oktober 2023 (31)
  • September 2023 (29)
  • August 2023 (35)
  • Juli 2023 (34)
  • Juni 2023 (35)
  • Mai 2023 (32)
  • April 2023 (30)
  • März 2023 (30)
  • Februar 2023 (28)
  • Januar 2023 (33)
  • Dezember 2022 (30)
  • November 2022 (30)
  • Oktober 2022 (31)
  • September 2022 (30)
  • August 2022 (32)
  • Juli 2022 (31)
  • Juni 2022 (32)
  • Mai 2022 (32)
  • April 2022 (30)
  • März 2022 (32)
  • Februar 2022 (27)
  • Januar 2022 (31)
  • Dezember 2021 (31)
  • November 2021 (30)
  • Oktober 2021 (34)
  • September 2021 (30)
  • August 2021 (30)
  • Juli 2021 (33)
  • Juni 2021 (31)
  • Mai 2021 (30)
  • April 2021 (33)
  • März 2021 (33)
  • Februar 2021 (30)
  • Januar 2021 (38)
  • Dezember 2020 (39)
  • November 2020 (33)
  • Oktober 2020 (38)
  • September 2020 (32)
  • August 2020 (33)
  • Juli 2020 (22)
  • Juni 2020 (22)
  • Mai 2020 (16)
  • April 2020 (13)
  • März 2020 (15)
  • Februar 2020 (15)
  • Januar 2020 (16)
  • Dezember 2019 (9)
  • November 2019 (13)
  • Oktober 2019 (13)
  • September 2019 (16)
  • August 2019 (7)

Schlagwörter

Bodenseeschifferpatent Druckgradienten Eis Frost Gewitter Herbstwetter Hitze Hitzewelle Hochdruck Hochdruckgebiet Hochnebel Hurrikan Kaltfront Klimawandel Luftdruckmuster Meereisrückgang Meteorologie Nebel Niederschlag Regen SBF-Binnen SBF-Binnen unter Segeln SBF-See Schnee Sommer Sommerzeit Sonnenschein Sportboot-Patente Sportbootführerschein Starkregen Sturm Sturmböen Temperatur Thema des Tages Tiedruckgebiet Tiefdruckgebiet Tiefdruckgebiete Trockenheit Wetter Wetterumschwung Wettervorhersage Wind Windscherung Winter Winterwetter
Search Search
© Copyright - Windinfo.eu
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Gekommen um zu bleiben Link to: Gekommen um zu bleiben Gekommen um zu bleibenBodenwetterkarte vom 3. November 2026 um 00 UTC und Vorhersage für den 5. November mit Hoch KLAUS über Europa.
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen